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Rote Bete – heimisches Superfood

Ein Schönheitspreis ist mit der Roten Bete sicher nicht zu gewinnen – dafür glänzt das heimische Wurzelgemüse umso mehr mit seinen inneren Werten. Denn die schrunzlige Wurzelrübe ist eine wahre Nährstoffbombe. Versteht man unter Superfood Lebensmittel mit besonders hoher Nährstoffdichte, dann gehört die gute alte Rote Beete ganz oben mit auf die Liste mit dazu. Und was ist mit der aufwändigen Zubereitung? docFood zeigt Ihnen die Alternativen.
 
Denken Sie bei der Roten Bete ( ..auch als Rote Rübe oder Rande bekannt) auch noch an die klassische Sauerkonserve im Schraubglas mit geriffelten Scheiben und süß-säuerlichem Geschmack? Wer Rote Beete erntefrisch einkauft und selbst zubereitet, wird dagegen sein rotes Wunder erleben.
 

So frisch kann Rote Bete schmecken

Mit etwas frischem Zitronensaft und einer kleinen Prise Salz schmeckt die Rote Bete als Rohkost erfrischend und lecker. Der Geschmack ist umso milder, je dünner man sie schneidet – z. B. hauchdünn aufgeschnitten und mariniert als Carpaccio. Man kann sie auch mit einer Reibe fein raspeln und mit in einen Salat geben. Das verleiht dem Ganzen eine schöne, saftige Textur. Weniger amüsiert sind viele, wenn das rote Wunder an den Händen haften bleibt: das Betanin, der intensiv-rote Farbstoff der Knolle, färbt auch gerne schon mal die Finger. Um das zu vermeiden, sind Einmalhandschuhe die einfachste Lösung. Und wenn doch einmal etwas daneben geht: Zitronensaft hilft prima beim Entfernen der Flecken.
 

Rote Bete richtig verarbeiten

Zur Weiterverwendung von Roten Beten in Eintöpfen, Chutneys, Salaten oder Suppen wird die Knolle nach dem Entfernen der Blätter und Stiele gegart. Das sollte so schonend wie möglich passieren: Das klassische Kochen mit viel Wasser kann den größten Teil des wertvollen Vitamins Folsäure zerstören. Besser ist Dampfgaren mit wenig Wasser während 30-40 Minuten – so werden die Inhaltsstoffe geschont. In jedem Fall muss die Knolle mit unversehrter Schale gegart werden. Ansonsten würde sie “ausbluten” und die strahlende Farbe verlieren. Nach dem Garen lässt sich die Schale leicht mit einem Messer abziehen. Übrigens: Inzwischen bietet jeder gut sortierte Supermarkt frisch geerntete, gekochte und geschälte Knollen verzehrsfertig in der Vakuumverpackung an. Das ist ideal für alle, denen das Schälen und selber Kochen zu lange dauert und die die Säure der eingelegten Produkte nicht mögen.
 

Was tun, wenn man den erdigen Geschmack nicht mag?

Manche mögen ihn ganz besonders und schätzen ihn als die besondere Würze, den erdigen Geschmack der Roten Bete. Andere können ihn nicht ausstehen. Auslöser dafür ist die Substanz Geosmin, die von Bodenbakterien synthetisiert wird und schon in geringsten Mengen am Geruch zu erkennen ist (…womit auch deutlich wäre, dass es ein Geruch und kein Geschmack ist, was da viele nicht mögen!). An der Schale der Roten Bete haftet trotz guter Reinigung immer ein bisschen von diesem Duftstoff an und gelangt so auch immer in den Knollensaft bzw. ins Knollengewebe. Wer nun den erdigen Geruch gar nicht abkann, muss doch nicht unbedingt verzichten: Organische Säuren – zu denen auch Essig gehört – verwandeln das Geosmin in eine geruch- und geschmacklose Substanz. Etwas Essig und Schnitze von säuerlichem Apfel am Rohkostsalat aus Roter Bete – und schon verflüchtigt sich der erdige Geruch. Limettensaft ist eine aromatische Alternative, die der erdigen Knolle einen erfrischenden Geschmack veleiht. Den gleichen Effekt haben andere Früchte oder milchsaure Produkte im Dressing
 

Das macht die Rote Bete so gesund

Hier die wichtigsten gesundheitlichen Argumente, mit denen die tiefrote Knolle punkten kann:
● Rote Bete hat einen überdurchschnittlich hohen Folsäuregehalt. 100 g decken ein Fünftel des Tagesbedarfs. Folsäure ist für Zellwachstum und Blutbildung unentbehrlich und gehört zu den wenigen ‚kritischen‘ Vitaminen: Viele von uns sind nicht ausreichend versorgt damit. ● Rote Bete enthält viel Vitamin C und ist besonders reich an den Mineralstoffen Kalium und Magnesium sowie den Spurenelementen Eisen und Kupfer. ● Betain, ein sekundärer Pflanzenstoff, stärkt durch seine antioxidative Wirkung das Immunsystem. Außerdem fördert es den Gallenfluss und regt den Appetit an. ● Die Rübe enthält viele weitere sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Bioflavone, die ebenfalls antioxidativ wirken und dadurch die Zellen vor Schäden und Alterung schützen.● Der hohe Gehalt an Kieselsäure (Silizium) trägt zur Kräftigung von Bindegewebe und Haut, Gefäßwänden und Bindegewebe bei. ● Die Ballaststoffe der Roten Bete wirken anregend auf die Verdauung. ● Last not least ist die Knolle ausgesprochen kalorienarm, so dass sich auch die Figur freut, wenn Rote Bete-Gerichte auf dem Speiseplan stehen: Das Wintergemüse bringt pro 100 Gramm gerade einmal 42 Kalorien auf die Waage.
 

docFood rät

Während der vitaminarmen Jahreszeit darf Rote Bete gerne regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. An Abwechslung muss es dabei nicht fehlen. Passend dazu bei docFood: Rote-Bete-Carpaccio mit Feldsalat und Ziegenkäse als Vorspeise mit wunderbarer Aromenkombination. In Rezeptportalen wie eatsmarter finden sich jede Menge schmackhafter Alternativen. Ganz davon abgesehen gehört die Rote Bete zu den preiswertesten Gemüsen während der Winterzeit: Lecker, gesund und preiswert – besser geht’s nicht.
 

Loup de Mer auf gebratener Roter Bete

Zutaten für 4 Personen:
500 g Rote Bete, 2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 1 Prise gemahlener Kümmel, 1 unbehandelte Limette, 1 Zwiebel, 15 g Ingwer, 1 EL Butter, 100 ml trockener Weißwein, 100 ml Sahne, 2-3 EL Wasabipaste, 150 g Crème fraîche, 300 g Knollensellerie, 4 EL Pflanzenöl, 500 g Wolfsbarschfilet (küchenfertig, mit Haut), Rotkohlsprossen zum Garnieren
 
Zubereitung:
1 Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Roten Beten schälen und in schmale Spalten schneiden. Mit dem Öl in eine Schüssel geben, salzen und pfeffern, mit Kümmel würzen und vermengen. Spalten auf dem Backblech auslegen und im Ofen ca. 40 Minuten weich backen, dabei ein- bis zweimal Mal wenden.
2 Limette heiß waschen, abtrocknen und einige Zesten der Limettenschale mit dem Zestenreißer abziehen. Die Limette auspressen. Die Zwiebel und den Ingwer schälen, fein hacken und in heißer Butter in einem kleinen Topf anschwitzen. Mit dem Wein ablöschen und ein wenig einkochen lassen. Die Sahne zugießen, Wasabi einrühren und ca. 10 Minuten leise köcheln lassen. Anschließend die Crème fraîche einrühren, fein pürieren und je nach gewünschter Konsistenz noch etwas reduzieren lassen oder Flüssigkeit zugeben. Mit Salz und Limettensaft abschmecken.
3 Den Sellerie schälen und ca. 1 cm groß würfeln. 2 EL Öl in eine Pfanne geben und den Sellerie ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze von allen Seiten kross und hellbraun braten.
4 Den Fisch abbrausen, trocken tupfen, in 4 Stücke schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Auf der Hautseite in einer beschichteten Pfanne in übrigem Öl 3-4 Minuten langsam goldbraun braten. Wenden und bei milder Hitze gar ziehen lassen.
5 Die Rote-Bete-Spalten auf Tellern auslegen und den Fisch aufsetzen. Die Sauce darüber träufeln, mit Sellerie-Croutons bestreuen und mit Limettenzesten und Sprossen garniert servieren.
 
Quelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse

Borschtsch

Zutaten für 6 Personen:
500 g Rindfleisch mit Knochen (z.B. Quer- bzw. Spannrippe), 4 Würfel Fleisch-Suppe, 300 g Kartoffeln, 200 g Weißkohl, 250 g Rote Bete (gegart, vakuumverpackt), 1 Dose Tomaten (ca. 400 g), 4 EL Öl, 2 Zwiebeln, 1 Möhre, 1 rote Paprika, 2 Knoblauchzehen, 6 EL Saure Sahne, nach Belieben: Dill oder Petersilie (gehackt)
 
Zubereitung:
1 2 l Wasser und 4 Suppenwürfel in einen sehr großen Topf füllen. Rindfleisch zugeben. Aufkochen lassen, dabei entstehenden Schaum an der Oberfläche abschöpfen. Bei mittlerer bis geringer Hitze 45 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.
2 Inzwischen Kartoffeln schälen und in fingerdicke Streifen schneiden, bis zur Verwendung in kaltes Wasser legen. Weißkohl putzen und klein schneiden.
3 Rote Bete halbieren und in Scheiben schneiden. Tomaten abtropfen lassen, evtl. vorhandenen Strunk wegschneiden, Rest in Stücke schneiden. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen, Rote Bete und Tomaten zugeben und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze garen, gelegentlich umrühren. Mit einem Kartoffelstampfer oder der Gabel zermusen.
4 Zwiebeln und Möhre schälen und in feine Würfel schneiden. Paprika waschen, halbieren, entkernen und ebenfalls in Würfel schneiden. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. In einer Pfanne oder im Topf 2 EL Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Paprika, Möhren und Knoblauch zugeben und ca. 10 Minuten garen, gelegentlich umrühren.
5 Fertig gegartes Fleisch aus der Suppe nehmen und in kleine Stücke schneiden, beiseitestellen.
6 Kartoffeln zur Suppe geben und 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend Weißkohl zugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Topf- und Pfanneninhalte zugeben und weitere 5 Minuten garen.
7 Klein geschnittenes Fleisch in tiefe Teller oder Schalen geben und mit der Suppe auffüllen. Borschtsch mit einem Löffel saurer Sahne und nach Belieben frisch gehackten Kräutern servieren. Am nächsten Tag schmeckt es noch aromatischer.
 
Bildquelle: Knorr
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Hering mit Rote Bete

Zutaten für 4 Personen:
10 Bismarckhering-Filets, 1 Rote Bete, 2 EL Schmand, 1 Bund Schnittlauch, 1 EL Meerrettich, 4 cl Weißweinessig, Salz und Pfeffer, Zucker
 
 
 
Zubereitung:
1 Die Rote Bete kochen, schälen, in feine Würfel schneiden (wenn Sie wenig Zeit haben, können Sie auch gekochte Rote Bete verwenden) und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.
2 Den entstandenen Saft durch ein Sieb auffangen und mit dem Schmand vermischen.
3 Nun die gut abgetupften Heringsfilets mit dem Schmand einpinseln und mit Schnittlauch und Meerrettich bestreuen.
4 Die Rote Bete noch einmal mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig abschmecken.
 
Bildquelle: www.norwegenfisch.de
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Chinakohl-Rösti mit Roter Bete

Zutaten für 4 Personen:
500 g Kartoffeln, 250 g Chinakohl, 1 kleine Zwiebel, Salz & Pfeffer, 2 Eier, 2 EL Butterschmalz, 100 g saure Sahne, 1 TL geriebener Meerrettich (Glas), etwas Zitronensaft, 200 g Rote Bete, 1 EL Rotweinessig, 1 EL Rapsöl, 1 EL Schnittlauchröllchen

Zubereitung:
1 Kartoffeln schälen, waschen und fein raspeln. Chinakohl putzen und quer in feine Streifen schneiden. Knackige Streifen vom Strunkende beiseite stellen, zartes Grün (ca. 100 g) mit den Kartoffelraspeln mischen.
2 Zwiebel schälen, fein hacken und zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Eiern vermengen. In etwas heißem Butterschmalz daraus nach und nach 12 kleine Rösti von jeder Seite ca. 5 Minuten knusprig braten, fertig gebratene Rösti nach Belieben warm stellen.
3 Inzwischen saure Sahne und Meerrettich verrühren, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
4 Rote Bete, je nach Größe, eine viertel bis halbe Stunde kochen und in Scheiben schneiden. 3 EL des Kochwassers mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrühren. Mit Roter Bete und beiseite gestellten Chinakohlstreifen mischen. Beides zu den Rösti servieren, mit Schnittlauch bestreuen.
 
Bildquelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse
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