Lauch-Pilz-Pfanne mit Rosmarin

Zutaten für 4 Personen:
1 altbackenes Baguette oder Ciabatta (ca. 300 g), 6 Zweige Rosmarin, 1 Stange Lauch, 300 g Shiitake-Pilze, 300 g Egerlinge, 1-2 Knoblauchzehen, 6 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 6 EL weißer Balsamico, 1-2 EL Zitronensaft, 1 Prise Zucker
 
 
Zubereitung:
1 Das Baguette in Scheiben schneiden und in eine große Schüssel legen. Den Rosmarin abbrausen, trocken schütteln, von zwei Zweigen die Nadeln abstreifen und fein hacken. Den Lauch längs halbieren, waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Shiitake-Pilze und Egerlinge putzen und in Scheiben schneiden. Den Knoblauch abziehen
und fein hacken.
2 1-2 EL Öl in eine heiße Pfanne geben und die Pilze darin scharf anbraten. Den Knoblauch und Lauch untermischen und mitbraten. Unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze 5-7 Minuten braten. Mit Salz, Pfeffer und Rosmarin würzen, vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
3 Übriges Öl mit Essig, Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer verquirlen. Das Gemüse und das Dressing zum Brot geben, locker durchmengen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend abschmecken und mit Rosmarin garniert servieren.
Tipp: Wer das Brot lieber etwas kross mag, kann die Scheiben auch im Backofen unter dem Grill 2-3 Minuten rösten.
 
Bildquelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse
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Werkzeugkoffer Ernährungsberatung (II): Rogers & Co.

Wer Ernährungsberatung betreibt, sollte Klarheit über die Methoden haben, auf deren Basis er berät. Ein sehr verbreiteter Ansatz ist der humanistische, zu dessen prominentesten Vertreter der amerikanische Psychologe Carl Rogers mit seiner Methode der nondirektiven Gesprächsführung gehört. Konzipiert für die Therapie psychischer Störungen, hat der Nicht-direktive Ansatz auch verstärkt Ansatz in die Ernährungsberatung gefunden.Dabei wird nicht das Essverhalten fokussieren – stattdessen geht es dem Therapeut zunächst darum, herauszufinden, wie die allgemeine Gefühlslage des Klienten ist, wie sein subjektiver Horizont aussieht, wie er seine Lebenssituation einschätzt.
 
Der Psychologe Prof. Christoph Klotter, Inhaber der Professur für Ernährungspsychologie an der Hochschule Fulda, erklärt: Ein Therapeut, der mit dieser Methode arbeitet „würde nicht mit gezielten Fragen das Gespräch strukturieren, sondern den Klienten kommen lassen. Der Mensch soll im Mittelpunkt stehen, er soll das vorbringen, was ihm auf der Seele liegt, er lenkt das Gespräch, er soll für sich gute Lösungen entwickeln. Der Gesprächspsychotherapeut sieht sich als Begleiter, nicht als Problemlöser.“

Praxistipps für die Beratung

In der Fachzeitschrift „Ernährung im Fokus“, herausgegeben vom aid (Ausg. 11-12 / 2014), gibt Klotter einen den humanistischen Ansatz Ernährungsberatung, verbunden mit einer Reihe von Praxistipps, von denen docFood bereits einige vorgestellt hat – siehe hier. Hier der zweite Teil von Klotter Empfehlungen für die Praxis:
Praxistipp 4: Wahre Motivation ergründen
Die Ernährungsberaterin muss herausfinden, ob der Wunsch nach Gewichtsabnahme nur daher rührt, dass der Klient den Erwartungen der Gesellschaft oder denen seiner Frau gerecht werden will, oder ob er es wirklich für sich will. Als Faustregel gilt: Wenn ich nur die Erwartung anderer erfüllen will, ist die Prognose für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme nicht besonders gut. Letztlich sehe ich gar nicht richtig ein, warum ich das tun soll.
Praxistipp 5: Den Lebens¬hintergrund verstehen
Essverhalten ist nicht zu isolieren von dem, wie ich lebe, von meiner Arbeit, von meiner Familie, von meinen sozialen Kontakten, von meiner Freizeit, von meiner Work-Life-Balance, von meiner Einstellung zum Leben. Wenn ich Hartz-IV-Bezieher bin, dann ist meine Motivation zur Gewichtsabnahme möglicherweise gering, weil Essen und Trinken einer der wenigen Freuden sind, die mir das Leben bietet. Nur wenn der Klient mitbekommt, dass die Ernährungsberaterin versucht, seine gesamte Lebenssituation und seinen subjektiven Sinnhorizont zu verstehen, wird er sich richtig angenommen fühlen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass seine Lebenssituation explizit thematisiert wird, es bedeutet eher, dass sich die Ernährungsberaterin in sein Leben hinein denkt und hinein fühlt.
Praxistipp 6: Den Klienten „wachsen“ lassen
Die Ernährungsberaterin muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Klient wachsen und sich selbst verwirklichen kann. Das eige-ne Essen lässt sich als Selbstverwirklichung begreifen: die eigenen Vorlieben erkunden, den eigenen Geschmackshorizont erweitern, neue Gerichte ausprobieren, für Freunde kochen, einmal auf den Bauernhof fahren, einen kleinen Garten für Ge¬müse anlegen.
Die humanistischen Psychologen argumentierten nicht nur gegen die Verhaltenstherapie. Freud warfen sie vor, ein zu negatives Menschenbild zu haben – etwa mit seiner Theorie vom Todestrieb. Davon wollten die humanistischen Psychologen nichts wissen. Für sie war der Mensch von Natur aus gut. So formuliert Rogers: „Einer der revolutionärsten Einsichten, die sich aus der klinischen Erfahrung entwickelt haben, ist die wachsende Erkenntnis: Der innerste Kern der menschlichen Natur, die am tiefsten liegenden Schichten seiner Persönlichkeit, die Grundlage seiner tierischen Natur ist von Natur aus positiv — von Grund auf sozial, vorwärtsgerichtet, rational und realistisch.“

Tipp von docFood

Wie und wann setze ich die Methode von Rogers ein und welche Alternativen stehen mir zur Verfügung. Diese und andere Fragen, die sich Beratungskräfte in der Praxis stellen, beantwortet Prof. Klotter regelmäßig in seinen Seminaren und übt mit den Teilnehmern die verschiedenen Methoden ein. Unter dem Titel „Werkzeugkoffer Ernährungsberatung“ findet das nächste am 08./09. Mai im freiraum in der Reihe Fachseminare für Ernährungsprofis statt. Der Besuch beim docFood-Partner freiraum Seminare lohnt.

Friedhelm Mühleib

Schrothkur: Wieviel Gesundheit liegt im Wein?

 Schrothkur (II): Zum kritischen Punkt der Schrothkur werden dagegen die Trinkregeln. „Das wesentliche Kurgetränk ist Alkohol, in Form leichter Weine, die schluckweise getrunken werden müssen.“ schreibt Dr. Rainer Schroth. Ob die hervorgehobenen positiven Wirkungen unbedingt durch den Alkohol erzielt werden müssen, bleibt dahingestellt. Derselbe Effekt ließe sich sicherlich durch Tees und Pflanzenwirkstoffe erzielen und auch der gerühmte Mineralstoff- und Vitamingehalt des Weines muss kritisch betrachtet werden.
 
Die Nährstoffe sind im Wein zwar vorhanden, doch in so geringen Mengen, daß sie zur Bedarfsdeckung kaum beitragen.Der gesundheitsfördernde Effekt des moderaten Weinkonsums:
● Stoffwechselsteigernd ● Durchblutungsfördernd ● Hemmend auf das Bakterienwachstum im Darm ● Reich an Mineralstoffen ● Psychisch aufhellend ● Steigernd auf das HDL-Cholesterin (das gute Cholesterin) ● Reich an Antioxidantien und damit vorbeugend gegen Herzinfarkt ● Besserung der Fließeigenschaften des Blutes
Wer Wein während der Schrothkur trinkt, wird wird dadurch sicher nicht zum Alkoholiker erzogen, und manch einer bevorzugt die ansonsten recht aske¬tische Kur gerade wegen des Gläschens in Ehren — und das wohl eher wegen des Genusses als aus dem Glauben an die gesundheitliche Wirkung des Weines.
 

Problematisch: Wechsel von Trink- und Trockentagen

Fast problematischer als der Weinkonsum erscheint der Wechsel von Trink- und Trockentagen im Rahmen der Schroth’schen Trinkverordnung. Dieser rhythmische Wechsel, bei dem die individuelle Flüssigkeitsmenge kurärztlich verordnet wird, soll dem Körper und dem Selbstheilungs-Prozess Impulse geben und somit die Gewebsdrainage im Organismus unterstützen. „Während der Trockentage entsteht ein Sog aus dem Zwischengewebe in das leicht dickflüssigere Blut. Am Trinktag werden dann die herausgelösten Substanzen ausgeschieden.“ So erklärt es der Schrothverband. Rainer Schrot begründet: „Der Körper gleicht dabei einem schmutzigen Schwamm, der einmal durchgeschwemmt wird, dann ausgepreßt — und das so oft, bis er wieder vollkommen rein und sauber ist.”
 

docFood meint:

Im Fasten versorgt sich der Körper über den Abbau der Fettreserven. Dabei entste¬hen sogenannte Ketonkörper, die das Blut säuern und deren Ausscheidung die Niere belastet. Deswegen empfehlen fast alle Heilfastenkuren eine reichliche Flüssigkeitszufuhr zur guten „Durchspülung“ des Körpers. Bedenkt man dies, müssen die drei Trockentage und zwei „kleinen Trink¬tage“ mit ca. 3/4 Liter Flüssigkeit während der mindestens dreiwöchigen Schrothkur sehr kritisch betrachtet werden — zumal ein bis zwei Liter Flüssigkeit während der „großen Trinktage“ das Defizit kaum auszugleichen vermögen und den „Schwamm“ nur unzureichend auffüllen dürften.

Friedhelm Mühleib

Kaugummikauen: Wer kaut, verdaut

Wer kaut, verdaut – und Kaugummi kann dabei helfen. Auf diese simple Erkenntnis lässt sich das Ergebnis einer aktuellen Studie aus Holland verdichten. Nach Darm-Operationen leiden Patienten oft unter Darmträgheit. Mit einem einfachen Trick, so die Ärztezeitung, lässt sich die Darmtätigkeit nach einer Op wieder in Schwung bringen: Kaugummikauen verschafft Patienten Linderung und beschleunigt den Genesungserfolg. Nach chirurgischen Eingriffen fällt der Darm häufig in eine Art Schockstarre und verweigert seinen Dienst. Dabei kann es Tage dauern, bis das Verdauungsorgan wieder in die Gänge kommt. Schlimmstenfalls kann es dabei zu einem postoperativen Darmverschluss kommen.
 
Das Team um Dr. Misha Luyer von der Catharina-Klinik in Eindhoven konnte in seiner Studie zeigen, dass sich Kaugummikauen nach einer Darmoperation tatsächlich positiv auf die Funktion des Organs auswirkt. Kauen, so die Hypothese aus der Untersuchung, stimuliert das autonome Nervensystem, unterstützt auf diese Weise die Darmmotilität und kann zur Verhinderung eines Darmverschlusses nach Operationen beitragen.
 

Fakten über Kaugummi

Auch für Gesunde kann Kaugummi-Kauen Vorteile bringen zugeschrieben wird:
● Kaugummi Kauen soll gut für die schlanke Linie sein. Demzufolge hilft Kaugummikauen einerseits, Heißhunger zu reduzieren, und führt dazu, dass zu den Hauptmahlzeiten weniger Kalorien aufgenommen werden. Damit kann Kaugummi zu einem wichtigen Verbündeten im Kampf gegen unerwünschte Pfunde werden.
● Zuckerfreie Kaugummis können die tägliche Zahnpflege ergänzen: Kaugummikauen erhöht den Speichelfluss deutlich, was die Neutralisierung von Plaque-Säuren unterstützt. Ein Risikofaktor für die Entstehung von Zahnkaries wird auf diese Weise reduziert. Gleichzeitig fördert das Kauen des Kaugummis die Remineralisierung des Zahnschmelzes.
● Kaugummi Kauen sorgt für frischer Atem und wirkt gegen Mundtrockenheit, für die es viele mögliche Ursachen gibt. So können Medikamente der Grund sein, bei manchen Menschen wird aber auch mit zunehmendem Alter weniger Speichel produziert, der dort wichtige Aufgaben hätte. Kauen von Kaugummi erhöht die Speichelmenge im Mund deutlich.
● Bei Sodbrennen kann Kaugummi Kauen ebenfalls hilfreich sein. Durch den vermehrten Speichelfluß wird die aufsteigende Magensäure besser neutralisiert.
● Kaugummi Kauen hilft beim Fliegen gegen den unangenehmen Druck im Ohr, der bei Start oder Landung häufig auftritt. Funktioniert der Druckausgleich im Mittelohr nicht optimal, wird das Trommelfell eingedrückt. Durch das Kauen wird der Speichelfluss und damit auch das Schlucken angeregt. Kauen, Gähnen und Schlucken unterstützt den Druckausgleich ebenfalls aktiv.
 

Tipp von docFood

Gegen zuckerfreien Kaugummi ist wenig einzuwenden. Trotzdem gilt auch hier: Nicht übertreiben. So kann übermässiges Kaugummikauen die Kiefermuskulatur überanstrengen. Das führt zu klickenden oder knallenden Geräusche im Kiefer. Schlimmstenfalls kann daraus ein schmerzhaftes Kiefergelenk-Syndrom entstehen. Zuckerfreie Kaugummis enthalten oft Sorbit als Zuckerersatz. Sorbit gilt als Zusatzstoff und findet sich auf der Zutatenliste unter der Bezeichnung E 420. Nicht jeder verträgt das künstlich hergestellte Süßungsmittel. Schon drei Kaugummis pro Tag mit dem Zuckeraustauschstoff können zu Bauchschmerzen führen.
Redaktion docFood

Spaghetti-Gemüse-Päckchen aus dem Ofen

Zutaten für 4 Personen:
400 g Dinkel-Vollkorn-Spaghetti, 150 g Karotten, 150 g Sellerie, 1 Knolle Fenchel, 2 Frühlingszwiebeln, 1 rote Chili, 2 Knoblauchzehen, 8 EL Olivenöl nativ extra, Salz, Pfeffer, 12 Kirschtomaten, 12 schwarze Kalamata-Oliven in Lake (mit Stein), frischer Thymian und Basilikum, Hefe-Würzflocken
 
 
Zubereitung:
1 Spaghetti in Salzwasser al dente kochen.
2 Karotten und Sellerie schälen und in dünne Streifen schneiden. Den Fenchel in dünne Scheiben schneiden und die Frühlingszwiebeln der Länge nach vierteln. Die Chilischote und den Knoblauch hacken, in 4 EL Olivenöl mit dem vorbereitetem Gemüse zusammen kurz anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Kirschtomaten waschen und halbieren.
3 4 Bögen Backpapier ausbreiten und die Spaghetti darauf verteilen. Darauf das angeschwitzte Gemüse verteilen und zuletzt die Kirschtomaten und die Oliven darauf geben. Mit den frischen Kräutern bestreuen, mit Hefe-Würzflocken, Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Olivenöl beträufeln.
4 Die Päckchen wie Bonbons an den Enden mit einem Bindfaden zusammenbinden, auf ein Backblech setzen und im Ofen bei 180 °C 15 bis 20 Minuten garen.
 
Bildquelle: Naturata
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