Ostereier mit Lebensmitteln färben

17 Apr 2014 Keine Kommentare by

Bunte Eier gehören zum Osterfest einfach dazu. Empfindliche Menschen sollten bei farbigen Eiern aus dem Supermarkt vorsichtig sein. Die sind häufig mit Farbstoffen wie Tartrazin (E 102) und Azorubin (E 122) gefärbt, die allergische Reaktionen wie Juckreiz, Hautrötungen oder sogar Asthmaanfälle auslösen können. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann seine Ostereier problemlos selbst mit natürlichen Farbstoffen aus Lebensmitteln färben, die sich in jeder Küche finden. docFood zeigt Ihnen, wie man mit Tee, Kaffee, Gewürzen oder Rotkohl und Zwiebeln Ostereier leuchtend bunt färben kann.

Zum Färben mit Naturfarben eignen sich weiße Eier am besten, da das Ergebnis schön intensiv und leuchtend ausfällt. Wer erdige Töne lieber mag, kann aber auch braune Eier verwenden.

 

Ostereier natürlich gefärbt von gelb bis violett

Kamille, Kümmel, Curry, Kurkuma – auch Gelbwurz genannt – und natürlich Safran geben den Eiern ein kräftiges Gelb. Beige- und Brauntöne lassen sich wunderbar mit Rooibusch-, Fenchel- oder Schwarztee, Kakao, Kaffee und Zwiebelschalen erzeugen. Rote-Bete-Saft ergibt ein zartes Rosa, zerkleinerter Rotkohl macht die Schalen kräftig violett. Mit Holundersaft und Blaubeeren werden die Eier blau. Spinat, aber auch mit Petersilie oder Brennesselblättern führen zu einem frühlingsfrischen, hellen Grün. Weil auch die Naturstoffe eine sehr stark färbende Wirkung entfalten können, benutzen Sie zum Färben am besten einen alten Topf. Erfahrene Eierfärber schwören auf einen Emailletopf.

 

So werden die Ostereier bunt

Ob Spinat, Safran oder Zwiebelschalen – das Grundprinzip beim Eierfärben ist bei allen Naturstoffen gleich: Kochen Sie die Lebensmittel und Gewürze in einem Liter Wasser etwa 30 bis 45 Minuten lang. Danach den Sud durch ein Sieb gießen, 2 Esslöffeln Essig dazugeben und die Eier circa 10 Minuten in der farbigen Brühe kochen, bis sie hart sind. Damit die Farbe gut haftet, sollten die Eier vorher mit Essigwasser abgespült oder mit Essig abgerieben werden. Wenn Sie die Eier dann einige Stunden im kalten Sud liegen lassen, verstärkt das die Färbung zusätzlich. Übrigens: Bei Eiern, die Sie nicht gleich essen wollen, sollten Sie sich das Abschrecken besser sparen. Denn beim Kochen wird die zarte Schutzschicht der Eierschale zerstört, sodass beim Abspülen auch Bakterien aus dem Wasser ins Innere der Eier gelangen können. Das führt zu einem schnelleren Verderb.
Beim Färben mit Lebensmitteln können Sie nach Herzenslust mischen und experimentieren, um die Farben zu bekommen, die Ihnen am besten gefallen. Zur Orientierung hier trotzdem ein paar Angaben für sinnvolle Mengen der färbenden Naturstoffe: Auf einen Liter Wasser empfehlen sich

 

  • drei Hände voll Zwiebelschalen
  • 1/4 Liter Holunder- oder Rote-Bete-Saft
  • 2 gehäufte TL Curry oder Kurkuma
  • 500 g Spinat oder Rotkohl
  • 10 Beutel schwarzer Tee

Wir wünschen viel Spaß beim Eierfärben und frohe Ostern!

 

Tipp von docFood:

Wenn die Eier vor dem Färben Zimmertemperatur haben, platzen Sie beim Kochen nicht so schnell auf. Das gilt natürlich nicht nur für Ostereier, sondern auch für’s Frühstücksei!

Melanie Kirk-Mechtel

Bildquelle: gänseblümchen / pixelio.de

Haushalt & Kochen, VERBRAUCHER

Über den Autor

Diplom-Oecotrophologin und Fachjournalistin in Sachen Ernährung.
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