Das Fairtrade-Siegel für fairen Handel

18 Okt 2013 Keine Kommentare by

Produkte, die mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet sind, stehen für faire Arbeits- und Lebensbedingungen bei den Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika. Vergeben wird das Siegel vom gemeinnützigen Verein TransFair e.V., dem 34 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Kirche, Sozialarbeit, Verbraucherschutz, Genossenschaftswesen, Bildung, Politik und Umwelt angehören, auf Grundlage von Lizenzverträgen.

In Deutschland gibt es aktuell 250 Unternehmen, die rund 2.000 Fairtrade-zertifizierte Produkte anbieten. Um die Zertifizierung zu erhalten, müssen zahlreiche Fairtrade-Standards erfüllt werden, die alle wichtigen Akteure des Fairtrade-Systems gemeinsam entwickeln.

 

Das Fairtrade-Siegel von TransFair

TransFair setzt sich dafür ein, weitere Partner und Unterstützer für den fairen Handel durch Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu gewinnen. Dabei wird der Verein durch seine Mitgliedsorganisationen unterstützt, die mit eigenen Aktionen und Kampagnen den fairen Handel und das Fairtrade-Siegel bekannter machen. TransFair sieht seine Aufgaben außerdem darin, Personen in der Politik, in Wirtschaftsverbänden, Nichtregierungsorganisationen und Umweltvereinigungen über Fairtrade zu informieren und miteinander zu vernetzen. 2012 feierte TransFair sein 20-jähriges Bestehen und ein zweistelliges Wachstum der Fairtrade-Produkte, mit einem Umsatz von über 500 Millionen Euro.

 

Zertifizierung für das Fairtrade-Siegel

TransFair vergibt zwar die Lizenz für die Nutzung des Fairtrade-Siegels, die Voraussetzungen prüft jedoch die Zertfizierungsgesellschaft der Fairtrade International (FLO), die FLO-CERT. Sie kontrolliert vor Ort, ob bei Produzenten und Händlern die Fairtrade-Standards eingehalten werden und ob die Produzentenorganisationen den festgelegten Mindestpreis und die Fairtrade-Prämie ausgezahlt bekommen. Weil in Produzenten-Kooperativen häufig hunderte oder tausende Bauern zusammengeschlossen sind, kann FLO-CERT nicht jeden einzelnen Bauer besuchen, sondern überprüft anhand von „Gruppen-Zertifizierungen“ die gesamte Kooperative und macht Stichproben bei einigen Bauernfamilien. Durch die unabhängigen und transparenten Kontrollen der FLO-CERT nach den internationalen Fairtrade-Standards soll die Glaubwürdigkeit des Fairtrade-Siegels sichergestellt werden.

 

Tipp von docFood:

Neben dem Fairtrade-Siegel gibt es noch zahlreiche weitere Siegel für Produkte aus fairem Handel, zum Beispiel das Gepa-Logo des gleichnamigen Fair-Handelsunternehmens, Fair for Life, das FAIRbindet-Siegel von tegut und viele weitere mehr. Je nach Produkt und Siegel lohnt sich ein genauerer Blick und ein bisschen Recherche, um wirklich ein fair gehandeltes Produkt zu kaufen und nicht auf einen Marketing-Trick hereinzufallen.

Anerkannte Siegel finden Sie beim „Forum Freier Handel“ im Internet, in dem sich Organisationen und Akteure des fairen Handels zusammen geschlossen haben: www.forum-freier-handel.de

Melanie Kirk-Mechtel

Bildquelle: TransFair e.V / M. Ersch

Ernährungswirtschaft, Konsum, Nachhaltigkeit, VERBRAUCHER

Über den Autor

Diplom-Oecotrophologin und Fachjournalistin in Sachen Ernährung.
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