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„Mehr Fett“ – der neue Trend bei Diäten?

Noch vor wenigen Jahren wäre das undenkbar gewesen: „Mehr Fett“ – so lautet der Slogan der BRIGITTE-Diät 2016. Jahrzehntelang war Fettsparen landauf, landab das große Motto aller Diäten. Damit macht das bekannte Frauenmagazin jetzt Schluss. Zu Jahresbeginn hat BRIGITTE ein Diät-Extraheft auf dem Markt gebracht, das erstmalig nach dem Ansatz „Fett essen, um Fett zu verbrennen“ konzipiert ist.
 
„Fett sparen um jeden Preis“, das große Mantra der Ernährung über die letzten Jahrzehnte hinweg, ist damit für die BRIGITTE ‚out‘. Stattdessen präsentiert das Heft eine Diät mit höherem Fettanteil.
 

Schluss mit verbissenem Fettsparen

Die Brigitte-Diät, die eigentlich eine kalorienreduzierte Mischkost ist, gilt als Klassiker und Trendsetter zugleich. Seit 1969 orientieren sich die Diäten der Frauenzeitschrift immer auch an den neuesten Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft und der Ernährungspsychologie. Das BRIGITTE-Konzept setzt auf Veränderung des eigenen Essverhaltens und des Lebensstils: ungünstige Essgewohnheiten ablegen, leckere simple Rezepte mit wenigen Kalorien ausprobieren, mehr Sport machen. Brigitte Huber, Chefredakteurin BRIGITTE: „Mit unserer diesjährigen fettmodifizierten BRIGITTE-Diät verfolgen wir einen neuen Ansatz, der auf den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Die Rezepte sind von uns wie immer so entwickelt, dass sie leicht in den Alltag integrierbar sind und keine lange Vorbereitungszeit benötigen. Das macht die BRIGITTE-Diät so erfolgreich – und das seit 45 Jahren.“
 

docFood meint

Wenn schon Diät, dann gehört die BRIGITTE-Diät zu den besten. Man könnte auch sagen: Zu den vernünftigsten. Dass hier konsequent Schluss gemacht wird mit dem überkommen Diätritual des verbissenen Fettsparens, kann man nur begrüßen. Interessierten bietet die Zeitschrift über das Sonderheft am Kiosk hinaus auf der Website vielfältige Unterstützung mit Rezepten und Einkaufslisten zum Download sowie ein ergänzendes maßgeschneidertes Fitnessprogramm und darüber hianus viele allgemeine Ernährungstipps.

Redaktion docFood

Adipositas: ungesunde Fettleibigkeit

Adipositas, auch Fettleibigkeit genannt, ist laut der Deutschen Adipositas Gesellschaft „definiert als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts“. Während es sich ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 um „normales“ Übergewicht handelt, liegt ab einem BMI von 30 eine Adipositas vor.
Adipositas selbst gilt in Deutschland nicht als Krankheit, sondern als chronische Gesundheitsstörung. Abhängig vom Schweregrad steigt das Risiko für die Entstehung von Folgeerkrankungen.
 

Adipositas-Typen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt die Adipositas in folgende Schweregrade ein: Ab einem Body-Mass-Index von 30 liegt eine Adipositas Grad I vor, ab einem BMI von 35 Adipositas Grad II und ab einem BMI von 40 eine Adipositas Grad III oder extreme Adipositas. Das Risiko für Begleiterkrankungen wie Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes sowie orthopädische und psychische Probleme steigt parallel zum Schweregrad der Adipositas von erhöht über hoch bis sehr hoch. Neben dem Ausmaß der Fettleibigkeit bestimmt aber besonders die Fettverteilung im Körper das persönliche Gesundheitsrisiko.
 

Die Fettverteilung ist entscheidend

Besonders gefährlich ist eine Ansammlung von Fett im Bauchraum, das so genannte viszerale oder intraabdominale Fettgewebe. Es umhüllt die inneren Organe, vor allem die des Verdauungssystems, und ist besonders stoffwechselaktiv. Um die Fettverteilung und damit das Erkrankungsrisiko zu ermitteln, genügt das einfache Messen des Bauchumfangs etwa zwei Finger breit über dem Beckenkamm. Frauen mit einem Bauchumfang über 80 cm und Männer über 94 cm haben ein erhöhtes Risiko. Ab 88 bzw. 102 cm gilt das Risiko als stark erhöht. Denn je mehr Fettgewebe im Bauchraum vorhanden ist, desto mehr Botenstoffe setzt es frei, zum Beispiel Hormone und entzündungsfördernde Substanzen. Werden Fettsäuren im Übermaß frei gesetzt, so können sie nicht mehr, wie vorgesehen, von der Leber in schnelle Energie umgewandelt werden. Die Leber verfettet und die Fettsäuren gelangen ins Blut. Dort bildet sich mehr „schlechtes“ LDL-Cholesterin als das „gute“ HDL-Cholesterin. Die Folgen reichen von Arteriosklerose bis Schlaganfall. Wenn gleichzeitig die Blutfettwerte, der Blutzuckerspiegel und der Blutdruck schlechter werden, spricht man auch vom Metabolischen Syndrom.
 

Tipp von docFood

Sind Sie übergewichtig oder adipös, so sollten Sie Ihren Bauchumfang im Blick behalten. Die gute Nachricht: Schon mit einer Gewichtsabnahme von 5 bis 10 Kilo können Sie Ihr Risiko senken. Denn das Bauchfett ist das erste, das abgebaut wird.

Melanie Kirk-Mechtel

Bildquelle: Etak  / pixelio.de
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