Zahl der Woche: 100 Billionen Bakterien bilden das Mikrobiom

Unvorstellbar: Unser Darm gibt 100 Billionen Bakterien ein zu Hause. Die meisten davon sind äußert friedliche und hilfreiche Mitbewohner, die helfen, unsere Gesundheit zu erhalten. Noch kein Mensch kennt all ihre Namen – Experten schätzen, dass dort 1.500 verschiedene Arten oder mehr zu finden sind. Hier gibt es für die Forschung noch viel zu tun, denn die Wissenschaft interessiert sich erst seit wenigen Jahren für das Mikrobiom – so die medizinische Fachbezeichnung für die Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden Mikroorganismen .
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Doch das Interesse wächst ständig, da die Forscher permanent auf neue Wechselwirkungen zwischen Mensch und Mikroorganismen stoßen. Dabei wird immer deutlicher, wie wichtig die Bakterien für die Erhaltung unserer Gesundheit und bei der Entstehung von Krankheiten sind – insbesondere auch bei der Entwicklung vieler ernährungsabhängiger Erkrankungen – vom Diabetes über die Fettleber bis zur Adiposita. Überhaupt scheint die Ernährung eine Schlüsselrolle für die Zusammensetzung des Mikrobioms – und damit auch für die Gesundheit des Menschen zu spielen. Die Hoffnung der Wissenschaft: Wenn ungünstige Nahrung krankmachende Bakterien wachsen lässt, dann müsste die richtige Ernährung auch die ‚guten‘ Bakterien fördern und so vor Krankheiten schützen. Ein höchst spannendes Forschungsgebiet, auf dessen künftige Erkenntnisse und Ergebnisse wir mehr als gespannt sein dürfen.

1 Kommentar
  1. Elisabeth Becker-Schmollmann
    Elisabeth Becker-Schmollmann sagte:

    (korrigiert)
    Sehr geehrter Herr Dr. Muehleib,
    bei Ihrem ansonsten interessanten Artikel vermisse ich etwas:
    Seit wann wird das menschliche Mikrobiom auf sich allein in unserem Darm befindend reduziert? Dem ist nicht so. Beachten Sie bitte, was zu der Haut im folgenden Zitat angemerkt ist:
    Zitat „Einige beeindruckende Zahlen: Rund 1.000.000.000.000 (in Worten: eine Billion) Lebewesen finden sich in einem Gramm Darminhalt. Damit zählt der menschliche Dickdarm zu den Orten mit der höchsten Einwohnerdichte weltweit. Oder: Allein auf der etwa zwei Quadratmeter großen Haut leben so viele Mikroben wie Menschen auf der Erde – 90 Prozent sämtlicher Zellen im Körper sind Bakterien.“ Zitatende
    ganzer Artikel hier zu lesen:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/mikrobiom-ueber-10-000-bakterien-am-menschen-gezaehlt-a-838739.html
    Hier als Bonbon ein, wie ich finde, hochinteressanter Artikel auf aktuellen Ergebnissen basierend, vom 20.04.2015:
    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18782-2015-04-20.html
    Überschrift und Leitartikel:
    Zitat „Überraschung im Mikrobiom der Yanomami
    Bakterien bei isoliertem Volk enthalten Resistenzgene gegen synthetische Antibiotika
    Vielfältig und resistent: Die Bakterien im Körper der Yanomami sind so artenreich wie bei keinem zuvor analysierten Menschen – ein Hinweis darauf, wie stark unsere westliche Lebensweise unsere mikrobiellen Mitbewohner verändert hat. Überraschend auch: Das isolierte Amazonasvolk trägt bakterielle Resistenzen selbst gegen modernste synthetische Antibiotika, obwohl sie nie in Kontakt mit der modernen Medizin waren, wie Forscher im Fachmagazin „Science Advances“ berichten.“ Zitatende
    Mit freundlichen Grüßen
    Elisabeth Becker-Schmollmann

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