Speiseöle und -fette: gut oder schlecht?

02 Okt 2013 Keine Kommentare by

Fette und Öle sind wichtige Lebensmittel, denn sie versorgen unseren Körper mit wichtigen Fettsäuren und fettlöslichen Vitaminen. Außerdem sind sie wichtige Geschmacksträger und beim Kochen und Braten unentbehrlich.

Doch nicht jedes Fett, das wir für die Zubereitung unserer Speisen verwenden, ist so gut wie das andere.

 

Einteilung der Speiseöle und -fette

Die chemische Grundstruktur ist bei allen Speisefetten gleich: Sie bestehen aus Glycerin und drei Fettsäuren, die meist unterschiedlich lang sind. Bei den Fetten, die unsere Nahrung enthält, sind dies zu 95 % Fettsäuren mit 14 bis 18 Kohlenstoffatomen. Je nachdem, ob und wie viele Doppelbindungen die Fettsäuren zwischen den Kohlenstoffatomen haben, spricht man von gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Fettsäuren ohne Doppelbindung sind gesättigt.

Von der Art der Fettsäuren hängt es auch ab, ob ein Fett fest oder flüssig ist. Je mehr gesättigte Fettsäuren das Fett enthält, desto härter ist es, zum Beispiel Rindertalg oder Kokosfett. Generell kommen die gesättigten Fettsäuren eher in tierischen Fetten vor. Dagegen enthalten pflanzliche Fette mehr einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Je mehr Doppelbindungen ein Fett enthält, desto flüssiger ist es bei Raumtemperatur. Daher liegen pflanzliche Fette meist als Öle vor.

 

Bedeutung der Speiseöle und Fette für die Gesundheit

Fette mit gesättigten Fettsäuren sollten in einer gesundheitsbewussten Ernährung eher sparsam eingesetzt werden. Denn sie können den Gehalt des „schlechten“ LDL-Cholesterins im Blut erhöhen. Dies kann zu Cholesterinablagerungen an den Gefäßwänden und damit zu Arteriosklerose mitsamt ihrem negativen Folgen führen. Laut einer einfachen Regel sollte die Zufuhr von gesättigten Fettsäuren ein Drittel der Gesamtfett-Aufnahme betragen. Die beiden übrigen Drittel teilen sich die einfach ungesättigten und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Rapsöl und Olivenöl liefern zum Beispiel reichlich einfach ungesättigte Fettsäuren, überraschenderweise auch Gänseschmalz. Gute Lieferanten für mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind Sonnenblumen-, Maiskeim- oder Sojaöl.

 

Tipp von Doc Food:

Seien Sie beim Zubereiten von Speisen eher sparsam beim Fett. Veredeln Sie sie lieber vor dem Servieren mit ein wenig hochwertigem, kalt gepresstem Speiseöl.

Bildquelle: Benjamin Klack  / pixelio.de

Fette & Öle, Lebensmittel, WAS WIR ESSEN

Über den Autor

Diplom-Oecotrophologin und Fachjournalistin in Sachen Ernährung.
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