Alzheimer – kann die Ernährung schützen?

16 Jun 2015 Keine Kommentare by

Hat die Ernährung einen Einfluss darauf, ob man im fortgeschrittenen Alter z.B. an Alzheimer erkrankt? Kann ein gesunder Lebensstil vor der Erkrankung schützen? Diese Fragen untersuchen Wissenschaftler im neuen Kompetenzcluster „Diet-Body-Brain“ (DietBB). Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben, das von der Universität Bonn koordiniert wird, mit mehr als fünf Millionen Euro.

Der Ernährungs- und Lebensstil eines Menschen kann sich auch auf das Gedächtnis und die Entwicklung einer neurodegenerativen Erkrankung auswirken. „Studien haben gezeigt, dass Mikronährstoffe Gedächtniseinbußen durch neurodegenerative Erkrankungen vorbeugen können“, sagt Prof. Dr. Ute Nöthlings von der Ernährungsepidemiologie der Universität Bonn.

Studien sollen Klarheit bringen

Auch Übergewicht scheint eine Rolle zu spielen. Belastbare Daten zum Zusammenhang von Ernährungs, Lebensstil und neurodegenerativen Erkrankungen fehlen jedoch noch weitgehend. In diese Lücken stößt nun DietBB vor.
Unter den 17 Partnern im Cluster sind neben mehreren Instituten der Universität Bonn das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, die Deutsche Sporthochschule Köln und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. In der geplanten „Rheinland Studie“ sollen neue Erhebungsmethoden entwickelt werden, um Zusammenhänge zwischen Ernährungsverhalten und neurodegenerativen Erkrankungen besser zu erkennen. Darüber hinaus sollen das Erbgut und das gesundheitsbezogene Verhalten, zum Beispiel körperliche Aktivitäten untersucht werden. Ein Teilprojekt wird sich damit beschäftigen, wie Ernährungsempfehlungen kommuniziert werden müssen, damit sie auch umgesetzt werden. Mehr zum Projekt finden Interessierte unter www.diet-body-brain.de

docFood meint

Über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Demenz in ihren verschiedenen Formen gibt es zahllose Spekulationen. Das meiste davon dürfte Unsinn sein – denn fast nichts ist belegt. Andererseits gibt es viele Anhaltspunkte, dass Zusammenhänge bestehen – etwa im Fall des Aluminiums, das über unsere Nahrung ins Gehirn gelangen kann. Um so wichtiger ist es, dass diese Fragen jetzt in größerem Rahmen wissenschaftlich untersucht werden – und man darf gespannt auf die Ergebnisse sein.

Redaktion docFood

Quelle: Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften
Universität Bonn, Kontakt: Prof. Dr. Ute Nöthlings (noethlings@uni-bonn.de )

Ernährungsprofis

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