Rosenkohl-Gemüse-Eintopf

Zutaten für 4 Personen:
1 Zwiebel, 2 Pastinaken
2 Karotten, 2 Petersilienwurzeln
1 Kartoffel, 200 g Rosenkohl
1 Apfel, 1/4 Weißkohl
200 ml Weißwein, Meersalz
ca. 1 l Gemüsefond, 4 EL Olivenöl
4 El gehackte Petersilie, ca. 3 g frischer Meerrettich
Zubereitung:
1 Zwiebel, Karotten, Petersilienwurzel, Pastinaken, Kartoffel und Apfel schälen. Den
Rosenkohl vom Strunk befreien und die einzelnen Blätter abzupfen. Das Weißkraut vom
Strunk befreien und in Rauten schneiden.
2 Die Zwiebel, den Apfel und die Kartoffel in Würfel, das restliche Gemüse in Scheiben
schneiden. Die Zwiebel in Olivenöl andünsten. Dann Petersilienwurzel, Weißkohl und Karotte
zugeben und zwei Minuten mit andünsten. Anschließend die Pastinake und die Kartoffel
dazugeben. Mit Weißwein ablöschen und einmal aufkochen.
3 Die Rosenkohlblätter und die Gemüsebrühe zugeben, salzen und aufkochen. Ca. 3 bis 10
Minuten leicht köcheln lassen, je nach gewünschter Bissfestigkeit. Danach abschmecken.
4 Portionen in tiefe Teller füllen, mit frischer Petersilie bestreuen und zuletzt den frischen
Meerrettich auf den Eintopf reiben.
 
Quelle: Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse

Olivenöl – Test: Viele mit geschmacklichen Mängeln

Wieder einmal hat die Stiftung Warentest Olivenöl der Qualitätsstufe „nativ extra / extra vergine“ getestet. Und leider wieder mit enttäuschendem Ergebnis. In der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test kommen die Warentester zu dem Ergebnis: „Von 24 Olivenölen zu Preisen zwischen 5 und knapp 15 Euro pro Liter schneidet keins gut ab, 10 Produkte sind mangelhaft. Sie täuschen eine Güteklasse vor, der sie nicht entsprechen. Viele Öle sind mit Schadstoffen belastet.“ Die gute Nachricht: Unter all den getesteten mäßig guten Ölen sind die preiswerten Produkte der Discounter noch die besten.
 
Am besten schneiden vier Discounter-Produkte ab: „Gut Bio“ von Aldi (Nord), „Primadonna“ von Lidl und „Vegola“ von Netto Marken-Discount, gefolgt von „Cantinelle“ von Aldi Süd. Mit dem Testurteil „befriedigend“ schmecken sie insgesamt ausgewogen und kosten gerade einmal fünf bis sechs Euro pro Liter. 10 der 24 Öle im Test schmecken ranzig, stichig oder alt, darunter die beiden teuersten – beide von Carapelli, einem italienischen Unternehmen, das mit „120 Jahren Erfahrung in der Kunst der Olivenölproduktion“ wirbt. Die Kritik der Tester konzentriert sich im Wesentlichen auf zwei Aspekte: Geschmackliche Mängel und den Schadstoffgehalt
 
Geschmack: keine kulinarische Offenbarung – viele Mängel
Getestet wurden ausschließlich Öle der höchsten Güteklasse. Damit die als ‚gut‘ oder ‚sehr gut‘ bewertet werden können, müssen sie geschmacklich und geruchlich mindestens fehlerfrei sein. Für beste Bewertung müssen sich solche Öle durch besondere Fruchtigkeit, Harmonie und klare Aromen profilieren. Ausdrucksstarke Olivenöle riechen und schmecken intensiv fruchtig, deutlich bitter und scharf. Sie sind besonders ausgewogen – also ein Geschmackserlebnis.Die aktuell geprüften Öle, so die Tester, sind demgegenüber „keine kulinarische Offenbarung: Sie sind mittelfruchtig, nur leicht scharf, wenig bitter. Individuelle Noten sind kaum ausgeprägt.“ Zehn Öle im Test schmecken sogar ranzig, stichig oder alt. Das Urteil lautet daher mangelhaft. Sie dürften nicht als „nativ extra“ verkauft werden – neun allenfalls eine Güteklasse tiefer – als „nativ“. Ein Öl im Test ist nicht nur sensorisch fehlerhaft, sondern zudem verfälscht, weil es raffiniertes Olivenöl enthält.
 
Schadstoffe: zu viele Rückstände von Mineralölen
Was den Schadstoffgehalt betrifft, beanstanden die Warentester vor allem die verbreitete Kontamination der Olivenöle mit Mineralölbestandteilen. Die können über unterschiedliche Pfade in Speiseöle gelangen, so etwa über technische (Schmier-)öle oder Abgase von Erntemaschinen. Im aktuellen Olivenöl-Test fiel ausgerechnet ein Bio-Öl von Carapelli besonders auf. Es war deutlich mit gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (den so genannten Mosh) und als einziges hoch mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (den so genannten Moah) belastet. Ein Teil der Moah steht unter dem Verdacht, eine krebserzeugende Wirkung zu haben. Zehn weitere Öle enthielten deutliche Gehalte an Mosh, die mit Ausreichend bewertet wurden. Darüber hinaus enthielten immer noch viele der Öle Weichmacher (Phtalate), obwohll deren Einsatz in Materialien, die während der Herstellung mit dem Öl in Berührung kommen können (Kunststoffmaterialien in Schläuchen, Behältern, Fließbändern etc.), seit 2007 verboten ist.
 
Alles kein Grund für einen Verzicht auf Olivenöl
 Trotzdem, so die Experten, sind die aktuellen Testergebnisse kein Grund, auf Olivenöl zu verzichten: „Viele der Öle, die wir in der sensorischen Qualität mit ‚befriedigend‘ bewertet haben, dürften den Erwartungen vieler Verbraucher durchaus entsprechen. Sie schmecken ausgewogen, mittelfruchtig und nur leicht bitter und scharf. Das ist keine Gourmetqualität, bei der die Ausprägungen fruchtig, bitter und scharf deutlicher hervortreten, aber für den täglichen Gebrauch allemal geeignet.“ Was empfehlen die Experten nun den Verbrauchern auf der Grundlage der Testergebnisse? „Zunächst einmal ist Olivenöl – nach Rapsöl – das Speiseöl mit den ernährungsphysiologisch besten Eigenschaften. Es enthält einen hohen Anteil an der einfach ungesättigten Fettsäure Ölsäure. Allerdings kann man nicht erwarten, im Preissegment von vielleicht 5 bis 10 Euro je Liter besondere Qualitäten zu erhalten.“ Für den Alltag sind demnach die vier eingangs genannten Discounter-Öle für rund 5 bis 6 Euro pro Liter jedoch allemal ausreichend.
 
Ohrfeige für die Hersteller
Leider kann sich der Verbraucher beim Olivenölkauf nur bedingt auf die Aussagen der Anbieter verlassen, meint die Stiftung und übt harsche Kritik an den Herstellern und Händlern: „Die Geschichte unserer Olivenöl-Tests ist immer auch eine Geschichte des Etikettenschwindels gewesen. Die Anbieter sind gefordert, insbesondere auch die sensorische Qualität ihrer Produkte regelmäßig zu kontrollieren. Es ist nicht akzeptabel, dass fortwährend Olivenöl unter der höchsten Güteklasse vermarktet wird, das geschmacklich diesen Anforderungen aber nicht entspricht. Und auch die weit verbreitete Belastung der Öle mit Mineralölbestandteilen ist kein vertretbarer Zustand. Die Hersteller sind genauso wie die Marktüberwachungsbehörden gefordert, das Qualitätsniveau zu verbessern.“
 
docFood meint:
Im akutellen Test hat die Stiftung ausschließlich preiswerte Öle unter die Lupe genommen, die größtenteils auch in den Supermärkten zu kaufen sind. Spitzenöle der Qualitätsstufe nativ extra / extra vergine sind in dieser Preisklasse extrem selten. Ein Olivenöl „nativ extra“ für fünf Euro pro Liter ist mit dem Testurteil ‚befriedigend‘ trotzdem ein Schnäppchen – und Grund genug, ein solches Öl zu verwenden, schon aus gesundheitlichen Gründen. Den abschließenden Rat der Experten können Sie getrost befolgen: „Bei Olivenöl hält man es am besten wie die Profis. Die haben mindestens zwei in der Küche: Ein einfaches zum Braten und Kochen plus ein hochwertiges mit ausdrucksstarkem Aroma, das sie erst kurz vor dem Servieren zum Essen geben.“

Friedhelm Mühleib

Rotkohlsuppe mit Birnen-Apfel-Kompott

Zutaten für 4 Personen:
1 kg Rotkohl, 100 g Schalotten
250 ml Weißwein, 100 ml Gemüsefond
100 g Preiselbeeren, 2 Äpfel, 1 Birne
5 Wacholderbeeren
120 ml Apfelsaft, 100 ml Sahne
40 g Butter, 30 g Zucker, 2 g Maisstärke
1 Kardamom (ganz, angestoßen)
1 Zimtstange, 1 Lorbeerblatt, 2 ganze Nelken
Balsamico
Zubereitung:
1 Für die Suppe den Rotkohl vom Strunk befreien und möglichst fein hobeln. Einen Apfel
schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Schalotten schälen und in feine Streifen
schneiden. Die Butter in einem Topf erhitzen und die Apfelwürfel zusammen mit den
Schalotten darin glasig dünsten. Das Rotkraut zu den Apfelwürfeln und den Schalotten geben
und mit andünsten. Die Zimtstange, das Lorbeerblatt, die Nelken und die Wacholderbeeren in
einem Gewürzsäckchen dazugeben und mit dem Weißwein ablöschen.
2 Nach und nach den Gemüsefond zugeben und rühren, bis das Rotkraut gar ist. Die
Preiselbeeren zugeben, mit Salz und nach Belieben mit Zucker würzen. Das Gewürzsäckchen
entnehmen, die Sahne zugeben und abschmecken. Pürieren und durch ein feines Sieb
passieren.
3 Einen Apfel und die Birne schälen und in etwa 3 cm große Würfel schneiden. Den Zucker
mit 1 EL Wasser im Topf bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen und mit 100 ml Apfelsaft
ablöschen. Den Kardamom zugeben, den Saft einkochen und um die Hälfte reduzieren. Die
restlichen 20 ml kalten Apfelsaft mit der Stärke vermengen und in den köchelnden Apfelsaft
geben. 5 Minuten bei geringer Hitze weiter köcheln lassen, dann die Apfel- und Birnenwürfel
zugeben, einmal kurz aufkochen lassen und kalt stellen.
4 Die Suppe in vier tiefen Tellern mit etwas Balsamico oder Sahne beträufelt servieren und
das Birnen-Apfelkompott jeweils in einer kleinen Schüssel daneben anrichten.
 
Quelle: Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse

Cookie Dough: Kann roher Keksteig trendy sein?

New York ist trendy. Das wissen wir. In Big Apple werden ständig auch Food-Trends kreiert – denen alle hinterherrennen. Das liegt an der verbreiteten Meinung, dass neue Food-Trends immer gut, interessant und vor allem lecker sind- was natürlich völliger Blödsinn ist. Zur Kategorie völliger Blödsinn gehört denn auch der neueste Food Trend. Nach Frozen Yogurt, Cro-Nuts und Co. kommt nun der nächste Food-Hype aus New York. Die Teigschlecker sind unterwegs: Die Leute stehen auf rohen Keksteig.
 
Auf English hört sich der neue Food-Hype viel eleganter an: Cookie Dough. Ob mit Eiscreme, halb gebacken oder mit bunten Streuseln – Cookie Dough wird individuell garniert aus dem Becher gelöffelt! Die New Yorkerin Kristen Tomlan ist Gründerin und CEO des Unternehmens „Cookie Dough Confections“. Sie gilt als die Erfinderin des neuen Trends. Nachdem sie die klebrigen Köstlichkeiten zunächst nur online vertrieb, eröffnet e sie jüngst im New Yorker Greenwich Village ihren ersten stationären Shop. Die VOGUE schreibt dazu: „Ob klassisch mit Chocolate Chips, knusprig mit Haferflocken und M&M’s oder üppig mit Marshmallows, Erdnussbutter und salzigem Karamell – die Dough-Bäckerei bietet 16 verschiedene, personalisierbare Keksteigsorten an, die wie Eiscreme in Kugeln im Becher serviert werden.“ Wohl bekomms.
 

docFood meint:

Bei manchen Trends wünscht man sich, dass sie schnell wieder verschwinden: Roher Keksteig – klingt nicht gerade besonders verführerisch. Es klingt eher nach einer süßen Pampe aus Mehl-Zucker-Butter und Ei. Schwer verdauliche Kalorienbomben, die wie Steine im Bauch liegen. Muss man das wirklich haben? Was bitte soll an diesem Trend lecker sein? Und wenn es um die schöne Erinnerung an das Teigschlecken der Kindheit geht: Die sollte man sich lieber als süßen Traum aus vergangenen Kindertagen bewahren.

Friedhelm Mühleib

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Schokolade und so…

26. Januar 2017: Heute endet – rein theoretisch – die Schokoladenzeit. Jeder Deutsche verzehrte 2016 im Durchschnitt 32,71 Kilo Süßwaren. Den größten Anteil hatten die Schokowaren mit knapp zehn Kilo, gefolgt von Zuckerwaren wie Fruchtgummi / Bonbons (5,78 kg) und Backwaren wie Keksen. Zehn Kilo Schokowaren – das entspricht gut 50.000 Kalorien. Menschen mit einem durchschnittlichen täglichen Kalorienbedarf von ca. 2000 Kalorien könnten sich also – rein theoretisch – mit dieser Menge 25 Tage lang ausschließlich von Schokowaren ernähren. Also vom ersten Januar bis heute. Ganz schön viel.
 
Zum Glück haben die wenigsten ihr Kontingent schon ausgeschöpft. Denn am Wochenende öffnet das Paradies für Schokofreaks seine Tore: Die Internationale Süßwarenmesse in Köln beginnt – mit dem wohl größten Schokoladenangebot der Welt. Zur ISM in Köln (Internationale Süßwarenmesse) werden vom 29. Januar bis 1. Februar 1650 Aussteller (plus 2,5 Prozent) aus 68 Nationen sowie 38 500 Besucher erwartet.
 

Deutschland – das Naschparadies

Gemeinsam mit den Schweizern sind die Deutschen die uneingeschränkten Weltmeister im Schokoladenverzehr. Sogar die Amerikaner kommen nur auf ca. sechs Kilogramm Schokolade pro Kopf und Jahr, während der Chinese im Durchschnitt gerade mal  lächerliche 200g Schokolade – ganze zwei Tafeln pro Jahr – knabbert. Insgesamt wurden im Jahr 2015 in Deutschland ca. 1,1 Mio. t Schokoladewaren im Wert von 5,4 Mrd. Euro produziert. Dabei ist Schokolade hierzulande unschlagbar billig: Nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Nielsen sind Schokolade und andere Süßwaren nirgends in Europa billiger als in Deutschland. Die Marktforscher haben einen Warenkorb mit 16 Markenprodukten zusammengestellt, darunter die Gummibären von Haribo, eine Ritter-Sport-Nuss-Schokolade, ein Glas Nutella, Oreo-Kekse, Tuc-Cracker, einen Mars-Schokoriegel und die Minzbonbons von Fisherman’s Friend. Dafür zahlen Deutsche Verbraucher im Durchschnitt gerade einmal läppische  20,87 Euro (Stand Oktober 2016). Im europäischen Durchschnitt berappen die Kunden für die identische Auswahl an Produkten stolze 28,30 Euro.
 
Wissenschaft: Freibrief für Schokolade
Der Deutsche futtert seine Schokolade inzwischen mit reinstem Gewissen. Das haben sie der Wissenschaft und der Presse, beide unterstützt von der Lobby der Süßwarenhersteller, zu verdanken. Galt Schokolade bis in die 90er Jahre als schwerste Ernährungssünde, ist sie inzwischen wissenschaftlich reingewaschen. Sozusagen fast über jeden Verdacht erhaben, eigentlich schon ein Muss für jeden, der sich gesund ernähren will. Dabei wird die Schokolade durch die jüngsten Trends geadelt: Schokolade aus fair gehandeltem Kakao, der natürlich aus BIO-Anbau stammt, in vegetarischen oder gar veganen Varianten. Das Ganze in der hypoallergenen, fett- und zuckerreduzierten Version. Unsere tägliche Schokolade gib uns heute. Das alles spricht dafür, dass Schokolade das kommende Grundnahrungsmittel Nummer eins sein wird.
 
So gesund soll Schokolade sein
Denn Schokolade ist ja soo gesund. Zumindest soll sie gesund sein – im Grunde ist Schokolade Super-Food im Quadrat. Spaß beiseite: Inzwischen gibt es weltweit Dutzende von Studien, die eine Vielfalt positiver gesundheitlicher Wirkungen der Schokolade zu belegen scheinen. Die Wichtigsten hier in Kürze:
●Schokolade kann durch ihren Gehalt an Flavonoiden (im Kakao) den Blutdruck senken. ●Schokolade mit hohem Kakaoanteil kann sich positiv auf weitereHerz- Kreislauf-Risikofaktoren wie Elastizität der Blutgefäße, Blutfettwerte und sogar auf die Insulinresistenz auswirken. ●Moderater Schokoladenkonsum wird mit einem verminderten Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfall in Verbindung gebracht. ● Häufiger Schokoladenkonsum war in verschiedenen Studien mit einem niedrigeren Body Mass Index korreliert, vor allem auch bei Jugendlichen. ● Eine Auswertung von 19 Studien ergab, dass die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen mit dem höchsten Konsum von Süßigkeiten und Schokolade um 18% niedriger als bei den Durchschnittsnaschern war. ●Schokoladenprodukte sollen einen Schutzfaktor für die Nerven darstellen und die geistige Leistungsfähigkeit verbessern (.. bedingt durch neurochemisch wirksame Inhaltstoffe aus der Kakaobohne). ● Eine Untersuchung zeigte eine „inverse Korrelation“ von Schokoladenverzehr und Diabetes Typ-2: Teilnehmer, die nie oder kaum Schokolade aßen hatten ein fast doppelt so hohes Risiko im 5- Jahres Beobachtungszeitraum an Diabetes zu erkranken wie Probanden, die öfter als einmal pro Woche Schokolade aßen – siehe hierzu auch die Pressemeldung des oecotrophologen Uwe Knop.
 
Wieviel Schokolade darf man essen?
Wenn einem so viel Gutes wiederfährt, ist das also die tägliche Tafel Schokolade wert – oder? Bei so vielen guten Nachrichten kapituliert auch die Ernährungswissenschaft. Zumindest sind heute diejenigen zum Schweigen gebracht, die früher vor zu viel Schokolade gewarnt haben. In einem Übersichtsartikel in der Fachzeitschrift Ernährungs Umschau schreibt die Oecotrophologin Angela Bechthold: „Über eine gesundheitsförderliche Verzehrsmenge an Schokolade kann bisher nur spekuliert werden. Es ist derzeit nicht möglich, die wissenschaftliche Literatur zu den Gesundheitseffekten von Kakao und Schokolade in Ernährungsempfehlungen für die Bevölkerung umzusetzen – auch wenn viele es sich wünschen würden.“
 
docFood meint:
Ich bin nach dem Verfassen dieses Artikels ganz ausgelaugt, und mein Körper verlangt nach einem Stück Schokolade – auch zur Regeneration meiner geistigen Leistungsfähigkeit. Ganz sicher bin ich allerdings nicht, ob mich der Schokosnack tatsächlich spontan zu neuen geistigen Höhenflügen anspornen wird. Nun wünsche ich den geneigten Lesern viel Genuss beim (regel)mäßigen Verzehr köstlicher Schokolade; rate aber gleichzeitig zu einer gewissen Skepsis, was die allfälligen gesundheitlichen Lobpreisungen der Schokolade betrifft.

Friedhelm Mühleib

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Mogelpackung des Jahres: The Winner is EVIAN

And the winner is: EVIAN. Dem Wasser mit dem klangvollen Namen aus dem Hause DANONE  ist eine zweifelhafte Ehre zuteil geworden. Die 1,25-Liter-Flasche EVIAN ist „Mogelpackung des Jahres 2016“ – gewählt mit den Stimmen von knapp 9.000 Verbrauchern in einer Online-Umfrage der Verbraucherzentrale (VZ) Hamburg. Das Markenwasser ist beileibe kein Einzelfall. Deshalb fordert die VZ die Schaffung einer Transparenzplattform, auf der Hersteller kleinere Füllmengen melden müssen.
 
„Rasanter Preisanstieg unverfroren umgesetzt“ so begründen die Verbraucherschützer die Kür des Siegers. „Danone Waters hatte die Füllmenge der Evian-Flasche im April 2016 von 1,5 auf 1,25 Liter reduziert; gleichzeitig wurde der Preis für das Mineralwasser im Handel angehoben. Unterm Strich betrug die teils versteckte Preiserhöhung in einigen Supermärkten bis zu 50 Prozent. Viele Verbraucher fanden diesen rasanten Preisanstieg anscheinend besonders unverschämt, haben aber wohl auch wegen der Unverfrorenheit, mit der Danone Waters vorging, für Evian gestimmt.“

 

Jährlich mehr als 1000 Beschwerden

Was hier passiert, hat System, nicht nur bei DANONE. Das zeigen die Mitbewerber auf den Plätzen. Dort drängeln sich die großen und bekannten Marken um die Ränge: Choco Crossies von Nestle landen nur knapp abgeschlagen auf Platz zwei, gefolgt von Crunchips von Bahlsen und Miracoli Pasta Sauce von Mars. Mogelpackungen, bei denen der Inhalt einer Verpackung schrumpft, während der Preis des Produkts meist unverändert bleibt, haben System in der Lebensmittelwirtschaft, wie die VZ betont: „Jedes Jahr erhalten wir weit mehr als tausend Beschwerden zu Mogelpackungen.“ Dokumentiert werden diese Beschwerden in der Mogelpackungsliste der VZ unter Nennung der Namen von Produkt und Hersteller.

 

VZ sieht Politik in der Pflicht

Die Beteiligung von fast 25.000 Verbraucher an der Aktion zeigt den großen Ärger der Konsumenten, die durch die Mogelpackungen permanent mit versteckten Preiserhöhungen hinters Licht geführt werden, konstatiert die VZ und fordert Konsequenzen: „Da Hersteller und Handel die Tricksereien nicht von sich aus beenden, ist es an der Zeit, dass die Politik die rechtlichen Rahmenbedingungen für Verbraucher verbessert. Wir brauchen eine Transparenzplattform, auf der Hersteller vorab kleinere Füllmengen melden müssen.“

 

docFood meint

Die Forderung der VZ nach einer Transparenzplattform für Produkte, bei denen die Füllmenge bei gleichbleibendem Preis geändert wird – zur Not mit dem entsprechenden politischem Druck – ist mehr als berechtigt. Wer Markenprodukte einkauft, will nicht jedesmal die Zutatenliste und das Füllgewicht kontrollieren. Er verlässt sich selbstverständlich darauf, dass in der Packung auch heute drin ist, was er gestern noch gekauft hat. Mogelpackung – das hört sich nach einer kleinen Schummelei an – man könnte es auch als bewusste Täuschung bezeichnen. Damit muss unbedingt Schluss sein.

Friedhelm Mühleib

Start ins neue Jahr – mit Leichtigkeit

Starten Sie gut ins neue Jahr – am besten mit viel Leichtigkeit.  Was auch immer das neue Jahr an Herausforderungen bringen mag – mit Leichtigkeit lässt sich alles besser schaffen. Wir haben es eh schon schwer genug. Also nehmen wir’s einfach leichter.  Mit Leichtigkeit lässt sich das Schwere viel besser ertragen. Das gilt auch für die täglichen Herausforderungen rund um unsere Ernährung. Wer jetzt an die vielen Pfunde denkt, die er wieder mit sich herumschleppt, sollte auch das mit einer gewissen Leichtigkeit sehen.
Leichtigkeit ist eine Geisteshaltung. Es ist eine Vorstellung von dem, was ist und was auf mich zukommt. Ich habe das in der Hand. Ich kann entscheiden, ob ich den Dingen, dem Leben mit Schwere oder mit Leichtigkeit begegnen will.
 

Essen und Trinken – einfacher mit Leichtigkeit

Ich kann entscheiden, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. Anstatt mich über mein Gewicht zu grämen, kann ich mich auf die Frühjahrsfigur freuen, an der ich ab sofort Schritt für Schritt arbeiten werde – mit Leichtigkeit. Wer leicht denkt, hat meistens mehr Alternativen. Wenn es wirklich nur ein paar Pfunde zu viel sind, kann man mit denen auch mit Leichtigkeit leben. Was man hat, ist dann schon die wunderbare Frühjahrsfigur. Leichtigkeit im Denken lässt nicht nur Pfunde leichter verlieren oder ertragen. Sie wirkt auch Wunder als Heilmittel für alle möglichen anderen Ernährungsfragen. So sind die Fragen nach der richtigen Ernährungsform – vegetarisch, flexitarisch, konventionell, mit viel, wenig oder ganz ohne Fleisch oder wie auch immer – mit Leichtigkeit einfacher zu lösen.
 

docFood meint

Mein Wunsch zum neuen Jahr für alle Freunde und Leser: Nehmt alles mit ein bisschen mehr Leichtigkeit: die Welt, das Leben – und im Leben auch alles rund um die Ernährung.