Schimmelpilze lieben Obstsalat

Praktisch, appetitlich und vitaminreich – aufgeschnittenes Obst und vorgeschnittene Blattsalate sind gerade im Sommer sehr beliebt. Verbraucher sollten  darauf achten, dass Obst und Salate, die vorgeschnitten sind, im Handel immer gekühlt angeboten und zu Hause im Kühlschrank aufbewahrt werden, um die Produkte vor einer mikrobiellen Kontamination zu schützen, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) betont.
 
Im Rahmen der Stichproben der Lebensmittelüberwachung konnten im Jahr 2016 am häufigsten Schimmelpilze, Enterobakterien und Hefen nachgewiesen werden. Bei vorgeschnittenen, verpackten Blattsalaten wurden in Einzelfällen auch potentiell krankmachende Keime nachgewiesen. Bei 135 von 737 Proben (18 %) lag der Gehalt an Schimmelpilzen über dem Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) l. Um sich vor Schaden zu schützen, sollten auch Verbraucher vorsichtig sein, empfiehlt das BVL und rät zu folgenden Maßnahmen:
 

Tipps für Kauf von geschnittenem Obst und Salaten

Werden Produkte ungekühlt gelagert, können sich die Bakterien besonders schnell vermehren. Das BVL rät daher, beim Kauf von vorgeschnittenem Obst und Salaten auf Folgendes zu achten:
● Eine hohe Keimbelastung ist selten mit bloßem Auge zu erkennen. Trotzdem lohnt ein gezielter Blick, um den Frischezustand des Produktes zu erkennen. Farbverlust, braune Stellen oder viel Flüssigkeit weisen auf eine mangelnde Frische hin. Ebenso kritisch ist eine gewölbte Verpackung, da die gebildeten Gase Zeichen der einsetzenden Gärung sind.
● Achten Sie beim Kauf darauf, dass vorgeschnittenes Obst und Salate im Kühlregal liegen, und halten sie das Verbrauchs- bzw. Mindesthaltbarkeitsdatum ein.
● Verzehren Sie das aufgeschnittene Obst bzw. den bereits zerkleinerten Salat rasch oder bewahren Sie es im Kühlschrank oder einer Kühltasche auf. Entsorgen Sie Produkte, die längere Zeit einer hohen Temperatur ausgesetzt waren, also beispielsweise ungekühlt gelagert oder gar dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt wurden.
 

Wie kommen Bakterien in den Obstsalat?

Aufgrund der Anbaubedingungen können Obst und Salate in Kontakt mit diversen Mikroorgansimen kommen. Vorgeschnittene Salate und abgepackte Obststücke werden roh verzehrt und durchlaufen in aller Regel keinen Produktionsschritt, der geeignet ist, die Mikroorganismen abzutöten. Während das Obst durch das Aufschneiden und den damit verbundenen Kontakt mit der Schale kontaminiert werden kann, sorgen bereits kleine Schnitt- und Bruchstellen bei Salatblättern und dem dort austretenden Saft für das Wachstum verschiedener Mikroorganismen. Das häufig säurearme Fruchtfleisch der angebotenen Obstsorten und das feuchte Milieu der folienverpackten Salatmischungen fördern das Wachstum der Keime.
 
Wie schützt uns die Lebensmittelüberwachung?
Sowohl zerkleinertes Obst als auch zerkleinerte, in Folien verpackte Blattsalate gehören zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Lebensmittelunternehmer müssen daher bei diesen Produkten strenge Hygienevorschriften beachten. Ob diese eingehalten werden, überprüfen die Lebensmittelüberwachungsbehörden der Bundesländer regelmäßig. So werden im Rahmen des risikoorientierten Bundesweiten Überwachungsplanes (BÜp) und des repräsentativen Zoonosen-Monitorings Lebensmittel regelmäßig auf mikrobiologische Parameter untersucht. Im BÜp 2016 wurden 745 Proben vorverpackten aufgeschnittenen Obstes auf verschiedene Mikroorganismen untersucht. 80 % der Proben wurde im Handel gekühlt angeboten. Am häufigsten konnten Schimmelpilze nachgewiesen werden – 135 von 737 Proben (18 %) enthielten Gehalte über dem Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM). In 81 (11 %) der darauf untersuchten Proben wurden die Richtwerte für Enterobakterien überschritten. Dies ist ein möglicher Hinweis darauf, dass die Prinzipien einer guten Hygienepraxis nicht eingehalten wurden. Die Anzahl an Hefen überschritt in 65 (9 %) der auswertbaren Proben den DGHM-Richtwert. In fünf von 745 Proben konnte Escherichia coli nachgewiesen werden, zwei Proben davon überschritten den DGHM-Richtwert.
 
Keine Salmonellen in Melonen
Vor zwei Jahren standen ungekühlte und aufgeschnittene Wasser-, Honig-, Cantaloupe- und Netzmelonen im Fokus der Überwachungsämter. Sie wurden auf Salmonellen untersucht. Hier war das Ergebnis erfreulicher. Aktuell wurden 486 Proben untersucht, die alle mikrobiologisch unauffällig waren– in keiner der Proben konnte Salmonella spp. nachgewiesen werden. Die Proben von vorgeschnittenen, verpackten Blattsalaten waren in Einzelfällen mit potentiell krankmachenden Keimen kontaminiert. In einer der 391 Proben (0,3 %) wurden Salmonellen nachgewiesen. Den gesetzlichen Anforderungen gemäß gilt vorzerkleinerter Salat, in dem Salmonellen nachgewiesen werden, als gesundheitsschädlich und muss vom Markt genommen werden.
Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

Woche der Welthungerhilfe: 815 Millionen Menschen hungern

Hunger, was ist das? Ist der nicht schon weitgehend besiegt? Weit gefehlt. Anlässlich des heutigen Welternährungstages berichtet die Welthungerhilfe zwar von Erfolgen im Kampf gegen den Hunger seit der Jahrtausendwende. Die neuerdings steigende Zahl hungernder Menschen betrachtet man jedoch mit großer Sorge: Sie ist auf 815 Millionen Menschen gestiegen – rund 40 Millionen mehr als im vergangenen Jahr.
 
Die Welthungerhilfe, eine der größten politisch und konfessionell unabhängigen privaten Hilfsorganisationen in Deutschland, hat sich die weltweite Bekämpfung von Hunger und Armut zum Ziel gesetzt. Anlässlich der aktuellen Veröffentlichung des Welthunger-Index stellt man dort fest: „Die Bekämpfung des Hungers macht Fortschritte, aber diese werden durch Kriege und Folgen des Klimawandels in Teilen wieder zunichte gemacht. Dies zeigt der neue Welthunger-Index, der die Ernährungslage in 119 Ländern berechnet. Die Werte zur Hungersituation sind weltweit seit dem Jahr 2000 um gut ein Viertel gefallen. Gleichzeitig drohen in Ländern wie dem Südsudan, Nigeria, Somalia und dem Jemen derzeit Hungersnöte und die absolute Zahl der Hungernden ist auf 815 Millionen Menschen gestiegen.“
 

Woche der Welthungerhilfe

Rund um den Internationalen Welternährungstag am 16. Oktober stellt die Welthungerhilfe seit 50 Jahren der Öffentlichkeit ihre Arbeit vor und ruft zum gemeinsamen Spendensammeln auf. Jedes Jahr folgen zahlreiche Vereine, Ehrenamtliche, Schulen und Firmen dem Ruf und machen sich mit kreativen Aktionen für das Menschenrecht auf Nahrung stark. Eröffnet wurde die „Woche der Welthungerhilfe“ gestern, am 15. Oktober mit der traditionellen Fernsehansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dem Schirmherrn der Welthungerhilfe.

Mit seinem Spendenaufruf „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ bittet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bürger um Hilfe gegen die dramatische Hungersnot in Afrika. Damit unterstützt Steinmeier, der auch Schirmherr der Welthungerhilfe ist, eine gemeinsame Initiative von zahlreichen deutschen Hilfsorganisationen. Auch dieses Jahr finden rund um die Woche der Welthungerhilfe zahlreiche Aktionen und Veranstaltung statt. Machen auch Sie mit! Setzen Sie ein Zeichen gegen den Hunger und tragen Sie dazu bei, das Ziel „Zero Hunger bis 2030“ zu erreichen.
Spendenkonto: Deutsche Welthungerhilfe e.V. Sparkasse KölnBonn Konto: 1115   BLZ: 370 501 98  // IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15 // BIC: COLSDE33

Foodporn – die Menschen mögen Süßes und liken Gesundes

Ein Phänomen geht um die Welt – foodporn. Dank Instagram teilen, posten und liken Menschen weltweit oft glamouröse, spektakuläre – oft aber auch eklige Fotos von Essen, Mahlzeiten und Lebensmitteln. Ein Phänomen, dem Yelena Mejova und ihre Kollegen vom Quatar Computing Research Institute auf den Grund gehen wollten. Das Ergebnis ihrer Untersuchung dürfte Zuckerhasser und Gesundheitsapostel schocken: „Weltweit begeistern sich die Nutzer am meisten für Süßigkeiten und Fast-Food“, schreiben Mejova und Kollegen. Trotzdem schließen die Autoren nicht aus, dass die Inszenierung von Kalorienbomben zu einem gesünderen Lebensstil beitragen könnte.
 
Besonders häufig und gerne werden Schokolade, Nutella, Kuchen und andere süße Kalorienbomben gepostet – alles was schokoladig, fettig und Fast Food ist. Oft sind die Gerichte provokativ in Szene gesetzt, mit ähnlichen Techniken wie bei Glamour- oder Pornobildern – daher auch der Namen ‚Foodporn‘.
 
Mehr Likes für Gesundes
Trotzdem gibt es Hoffnung für die Gesundheits-Fraktion: Während überwiegend Ungesundes gepostet wird (.. die Wirklichkeit also), werden vor allem auch Fotos von gesünderem Essen geliked (.. der Wunsch). Das repräsentiert wohl die ewige Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit, lässt aber, so die Forscherinnen, keine Rückschlüsse auf tatsächliches Ernährungsverhalten zu. „Foodporn beschreibt ein Phänomen, dass Menschen sich über das, was sie essen, darstellen und nach außen kommunizieren“, erklärt die österreichische Trendforscherin Hanni Rützler . „Essen ist wirklich zu einem Phänomen geworden, mit dem man die eigenen Werte, Vorlieben und Orientierungsgrößen kommunizieren kann.“ Es sei ein „wunderbares Mittel, Individualität auszudrücken.
 
10 Mio Posts in der Auswertung
Für die Untersuchung wurden alle Fotos mit dem Hashtag #foodporn auf Instagram ausgewertet, die innerhalb von 6 Monaten hochgeladen wurden. Insgesamt waren das knapp 10 Mio Posts, im Schnitt 62.000 pro Tag, aus sage und schreibe 222 Ländern, eingestellt von insgesamt 1,7 Millionen Nutzern. Eine wahrhaft gigantische Menge von Fotos – und ein wahrhaft globales Phänomen! Im Ranking der aktivsten Foodporn- Communities – bezogen auf Länder – stehen die USA, Kanada, Italien und Großbritannien ganz oben. Wobei die Autoren zu bedenken geben, dass der englische Ursprung des Wortes #foodporn verzerrend wirken könnte. Auch in asiatischen Ländern ist demnach der Instagram-Hype um #foodporn extrem. Es gibt dort den weltweit größten Anteil von Nutzern, die von ihren #foodporn-Erfahrungen berichten. Wer selbst schon den Kult der Japaner z. B. ums Essen und Lebensmittel erlebt hat, den dürfte das nicht verwundern.
 
Was genau ist in den #foodporn-Posts zu sehen?
Hierzu haben die Wissenschaftler ein Ranking, der Lebensmittel erstellt, die am häufigsten gepostet werden: Die einfache Formel lautet: Süßes, Schokolade, fettiges, kalorienreiches und Fastfood. Überraschend ist jedoch, dass bei den Likes auch Gesundes durchaus eine Chance hat. Außerdem analysierte das Team die weiteren Hashtags zu den Bildern und die Einstellung zum Essen, die daraus jeweils erkennbar war. Das gesundheitsbewussteste Land ist demnach Holland. 25 der 50 häufigsten Tags der #foodporn-Poster aus Holland neben hatten einen Bezug zu Gesundheit und sportlichem Lebensstil. Beispiel: #fitgirl, #fitspo, #eatclean. In Brasilien, Argentinien und Frankreich dagegen scheint man das Ungesunde zu Lieben.
 
docFood meint
Offensichtlich wird auf Instagram zwar massenweise ungesundes Essen gepostet. Dafür wird umso mehr gesundes Essen geliked. Unter dem Hashtag #foodporn sind inzwischen (Stand Februar 2017) 112 Millionen (!) Fotos registriert. Auch wenn Süßes & Co. überwiegen: Die Flut der Fotos zu gesundem Essen ist auf Instagram ebenfalls enorm. Die Hashtags #veganfood und #eathealthy stehen für jeweils mehr als 5 Millionen Fotos. Unter dem Hashtag #healthyfood sind sogar mehr als 20 Millionen registriet. Ein Blick auf diese Seiten lohnt für jeden, der nach Inspirationen für Rezepte und interessante Kombinationen sucht. Über ein Klick auf die Fotos gelangt man bei Instagram zu einer Übersicht des jeweiligen Nutzers: Die meisten davon sind Privatpersonen, doch häufig findet man auch Blogger und Experten, die sich mit den jeweiligen Themen beschäftigen. Das ist immer eine Entdeckungsreise wert.
Übrigens: Auch docFood ist auf Instagram aktiv: Hier ist der Link zu unserer Seite – und natürlich freuen wir uns über alle, denen unsere Fotos gefallen und die uns folgen.

Andrea Peitz

Peru. Das Kochbuch – Kulinarische Reise durch die Anden

Peru. Das Kochbuch. Ein Kochbuch wie eine Reise durch die Anden: Schon das Cover ist wie ein kleines Stück Peru – erinnern die bunten Streifen doch an die Farben der Stoffe, aus denen die Ponchos der peruanischen Indianerinnen gewebt sind. Gastón Acurio hat mit diesem Kochbuch eine kulinarische Liebeserklärungan an seine Heimat verfasst. Auch innen bleibt es bunt und farbenroh. Fast schon ein bisschen folkloristisch präsentiert sich das umfangreiche Werk mit Rezepten und Genüssen so vielfältig und exotisch wie das Land selbst.
 

Mix der Kulturen und Regionen

Aromen, Gewürze und Gerichte des Landes zwischen Wüste und Dschungel, das sich zwischen Pazifik und Anden über mehr als 80 verschiedene Klimazonen erstreckt, zeugen von der landeseigenen, indianischen Tradition ebenso wie von den Einflüssen der spanischen Conquistadores und von den Immigranten, die nach ihnen kamen – von jenseits des Pazifik aus Japan, China und anderen asiatischen Ländern, aber auch aus Afrika sowie der arabischen Welt. Aus all diesen  Einflüssen entsteht ein ganz spezieller, multikultureller kulinarischer „Melting Pot“ mit eigenen Kochwelten wie z.B. ‚Nikkei‘, der Kombination aus japanischer und peruanische Küche oder, Chifa‘ , einem Mix aus peruanischen und chinesischen Einflüssen.
 

Offenbarung für Fans von Ceviche

Die Rezepte sind auch ein Spiegel der Geographie des Landes: Teils deftig, schwer und erdverbunden, wie es für die bäuerliche Küche der Gebirgsregionen typisch war und ist. Teils sind die Gerichte aber auch leicht und frisch, geprägt vom Fisch und den Meeresfrüchten  der Pazifikküste. Besonders verlockend ist die große Vielfalt der unterschiedlichsten Ceviches: Da gibt es Ceviche mit Krebsfleisch, Garnelen oder klassisch. Nicht minder verführerisch ist das köstlich fruchtige „Ceviche de Mango“, das ganz ohne Fisch oder Meeresfrüchte auskommt und mit einem Mix aus Süßkartoffel, Mango, roter Zwiebel, Mais und den unverzichtbaren Zutaten Limette, Koriandergrün und Chili eine perfekte sommerlich-leichte Vorspeise ergibt. Ein (selbstgemixter) Pisco Sour  – was für eine köstliche Erfrischung!
 

docFood empfiehlt:

Mit insgesamt über 400 Seiten ist dieses Kochbuch ein umfangreiches Kompendium der peruanischen Küche. Einiges mag für hiesige Gaumen eher gewöhnungsbedürftig anmuten – z. B. die Rezepte mit Innereien, wie Leber, Herz und Niere als Zutaten. Wer sich jedoch mit der vielfältigen Andenküche angefreundet hat, findet hier ihre ganze Vielfalt wieder. Die Rezepte sind – auch von denZutaten her – nicht immer leicht zugänglich, aber immer kraftvoll-authentisch. Acurios Werk ist kein Leichtgewicht und nichts für Feiglinge: Wie eine Anden-Wanderung verlangt es nach Training, Vorbereitung, Ausdauer und Hingabe. Aber wer sich auf die Reise begibt, wird Land und Kultur auf sinnliche Art und Weise begreifen und erfahren und mit herrlichen kulinarischen Aussichten belohnt.

  Andrea Peitz

Gastón Acurio, Peru. Das Kochbuch: Die Bibel der peruanischen Küche, Verlag Phaidon by Edel; 1. Auflage  2016, 420 Seiten, ISBN-10: 3944297202. Preis: 36,00 EUR

Überbackene Fleischtomaten mit Hörnchennudeln

Zutaten für 4 Personen:
250 g Hörnchennudeln
8 Fleischtomaten, 1 kleine Zucchini
1 Zwiebel, 1 kleine Dose Mais
2 EL Avocadoöl
2 EL gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
Olivenöl zum Ausstreichen der Form
200 g Feta-Käse
Zubereitung:
1 Hörnchennudeln nach Packungsanweisung garen, abgießen und abtropfen lassen.
2 Fleischtomaten waschen, Deckel abschneiden, aushöhlen und umgedreht abtropfen lassen.
3 Zwiebel abziehen, Zucchini putzen, waschen, beides würfeln und im heißen Avocadoöl ca. 5 Minuten dünsten. Hörnchen, Mais und Petersilie zugeben und alles pikant abschmecken.
4 Die Masse in die Fleischtomaten füllen und diese in eine leicht geölte Auflaufform setzen. Feta-Käse würfeln und über die Tomaten streuen.
5 Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Gas Stufe 3) ca. 25 Minuten backen.
 
Quelle: Wirths PR

Huhn und Eier – Ton in Ton?

Braune Hühner legen braune Eier und weiße Hühner weiße? Vergessen Sie’s! Sollten Sie doch mal ein braunes Ei mit einer braunen Mutter finden, dann ist das keine Notwendigkeit, sondern Zufall. Denn die Farbe des Gefieders hat mit der Eierfarbe rein gar nichts zu tun. docFood erklärt, wovon die Farbe der Eier abhängt und auf welchen Farb-Typ die Deutschen bei Eiern besonders stehen.
 

Braun ist ‚in‘

Vor Ostern sind weiße Eier im Supermarkt Mangelware. Weil sie sich besser bemalen lassen,  werden sie in Mengen gekauft. Von Ostern mal abgesehen, sind weiße Eier schon seit Jahren ‚out‘ – auch deshalb findet man sie immer seltener in den Regalen. Früher, als die Welt noch in Ordnung war, liebten die Verbraucher reinweiße Eier. Das hat sich gewandelt. Die braune Farbe wird heute mit einer natürlicheren, artgerechteren Haltung verbunden – entsprechend werden braune Eier deutlich lieber gekauft: 70 Prozent der deutschen Verbraucher bevorzugen braune Hühnereier. In den 1970er-Jahren war es noch umgekehrt: Damals wurden weißlegende Rassen sogar gezielt gezüchtet. Dabei ist die Farbe der einzige Unterschied. Geschmacks- oder Qualitätsunterschiede zwischen braunen und weißen Eiern gibt es bei gleicher Fütterung nicht. Auch über das Leben des Huhns – ob es nun bio und artgerecht lebt oder nicht – verrät die Farbe nichts.
 

Blick aufs Ohr

Verantwortlich für die Farbe ist  eine kleine Drüse im Legedarm des Huhns, die deswegen auch Schalendrüse heißt. In ihr wird aus dem Blutfarbstoff Hämoglobin und Farbstoffen aus der Galle die braune Farbe gebildet und unter den Kalk gemischt – fertig ist die braune Schale. Bei Hühnern, die weiße Eier legen, wird kein Farbstoff gebildet. Verantwortlich dafür ist ein Gen, das die Farbbildung unterdrückt. Ob braun oder weiß ist also genetisch bedingt.  Wer nun Aufschluss über die Farbe der Eier haben will, muss  seiner Henne nur tief in die Augen schauen, und wird dabei zwangsläufig ein kleines Accessoire  am Hühnerohr entdecken: Ein kleines Hautläppchen, von Experten Ohrscheibe genannt. Womit wir beim Kern der Sache wären: Weiße Ohrscheiben – weißes Ei; rote Ohrläppchen, braunes Ei. So einfach ist das.
 

Die Ausnahme von der Regel: grüne Eier

Sie sind selten, aber es gibt sie: Grüne Eier, gelegt von einer speziellen Rasse, dem südamerikanischen Araucana-Huhn. Trotz roter Ohrscheiben sind ihre Eier grün. Auch hier ist das Hämoglobin für die Färbung der Schale verantwortlich. Normalerweise wird der Blutfarbstoff beim Abbau erst bläulich, dann grün und schließlich gelb-braun, wie bei einem blauen Fleck. Bei den Araucanas wird der Abbau des Blutfarbstoffs in der Schalendrüse jedoch bereits nach der ersten Stufe gestoppt – und so gibt es grüne Farbe für grüne Eier.
 

Tipp von docFood

Bunte Eier gehören zum Osterfest einfach dazu. Wer nun noch weiße Eier ergattert hat und die jetzt noch kunstvoll bemalen möchte, kann dies problemlos  mit natürlichen Farbstoffen aus Lebensmitteln, die sich in jeder Küche finden.  docFood zeigt Ihnen hier, wie man mit Tee, Kaffee, Gewürzen oder Rotkohl und Zwiebeln Ostereier leuchtend bunt färben kann.

  Redaktion docFood

 
Foto: Auch bei Osterhasen gibt es keinen Zusammenhang zwischen Farbe des Fells und Farbe der Eier –  wie das Foto von unserem Redaktionshasen Gregor Green  liefert den beweist..

Frohes Fest!

 

Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind

CLIP-00E25026

(Stall in den Bergen, Winter 2015, Brunico, Italien)

 

Das Team von docFood 

wünscht allen Lesern und Freunden

ein besinnliches Weihnachtsfest

und viel Glück, Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr

 

Ab 04. Januar sind wir wieder mit neuen Berichten und Geschichten rund um Ernährung, Essen, Trinken und Genuss für Sie da.

 

Honigkuchen vom Blech

Zutaten für den Teig:
250 g Honig, 100 g Margarine, 2 Eier, 125 g Zucker, 2 gestr. TL Backpulver, 375 g Mehl, 2 EL Lebkuchengewürz, 1 TL abgeriebene Zitronenschale, 2 EL Rum, 1 EL Kakao, 100 g gewürfeltes Zitronat, 100 g Orangeat, 80 g gehackte Mandeln
Garnitur:
75 g Mandeln
60 g rote Belegkirschen
1 Eiweiß
Zubereitung:
1 Honig mit Rama erhitzen und wieder abkühlen lassen. Eier und Zucker schaumig schlagen. Die Honig-Fett-Mischung darunter rühren und mit Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz, Zitronenschale, Rum, Kakao, Zitronat, Orangeat und Mandeln zu einem Teig verkneten.
2 Backblech mit Rama einfetten. Honigkuchenteig darauf geben und glatt streichen. Mandeln überbrühen, kalt abschrecken, dann die Haut abziehen. Belegkirschen halbieren und vierteln.
3 Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (Gas: Stufe 2/Umluft: 150 °C) ca. 20 Minuten backen. Das Eiweiß mit 1 EL Wasser verquirlen und den Honigkuchen damit bestreichen. Mit Mandeln und Kirschen belegen und nochmals 5 Minuten backen.
 
Quelle: Rama

Weiche Lebkuchen

Zutaten für 30 Stück:
225 g Mehl
150 g Grieß
1 Päckchen Lebkuchengewürz
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
150 g dunkler Zuckerrübensirup
75 g Zucker
125 g Margarine
Zubereitung:
1 Mehl, Grieß, Lebkuchengewürz, Backpulver und Salz mischen. Sirup, Zucker und Margarine in eine Schüssel geben, mit den Knethaken des Handrühres verrühren und die Mehlmischung esslöffelweise unterrühren. Den Teig 15 Minuten ruhen lassen.
2 Aus dem Teig runde Lebkuchen von ca. 5 cm Durchmesser formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft: 175 °C) ca. 15 Minuten backen.
 
Quelle: Rama

Fleisch und Darmkrebs – Schock für Veganer

Ein Dogma der Fleischgegner gerät ins Wanken: Rotes Fleisch erhöht die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken. So ist es vielerorts seit langem zu lesen – doch wirklich bewiesen wurde das nie. Wissenschaftler in den USA haben sich nun die Studienlage in einer Meta-Studie angeschaut und plädieren für den vorläufigen Freispruch. Auch wenn es Veganer schockieren wird: Die Behauptung, der Verzehr von rotem Fleisch  begünstige die Entstehung von Darmkrebs, lässt sich nicht halten.
Die Höhe des Verzehrs von rotem Fleisch beeinflusst darüber hinaus ganz offensichtlich weder die Gesamtsterblichkeit noch die kardiovaskuläre Sterblichkeit der Konsumenten, wie eine weitere Metanalyse zeigt.
 

Viel Fleisch – viel Darmkrebs? Nicht zu beweisen!

In der Fachzeitschrift „Ernährung im Fokus“ (online nur für Abonnenten) fasst die Biochemikerin Dr. Margit Ritzka die Ergebnisse der Krebs-Studie zusammen: Die Autoren „fanden, quer über alle Studien, ein nur schwach erhöhtes relatives Risiko für Darmkrebs bei häufigem Verzehr von rotem Fleisch.“ In vielen Studien wurde zudem nicht klar zwischen frischem roten Fleisch und verarbeitetem Fleisch (in Fertigprodukten oder Wurst) unterschieden. Wertete man den Einfluss von frischem rotem Fleisch getrennt von verarbeitetem Fleisch aus, so Ritzka, war das Darmkrebs-Risko bei Fleischessern noch einmal deutlich geringer. Auch Geschlecht und Herkunft spielen offensichtlich eine Rolle: Für Frauen und Menschen außerhalb der USA unter den Fleischessern ist das Darmkrebs-Risiko zusätzlich generell niedriger. Das legt den Schluss nahe, dass andere, die nur mehr oder weniger zufällig mit dem Fleischverzehr korrelieren (Confounder-Effekt), den Darmkrebs sehr viel stärker fördern. Welche Faktoren das sind, müssen künftige Forschungen zeigen. Es könnten, so vermuten die Forscher, Faktoren sein, die mit dem Lebensstil zusammenhängen. Gegen einen wesentlichen Einfluss von rotem Fleisch spricht zudem, dass die Wissenschaftler keine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung fanden. Das heißt: Menschen mit besonders hohem Fleischverzehr erkrankten nicht in dem Maße häufiger an Darmkrebs, wie es rechnerisch bei einer positiven Korrelation zu erwarten wäre. Ritzka resümiert: „Zusammengefasst sehen die Studienautoren eine maximal schwache Assoziation von Darmkrebs und Fleischverzehr, die sich je nach Probandenwahl noch weiter abschwächen kann. Das spricht beim jetzigen Stand der Forschung eher gegen eine zentrale Rolle des Fleischverzehrs bei der Entstehung von Darmkrebserkrankungen.“
 

Low-Carb-Verfechter sehen sich bestätigt

Die Low-Carb-Verfechter unter den Ernährungswissenschaftlern sehen eine wachsende Zahl von Studien, die das Fleisch von der Rolle des Übeltätes und Krankmachers befreien. Der Ernährungswissenschaftler Prof. Nicolai Worm kommentiert die Entwicklung: „Wer die Originalliteratur verfolgt, wird sich wahrscheinlich seit langem gewundert haben, woher die Einmütigkeit stammte, mit der rotes Fleisch an den Pranger gestellt wurde. Wie die Lemminge sind sie dem Zeitgeist gefolgt, die wachsende Heerschar an Gesundbetern und selbsternannten Ernährungsexperten. Und die Medien haben ihnen, statt kritisch zu recherchieren und kompetent zu kommentieren, ein fruchtbares Beet bereitet: Hauptsache fleischfrei – das hält gesund! Vegan-Mythen zu verbreiten ist momentan umsatzträchtiger als Fakten aufzutischen.“
 

docFood meint

Bei den zitierten Studien handelt es sich um seriöse Arbeiten – daran gibt es wenig zu rütteln. Trotzdem sollten Fleischesser die Ergebnisse nicht als Freibrief  betrachten. Immer noch verbrauchen wir in Deutschland ca. 60 kg Fleisch pro Kopf und Jahr.  Die Hälfte reicht! Ees darf auch noch weniger sein – schon auch aus Gründen der Ökologie und der Nachhaltigkeit. Für diese Hälfte gilt: Die Qualität sollte so hoch wie möglich sein (..vom Erzeuger oder dem Metzger des Vertrauens und aus einer Produktion, die auf das Tierwohl achtet). Zudem sind letzte Zweifel, dass es die Hardcore-Konsumenten in Verbindung mit anderen, noch nicht identifizierten Faktoren doch eher treffen könnte, nicht ausgeräumt. Amerikaner vertilgen immer noch im Schnitt ca. 120 kg Fleisch pro Kopf und Jahr. Das ist an jedem Werktag ein Pfund –  Hardcore! Von diesem Typus des Fleischessers gibt es auch bei uns noch zu viele. Darmkrebs hin oder her – da ist weniger mehr!

Dr. Friedhelm Mühleib