Flavone – mit Gemüse gegen Diabetes

05 Sep 2014 Keine Kommentare by

Gemüse, Obst, Kräuter und Gewürze enthalten zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Wie ein Forscherteam um den Mediziner Andreas F. H. Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) nun erstmals zeigen konnte, können zwei dieser natürlichen Substanzen den Stoffwechsel von Diabetikern positiv beeinflussen. „Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass beide Substanzen antidiabetisch wirken und könnten erklären, warum Gemüse und pflanzliche Nahrungsmittel bisweilen eine wichtige Rolle bei alternativen Diabetestherapien spielen“, sagt Studienleiter Pfeiffer.

Bei den Substanzen, die Pfeiffer und sein Team untersucht haben, handelt es sich um zwei Stoffe aus der Gruppe der Flavone: Luteolin und Apigenin sind natürliche Pflanzenstoffe, die vermutlich dazu dienen, die Pflanzen vor Schädlingen zu schützen. Luteolin findet sich in vielen essbaren Pflanzen wie Karotten, Paprika, Sellerie, Pfefferminze, Thymian, Rosmarin, Oregano, Petersilie, Kohl, grünem Tee und auch Olivenöl. Apigenin kommt zum Beispiel in Kamille, Petersilie, Zwiebeln, Grapefruit und Orangen vor.

 

Basis für Ernährungstherapie bei Diabetes?

Bereits seit längerem weiß man, dass beide Substanzen antioxidative, entzündungs- und krebshemmende Eigenschaften besitzen. Ihre Effekte auf den Zuckerstoffwechsel, speziell bei Diabetes, sind dagegen bisher kaum erforscht. Die Studienergebnisse zeigen nach Ansicht der Wissenschaftler, wie pflanzliche Diabetestherapeutika funktionieren können. „Ein Wissen, das sich zukünftig nutzen lässt, um neue Ernährungsstrategien und eventuell auch Diabetesmedikamente zu entwickeln“, so Pfeiffer. Bereits Anfang des Jahres kam eine englische Studie zu einem ähnlichen Ergebnis. Auch sie ergab, dass eine flavonreichen Ernährung zum einen die Blutzuckerwerte verbessert und zum anderen bei Gesunden das Risiko für Diabetes, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs senkt – auf dem Weg über eine bessere Kontrolle chronischer Entzündungen im Körper.

 

Tipp von docFood

Die Ergebnisse der Berliner Forscher sprechen dafür, dass eine flavonreiche Kost dazu beitragen könnte, den Zuckerstoffwechsel von Menschen mit Diabetes zu verbessern. Bei der englischen Studie ist vor allem die Vermutung interessant, dass die Flavone auch vorbeugend wirken. Auch wenn es ein alter Hut ist hier die Empfehlung von docFood: Esst viel Gemüse (besonders flavonreich: Karotten, Paprika, Sellerie) Obst (besonders flavonreich: Südfrüchte Beeren) und Kräuter und Gewürze (besonders flavonreich: Pfefferminze, Thymian, Rosmarin, Oregano, Petersilie) – und trinkt dazu grünem Tee!

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Diabetes, FOOD-DOKTOR, Obst, Gemüse & Nüsse, WAS WIR ESSEN

Über den Autor

Dipl.-Oecotrophologe, Journalist, Berater.
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