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Blutorangen – so rot, so süß

Wer Blutorangen liebt, muss jetzt zugreifen. Denn sie gehören zu den wenigen Früchten, die es – trotz Globalisierung – tatsächlich nur im Winter gibt. Anfang Januar kommen die ersten Blutorangen in den Handel – und leider ist die Saison für die Zitrusfrucht mit dem roten Fruchtfleisch schon Mitte März wieder beendet. Dabei ist die Blutorange mehr als nur eine „blonde“ Apfelsine mit rotem Pigment. Die feine Säure, die geschmacklich zwischen Apfelsine und Zitrone liegt, harmoniert ganz wunderbar mit der Süße der reifen Frucht.
 

Frucht und Saft: Schön rot und schön gesund

Grundsätzlich gilt: Je reifer die Frucht, desto dunkler und kräftiger ist die rote Farbe und desto süßer schmecken Frucht und Saft. Jetzt, wo der Körper nach Frische und nach Vitaminen lechzt, ist die Blutorange ein sehr guter Vitamin-C-Lieferant. Schon zwei Früchte decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Der rote Farbstoff gehört zu den Anthocyanen – und damit zu den Pflanzeninhaltsstoffen mit antioxidativer Wirkung, auch bekannt unter dem Begriff ‚Radikalenfänger‘. Damit trägt jede Blutorange ein kleines bisschen zur Stabilisierung unseres Immunsystems im Winter bei. Wie alle Zitrusfrüchte ist die Blutorange eine praktische Frucht: Kühl gelagert ist sie gut und gerne ein bis zwei Wochen haltbar. Wer den roten Saft am liebsten pur genießen und pressen möchte, der sollte daran denken: Rollen Sie die Frucht mit leichtem Druck ein paar mal auf der Arbeitsfläche hin und her, dann gibt sie ihren Saft bereitwilliger her!
 

Sizilien, Heimat der Blutorangen

Übrigens: Die Blutorange ist eine echte Sizilianerin. Damit sich die blutrote Fruchtfarbe ausbilden kann, braucht die Blutorange trockene, warme Tage (rund 15 Grad) und kalte Nächte (leichter Frost). Verhältnisse also, wie sie gerade das Klima auf Sizilien bietet. Bleiben diese beim Reifen der Früchte am Baum aus, ist auch das Fruchtfleisch einer Blutorange leider nur orangefarben. Entsprechend stammen die meisten Blutorangen in unseren Märkten aus Italien, und wiederum der größte Teil davon tatsächlich aus Sizilien. Daneben gehören Spanien und Nordafrika (Marokko) zu den Lieferanten. Zu den bekanntesten Blutorangen im Handel gehören die Sorten ‚Sanguine‘ (Rundblut), ‚Double fine‘ (Blutoval), ‚Moro‘, ‚Tarocco‘ und ‚Sanguinello‘
 

Tipp von docFood:

Probieren Sie’s doch mal mit einem schnellen, unkomplizierten und dabei köstlichen Blutorangen-Dessert: Blutorangen schälen, dünn filetieren. Auf einem Desserteller drei bis vier Filets drapieren, dazu einen Löffel griechischen Naturjoghurt, etwas Honig darüber und das Ganze mit gehackten Walnüssen garnieren.


Bildquelle: birgitH / pixelio.de
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Fruchtsaft: Flüssiges Obst und Gemüse

Fruchtsaft ist nicht nur lecker, sondern enthält alle Inhaltsstoffe, die auch das Obst und Gemüse, aus dem sie gewonnen werden, so wertvoll macht. Daher zählt zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ein Glas Fruchtsaft als eine Portion Obst und Gemüse. Wer die Empfehlung, fünf Mal am Tag Obst und Gemüse zu essen, täglich umsetzen will, ist mit dieser Erleichterung dem Ziel schon ein Schritt näher.
Aber es ist nicht alles Saft, was auf den ersten Blick so aussieht. Und nicht jeder Saft kommt frisch gepresst in die Flasche oder den Karton.
 

Fruchtsaft ist Frucht pur

In Fruchtsaftgetränken müssen zwischen 6 % und 30  % Fruchtsaft enthalten sein. In Fruchtnektar stecken neben Wasser und Zucker 25 bis 50 % Frucht. Im Gegensatz dazu bestehen Frucht- und Gemüsesaft zu 100 Prozent aus ihren Ausgangsprodukten. Dies kann aber auch heißen, dass der Saft aus Konzentrat und Wasser hergestellt wurde. Wenn Sie sicher sein wollen, dass der Saft wirklich frisch gepresst wurde, achten Sie auf die Bezeichnung „Direktsaft“. Dieser wird nach dem Pressen nur noch kurz pasteurisiert, also schonend erhitzt, damit die Gärung verhindert wird. Damit bleiben die ursprünglichen Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe aus dem Obst und Gemüse weitestgehend erhalten, aber auch die Farbe und der Geschmack. Farb-, Konservierungsstoffe oder sonstigen chemischen Zusätze haben in Fruchtsäften nichts zu suchen, daher sind sie wirklich Frucht pur.
 

Was steckt drin im Saft?

Welche Wirkstoffe die Säfte liefern, hängt natürlich davon ab, aus welchen Ausgangsprodukten sie gepresst wurden. Generell kann man aber sagen, dass Säfte gute Lieferanten für B-Vitamine, Vitamin C und ß-Carotin sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Magnesium sind. Die B-Vitamine erfüllen wichtige Funktionen im gesamten Stoffwechsel und ß-Carotin ist als Vorstufe von Vitamin A unentbehrlich für den Sehvorgang. Vitamin C stärkt das Immunsystem und fördert außerdem die Eisenaufnahme aus Lebensmitteln. Daher ist ein Glas leckerer Saft zum Vollkornbrot oder Gemüsegericht eine ideale Kombination, damit unser Körper das pflanzliche Eisen gut verwerten kann. Kalzium stärkt Knochen und Zähne, Kalium reguliert den Wasserhaushalt des Körpers und Magnesium ist wichtig für die Muskelkontraktion. Wertvoll machen Fruchtsäfte auch die in großen Mengen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, die viele vorteilhafte Wirkungen auf den Organismus haben. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass Fruchtsaft viele Kohlenhydrate in Form von Zucker und damit Energie liefert, und daher nicht zum Durstlöschen geeignet ist.
 

Tipp von docFood

Damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollten Sie Fruchtsäfte nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Tagen trinken. Ungeöffnet können Sie die Säfte problemlos bei Zimmertemperatur lagern.
Viele Informationen rund um Fruchtsaft finden Sie auch auf den Internetseiten des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie unter www.fruchtsaft.net.
 
Bildquelle: Marianne J.  / pixelio.de
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Vitamine: Lebenswichtige Helfer

Kaum ein anderer Begriff aus dem Bereich Ernährung wird mit so vielen Ansprüchen und Erwartungen verbunden wie die „Vitamine“. Sie stehen für Gesundheit, Energie, Aktivität und Spannkraft; sie sollen für gute Laune und Konzentration sorgen und Krankheiten vorbeugen oder bekämpfen. Erwarten wir zu viel? Vermutlich – eines ist jedoch klar: Genau wie die Mineralstoffe gehören Vitamine zu den Wirkstoffen, ohne die wir nicht leben können, und die wir daher regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen müssen.
Chemisch betrachtet handelt es sich bei den Vitaminen um völlig unterschiedliche Verbindungen, die untereinander kaum Ähnlichkeiten oder Verwandtschaft erkennen lassen. In ihrer Wirkung sind sie sich jedoch ähnlich: Sie alle vermitteln als Steuer- und Regelsubstanzen wichtige chemische Stoffwechselreaktionen in unserem Körper.
 

Fett- und wasserlösliche Vitamine

Die 13 bekannten Vitamine lassen sich in fettlösliche und den wasserlösliche Vetreter einteilen. Weil die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K mit fetthaltigen Nahrungsmitteln aufgenommen werden und in unseren Fettdepots gespeichert werden, müssen wir sie nicht täglich aufnehmen. Die wasserlöslichen Vitamine, zu denen verschiedene Vertreter der B-Vitamine und das allgemein bekannte Vitamin C gehören, müssen dagegen täglich in unserer Nahrung enthalten sein. Eine Sonderrolle nimmt das Vitamin D ein: Es kann vom menschlichen Organismus selbst gebildet werden.
 

Kein Vitaminmangel bei ausgewogenem Speiseplan

Aufgrund des vielfältigen Lebensmittelangebotes gibt es in Deutschland heute grundsätzlich keinen Mangel an lebenswichtigen Vitaminen mehr. Wer seinen Speiseplan abwechslungsreich und ausgewogen gestaltet, der ist in der Regel gut mit allen Nährstoffen versorgt, die er braucht. Der individuelle Bedarf an Vitaminen hängt jedoch von vielerlei Faktoren ab. So kann es zum Beispiel bei Krankheit, Medikamenteneinnahme, in der Schwangerschaft oder im fortgeschrittenen Alter unter Umständen zu einer Unterversorgung mit einigen Vitaminen kommen. Ob in diesem Fall eine Nahrungsergänzung mit Vitaminpräparaten sinnvoll ist, kann generell nicht beantwortet werden. Im Gegensatz wird aber von einer unüberlegt hohen Einnahme solcher Mittel dringend abgeraten, da – besonders bei den fettlöslichen Vitaminen – eine Überdosierung erhebliche Gesundheitsrisiken birgt.
 

Tipp von Doc Food:

Übrigens enthält auch Fruchtsaft, besonders wenn er frisch gepresst ist, alle Vitamine, die auch im Obst und Gemüse vorkommen, aus denen er hergestellt wurde. Mixen Sie sich doch einmal einen leckeren Vitamincocktail!
Bildquelle: Rolf Handke / pixelio.de
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