Wir essen immer mehr Nüsse

30 Nov 2015 Keine Kommentare by

Walnuss, Erdnuss, Mandelkern, essen nicht nur fromme Kinder gern. Ob groß ob klein, die Deutschen lieben Nüsse – und das beieibe nicht nur zur Weihnachtszeit. Wie die aktuelle Statistik der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zeigt, ist der Pro-Kopf-Verbrauch an Nüssen ist seit 2006 konstant von 3,8 bis auf 4,6 Kilogramm im Jahr 2014 gestiegen. Erdnüsse, Haselnüsse, Pistazien und Walnüsse zählen zu den beliebtesten Sorten. Da freut sich die Ernährungswissenschaft, die schon lange empfiehlt: Ihr sollt mehr Nüsse essen – zum Wohle der Gesundheit.

Im letzten Wirtschaftsjahr (Juli 2014 bis Juni 2015) wurden nach den Zahlen der BLE insgesamt rund 345.200 Tonnen Nüsse aus der ganzen Welt nach Deutschland eingeführt und verbraucht.

 

Nuss-Check und Lagertipps

Im Wesentlichen sind dies Erdnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Cashew-Nüsse, Walnüsse, Pistazien, Para-, und Kokosnüsse. Spitzenreiter ist die Erdnuss: Im Wirtschaftsjahr 2014/15 verbrauchten die Deutschen insgesamt rund 105.000 Tonnen Erdnüsse. An Platz zwei stehen die Mandeln mit rund 78.100 Tonnen. Die Haselnüsse liegen mit einem Nettoimport von etwa 53.600 Tonnen an dritter Position. Nach den Cashews (Platz vier) folgen Walnüsse und Pistazien auf dem fünften und sechsten Platz. Wer fürs Plätzchen- und Kuchen-Backen vor Weihnachten noch Nüsse kauft, sollte auf Folgendes achten: Helles Nussfleisch ist ein Frischemerkmal: Je gelber das Innere der Nuss, desto älter ist sie. Klappert der Kern in der Schale, dann ist er ausgetrocknet. Die Nuss sollte unversehrt sein und nicht muffig riechen. Nüsse in der Schale und auch ganze Nüsse halten sich länger als gemahlene Kerne oder Mandelstifte, da die zerkleinerte Ware aufgrund des hohen Ölanteils in den Kernen schnell ranzig wird. Auch die Verpackung beeinflusst die Haltbarkeit und die Qualität: Frische Nüsse in der Schale halten sich am besten in einem Netz oder einer Holzkiste – in Tüten kann sich Feuchtigkeit und damit Schimmel bilden.

 

Kompakte Nährstofflieferanten

Was steckt Gutes drin? Die Power-Kerne weisen eine hohe Nährstoffdichte auf. 100 Gramm enthalten je nach Sorte zwischen 42 und 73 Prozent Fett und bis zu 25 Prozent Eiweiß sowie wertvolle Ballast- und Mineralstoffe, Spurenelemente, B-Vitamine, Vitamin E und Folsäure. Gesundheitsförderlich ist bei mäßigem Verzehr vor allem der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Nüsse haben es also in sich, sowohl was die Kalorien als auch was die Nährstoffe angeht. Durch den hohen Fettanteil sind die kernigen Knabbereien tatsächlich energiereich und folglich für einen massenhaften Konsum ungeeignet. Eine Handvoll am Tag darf es aber gerne sein, denn gerade das Nussfett ist reich an wertvollen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

 

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Eine Handvoll entspricht ca. 25 Gramm und damit etwas mehr als der doppelten Menge dessen, was die BLE als derzeitigen durchschnittlichen Verzehr errechnet hat. Der Nährstoffmix in den Nüssen kommt besonders dem Gehirn zugute, weshalb es nicht verwundert, dass bunte Nussmischungen als „Studentenfutter“ angeboten werden. Darüber hinaus erweist sich „eine tägliche Handvoll Nüsse“ in zahlreichen Studien als cholesterinsenkend und als idealer Schutzfaktor für das Herz-Kreislauf-System. Ähnlich wie bei Gemüse und Obst sind der Kreativität mit Nüssen kaum Grenzen gesetzt. Wie wäre es mit Mandeln im Joghurt, Hasel- und Wallnüssen im Müsli, Pinienkernen an der Pastasoße oder angerösteten Cashewnüssen in einer Asiapfanne? Um den Gesundheitswert voll auszukosten sind lediglich einige Tipps zu beachten: Nüsse sollten möglichst ungesalzen und unglasiert sein. Schlimmlige, muffig riechende und ranzig schmeckende Nüsse sind zum Verzehr nicht mehr geeignet. Was Nüsse für die Gesundheit bieten, welche Nährstoffgehalte die einzelnen Sorten aufweisen und was beim Einkauf zu beachten ist, veranschaulicht das Miniposter „Nüsse – Kraftpakete und Geschmackswunder“, das im Medienshop der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) erhältlich ist.

 Redaktion docFood

Obst, Gemüse & Nüsse, WAS WIR ESSEN

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Redaktion von docFOOD
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