Superstar Olivenöl – gut für die Gesundheit

08 Nov 2013 Keine Kommentare by

Für Kenner und Genießer ist Olivenöl viel mehr als ein gesundes pflanzliches Fett: Für sie ist jedes Olivenöl ein neues, spannendes Geschmackserlebnis. Tatsächlich ist die Geruchs- und Geschmacksvielfalt der Öle fast so ausgeprägt wie beim Wein. Deswegen ist ein gutes Olivenöl nicht nur gesund, sondern auch ein echter Genuss – der sich allerdings nur in kleinen Mengen pur verzehren lässt.

Im Gegensatz zum Wein ist Olivenöl kein Solist, sondern Teamplayer, dessen Qualitäten erst in Kombination mit anderen Lebensmitteln voll und ganz zur Geltung kommen.

 

Olivenöl statt tierischer Fette

Trotz des unvergleichlichen Geschmacks und der schier unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten in der Küche ist die Liebe der Deutschen zum Olivenöl bisher erst bedingt erwacht. Obwohl sich der Verbrauch in den letzten 15 Jahren fast verdreifacht hat, liegt der Pro-Kopf- Verbrauch erst bei knapp 1,5 Litern. Um an die 20 Liter pro Kopf und Jahr der Griechen als „Europameister“ heranzukommen, haben wir noch einiges zuzulegen. Ginge es nach den Ernährungswissenschaftlern und Medizinern, dürfte sich der Olivenölverbrauch gerne vervielfachen – am besten auf Kosten von Butter, Schmalz und anderen tierischen Fetten, wie sie zum Beispiel reichlich in Wurst und fettem Käse vorkommen.

 

Olivenöl: Gesundheit pur

Bei den positiven gesundheitlichen Wirkungen, die dem Olivenöl zugeschrieben werden, steht dabei der Herz- und Kreislaufschutz im Vordergrund. Dafür ist in erster Linie die Ölsäure verantwortlich. Die einfach ungesättigte Fettsäure ist Hauptbestandteil jedes Olivenöls. Der Ölsäuregehalt des Olivenöls schwankt je nach Reife und Sorte der Früchte zwischen 65 und 80 %. Was bewirkt die Ölsäure? Sie senkt das (gefährliche) LDL-Cholesterin, ohne die Werte des („guten“) HDL-Cholesterins zu beeinflussen. Dadurch werden die Wände der Arterien vor Veränderungen bzw. vor der Entstehung von Arteriosklerose geschützt. Neben dieser zentralen Wirkung lässt Olivenöl unserem Körper noch viel Gutes angedeihen: Es wirkt als Blutverdünner, schützt die Magenschleimhaut und verringert überschüssige Magensäure, unterstützt die Aufnahme fettlöslicher Vitamine, kann den Blutdruck senken, ist gut verdaulich und schützt vor bestimmten Krebserkrankungen – zum Beispiel beugt hoher Olivenölverzehr Brustkrebs vor.

Empfehlung: Mindestens 50 mg Olivenöl pro Tag

Damit nicht genug: Olivenöl enthält neben der Ölsäure noch eine einzigartige Mischung weiterer gesundheitsfördernder Substanzen, darunter reichlich Vitamin E und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wie zum Beispiel die Polyphenole. Eine Mischung, die unter anderem das Knochenwachstum bei Kleinkindern und die Synapsenbildung im Gehirn fördert, Osteoporose vorbeugt, das Risiko von Gallensteinen senkt, die Leber schützt und stärkt, das Zahnfleisch pflegt und Parodontose vorbeugt, die Heilung bei Entzündungen fördert und Alterungsprozesse des Gehirns verlangsamt. Vor allem der Schutz vor frühzeitigen Alterungsprozessen und vor Erbgutschäden, die krebsauslösende Prozesse in Gang setzen können, führte zu der nach wie vor aktuellen Empfehlung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, das zu einer täglichen Zufuhr von mindestens 50 mg Olivenöl rät.

 

Bildquelle: twinlili / pixelio.de

Fette & Öle, Lebensmittel, WAS WIR ESSEN

Über den Autor

Dipl.-Oecotrophologe, Journalist, Berater.
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