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Die Ananas als Weihnachtsbaum

Sie haben noch keinen Weihnachtsbaum und eigentlich weder Zeit, ihn zu schmücken noch einen vernünftigen Platz dafür? Dann wäre ein Pineapple-Christmastree die ideale Alternative. Der Ananas-Weihnachtsbaum gehört derzeit zu den skurrilsten Trends im Internet. Wer Anregungen sucht,  kann bei Instagram unter dem Hashtag #pineapplechristmastree  zahlreiche mehr oder weniger gelungene Beispiele finden. Ananasbaum hin oder her: Wir von docFood stehen immer noch mehr auf die kulinarische Variante der Tropenfrucht.
 
Zum Glück geht ja beides: Da die unversehrte, reife Ananas auch bei Zimmertemperatur mindestens vier bis fünf Tage haltbar ist, kann man die geschmückte Christbaum-Version zuerst auf den Gabentisch stellen und nach den Feiertagen nach Belieben verzehren. Erfahren Sie im Folgenden alles, was man über die süßeste aller Tropenfrüchte wissen muss.
 

Voll süße Tropenfrucht

Als es in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland wieder bergauf ging, trat die Ananas ihren Siegeszug an – als exotische Zutat zum Toast Hawai. Damals kam die Tropenfrucht fast ausschließlich aus der Dose. Heute gibt es in jedem ordentlich sortierten Supermarkt ganzjährig saftige, frische Ananas. Im Geschmack einer reifen Ananas dominiert die Süße. Sie gilt als die süßeste unter den Tropenfrüchten. Nach der Ernte reifen Ananas nicht mehr nach. Unreife Ananas schmecken strohig und herb – ohne das charakteristische Aroma. Den Reifegrad erkennt man vor allem am intensiv-aromatischen Duft, der sich vor allem am Stilansatz erschnuppern lässt. Die Schale der reifen Frucht gibt auf Fingerdruck elastisch nach (..die Frucht sollte allerdings keine Dellen oder Druckstellen haben). Wenn sich die inneren Blätter am Schaft leicht lösen lassen, ist auch das ein Zeichen für Reife. Ursprünglich stammt die Ananas aus der Tropenzone Südamerikas, wo sie von den Uhr Einwohnern „Nana Meant“ genannt wurde. „Nana Meant“ bedeutet nichts anderes als „köstliche Frucht“ – und aus dem „Nana“ entstand dann die A’nana‘s.
 

Allroundtalent in der leichten Küche

Der Toast-Hawai ist inzwischen ziemlich aus der Mode, und auch die Ananas aus der Dose ist out. Macht aber nichts – denn die Topenfrucht hat sich inzwischen zu einem Allroundtalent in der leichten Küche entwickelt: Aus der frischen Frucht lassen sich wunderbar fruchtige Desserts zaubern. Sie lässt sich nicht nur frisch verarbeiten, sondern auch dünsten und grillen. Der süßsäuerliche Geschmack der Ananas passt z. B. hervorragend zu pikanten Gerichten mit Huhn, Schweinefleisch und Schinken. Außerdem lässt sich Ananas gut in Desserts und Kuchen, aber auch in Fleisch-, Fisch- und Currygerichten verarbeiten. Passende Gewürze sind Sternanis, Pfeffer, Ingwer, Curry und Chili.
 

Ein paar Fakten zur Ananas

Es gibt weit über 100 Ananas-Sorten, die in fünf große Gruppen eingeteilt werden (Cayenne, Pernambuco, Spanish, Perolera und Queen ). Nur wenige davon tauchen bei uns im Lebensmittelhandel auf. Größe, Geschmack und Farbe der Ananas variieren je nach Sorte. In Deutschland werden vor allem Früchte der Cayenne-Gruppe gehandelt. Sie sind im Vergleich zu anderen Ananas-Sorten mit 4 Kilogramm relativ schwer, haben hellgelbes Fruchtfleisch und schmecken sehr aromatisch. Der eigentliche ‚Porsche‘ unter den Ananassorten ist allerdings „Sugar Loaf“ aus der Pernambuco-Gruppe, die allerdings nur über spezielle Händler im Internet zu beziehen ist (..natürlich mit entsprechendem Preis).
Eine Ananas kann bis zu 50 cm hoch und 6 Kilogramm schwer werden. Die Züchtung hat der klassischen Ananas kleine Schwester beschert: die Baby-Ananas mit ihrem besonders intensiven Aroma, einer goldgelben Schale und einem Gewicht von nur 300 bis 400 Gramm. Sie schmeckt nicht nur unglaublich aromatisch und saftig, sondern macht sie sich auch hervorragend als Deko-Element.
 

Vom Bromelin und den inneren Werten der Ananas

Die Ananas ist nicht unbedingt die ganz große Nährstoffbombe, enthält aber einen guten Nährstoffmix: Mit ca. 20 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm – deckt sie etwa ein Fünftel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Zudem liefert die Ananas eine Reihe wichtiger Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor und Zink. Dabei gibt es wohl kaum ein anderes (natürliches) Lebensmittel, das so süß ist und dabei so wenige Kalorien hat: Pro 100 Gramm liefert sie gerade einmal 56 Kilokalorien.
Eine gewisse Berühmtheit hat die Ananas durch ihren (im Lebensmittelbereich einzigartigen) Gehalt des Enzyms Bromelin erlangt. Bromelin wirkt proteolytisch, d.h. es kann große Eiweißmoleküle in kleinere Einheiten spalten. Bromelin wirkt gerinnungs- und entzündungshemmend. Es hilft beim Abbau von Fibrin, einem Protein im Blut, das die Verbindungen von Blutplättchen stabilisiert und dadurch die Blutzirkulation herabsetzen kann. Bromelin hat wundheilende und – im Reagenzglas – antimetastasische Wirkungen. Auf das Bromelin geht auch die Legende zurück, dass die Ananas Fett verbrennt und dadurch mehr Kalorien verbraucht, als sie selbst liefert. Das ist allerdings Unsinn, denn das Bromelin wird bereits im menschlichen Magen deaktiviert. Im Darm, wo die Fettverdauung stattfindet, ist es damit wirkungslos – ganz abgesehen davon, dass die Fähigkeit, Eiweiß zu spalten, mit der Fettverdauung rein gar nichts gemein hat.
 

Tipp von docFood

Und was ist mit Ananas aus der Dose? Braucht man die überhaupt noch?  Den Konserven wird in der Regel Zucker zugesetzt – das verbessert die Konservierung, bringt aber auch zusätzlich Kalorien. Der Vitamingehalt der Dosenananas ist geringer als der von frischen Früchten. Beim Pasteurisieren der Ananas wird zudem das Bromelin inaktiviert. In manchen Fällen kann das von Vorteil sein – zum Beispiel beim Belegen von Kuchen mit Ananas: Das Bromelin in der frischen Frucht verhindert das Erstarren von Tortenguss. Nimmt man Ananas aus der Dose, wird die Gelatine fest. Bei Milchspeisen wie etwa Joghurt oder Quark mit Ananas sollten frische Fruchtstücke ebenfalls erst kurz vor Verzehr hinzugegeben werden, da die Zersetzung der Milcheiweiße durch das Bromelin zu einem bitteren Geschmack führen kann.

Andrea Peitz

Das Neuenburger Käse-Fondue

Zutaten für 4 Personen:
250 g Emmentaler
250 g Greyerzer
1 Knoblauchzehe
1/2 Flasche Weißwein
Pfeffer, Muskat
2 cl Kirschwasser
Weißbrot
 
Zubereitung:
1 Eine irdene Kasserolle mit einer Knoblauchzehe ausreiben.
2 Je 250 g Emmentaler und Greyerzer Käse würfeln.
3 Käsewürfel in die Kasserolle geben.
4 1/2 Flasche guten Weißwein zugeben.
5 Kasserolle auf ein Rechaud (Spirituskocher) stellen und den Käse unter ständigem Umrühren langsam schmelzen lassen. Mit Pfeffer und Muskat würzen.
6 Sobald das Fondue schön geschmeidig ist, ein Gläschen Kirschwasser zufügen.
7 Weißbrotstückchen auf lange Fonduegabeln aufspießen, in die Käsemasse tunken.
8 Wird die Käsemasse zu zäh oder zu dickflüssig, etwas Wein nachfüllen.
 
Quelle: Wirths PR

Festlicher Gänsebraten

Zutaten für 6 Personen:
3,5 – 4 kg küchenfertige Gans
Jodsalz, weißer Pfeffer
3 TL Beifuß (oder Thymian)
2 Äpfel, 2 Schalotten
750 ml Hühner Kraftbouillon
2 Packungen Kartoffel Klöße mit rohen Kartoffeln
125 ml Rotwein
1 EL Saucenbinder zum Andicken von dunklen Saucen
Zubereitung:
1 Für den Gänsebraten Backofen auf 200 °C (Umluft: 175 °C) vorheizen. Gans innen und außen mit Salz, Pfeffer und Beifuß einreiben. Äpfel schälen und in Stücke schneiden, Schalotten schälen und würfeln.
2 1/2 l (500 ml) Hühner Kraftbouillon in einen Bräter gießen, Apfelstücke und Schalottenwürfel darin verteilen. Gänsebraten mit der Brustseite nach unten in den Bräter legen und für ca. 2 1/2 Stunden auf die untere Schiene des Backofens stellen. Nach ca. 1 Stunde wenden. Mit einem Pinsel ab und zu etwas Bratfett über die Gans geben.
3 Inzwischen Packungsinhalt Knödel in einen Topf mit reichlich kaltem, gesalzenem Wasser geben. Wasser mit Knödeln kurz sprudelnd aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen.
4 Gans aus dem Bräter nehmen und warm stellen. Für die Soße den Bratensatz entfetten, restliche Hühner-Kraftbouillon und Rotwein dazugießen. Soße pürieren oder durch ein Sieb streichen und aufkochen lassen. Mit Fix-Soßenbinder binden und abschmecken.
5 Klöße aus dem Wasser nehmen, kurz mit kaltem Wasser abschrecken und Kochbeutel aufreißen. Mit Gänsebraten und Soße servieren.
 
Quelle: Pfanni

Rezept für die perfekte Weihnachtsgans

Rezept von Wolfgang Weigler, Eventgastronom und Starkoch aus der Eventrotunde WHO WANTS IT bei München.
 
Zutaten für die Gans:
1 Freiland-Gans vom Bauern Ihres Vertrauens, 1 Zweig Beifuß, Zwiebeln, Äpfel, Meersalz, etwas weißer, gemahlener Pfeffer
Zutaten für die Sauce:
1 Kilogramm Hühnerflügel oder Keulen (kleingehackt), 4 Zwiebeln, 1 Stil Staudensellerie, 3 Karotten, 40 Gramm Tomatenmark, 6 cl Sonnenblumenöl, 1 Flasche guter Rotwein, 1 Lorbeerblatt, 2 Liter Hühnerfond, 2 Nelken, 4 Wacholderbeeren (angedrückt), 1 kleiner Zweig Rosmarin, 1 kleiner Zweig Thymian, etwas Knoblauch

Zubereitung der Gans:
1 Entfernen Sie das Gänseklein aus der Gans und waschen Sie sie anschließend mit kaltem Wasser von außen und innen. Mit einem Küchentuch trocken tupfen. Schneiden Sie die Zwiebeln und Äpfel in Spalten und stellen Sie sie zunächst beiseite. Jetzt die Gans mit dem Meersalz von innen und außen einreiben, pfeffern und mit der Hälfte der zur Seite gestellte Zwiebeln und Äpfel sowie dem Beifuß füllen.
2 Die restlichen Äpfel und Zwiebeln auf ein tiefes Blech geben, mit ca. 0,4 Liter Wasser übergießen, die Gans darauf setzen und 4 Stunden bei 140 Grad Celsius (Umluft) garen. Hierbei bedarf es einer gewissen Liebe, das heißt, alle 20 Minuten das Rohr öffnen und die Gans mit dem entstehenden Bratensaft übergießen.
Mein Tipp: Ich wähle extra eine niedrigere Temperatur, denn ich gebe der Gans lieber eine Stunde mehr im Rohr.
3 Lösen Sie nach dem Garvorgang die Gans aus und entfernen Sie das Knochenkleid. Sollte die Gans zwar gar aber noch blass sein, können Sie sie vor dem Servieren noch im Backofen bei der Grillstufe knusprig grillen. Verrühren Sie dazu etwas Gänsefett mit Meersalz und streichen Sie die Gans mit einem Pinsel wiederholt beim gratinieren ein.
4 Machen Sie zum Schluss die „Schenkelprobe“: Nach den vier bis fünf Stunden im Ofen muss sich die Gans, wenn Sie sie am Schenkel drücken, weich anfühlen und Sie müssen den Knochen der Keule spüren können.

Zubereitung der Sauce:
1 Schälen Sie die Karotten und schneiden Sie sie in Stücke. Die Selleriestange ebenfalls in Stücke schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen, Zwiebeln in Spalten schneiden und Knoblauch fein hacken.
2 Geben Sie das Sonnenblumenöl in einen Topf und rösten Sie bei mittlerer Hitze die Hühnerflügel und -keulen sowie das Gänseklein goldgelb an. Anschließend fügen Sie das Gemüse (Zwiebeln, Sellerie, Karotten, Knoblauch) mit dem Tomatenmark hinzu und rösten es mit.
3 Das Ganze mit Rotwein ablöschen und die Flüssigkeit einreduzieren lassen. Danach fügen Sie die Aromaten und Kräuter hinzu und lassen alles 90 Minuten vorsichtig köcheln. Wiederholen Sie diesen Vorgang so lange, bis der Rotwein verkocht ist. Nun mit dem Hühnerfond auffüllen und anschließend den Saucenansatz durch ein Passiertuch abpassieren. Lassen Sie den Fond bis zur Hälfte einreduzieren.
4 Zum Fertigstellen der Sauce füllen Sie den Ansatz in ein hohes, schlankes Gefäß. So trennt sich das Gänsefett am besten vom Saucenansatz. Gießen Sie danach das Fett ab (in einem Gefäß beiseite stellen) und geben Sie den restlichen, fettfreien Saucenansatz zu der zur Hälfte reduzierten Sauce. Abermals 20 Minuten ausköcheln lassen und durch ein feines Sieb passieren.
5 Schmecken Sie die Sauce zum Schluss mit Meersalz und Pfeffer ab und geben Sie ca. 6-8 cl Gänsefett zur Sauce hinzu. Umrühren und fertig!
 
Quelle: wolfgang weigler eventgastronomie www.whowantsit.de

Weihnachtlicher Rinderbraten

Zutaten für 4 Personen:
1 kleines Bund Suppengrün frisch, 1 kg Rinderbraten (aus der Keule), Salz, Pfeffer, 2 EL Keimöl, 4 Wacholderbeeren, 3 Lorbeerblätter, 1 Stange Zimt, 2 Innenpäckchen Braten Soße Extra, 1 gestr. TL Lebkuchengewürz, 2 EL dunkler Soßenbinder, 150 g grüne kernlose Weintrauben
 
 
Zubereitung:
1 Suppengrün putzen, waschen und in grobe Würfel schneiden. Braten mit Salz und Pfeffer einreiben.
2 Fleisch in einem großen Topf oder Bräter rundherum im heißen Keimöl anbraten. Gemüse dazugeben und kurz mitbraten. 300 ml Wasser zufügen. Wacholderbeeren etwas zerdrücken und mit den Lorbeerblättern und Zimt zugeben. Zugedeckt bei schwacher Hitze 1 – 1 ½ Stunden schmoren. Nach der Hälfte der Garzeit den Braten wenden.
3 Braten herausnehmen und in Alufolie einwickeln. Bratenfond durch ein Sieb gießen, evtl. mit Wasser auf ½ l (500 ml) Flüssigkeit auffüllen. Inhalt beider Innenpäckchen Braten Soße Extra einrühren und aufkochen lassen. Lebkuchengewürz zufügen. Soßenbinder einrühren und 1 Minute kochen. Trauben waschen, halbieren, in die Sauce geben und heiß werden lassen.
4 Fleisch aufschneiden und mit der Sauce servieren.
 
Quelle: Knorr

Honigkuchen vom Blech

Zutaten für den Teig:
250 g Honig, 100 g Margarine, 2 Eier, 125 g Zucker, 2 gestr. TL Backpulver, 375 g Mehl, 2 EL Lebkuchengewürz, 1 TL abgeriebene Zitronenschale, 2 EL Rum, 1 EL Kakao, 100 g gewürfeltes Zitronat, 100 g Orangeat, 80 g gehackte Mandeln
Garnitur:
75 g Mandeln
60 g rote Belegkirschen
1 Eiweiß
Zubereitung:
1 Honig mit Rama erhitzen und wieder abkühlen lassen. Eier und Zucker schaumig schlagen. Die Honig-Fett-Mischung darunter rühren und mit Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz, Zitronenschale, Rum, Kakao, Zitronat, Orangeat und Mandeln zu einem Teig verkneten.
2 Backblech mit Rama einfetten. Honigkuchenteig darauf geben und glatt streichen. Mandeln überbrühen, kalt abschrecken, dann die Haut abziehen. Belegkirschen halbieren und vierteln.
3 Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (Gas: Stufe 2/Umluft: 150 °C) ca. 20 Minuten backen. Das Eiweiß mit 1 EL Wasser verquirlen und den Honigkuchen damit bestreichen. Mit Mandeln und Kirschen belegen und nochmals 5 Minuten backen.
 
Quelle: Rama

Weiche Lebkuchen

Zutaten für 30 Stück:
225 g Mehl
150 g Grieß
1 Päckchen Lebkuchengewürz
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
150 g dunkler Zuckerrübensirup
75 g Zucker
125 g Margarine
Zubereitung:
1 Mehl, Grieß, Lebkuchengewürz, Backpulver und Salz mischen. Sirup, Zucker und Margarine in eine Schüssel geben, mit den Knethaken des Handrühres verrühren und die Mehlmischung esslöffelweise unterrühren. Den Teig 15 Minuten ruhen lassen.
2 Aus dem Teig runde Lebkuchen von ca. 5 cm Durchmesser formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft: 175 °C) ca. 15 Minuten backen.
 
Quelle: Rama

Menü-Konfigurator – Festessen stressfrei mit ALDI

Schon lange ist es keine Schande mehr, die Zutaten für das Weihnachstmenü bei Aldi einzukaufen. Schließlich ist Aldi inzwischen sogar in höchsten Kreisen salonfähig. Man trifft dort nicht nur den Steuerberater, sondern auch den Arzt und den Anwalt. Warum also sollte man sich nicht vom Discounter bei der Planung des Weihnachtsmenüs helfen lassen. Aldi-Süd machts möglich mit einem neuen Internet-Angebot: dem Weihnachtsmenü-Konfigurator.
Mit dem Menü-Konfigurator im Internet will man stressgeplagte Verbraucher bei der Planung und Organisation des weihnachtlichen Festessens entlasten. Wer an den Feiertagen für Familie und Freunde ein tolles Festessen kochen will, kann sich aus über 30 Rezeptvorschlägen mit wenigen Klicks ein komplettes Menü zusammenstellen. Zum ausgewählten Menü aus drei Gängen gibt es schöne Fotos, die kompletten Rezepte, eine Einkaufsliste und eine Zusammenstellung der Kosten zu Aldi-Preisen.

Stress vermeiden – Kosten kalkulieren

Klar, dass es nur Rezepte gibt, für die Aldi ausnahmslos alle Zutaten hat – inclusive der zusätzlich empfohlenen Weine. Und auch klar, dass die Preise nur für den Einkauf bei Aldi gelten, woanders wird’s sicherlich teurer. So lautet das Versprechen für die Kunden „Stress vermeiden, Kosten kalkulieren.“ Klar, dass sich auch ALDI davon eine schöne Bescherung erhofft. Wer übrigens wirklich sparen muss, ist mit dem Konfigurator tatsächlich nicht schlecht bedient: Die Preise pro Person für ein Menü schwanken – je nach Zusammenstellung – zwischen fünf und zehn Euro. Für ein Weihnachtsmenü mit durchaus hochwertigen Zutaten (bei den Hauptspeisen z.B. Entenbrust, Rinderfilet, Reh-Medaillons oder Wolfsbarsch) ist das tatsächlich sehr überschaubar.
 

docFood meint

Auch wenn die Auswahl nicht riesig ist, sind feine Rezepte dabei – gut genug für Menü-Kombinationen, die des Weihnachtsfestes würdig sind. Deswegen ist der Konfigurator für Menschen, die im Kochen weniger geübt sind und vor Weihnachten nicht stundenlang mit der Planung des Essens verbringen wollen, gar nicht so schlecht. Eines ist allerdings ärgerlich dabei: Zu den Rezepten gibt es weder Kalorien- noch Nährstoffangaben. In Zeiten bewusster Ernährung ist das ein echter Mangel. Für die Experten des Discounters wäre das sicherlich kein Aufwand gewesen. Und wer die Fleischqualität beim Metzger seines Vertrauens vorzieht oder Gemüse doch lieber aus dem Bioladen haben möchte, muss ja nicht alles bei ALDI kaufen: Soviel Bequemlichkeit ist denn auch wieder nicht nötig!

 Redaktion docFood

Foto: Screenshot ALDI-Süd

Geldverschwender Adventskalender

Wieviel Geld geben Sie für den Adventskalender aus? Im Zweifelsfall zu viel! Es sei denn, Sie machen es wie Claudia Thordsen „Ich habe für meine beiden Kinder Adventskalender mit Gutscheinen und kleinen Überraschungen gefüllt. Gutschein fürs Kino, für’s Kekse-Backen, Spieleabend, Besuch eines Indoorparkes etc. Der beliebteste aber war ‚einmal Zimmer aufräumen von Mama‘. Das haben die zwei immer geliebt.“ Was Claudia Thordsen auf der Facebookseite der Verbraucherzentrale Hamburg beschreibt, ist eher die Ausnahme als die Regel. Die Regel sind eher einfallslose Adventskalender zu astronomischen Preisen, mit denen billige Produkte verramscht werden, so die Kritik der Verbraucherzentrale.
Dazu präsentieren die Verbraucherschützer eine „Bestenliste“ des Adventskalender-Nepps – hier die ersten drei Plätze:
 

Top 3 des Adventskalender-Nepps

• Platz 1: 25 stinknormale Teebeutel von Teekanne für 14,99 € (!). Das ist knapp 6-mal so viel wie die Teebeutel normalerweise kosten. Da hilft’s auch nicht, dass es am Heiligabend 2 Beutel gibt.
• Platz 2: After Eight von Nestlé: Im Big Ben-Turm stecken viel Müll und wenig „Pralinen“ – nur mickrige 185 g Schokolade für 13,99 €. Das sind 75,60 € pro kg; für diesen Preis gibt es sonst die dreifache Menge.
• Platz 3: m&m‘s von Mars. Einfallsloser Adventskalender mit Standardsüßigkeiten. Preisaufschlag 143 %.
Ob die vorgefertigten und zum Teil einfallslosen Adventskalender ihr Geld wert sind: Daran haben die Verbraucherschützer große Zweifel. Die Inhalte der Kalender sind oft einfallslos und entsprechen dem Standardsortiment, das man das ganze Jahr über im Supermarkt kaufen kann. Verpackungsexperte Prof. Bernd Sadlowsky von der HAW Hamburg: „Der höhere Verpackungsaufwand für die Adventskalender rechtfertigt nicht den hohen Mehrpreis der Produkte. Nach grober Abschätzung liegen die Mehrkosten bei maximal 2 Euro.“ Doch weil Eltern ihren Kindern in der Vorweihnachtszeit eine Freude machen wollen, sind sie bereit, viel Geld auszugeben. Das nutzen die Hersteller natürlich aus, und angesichts der großen Preisunterschiede von über 60 Prozent je nach Verkaufsort ist davon auszugehen, dass auch der Handel kräftig absahnen möchte. Dass die Preise der Kalender teilweise nur schlecht ausgezeichnet sind, weil die End- und Grundpreise fehlen, ist ein weiteres Ärgernis.
 

docFood meint

Was für ein Glück, dass man solche „Abzock-Kalender“ im Regal liegen lassen kann. Überlegen Sie genau, ob ihnen die vorproduzierten Adventskalender so viel Geld wert sind. Wenn Sie die Kommerzialisierung der Advents- und Weihnachtszeit nicht hinnehmen wollen, legen Sie doch einfach selbst Hand an. Wer bei der zunehmenden Kommerzialisierung nicht mitmachen will, der macht es wie Frau Thordsen und bastelt sich einen eigenen. Das hat für Kinder und Erwachsene ohnehin einen viel größeren Reiz und bringt mehr Spaß. Gute Ideen für Adventskalender-Alternativen finden Sie auch hier in der Berliner Zeitung.

O’glüht is: Glühwein gegen die Kälte

Schon sind die ersten Weihnachtsmärkte geöffnet und pünktlich dazu kommt die Kälte. Glühweinzeit beginnt: Allerorten wird angeglüht – sogar die Glühweinkönigin ist gewählt. Überall auf den Märkten schafft der Glühwein die nötige innere Wärme. Über 40 Millionen Liter werden jedes Jahr auf den Märkten vor Weihnachten ausgeschenkt. Doch der Spaß im Glas wird vielerorts teuer – z. B. in Köln: Dort werden 2015 statt 2,50 Euro wie in den vergangenen Jahren 3 Euro pro Glas oder Tasse verlangt. Dann möchten Sie Ihren Glühwein doch lieber gemütlich zu Hause auf dem Sofa trinken? Nichts einfacher als das. Rotwein, Zimt, Gewürznelken, Zitrone, Sternanisund Zucker oder Honig- mehr brauchen Sie nicht dafür.
Wer dann noch auf die Ratschläge von docFood achtet, kann frohen Mutes genießen. Selbstgemacht schmeckt der Klassiker unter den alkoholischen Heißgetränken besonders lecker – wenn man an folgende Regeln denkt: Sechs Tipps und drei Warnungen.
 

Wer guten Glühwein machen will, sollte darauf achten:

● Sparen Sie nicht am Wein! Es sollte nicht der billigste Fusel sein, sondern möglichst ein Qualitätswein, der übrigens auch nicht teuer sein muss: Für um die 5,00 Euro pro Flasche gibt es wunderbare Qualitäten.
● Für roten Glühwein einen kräftigen Weintyp wie etwa Spätburgunder verwenden, für weißen Glühwein Riesling oder Silvaner. Zusammenmit Gewürzen wie Zimt, Sternanis, Gewürznelken, Orangen, Zitronen, Kardamom, Pfeffer erhitzen und je nach Belieben mit Zucker oder Honig würzen.
● Übrigens: Wer lieblichen Rotwein nimmt, muss weniger zusätzlich süßen.
● Nicht zu stark erhitzen!. Ideal sind 50 bis 60 Grad. Bei Temperaturen über 80° verdampft der Alkohol, die Gewürze nehmen bitteren Geschmack an und die Fruchtaromen des Weins gehen verloren.
● Gehen Sie eher sparsam und vorsichtig mit den Gewürzen um. Zu viel Gewürznelke z. B. kann den Glühwein ungenießbar machen. Aber auch Zimt, Sternanis und Piment können den Genuss verderben und die Fruchtaromen des Weins überdecken .
● Ein guter Glühwein braucht Zeit. Nach dem ersten Erhitzen sollte er ruhig ein paar Stunden ziehen. Manche Profis lassen den Glühwein sogar über Nacht stehen, damit sich die Aromen entfalten können. Danach den Glühwein durch ein Sieb gießen, damit die Gewürze beim Trinken nicht stören.
 

Wovor man sich hüten soll:

● Glühwein macht schnell betrunken: Der heiße Wein stimuliert die Durchblutung des Magen-Darm-Trakt es und der Alkohol strömt schnell ins Blut, wobei der Zucker wie ein zusätzlicher Beschleuniger wirkt. Wichtig für Autofahrer: Ein Becher Glühwein (200 ml) mit zehn Volumenprozent Alkohol erhöht den Blutalkoholpegel um 0,25 Promille. Dran denken: Schon ab 0,3 Promille drohen Bußgeld und Führerscheinentzug.
● Wenn am nächsten Morgen der Kopf brummt, schieben das viele auf die Gewürze. Die Wahrheit: Weil der Zuckergehalt den Alkoholgeschmack verdeckt, unterschätzen viele die Prozente und trinken schlicht zu viel. Tatsächlich enthält Glühwein im Schnitt rund zehn bis zwölf Prozent Alkohol. Beim Trinken im Freien kann auch die Kälte leicht zum Becher ‚zu viel‘ verleiten. Macht schließlich sooo schön warm! Die einzige Lösung: Maßvoll trinken! Übrigens: Gute Zutaten / guter Wein können ebenfalls vor Brummschädel bewahren – genau wie ordentlich essen vorm Trinken.
● Glühwein ist kein Diätgetränk, sondern eher eine Kalorienbombe: Ein Becher Glühwein enthält rund 200 Kalorien, in einem Glas Punsch oder Feuerzangenbowle stecken sogar bis zu 300 Kalorien.
 

docFood – unsere Empfehlung

Basisrezept für Roten Glühwein: 0,75 Liter Spätburgunder (1 Flasche) mit den Scheiben einer Zitrone, 2 EL braunem Zucker, 2 Zimtstangen und drei Gewürznelken in einen Topf geben und auf 60 -80 Grad erhitzen. Eine Stunde (mindestens) mit geschlossenem Deckel ziehen lassen. Alles durch ein Sieb gießen, mit etwas geriebenem Kardamom nach Belieben verfeinern und mit Honig abschmecken. Wohl bekomm‘s

 Friedhelm Mühleib