Tiefkühlkost – Obst und Gemüse fast erntefrisch

06 Mrz 2014 Keine Kommentare by

Obst und Gemüse aus der Tiefkültruhe im Supermarkt haben fast so viele Vitamine und Mineralstoffe wie frische Ware. Trotzdem hält sich bei manchen Menschen hartnäckig das Vorurteil, Tiefkühlkost sei ernährungsphysiologisch weniger wertvoll. Dabei ist das Tiefgefrieren ein Konservierungsverfahren, das Geschmack, Aussehen und Konsistenz der Lebensmittel optimal erhält. Bei minimalen Verlusten an Vitaminen und Mineralstoffen sind Tiefkühlprodukte in der Regel sogar gesünder als die frische Ware nach tagelanger Lagerung im Gemüsefach eines Kühlschranks.

Warum das so ist, wird deutlich, wenn man sich ansieht, wie Obst und Gemüse in den Kälteschlaf versetzt werden.

 

Obst und Gemüse wird erntefrisch verarbeitet

Tiefkühlkost-Hersteller beziehen das Obst und Gemüse für ihre Produkte von ausgewählten Landwirten und Obstbauern, mit denen direkte Abnahmeverträge bestehen. Deren Betriebe liegen meist in unmittelbarer Nähe zum Unternehmen, in dem verarbeitet wird – denn zwischen Ernte und Verarbeitung soll möglichst wenig Zeit vergehen. Häufig dauert es keine zwei Stunden, bis die frisch geerntete Ware im Verarbeitungsbetrieb angeliefert wird. Auch dann ist rasches Arbeiten das A und O, damit Frische und wertvolle Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Die Rohware wird verlesen gewaschen, geputzt und eventuell zerkleinert. Die meisten Gemüsearten werden dann kurz blanchiert, um Mikroorganismen abzutöten, den Produkten eine intensive Farbe zu verleihen und den Abbau von Vitaminen und weiteren wertvollen Inhaltsstoffen während der Lagerzeit zu stoppen.

 

Schockfrosten für Qualität und Aroma

Dann folgt das so genannte Schockfrosten: Kaltluft oder durch Flüssiggas entziehen den Lebensmitteln bei -30 bis -50 °C schnell Wärme – die Kälte versiegelt ihre äußere Schicht. Die gefrorene Hülle schließt Saft, Nähr- und Aromastoffe so ein, dass nichts mehr verloren geht. Auch Struktur und Konsistenz des Gefriergutes leiden nicht, was dagegen beim Einfrieren zu Hause oft der Fall ist. Durch die hohen Minustemperaturen gefriert das in den Lebensmitteln enthaltene Wasser zu winzig kleinen Eiskristallen, die die Zellstrukturen nicht beschädigen. In der heimischen Kühltruhe dauert der Gefriervorgang dagegen um ein Vielfaches länge. Das führt dazu, dass die Zellwände von Obst und Gemüse gesprengt werden. Erdbeeren z.B. werden dadurch beim Auftauen weich und matschig und verlieren ihr Aroma.

 

Tipp von docFood:

Damit die Qualität von tiefgekühltem Obst und Gemüse erhalten bleibt, sollten Sie die Produkte erst zum Schluss des Einkaufs aus der Tiefkühltheke nehmen und es so schnell wie möglich nach Hause transportieren – am besten in der mitgebrachten Kühltasche. So haben Sie mehrere Monate einen Vorrat an Obst und Gemüse, das fast so gut wie frisch ist.

 

Bildquelle: Joujou / pixelio.de

Haushalt & Kochen, Lebensmittel, Obst, Gemüse & Nüsse, VERBRAUCHER, WAS WIR ESSEN

Über den Autor

Diplom-Oecotrophologin und Fachjournalistin in Sachen Ernährung.
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