Pfiffige Ideen für Morgens & Abends

Braucht man wirklich Rezepte für’s Frühstück oder Abendbrot? Eigentlich nicht, würde man denken. Beim Blättern durch das neue Buch von Maren Jahnke und Karen Schulz ändert sich diese Meinung schnell. Was die beiden Autorinnen an Ideen vorstellen, die einfach und raffiniert zugleich sind, macht einfach Lust, dem morgendlichen Müsli oder der Käsestulle am Abend ein wenig mehr Pfiff zu geben.
 
Für den guten Start in den Tag gibt es viele leckere und ausgewogene Ideen, die sich durchweg schnell zu- oder vorbereiten lassen. Denn schließlich ist unter der Woche meist keine Zeit für eine üppige Mahlzeit am Morgen. Ein Joghurt mit Früchten, ein schnell gekochtes Porridge oder ein Brot mit selbst gemachtem Aufstrich sollten aber drin sein, um bis zum Mittag voller Energie zu bleiben. Müslivariationen, Sauermilchspeisen und Wachmacher-Getränke bringen Abwechslung auf den Frühstückstisch. Und den Hefezopf, Orangen-Dinkel-Muffins oder die anderen süßen und herzhaften Gebäcke kann man ohne Probleme einfrieren und nach Bedarf wieder auftauen. Von Frucht bis Käse möchte man die Aufstriche am liebsten gleich alle ausprobieren. Eierspeisen wie Pfannkuchen und French Toast leiten quasi zum Wochenend-Brunch über, den wir mit den „Abends“-Rezepten ergänzen können.
 
Bitte wenden: Der Abend wird lecker
Für den fliegenden Wechsel vom Morgen zum Abend haben wir’s hier mit einem Wendebuch zu tun. Einmal umgedreht zeigt sich das Kochbuch von seiner zweiten guten Seite: Lachs-Bagel, Hähnchen-Pita oder Käse-Stangen mit Zwiebel-Topping hören sich zwar aufwendiger an als ein normales Wurstbrot am Abend, sind aber fast ebenso schnell frisch zubereitet. Sattmacher-Salate, herzhafte Köstlichkeiten aus Pfanne und Ofen sowie Drinks zum Runterkommen – mit und ohne Alkohol – lassen kaum Wünsche offen, wenn es um unkomplizierten und doch kreativen Genuss am Abend geht. Was hier auf keinen Fall fehlen darf, sind natürlich Rezepte für die verschiedensten Brotvariationen, von Focaccia über Stangenbrot und Kümmelstangen bis zu Grünkern-Fladen und Sauerteig-Vollkornbrot.
 
docFood meint:
Wer Frühstück und Abendbrot liebt und dabei auf Abwechslung steht, der findet in „Morgens & Abends“ viele tolle Anregungen. Ergänzt werden die Rezepte durch ein Glossar sowie wertvolle Tipps und Tricks. Schon beim Blättern ist das Wendebuch übrigens ein Genuss. Die großformatigen Fotos von Wolfgang Kowall und das Layout von Daniel Weiss kommen ausgesprochen appetitlich rüber. Das Viererteam hat im Umschau Verlag bereits das Brot- und Aufstrich-Wendebuch „Drunter & Drüber“ veröffentlicht, für das es mit dem Gourmand World Cookbook Award ausgezeichnet wurde. Fazit: ein ideales Geschenk für Kochbuch-Fans und Foodies.

Melanie Kirk-Mechtel

 
Morgens & Abends
Maren Jahnke, Karen Schulz. Mit Fotografien von Wolfgang Kowall.
Neuer Umschau Buchverlag, 224 Seiten, Format: 24 x 28 cm. Hardcover
Preis: 29,90 € (D) / 30,80 € (A), ISBN: 978-3-86528-705-2
Das Buch beim Verlag ansehen und/oder bestellen.

Einfach besser essen – neues Material vom aid

Wie ist die Ernährungspyramide aufgebaut? Welche Lebensmittel fallen in welche Kategorie und wie viel darf ich davon jeweils essen? Neue Medien vom aid bieten anschauliche und ansprechende Unterstützung für Berater rund um die aid-Ernährungspyramide, Portionsgrößen und eine abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl.
Besser essen kann so einfach sein, wenn die aid-Ernährungspyramide zum inneren Navigator wird. Im täglichen Ernährungsdschungel begleitet sie uns und hilft dabei, Lebensmittel für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung zusammenzustellen.
 
Einfach besser essen
Einfach besser essen – unter diesem Titel hat der aid eine neue Broschüre rund um das Thema Ernährungspyramide erarbeitet, die Beratungskräfte als Informations- und Arbeitsmaterial für ihre Klienten einsetzen können. Zusätzlich gibt es eine DVD, mit der Lerninhalte medial aufbereitet werden können. Das Heft stellt die aid-Ernährungspyramide und ihre Botschaften mit vielen praktischen und alltagstauglichen Beispielen vor. Einfach umsetzbare Tipps helfen dabei, die Pyramide als Leitfaden zu nutzen. Es geht natürlich um Essen und Trinken, aber auch um Bauchgefühl, Genuss und Bewegung. Der Unterschied zwischen Appetit und Hunger wird ebenso erklärt wie die richtige Handhabe von Portionsgrößen. Leicht verständlich wird über Smoothies, Vollkornprodukte und versteckte Fette aufgeklärt. Die zusätzliche DVD bietet acht interaktive Tafelbilder für die moderne Gestaltung von Seminaren und Unterrichtseinheiten. Anhand der digitalen Materialien können Aspekte rund um die Ernährungspyramide erarbeitet, wiederholt oder aufgefrischt werden – z.B. die eigenen Gewohnheiten, aber auch Esskultur oder Nachhaltigkeit.
 
Einfach besser essen – Mein Ernährungstagebuch
Der Weg zu einer besseren Ernährung und mehr Wohlbefinden kann damit starten, das eigene Ernährungs- und Bewegungsverhalten zu beobachten und zu reflektieren. In dem neuen Ernährungstagebuch kann jeder Klient eine Woche lang dokumentieren, was er isst und trinkt. Außerdem soll er dort notieren, wie viel Genuss das jeweilige Essen bereitet und wie viel er sich bewegt. Das Tagebuch vom aid enthält Vorlagen zum Ausfüllen für sieben Seiten Ernährungsprotokoll, eine Wochenübersicht Essen & Trinken und ein Bewegungsprotokoll für eine Woche. Durch die übersichtliche Darstellung sehen die Beratungskraft und der Klient in der Auswertung auf einen Blick: Der Klient setzt die Empfehlungen gut, in Teilen oder gar nicht um. Das Tagebuch soll Klienten unterstützen und motivieren, am Ball zu bleiben. Es zeigt einerseits, was schon gut läuft, wo Veränderungen stattgefunden haben und andererseits wo noch Bedarf besteht. So ist das Ernährungstagebuch ein idealer Begleiter jeder Ernährungsberatung: Der Klient dokumentiert seine Ernährung so, dass die Beratungskraft das Ergebnis strukturiert mit ihm diskutieren kann.
 
docFood meint:
Die beiden Hefte eignen sich hervorragend dazu, die aid-Ernährungspyramide zu entdecken und zu erfahren, wie abwechslungsreich eine gute Ernährung ist. In der Ernährungsberatung dient die Broschüre „Einfach besser essen“ den Klienten als wertvolles Nachschlagewerk und Ergänzung zum Ernährungstagebuch. Das Tagebuch ist ansprechend aufbereitet und damit eine hilfreiche Unterstützung für Berater und Ratsuchende. Für die Aufarbeitung ist die DVD eine moderne und anschauliche Alternative. So liefert das neue „Einfach besser essen“ – Set Beratungskräften hilfreiches Material für die Arbeit in der Praxis.

Julia Hintzen

Warentest: Salmonellen & Co. im Hackfleisch

Die Stiftung Warentest hat 21 Hackfleischproben unter die Lupe genommen und Fleischqualität und Belastung mit Keimen geprüft. Nur knapp die Hälfte der Proben schnitt mit „gut“ ab, fünf Produkte wurden als „ausreichend“ bewertet. Unschön: Viele Proben enthielten potenziell krankmachende Bakterien, darunter auch Salmonellen und antibiotikaresistente Keime.
Der Testsieger unter den 21 Hackfleischprodukten, gemischt aus Rind- und Schweinefleisch, kommt von der Bedientheke eines Supermarkts. Das beste abgepackte Produkt liegt nur knapp dahinter, es ist ein Biohackfleisch und mit 12 Euro pro Kilogramm eines der teuersten. Insgesamt 16 Proben waren abgepackt und mehrere Tage haltbar, 5 waren tagesfrisch und am Herstellungstag zu verbrauchen.
 
Frisch schmeckt besser
Ob als Frikadelle oder in der Bolognese – die Deutschen lieben ihr Hackfleisch – aber schmecken muss es schon. Deswegen war der Geschmack das wichtigste Testkriterium. In der sensorischen Beurteilung wurden immerhin sechs Produkte als „sehr gut“ bewertet. Bei Geschmack, Geruch und Mundgefühl schnitt das tagesfrische Hackfleisch besser ab als das abgepackte – das wiederum enthielt durchschnittlich weniger Keime.
 
Wenn abgepackt, dann besser Bio
Beim abgepackten Fleisch lagen die Bioprodukte gleich vier Mal vorn, sie hatten eine sehr gute Sensorik. Das beste Biohackfleisch konnte zudem als einziges Produkt im Test mit einem „Sehr gut“ in der Mikrobiologie punkten. Fünf von 21 Produkten waren mikrobiologisch hingegen nur „ausreichend“, in einem Hack wurden sogar Salmonellen nachgewiesen.
 
docFood rät:
Rohes Fleisch ist nie frei von Keimen. Ob sie gesundheitsschädlich sind, hängt von Art und Anzahl ab. Auf den meisten Packungen ist zu lesen: „Nur durchgegart verzehren“ oder „Nicht zum Rohverzehr geeignet“. Den Rat sollte jeder tunlichst befolgen. Hackfleisch sollte grundsätzlich nie roh – etwa als Mettbrötchen gegessen werden. Besonders für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, kleine Kinder, Senioren und Schwangere kann das ziemlich riskant werden.“ Wichtige Aspekte, auf die man achten sollte: ●die Kühlkette einhalten, ●Geschirr, Besteck und Hände immer vor und nach der Verarbeitung von rohem Fleisch waschen, ●das Fleisch nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt bringen, ● tagesfrisches Hack am selben Tag, abgepacktes bis spätestens zum Verbrauchsdatum verzehren. ●Und last not least: immer gut durchbraten – mindestens zwei Minuten bei mindestens 70 Grad – das tötet Keime ab. Wer so mit dem empfindlichen Hackfleisch umgeht, hat sein Risiko minimiert.

Friedhelm Mühleib

Quelle

Termin: Wa(h)re Gesundheit – Zur Moralisierung des Essens

Stehen wir unter einem Gesundheitsdiktat? Wie können Gesundheits-, Ernährungs- und Verbraucherbildung die Urteilskraft von Lehrenden und Lernenden entsprechend ausbilden? Kann die „Mission“, Gesundheit zu lehren, überhaupt gelingen? Die D-A-CH-Tagung für Dozenten, Lehrer, Studierende und interessiertes Fachpublikum unter dem Titel „Wa(h)re Gesundheit – Zur Moralisierung des Essens und der Gesundheit“ greift diese Fragen vom 12. bis 14. Februar in Linz, Österreich, auf.
Die Referenten gehen der Frage nach, ob Gesundheit gelernt werden kann. Außerdem wird es um Essen im schulischen Umfeld gehen: Bringt Brainfood bessere PISA-Ergebnisse? Die Möglichkeiten einer Schulküche werden vorgestellt und der Umgang mit Aspekten wie Ethik und Gesundheit in der Schule sollen diskutiert werden. Themen wie unlautere Werbung und die Verwirrung des Verbrauchers durch zu viel Ernährungs-Information werden ebenfalls aufgegriffen. In parallelen Workshops werden unterschiedliche Themen wie Esskultur, Ernährungsberatung oder Ernährungskommunikation diskutiert und bearbeitet. Dabei richtet sich ein Workshop zur Berufswahl im Feld der Beratung explizit an Studierende.
 
Die D-A-CH-Tagung ist eine Reise wert
Die D-A-CH-Tagung, die zum dritten Mal stattfindet, ist zugleich die Jahrestagung des Vereins Thematisches Netzwerk Ernährung e.V. (TNE) und des Verbandes HaBiFo Haushalt in Bildung und Forschung e.V. Das Rahmenprogramm bietet eine Posterausstellung, die Verleihung des HaBiFo Preises für exzellente Abschlussarbeiten im Lehramt und die Mitgliederversammlungen von TNE und HaBiFo. Das Programm finden Sie hier.
Wer sich zu dieser hochinteressanten Veranstaltung noch anmelden will, sollte sich zügig entscheiden: Anmeldungen bis spätestens 01. Februar 2015 per E-Mail an rim.abuzahra@aon.at, unter der Telefonnummer +43 (0) 676/ 931 37 50 oder unter www.thematischesnetzwerkernaehrung.at.

Red. docFood

Amerikaner werden immer dicker

Noch nie gab es so viele krankhaft dicke Amerikaner wie heute: Wie eine aktuelle Untersuchung des amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Gallup belegt, sind 27 Prozent der US-Amerikaner adipös, weitere 35 Prozent sind übergewichtig. Das sind die höchsten jemals gemessenen Werte. 2005 lag der Anteil noch bei 25,5 Prozent.
Der schwache Trost: Der Anteil der Menschen mit normalem Gewicht ist demnach mit 48% der Bevölkerung unverändert geblieben. Der Zuwachs bei den adipösen (fettleibigen mit krankhaftem Übergewicht bei einem BMI über 30) kommt offensichtlich aus der Gruppe bisher als „übergewichtig“ Registrierten (Body Mass Index 25 bis 30). Die traurige Tendenz: Viele, die dick sind, werden immer dicker. Am stärksten betroffen sind der Untersuchung zufolge Schwarze, bei denen der Anteil der Fettleibigen bei 35,5 Prozent liegt, so die Ergebnisse der Studie, die auf Umfragen unter insgesamt 167.000 Teilnehmern basiert.
 
Weniger dicke Kinder
Dabei sah es vor Jahresfrist noch nach einer Wende aus: Damals vermeldete das US-amerikanische Center for Disease Control einen Rückgang des Anteils der dicken Kinder unter den zwei- bis fünfjährigen um namhafte 43 Prozent während der letzten 10 Jahre. Tatsache ist auch, dass die Amerikaner langsam ihren Geschmack für billiges Junkfood verlieren – viele Zahlen sprechen dafür: So hat die Lust auf Softdrinks nachweislich nachgelassen: Der Konsum von Coca-Cola und anderen Süßgetränken ist auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 1995 gesunken. Immer mehr Schulen verbannen Softdrinks und Fast Food aus ­ihren Cafeterias. Selbst Krankenhäuser im Mittleren Westen, die noch bis vor kurzem Hamburger servierten, sind aufgewacht und haben Verträge mit Lieferanten von Fast Food gekündigt. Vielleicht, so kann man hoffen, steht die wirkliche Wende ja doch noch bevor.
 
Sozial Schwache besonders betroffen
Für die Wirtschaft der Vereinigten Staaten und speziell ihr Gesundheitssystem ist die Fettleibigkeit ein gigantisches Problem. Ökonomen gehen davon aus, dass dem Gesundheitssystem Kosten in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar pro Jahr entstehen. Neben physischen Belastungen wie Diabetes, hohem Blutdruck und anderen chronischen Leiden hebt Gallup auch die sozialen Folgen für Betroffene hervor. Zudem sei Fettleibigkeit zunehmend ein schichtspezifisches Problem und besonders häufig mit niedrigerer Bildung, geringem Einkommen und dauerhafter Arbeitslosigkeit verbunden.

Dr. Friedhelm Mühleib

Zwiebelsuppe mit Bergkäse

Zutaten für 4 Personen:
500 g Zwiebeln
50 g Butter
1/2 Glas trockener Weißwein
1 Knoblauchzehe
1 Liter Fleischbrühe
100 g Bergkäse
weißer Pfeffer, Salz, Muskat
150 g Schmand oder Saure Sahne
2 Scheiben Toastbrot
Schnittlauchröllchen
 
Zubereitung:
1 Die Zwiebeln abziehen und in feine Ringe schneiden.
2 Die Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin 10 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Dabei gelegentlich durchrühren. Dann mit Wein ablöschen, die Knoblauchzehe hineindrücken und mit der Brühe auffüllen.
3 Die Suppe zum Kochen bringen, dann Hitze reduzieren, den Käse raspeln, hinzugeben und unter Rühren schmelzen lassen. Suppe mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken und einige Minuten ziehen lassen.
4 Den Schmand cremig rühren und unterziehen. Toastbrot rösten, würfeln und bei Tisch auf die Suppe geben. Die Zwiebelsuppe mit Schnittlauchröllchen bestreut servieren.
 
Bildquelle: Wirths PR
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Zwiebeln – Rettungsringe in der Erkältungswelle

Von dieser Wunderknolle sollten wir uns öfter mal eine Scheibe abschneiden: Gemüsezwiebeln helfen gegen Entzündungen, blockieren freie Radikale und töten Bakterien. Nicht umsonst ist das altbewährte Hausmittel zur Heilpflanze des Jahres 2015 gewählt worden. Was die Zwiebel als Bakterienkiller so drauf hat, erfahren Sie in unserer Übersicht.
Egal, ob es nur ein leichtes Kratzen im Hals ist oder die schmerzhafte Mittelohrentzündung – die Zwiebel hilft. Doch was unsere Großmütter noch wussten, haben die meisten von uns vergessen: Die Zwiebel ist ein wahrer Alleskönner, wenn es um die Bekämpfung einer Erkältung geht. Das liegt vor allem an den antibiotischen Eigenschaften der Knolle.
 
Die Zwiebel hilft und heilt…
bei Erkältung im Allgemeinen: Der altbekannte Zwiebelsirup – das Mittel der Wahl. Dafür eine mittelgroße Zwiebel fein würfeln, gut mit Zucker bestreut und zugedeckt stehen lassen. Den Saft, der sich nach einer Stunde gebildet hat, teelöffelweise einnehmen. Vitamin C, das reichlich in der Zwiebel vorhanden ist, stärkt das Immunsystem. Gegen die Bakterien hilft übrigens auch Zwiebeltee – der ist weniger süß als der Sirup. Denn er besteht einfach nur aus in Wasser gekochten Gemüsezwiebeln. Die wirksamen Stoffe werden nach dem Verzehr teilweise über den Atem wieder ausgeschieden und kommen so mit den bei der Erkältung betroffenen Regionen im Körper in Kontakt. Aber Achtung: Nebenwirkung Mundgeruch!
bei Mittelohrentzündung: Hacken Sie eine Zwiebel klein und erwärmen Sie die Würfelchen kurz, z.B. in der Mikrowelle. Geben Sie die warmen Stückchen auf ein Stück sauberen Stoff, z.B. ein Stofftaschentuch, und drehen das Tuch zu einem Zwiebelsäckchen. Die Wärme und der Zwiebelsaft helfen und sollten etwa für zwei Stunden ans Ohr gehalten werden. Sie können das Zwiebelsäckchen mit einem Stirnband befestigen, aber: Das nimmt den Zwiebelgeruch auf!
bei Halsschmerzen: Auch hier helfen Zwiebelsäckchen, die Sie mit einem Schal am Hals anbringen können. Alternativ kann auch ein kühlender Zwiebelwickel helfen. Dafür eine Zwiebel in dünne Scheiben schneiden und eingeschlagen in einem Baumwolltuch um den Hals wickeln.
bei Husten:..kann Zwiebelsaft Wunder wirken, denn die antimikrobiellen Wirkstoffe erreichen so auch die kratzigsten Stellen im Hals. Auch Honig wirkt entzündungshemmend, deshalb einfach den Zwiebelsaft mit Honig mischen und in kleinen Schlucken trinken.
 
docFood meint:
Bevor Sie bei einer mittelprächtigen Erkältung zum Antibiotikum greifen (was leider viel zu viele tun), versuchen Sie’s doch mal mit der natürlichen Zwiebel-Variante. Einziger Nachteil: Die Zwiebeln riechen bei äußerlicher Anwendung nicht gerade fein und sind bei innerlicher meist mit Mundgeruch verbunden. Für den strengen Geruch sind die schwefelhaltigen Verbindungen in der Zwiebel verantwortlich. Doch genau die sind auch die wirksamen Bakterienkiller. Wer den zusätzlichen Rat befolgt, die Erkältung zu Hause zu kurieren statt sich an den Arbeitsplatz zu quälen, stört niemanden und gewöhnt sich schnell daran.

Julia Hintzen

Termin: Symposium der Lipid-Liga

„Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Ernährung und intestinal wirksame Medikamente“ – so lautet der Titel des Symposiums, das von der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechsel-störungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V., der Deutschen Gesellschaft für Arterioskleroseforschung e. V. (DGAF) und dem Arbeitskreis Omega-3 e. V. am 20. Februar 2015 in Frankfurt veranstaltet wird. Eingeladen sind Ärzte, Ernährungswissenschaftler und Diätassistenten.
Zentrale Themen sind die Rolle des Intestinums für den Fettstoffwechsel, die Bedeutung verschiedener Fettsäuretypen sowie der Einfluss der Postprandialphase auf das atherosklerotische Geschehen. Dabei knüpft die Veranstaltung mit aktuellstem Wissen an die Anfänge der Therapie, z. B. zur Senkung erhöhter Cholesterinspiegel an. Das Symposium konzentriert sich auf das Intestinum – und zwar darauf, die Aufnahme von Cholesterin zu reduzieren.
 
Natürliche Wirkstoffe vs. Statine
So gibt es einige funktionelle Nähr- und Wirkstoffe sowie intestinal wirksame Medikamente, die überzeugenden Nutzen bei wenigen Nebenwirkungen bringen. Da sie bei dem heutzutage häufigen Einsatz von lipidsenkenden Medikamenten drohen, in Vergessenheit zu geraten, widmet die Veranstaltung ihnen besondere Aufmerksamkeit. Bekannte Referenten wie Prof. U. Wahrburg (Münster), Prof. E. Windler (Hamburg) oder Prof. C. von Schacky (München) sprechen daher über die Rolle des Intestinums beim Fettstoffwechsel, über gesättigte Fettsäuren, über Nähr- und Wirkstoffe und über intestinal wirksame Medikamente. Ferner geht es etwa um Wirkungen und Wirksamkeit verschiedener Stoffe wie Pflanzensterole und -stanole, Ballaststoffe, Q10/Ubiquinol und Omega-3-Fettsäuren. Es werden die Ergebnisse aktueller Forschung vorgestellt, die für Ärzte, Ernährungswissenschaftler und Diätassistenten gleichermaßen interessant sind.
Die Veranstaltung wird von der Landesärztekammer Hessen mit 9 CME Fortbildungspunkten, Kategorie A, anerkannt. Die Veranstaltung wird für die kontinuierliche Fortbildung von Zertifikatsinhabern der DGE, des VDD und des VDOE e. V. mit 6 Punkten berücksichtigt. Teilnahmebescheinigungen werden ausgestellt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Hier finden Sie Anmeldung und Programm.

Redaktion docFood

Schneller Apfel-Ingwer-Dip

Zutaten für 6 Portionen:
1 mittelgroßer Apfel
200 g Crème fraîche
200 g Joghurt, 3,5 % Fett
1 Beutel Salatkrönung Frühlingskräuter
1 TL frisch geriebener Ingwer
1 TL Curry
1 Prise Kreuzkümmel
1 Prise Zucker
Salz und Pfeffer
 
Zubereitung:
1 Apfel waschen, entkernen und fein würfeln.
2 Crème fraîche, Joghurt und Salatkrönung cremig verrühren. Ingwer und Apfelstücke dazugeben und alles vermischen.
3 Apfel-Ingwer-Dip mit Curry, Kreuzkümmel, Zucker, Salz und Pfeffer würzen und für 30 Minuten kalt stellen.
 
Bildquelle: Rama Cremefine
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Ingwer – wärmend im Winter

Sternekoch Alfons Schubeck redet sich regelmäßig in Rage, wenn er über Ingwer und seine geschmacklichen und gesundheitlichen Vorteile spricht. Das müsste jeden skeptisch machen, der weiß, dass der alte Kumpel von Uli Hoeneß auch für McDonalds wirbt. Muss es aber beim Ingwer ausnahmsweise nicht. Gerade jetzt im Winter gilt für den Ingwer: wärmt, heilt, schützt und schmeckt.
Gerade jetzt ist Ingwer wieder besonders interessant. Beim momentanen Schmuddelwetter ist seine Wirkung gegen Erkältung gefragt. In der Erfahrungsheilkunde gilt Ingwer seit jeher als bewährtes Mittel gegen Schnupfen, Heiserkeit und Husten.
 
Gegen Erkältung: Ingwer als Tee oder darin baden
Mit seinem hohen Gehalt an ätherischen Ölen, die antibakteriell und antioxidativ wirken, beugt er Infekten vor. Gingerol, einer der Hauptwirkstoffe in den Aromaölen der Wurzel, ist ein besonders wirksames Antioxidans und schützt dadurch unsere Zellen. Ist die Erkältung da, wirkt er keimhemmend, schweißtreibend, fiebersenkend, stimuliert die Immunabwehr, fördert so den Heilungsprozess und bringt dem Körper wohlige Wärme. Dieser Effekt ist seiner durchblutungsfördernden Wirkung zuzuschreiben – das wärmt kalte Füße und Hände.
Verabreicht wird der Ingwer zum Schutz vor Erkältung nicht als Gewürz, sondern bestenfalls als Tee. Zusätzlich kann – man höre und staune – ein Ingwerbad wunderbare Wirkung zeigen. Einen Ingwertee zu bereiten, ist völlig einfach: Man gebe einen Teelöffel frisch zerkleinerter Ingwerwurzel (in Form dünner scheiben oder als Würfelchen – wie beim Zwiebelschneiden) in eine Tasse und fülle sie mit heißem Wasser. Tellerchen drauf und bedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Wer möchte, kann den Tee vor dem Trinken abgießen – wer scharfes mag, kann die Würfelchen oder Scheibchen allerdings auch genussvoll kauen. Etwas Zitronensaft dazu und ggf. mit Honig süßen. 1-4 Tassen täglich davon sollten es sein. Und abends geht’s dann noch ins Ingwerbad: 5 EL frisch geriebenen Ingwer mit 2L heißem Wasser übergießen. Nach 15 Minuten abfiltern und den Sud dem eingelaufenen Badewasser zugeben – wirkt wärmend, lösend und schmerzlindernd bei Gliederschmerzen.
 
Tipp von docFood:
Im Grunde muss man Herrn Schuhbeck danken, dass er den Ingwer populär gemacht hat, auch wenn das nicht uneigennützig war. Dass er den Ingwer anpreist wie bayerisches Sauerbier, ist kein Wunder: In seinem Online-Shop ergibt die Suche nach Produkten mit Ingwer stolze 74 Treffer. Das will verkauft werden – zu stolzen Preisen, mit dem Namen des Meisters. Tipp: Ingwer ist anderswo auch preiswerter zu kriegen – zum Beispiel in der Frischetheke vom Supermarkt.

Friedhelm Mühleib