Zwei Bällchen Stracciatella bitte!

24 Aug 2016 Keine Kommentare by

Die Hitze ist groß, die Lust auf Eis ist noch größer – und am größten ist die Lust auf Stracciatella. Was für ein Glück: Gerade jetzt ertönt draußen das ersehnte Rabimmel-Rabammel. Der Eismann kommt um die Ecke getuckert. Was für ein Luxus – die tägliche Eislieferung frei Haus – obwohl wir hier in der tiefsten Provinz sind. Schnell sind ein paar Euro geschnappt und ab geht’s im Laufschritt nach draußen, damit ich mein Eis auf die Hand im Hörnchen bloß nicht verpasse. Heute muss ich mich da aber nicht sorgen. Bei Hochsommerwetter und 33° Celsius stehe ich am Ende der kleinen Schlange, in der sich schon alle aufs Eis freuen. Für mich muss es meine Allzeit-Lieblingssorte sein: Zwei Bällchen Stracciatella!

Woher hat das Stratiacctella-Eis eigentlich seinen Namen? Die Verbraucherzentrale Bayern weiß da Bescheid: „Der Begriff Stracciatella stammt vom italienischen ‚stracciare‘ und bedeutet so viel wie ‚zerreißen‘ oder ‚zerfetzen‘. Seinen Namen hat das Eis durch seine traditionelle Herstellung bekommen. Dabei fügt man dem fertigen Milcheis warme, geschmolzene Schokolade hinzu. Sobald die Schokolade auf das gefrorene Eis trifft, erstarrt sie und wird durch das Rühren der Eismaschine in Splitter zerteilt.“ Genau diese Schokosplitter sind es, die mich am Stracciatella-Eis faszinieren. Dieses crunchige Knacken beim Zerbeißen der Schokosplitter, einfach himmlisch.

Die Verbraucherzentrale wäre keine Zentrale für Verbraucher, wenn Sie nicht noch ein paar Tipps dafür hätte, worauf man beim Stracciatella Kauf achten muss: „Wer Wert auf echte Schokolade legt, sollte beim Kauf auf die feinen Unterschiede in der Kennzeichnung achten“, sagt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. Anstatt Schokolade wird manchmal kakaohaltige Fettglasur verwendet. Sie enthält weniger Kakao als Schokolade und es können außer Kakaobutter beliebige andere Pflanzenfette verarbeitet werden. Auf der Verpackung muss dies mit der Angabe „mit kakaohaltiger Fettglasur“ kenntlich gemacht sein. „Das Eis darf dann nicht mehr Stracciatella heißen“, so Ernährungsexpertin Sabine Hülsmann. Es bekommt stattdessen einen Namen wie „Eis nach Stracciatella Art“. Meinen Eismann kann ich das natürlich nicht fragen – und auch auf dem Hörnchen fehlt ein entsprechender Hinweis. Ist mir jetzt aber grad mal egal! Alsdann: Zwei Bällchen Stracciatella bitte.

Friedhelm Mühleib

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern

GENUSS, WAS WIR ESSEN

Über den Autor

Dipl.-Oecotrophologe, Journalist, Berater.
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