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„Avocadol-Öl“ – mehr als ein Kochbuch

Über die „Butter des Waldes“, wie die Avocado in ihrer Heimat Südamerika liebevoll genannt wird, ist vor kurzem ein kompakter Ratgeber erschienen: In ihrem Buch „Avocado-Öl. Für Haare Haut & Küche“ zeigt Deborah Weinbuch die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der grünen Wunderfrucht – von innen und von außen. Dabei erfährt der Leser über die Ernährungsaspekte und die entsprechenden Rezepte hinaus viel Interessantes über die Wirkung der Inhaltsstoffe von Avocados  auf Haut und Haare: Die Autorin beschreibt verschiedene kosmetische Produkte, in denen das Öl der Avocado inzwischen Verwendung findet.
Die Avocado ist in aller Munde. Die große Nachfrage führt allerdings zu Umweltproblemen in den Erzeugerländern. Unbestritten ist aber, dass die Avocado voller wertvoller Nährstoffe steckt. So hat sie nicht nur einen gesunden Fettmix unter ihrer Schale, sondern auch den höchsten Eiweißgehalt aller Früchte und liefert reichlich Ballaststoffe und wertvolle Nährstoffe.
 

Wissenswertes rund um die inneren Werte

Der erste Teil des Buches widmet sich ganz den gesundheitlichen Vorteilen, die die Avocado uns bringen kann, von Herz, Darm und Hirn über Haut und Haar bis zu Muskeln und Knochen. Der Oecotrophologe an sich tut sich zwar schwer damit, einem bestimmten Lebensmittel konkrete Gesundheitswirkungen zuzusprechen. Wenn die Autorin behauptet, dass die Fettsäuren der Avocado gut für Herz und Kreislauf und gegen Entzündungen sind, und auch das reichlich enthaltene Eiweiß sowie die Vitamine A, B6, D und E gemeinsam mit weiteren wertvollen Inhaltsstoffen viel Gutes für unseren Körper bewirken können, ist wenig dagegen einzuwenden. Studien zu den verschiedenen Aspekten sind am Schluss des Buches angegeben.
 

Anbau, Einkauf und Verwendung der Avocado

Wie erkennt man Qualität beim Avocado-Öl? Welche Rolle spielt die Herkunft der Früchte? Und wie unterscheiden sich die Avocado-Sorten? Das sind die Fragen, die Deborah Weinbuch im nächsten Abschnitt beantwortet, bevor es um selbst gemachte Masken, Lippenflege und Shampoo aus Avocado und Avocado-Öl geht. Manchmal kommt sogar der geriebene Kern zum Einsatz, der in Mittelamerika übrigens als Naturheilmittel verwendet wird. Auf den nun folgenden Seiten präsentiert die Autorin über 30 Rezepte aus den Rubriken „Vorspeisen und Salate“, „Snacks und leichte Gerichte“, „Dips und Dressings“, „Suppen“, „Hauptgerichte“, „Desserts“ und „Getränke“. Das sind kleine, feine Gerichte ohne viel Tamtam, die sich aber durchweg sehr lecker anhören. In ihrer Einleitung erwähnt die Autorin bereits ihr Lieblingsrezept: „Wenn Sie nur ein Rezept aus diesem Buch probieren: Lassen Sie sich die Avocado-Himbeer-Brownies nicht entgehen. Meine Familie und Freunde können gar nicht genug davon bekommen.“ Das Rezept haben wir, mit freundlicher Genehmigung des Verlags, hier bei den docFood-Rezepten eingestellt. Auf den letzten Seiten gibt es noch ein paar Tipps zum Umgang mit Avocados, einige Avocado-Anekdoten und Bezugsquellen für Avocado-Öl in Bioqualität.
 

Mein Fazit zum Buch

Deborah Weinbuch hat viel Interessantes rund um die Avocado zusammengetragen. Ein wenig verwirrend finde ich den Titel, in dem nur das Avocado-Öl genannt wird, während es im Inhalt sehr viel um die Avocado als Frucht geht. Sowohl aus ökologischer als auch aus ernährungsphysiologischer Sicht ist es sicher nicht sinnvoll, Avocados täglich auf dem Speiseplan zu haben. Wer die „Butter des Waldes“ aber in einen ausgewogenen Speiseplan einbauen möchte und sich sowohl für Ernährungsaspekte als auch für Schönheitstipps und Rezeptideen interessiert, ist mit dem Kauf des Buches sicherlich gut bedient. Übrigens: Wenn es Sie jetzt nach einem leckeren und gesunden Snack mit Avocados gelüstet, empfehlen wir Ihnen die „Gefüllte Avocado mit Lachs“ aus den docFood-Rezepten.

Melanie Kirk-Mechtel


Deborah Weinbuch
Avocado-Öl für Haare, Haut & Küche
Verlag: KOMPLETT-MEDIA GmbH
ISBN: 978-3-8312-0437-3
176 Seiten – Preis: € 14,99
 
 
 
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Jetzt Vitamin D tanken!

Hochsommer – mehr Sonne geht nicht! Die beste Zeit, um Vitamin D zu tanken. Wer die Sonne in Maßen genießt, bildet ausreichend Vitamin D und stärkt damit unter anderem seine Knochen. Für eine gute Vitamin-D-Versorgung müssen wir weder besondere Lebensmittel essen noch Vitaminpillen schlucken. Es reicht, wenn wir gemütlich in der Sonne liegen. Das ist besonders wichtig, weil immerhin ca. 60 Prozent der Deutschen weniger Vitamin D aufnehmen, als von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen wird und ca. 15 bis 20 Prozent an einem Vitamin-D-Mangel leiden. Wie das funktioniert – Vitamin D mit der Sonne zu tanken – beschreibt docFood im Folgenden.
Denn Vitamin D ist zwar ein Vitamin, aber eines mit ‚Sonderstatus‘. Typisch für alle anderen Vitamine ist, dass unser Körper sie nicht selbst bilden kann. Sie müssen täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Das gilt nicht für Vitamin D: Es wird zu 80 bis 90 Prozent aus Vorstufen in der Haut hergestellt – und zwar mit Hilfe der UVB-Strahlen aus dem Sonnenlicht. Lediglich 10 bis 20 Prozent unseres Vitamin D stammt üblicherweise aus Lebensmitteln, vor allem aus dem Fett von Meeresfischen (Lachs, Hering, Makrele) und anderen tierischen Lebensmitteln.
 

Sonnenlicht füllt Vitamin-D-Speicher für den Winter

Das Gute am Vitamin D ist, dass es der Körper über Monate speichern kann. „Wer im Sommer ausreichend Vitamin D tankt, kommt damit gut versorgt über den Winter“, bestätigt Dr. Jakob Linseisen vom Institut für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München. Also in die Sonne legen? Nichts leichter als das, sollte man meinen. Doch nicht jeder lässt sich vor die Tür locken und außerdem gibt es da noch die Hautärzte. Die warnen seit Jahrzehnten vor zu viel Sonne, um das Hautkrebsrisiko zu senken. Die Lösung liegt wie so oft im rechten Maß: Dieses hat die DGE zusammen mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung und dem Max-Rubner-Institut definiert und – und dabei auch die verschiedenen Hauttypen berücksichtigt. Hellhäutige Menschen z.B. bilden in kürzerer Zeit mehr Vitamin D als Menschen mit dunklerer Haut, bekommen dafür aber auch schneller einen Sonnenbrand Das muss aber nicht sein, wenn Maß gehalten wird. Die Empfehlungen zeigen, dass man dazu kein Sonnenanbeter werden muss – ca. 10 Minuten Sonne täglich zwischen 12:00 und 15:00 Uhr im August z.B. reichen schon.
 

So viel Mittagssonne pro Tag füllt die Vitamin-D-Speicher

Tabelle Vitamin D
 

Tipp von docFood:

Machen Sie das 10-Minuten–Sonnenbad im Sommer in der Mittagszeit zur bewussten Routine – möglichst drei- bis viermal pro Woche. Nackte Haut müssen Sie dabei gar nicht besonders viel zeigen: Gesicht, Dekolleté, Hände und Arme frei – das reicht schon, ein ärmelloses T-Shirt ist ideal. Kleine Radtouren nach Feierabend oder Gartenarbeit am Wochenende tun ein übriges, um die Vitamin D-Speicher zu füllen.
 
Bildquelle: F. Mühleib
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