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Märchenhaftes Koch- und Lesebuch von Stevan Paul

Das neueste Werk von Stevan Paul ist das Koch- und Lesebuch “Heute koch ich, morgen brat ich“ aus dem Hölker Verlag. Die beliebtesten Märchen der Gebrüder Grimm wurden mit Humor und Augenzwinkern leicht angepasst, sodass auch die kulinarischen Seiten der Märchenwelt beleuchtet werden. Dazu gibt es bodenständige bis raffinierte Gerichte für jeden Tag, leckeres für die ganze Familie sowie königlichen Genuss für Gäste.
 
Schon der Titel des Koch- und Lesebuches ist eine Anspielung auf ein Märchen, das wohl jeder kennt:

Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut, dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!

Aber was haben Märchen nun mit Kochen zu tun und umgekehrt? „Die Märchenwelten der Gebrüder Grimm liegen ganz in der Nähe der Küche: hier wie da geht es um eine genussvolle Auszeit vom Alltagsrauschen, um Familienzeit, schöne Stunden und gemeinsame Momente.“, sagt der Autor Stevan Paul.
Bei der Bearbeitung der Märchen hat Stevan Paul die typisch grimmschen Grausamkeiten abgemildert und viel Wert auf Tempo und einen neuen Rhythmus gelegt – so macht Vorlesen besonders viel Spaß und auch die kleinsten Zuhörer werden gespannt lauschen. Wie locker-leicht und amüsant sich die Texte anhören, können Sie sich im Trailer zum Buch auf Youtube anschauen.
Neben den kulinarischen Gelagen und Behausungen von Räubern und Zwergen erhält der Leser auch Einblick in Rotkäppchens Körbchen und knabbert am Hexenhaus. Zusammen mit den zauberhaften Fotos von Daniela Haug und der sagenhaften Gestaltung von Anja Laukemper entführt uns das Buch in eine Märchenwelt voller Fantasie und Genuss. Inspiriert von den Märchen der Gebrüder Grimm hat Stevan Paul 60 besondere Rezepte kreiert, in denen viele alte Gemüsearten vorkommen – zum Beispiel Rapunzel (Feldsalat) aus dem gleichnamigen Märchen. Entgegen aller Befürchtungen braucht man aber keine Zauberkräfte, um die besonderen Würzungen oder Kräuter zu beschaffen, denn alle Zutaten für die märchenhafte Schlemmerei sind gut erhältlich oder sowieso bereits in der Küche vorrätig. Anhand der sorgfältig formulierten Rezepttexte gelingt das Nachkochen auch ungeübten Köchen.
Ein tolles Buch für die kleine Flucht aus dem Alltag – besonders für Familien, die Wert auf entspanntes Zusammensein und gutes Essen legen.
Stevan Paul
Heute koch ich, morgen brat ich
Märchenhafte Rezepte
Fotos von Daniela Haug
208 S. l 20 x 28,2 cm
Hardcover mit Goldfolienprägung
ISBN 978-3-88117-978-2 l 29,95 €

Melanie Kirk-Mechtel

Low-FODMAP-Diät – Hilfe bei Reizdarm?

Viele Reizdarm-Patienten und Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen reagieren empfindlich auf bestimmte Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die sogenannten FODMAPs. Mit der „Low-FODMAP-Diät“ soll ihnen nun geholfen werden. Dr. Sue Shepherd und Dr. med. Peter Gibson erklären in ihrem neuen Buch, warum FODMAPs vielen Menschen Probleme bereiten und wie Betroffene gut mit ihrer Unverträglichkeit zurechtkommen können.
Der Begriff FODMAP steht für „fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols“, also „fermentierbare Oligo, Di- und Monosaccharide sowie Polyole“. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Fruktose (Fruchtzucker), Laktose (Milchzucker), die Mehrfachzucker Fruktane, die vor allem in Weizenprodukten vorkommen sowie um Zuckeralkohole wie Sorbit, Maltit oder Xylit, die als Süßstoffe oder Feuchhaltemittel für Lebensmittel eingesetzt werden. Die FODMAPs werden schlecht im Dünndarm resorbiert und gelangen daher zu einem großen Teil in den Dickdarm, wo sie besonders leicht und schnell von Bakterien vergoren werden. Daraus können Verdauungsprobleme, Schmerzen und andere Beschwerden resultieren. „Bei den meisten Mahlzeiten sind viele verschiedene FODMAP-Typen enthalten. Deshalb summieren sich ihre Wirkungen“, erklärt Dr. Sue Shephard. Die Autoren der „Low-FODMAP-Diät“ empfehlen, zwei Monate lang alle FODMAPs vom Speiseplan zu streichen und anschließend Toleranzschwelle für jeden FODMAP-Typ nach und nach auszutesten. Ein Ernährungstagebuch soll dabei helfen zu erkennen, was gut tut und was nicht. Dass selbst ausprobiert werden soll, was man verträgt und was nicht, ist gängige ernährungstherapeutische Praxis bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Sue Shepard und Peter Gibson kennen sich durch jahrelange Forschung sehr gut mit dem Thema aus und sind Urheber dieser weltweit einzigen Kostform, die Reizdarm-Patienten beschwerdefrei machen soll. Wer jetzt erwartet, dass er sich einfach durch die zum größten Teil sehr lecker klingenden Rezepte kochen muss und Bauchweh & Co. sind erledigt, der wird enttäuscht. Denn nicht alle Rezepte sind besonders arm an bestimmten FODMAPs. Vorher steht immer noch die Identifizierung der Übeltäter, die die individuellen Beschwerden verursachen. Auch wenn die theoretischen Grundlagen zu den einzelnen FODMAPs und zu ihren Wirkungen gut und leicht verständlich aufbereitet sind, gelingt dies wohl am besten mit einem Ernährungsberater oder -therapeuten an der Seite.
 

docFood meint:

Über FODMAPS wird derzeit auch viel Unsinn geschrieben – nicht alle, die sich dazu äußern sind echte Experten. Die Hamburger Oecotrophologin Christiane Schäfer gehört bei uns zu den wenigen echten Exyperten, wenn es um FODMAPS geht. Ihr Urteil über das Buch von Shepard und Gibson: „Insgesamt unterscheidet sich das Kochbuch wohltuend von vielen anderen Büchern zum Thema. Wenn sich Patienten informieren wollen, dann bitte mit diesem Original!“ Danke, Christiane, wir sehen das genauso!
 

Die Autoren:

Dr. Sue Shepherd ist Ernährungswissenschaftlerin in Australien. Ihre FODMAP-Diät ist die erste wissenschaftlich fundierte Diät für Reizdarmpatienten. Sie wurde unter anderem mit einem Preis des australischen Verbandes der Diätassistenten ausgezeichnet.
Dr. Peter Gibson ist Professor für Gastroenterologie an der Monash University und Direktor der Gastroenterologie am Alfred Hospital in Melbourne.
Sue Shepard, Peter Gibson
Die Low-FODMAP-Diät
Nahrungsmittel-Intoleranzen entlarven und beschwerdefrei genießen.
TRIAS Verlag, Stuttgart 2015
192 S. , 37 Abb. , Broschiert
ISBN: 9783830481225
EUR [D] 19,99 EUR [A] 20,60 CHF 28,00
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Ayurveda-Familienküche – Isst man gemeinsam glücklicher?

Einer der Hauptgedanken der ayurvedischen Philosophie ist, dass jeder Mensch ein Teil des großen Ganzen ist und wir alle eine große Familie sind. Und die Liebe, die ein ayurvedischer Koch in die Zubereitung seines Essens legt, soll sich auf die Menschen übertragen, die es zu sich nehmen. Essen als das alles verbindende Element – ob nun mit Mama, Papa und Kind, Freunden oder Kollegen – ist doch eigentlich eine schöne Idee. Und so ist „Meine Ayurveda-Familienküche – Gemeinsam isst man glücklicher“ eine Aufforderung des Autors Volker Mehl, mal wieder Gäste einzuladen.
Dafür serviert der Ayurveda-Gesundheitsberater eine recht bodenständige Einführung in die Ayurveda-Küche und viele leckere Gerichte, die Groß und Klein schmecken. Ob sie auch glücklich machen, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Der Überblick über die fünf Elemente, aus denen alles auf der Welt besteht, und die drei so genannten Doshas, zu denen diese kombiniert werden, enthält alles, was der Ayurveda-Einstiger wissen muss. Dazu werden noch die sechs Geschmacksrichtungen erklärt, die aus der Sicht des Ayurveda in einem ausgewogenen Verhältnis ein vollkommenes Essen ausmachen. Wer jetzt schon abschaltet oder aussteigt, dem sei versichert: Auch ohne die ayurvedischen Prinzipien verinnerlicht zu haben, macht dieses Kochbuch Sinn. Denn regelmäßig, warm und leicht verdaulich zu essen ist alles andere als kompliziert und kann schließlich nicht schaden. Was am besten auf den Tisch soll, zeigt uns Volker Mehl – und das geht von warmen Frühstücksideen wie Couscous mit Äpfeln und Mandeln oder Pfannkuchen mit Mangochutney über „magische“ Suppen, Kartoffeln, Reis und Gemüse zum Mittagessen bis zu Dinner-Ideen, Getränken und Kuchen.
Bei vielen Gerichten fragt man sich, was da jetzt eigentlich ayurvedisch dran ist. Tatsache ist aber, dass die Rezeptvorschläge wirklich lecker und unkompliziert klingen und aussehen. Sicher haben einige davon das Potential, bald ganz oben auf der Familien-Menükarte zu stehen. Wer diese Köstlichkeiten gemeinsam mit den Liebsten zubereitet und genießt, der hat auch in Sachen Achtsamkeit, Verbundenheit und Lebensfreude etwas getan – und is(s)t vielleicht tatsächlich glücklicher.
 

Über den Autor

Nach einem Semester Katholische Theologie und einer Ausbildung zum Versicherungskaufmann hat Volker Mehl 2006 mit seinem erfolgreichem Abschluss als Ayurveda-Gesundheitsberater seine persönliche und berufliche Bestimmung gefunden. Heute betreibt er ein Koch-Atelier und einen vegetarischen Deli in Wuppertal. Seine Kochkurse und -bücher rund um die Ayurveda-Küche haben aus Volker Mehl einen anerkannten Experten für eine unverkrampfte ayurvedische Ernährung gemacht.

Melanie Kirk-Mechtel

Volker Mehl
Meine Ayurveda-Familienküche
Gemeinsam is(s)t man glücklicher
TRIAS Verlag, Stuttgart. 2014
ISBN: 9783830469056
EUR [D] 19,99 EUR [A] 20,60 CHF 28,00
Auch als E-Book erhältlich unter www.thieme.de/shop/Kochbuch/Mehl-Meine-Ayurveda-Familienkueche
Wer Volker Mehl einmal live erleben möchte, kann einen seiner Kochkurse in seinem Atelier in Wuppertal buchen: Volker Mehls Kochatelier in Wuppertal www.volker-mehl.de/kochatelier
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Wald- und Wiesenkochbuch – Vom kulinarischen Reichtum der Natur

Die reiche Ernte des Sommers ist fast vorüber. Doch auch im Herbst hält die Speisekammer der Natur noch einiges an Schätzen bereit. So kann auf Streifzügen durch Wald und Wiesen vieles gepflückt und geerntet werden, was sich zu Hause in besondere kulinarische Köstlichkeiten verwandeln lässt. Wer jetzt im Herbst sucht, der findet zum Beispiel noch Pilze, Schlehen, Hagebutten oder Sanddorn. Diane Dittmer hat in ihrem „Wald- und Wiesen-Kochbuch“ tolle Rezepte zusammengetragen – übrigens nicht nur für den Herbst, sondern rund ums ganze Jahr.
Vor dem Kochen kommt natürlich erst einmal das Sammeln von Wildkräutern, Früchten und Pilzen. Und so werden in jedem Kapitel des Buches – von Vorfrühling bis Herbst – die beliebtesten „Wilden“ kurz vorgestellt. Es folgen ein paar Tipps zur Ernte – und los geht es mit der Verarbeitung: Aus dem ersten Grün des Frühlings wird Giersch-Gazpacho mit Fladenbroten, Bärlauch-Pasta und Bärlauch-Kuchen oder eine Waldmeistersauce zu Spargel und Kalbsfilet. Kommt das Frühjahr so richtig in Fahrt, können Beinwell, Brennnessel, Gundelrebe, Hopfen, Vogelmiere oder Sauerklee gesammelt werden. Sie kennen diese Wildkräuter nicht? Macht nichts! Was Diane Dittmer daraus zaubert, sieht – auch dank der schönen Fotos – einfach köstlich aus, von Wildkräutersuppe über Brennnesselschmarrn bis zur gebeizten Kräuterforelle. Zu dem zarten Grün der Wildkräuter gesellen sich im Sommer Gänseblümchen, Holunderblüten und Wildrosen, die sich zu Sirup, Essig oder Limonade verarbeiten lassen oder Kuchen und Torten ein herrliches Aroma verleihen.
Ob Frühling, Sommer oder Herbst – wer Spaß daran hat, die wilden Schätze der Natur zu entdecken und zu ernten, findet im Wald- und Wiesen-Kochbuch des Gräfe und Unzer Verlages reichlich Inspiration. Jetzt schnell noch Pilze sammeln und genießen. Oder Schlehen und Hagebutten ernten und zu süßem Aufstrich, Likör oder Senf verarbeiten – kleine Vorräte, die im Winter schon die Freude auf das nächste Frühjahr schüren! Diane Dittmer hat viele Jahre als Food-Redakteurin bei einer Frauenzeitschrift gearbeitet und ist mittlerweile erfolgreiche Kochbuchautorin und Food-Stylistin. Wildkräuter und -pflanzen sind seit ihrer Kindheit auf dem Land ihre großen Leidenschaften und regen sie immer wieder zu neuen Rezeptideen an.
 
Diane Dittmer, „Wald- und Wiesenkochbuch“
GRÄFE UND UNZER VERLAG 2014,
160 Seiten
ISBN  978-3-8338-3656-5
19,99 EUR
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Vegan – Die pure Kochlust

Die vegane Ernährung liegt im Trend. Dass es sich dabei nicht um eine asketische Lebensweise handelt, bei der man auf Vieles verzichten muss, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Wie lecker rein pflanzliche Kost sein kann und wie einfach sie sich zubereiten lässt, zeigt Philip Hochuli, Shootingstar der veganen Kochszene in der Schweiz, in seinem neuen Kochbuch „Vegan – Die pure Kochlust“.
Der Untertitel des Buches bringt es auf den Punkt: „Junge vegane Küche – genial unkompliziert“. Dabei bedeutet „jung“ keineswegs, dass ältere Semester ausgeschlossen werden – es beschreibt lediglich das Konzept des Kochbuchs. „Jung“ meint dabei unkompliziert, einfach und schnell bei maximalem Genuss. Die Rezepte kommen zudem ohne ausgefallene Ersatzprodukte aus. Stattdessen werden Zutaten verwendet, die man in jedem Supermarkt bekommt. Denn laut Hochuli endet der Spaß am Kochen dort, wo die Zutaten mühsam in mehreren Läden oder sogar übers Internet beschafft werden müssen.
 

Viel Genuss mit wenig Aufwand

Zutaten wie weißes Mandelmus oder reine Edelhefe sind zwar nicht überall zu finden, halten sich dafür fast unbegrenzt, auch ungekühlt. Gerade diese beiden Produkte gehören zu den „Must-haves“ für Hochuli, denn sie sind essentiell für viele Rezepte in seinem Buch, bei denen in der konventionellen Küche Käse, Sahne & Co. zum Einsatz kommen. So gibt es Grundrezepte für Cashew- oder Mandel-„Parmesan“, „Käse“ aus Edelhefe, Sour Cream und Mayonnaise, die mit wenigen (pflanzlichen) Zutaten ganz einfach selbst hergestellt werden können. Gerade die Käse-Alternativen für Pizza, Auflauf & Co. dürften all jenen gefallen, die bisher nicht auf Käse verzichten wollten.
Neben vielen neuen Kreationen, die die kulinarische Qualität der neuen veganen Küche auch für Nicht-Veganer interessant machen, gibt es einige beliebte Klassiker aus der Schweiz und aus aller Welt. So sind unter den 100 neuen Rezepten von pikant bis süß auch eine Spinatwähe, „Schinkengipfeli“, Club-Sandwich, Pizza und Szechuan Stir-Fry vertreten. Damit ist die „Junge vegane Küche“ ein idealer Einstieg für Neulinge und alle, die wenigstens ab und zu vegan essen wollen – mit möglichst wenig Aufwand und ohne Verzicht auf Genuss.
Philip Hochuli, geboren 1991, studiert Ökonomie in Zürich und lebt seit drei Jahren vegan. Er gibt Kochkurse, macht Kochshows und berät Restaurants.
www.philiphochuli.com
 
Philip Hochuli, „Vegan – Die pure Kochlust“, AT Verlag
Februar 2014, 168 Seiten
ISBN: 978-3-03800-799-9
19,90 EUR
Buch beim AT Verlag ansehen>>
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