Ballaststoffreich essen – leicht gemacht

Die Deutschen essen zu wenig Ballaststoffe. Das sollte sich aber dringend ändern. Denn Ballaststoffe sind wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Um täglich genügend davon in unserer Nahrung zu haben, müssen wir aber nicht gleich unsere komplette Ernährung umstellen, wie docFood Ihnen im Folgenden zeigt.
Wer ballaststoffarme Lebensmitteln gegen ballastoffreichere austauscht, hat kann der Ernährungsempfehlung von 30 Gramm Faserstoffen schnell näher kommen. Das kann ruhig nach und nach passieren: Es ist leichter, Ernährungsgewohnheiten in kleinen Schritten zu ändern, damit man den Spaß am Essen nicht verliert.
 

Tipps für eine ballaststoffreiche Ernährung

  • Für einen guten Start in den Tag eignet sich ein Müsli aus Vollkorngetreideflocken, frischen oder getrockneten Früchten und Nüssen.
  • Essen Sie lieber Brot, mögen aber keine ganzen Körner? Dann kaufen Sie Vollkornbrot, bei dem das Getreide fein gemahlen ist.
  • Essen Sie Obst und Gemüse öfter mal roh und ungeschält, wenn möglich. So liefert es die meisten Faserstoffe.
    Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen liefern besonders viele Ballaststoffe, aber auch Möhren, Paprika und Kohl.
  • Wenn Ihnen die Garzeit von ungeschältem Reis zu lang ist, können Sie mittlerweile auch vorgegarten Naturreis kaufen. Es gibt auch viele Sorten, die nicht ganz so kernig sind. Ein guter Kompromiss ist auch Parboiled Reis, der durch sein spezielles Herstellungsverfahren noch viele Inhaltsstoffe des vollen Reiskorns besitzt.
  • Vollkornnudeln schmecken einfach anders als helle. Probieren Sie einfach mal verschiedene Sorten aus. Für den Anfang können Sie Ihre Lieblingspasta auch 1:1 mit Vollkornnudeln mischen.
  • Wenn Sie beim Snacken vor dem Fernseher zu Walnüssen, Cashewkernen oder Mandeln statt zu Chips greifen, bekommen Sie eine Portion Ballaststoffe extra.

 

Tipp von docFood:

Nicht nur an den Geschmack von Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten müssen wir uns gewöhnen, auch die Verdauung muss sich umstellen. Lassen Sie es langsam angehen und trinken Sie mehr als sonst, am besten Wasser und Kräuter- oder Früchtetee. So klappt die Umstellung ohne Bauchgrimmen und Blähungen.
 
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de
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Ernährungsbedürfnisse von Kindern

Für Kinder gelten die selben Regeln wie für Erwachsene, wenn es um eine ausgewogene Ernährung geht. Durch das Wachstum haben sie aber, bezogen auf ihr Körpergewicht, einen höheren Bedarf an Energie und Nährstoffen. Damit sie alles bekommen, was sie für eine gesunde Entwicklung brauchen, sollten Eltern Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte anbieten. Doc Food sagt Ihnen, worauf Eltern achten sollten.
Mit einer abwechslungsreichen und vollwertigen Ernährung, verteilt auf drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten, bekommen Kinder alles, was sie brauchen. Bei einigen Nährstoffen haben sie gegenüber Erwachsenen aber einen erhöhten Bedarf.
 

Erhöhter Nährstoffbedarf von Kindern

Weil Eiweiß zum Aufbau von Körpersubstanzbenötigt wird, besteht während des gesamten Wachstums ein höherer Bedarf: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Kinder ab 4 Jahren eine tägliche Zufuhr von 0,9 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Ab 19 Jahren sinkt die Empfehlung auf 0,8 pro Kilogramm Körpergewicht. Neben der Menge ist vor allem die Qualität des Nahrungseiweißes wichtig, die als „biologische Wertigkeit“ bezeichnet wird. Sie ist ein Maß dafür, wie effizient das Eiweiß zum Aufbau von menschlichem Körpereiweiß genutzt werden kann. Tierisches Eiweiß hat eine hohe biologische Wertigkeit, weil es dem menschlichem Eiweiß näher ist. Jedoch ist es mit geschickter Kombination von pflanzlichen Lebensmitteln kein Problem, hochwertiges Eiweiß in ausreichender Menge aufzunehmen.
Für den Aufbau von Knochensubstanz im Kindes- und Jugendalter empfiehlt die DGE für Kinder über 10 Jahre, täglich etwa 1100 mg Calcium und 1250 mg Phosphat. Diese Mengen sind am besten über Milch und Milchprodukte zu erreichen.
In der Pubertät haben Jungen wegen des schnellen Wachstums einen erhöhten Eisenbedarf von 12 mg / Tag. Bei Mädchen sind es 15 mg / Tag, da ein Teil des Eisens durch die Regelblutung verloren geht.
Der Bedarf an Jod, zu decken durch den Verzehr von Seefisch und jodiertem Speisesalz, ist bei Heranwachsenden genau so hoch wie bei Erwachsenen. Eine ausreichende Jodzufuhr ist wichtig für die gesunde körperliche und geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
 

Energiebedarf von Kindern

Der tägliche Energiebedarf von Kindern und Jugendlichen kann individuell sehr verschieden sein, je nach Körperbau und Bewegungsdrang. Eine grobe Orientierung gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die zum Beispiel für Jungen im Alter von vier bis sieben Jahren eine tägliche Aufnahme von 1.500 Kalorien empfiehlt. Die Empfehlungen für die Energiezufuhr steigen bis zum Alter von 13 bis unter 15 Jahre bei Jungen auf 2.700 Kalorien an. Zum Vergleich: Eine Frau zwischen 25 und 50 Jahren, die eine überwiegend sitzende Tätigkeit ausübt, zum Beispiel als Büroangestellte, verbraucht etwa 1.900 Kalorien pro Tag.

 Melanie Kirk-Mechtel

Bildquelle: Heike Berse  / pixelio.de
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Knusprige Apfel-Zimt-Flakes von 3 PAULY

[button url=“http://web983.psa1.webhoster.ag/wohl/?cat=672″ size=“1″]ANZEIGE[/button] Die Adventszeit lockt jedes Jahr mit süßen Weihnachtsleckereien. Auch Menschen mit Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten kommen beim Genuss in der kalten Jahreszeit nicht zu kurz. Denn 3 PAULY bietet eine umfangreiche Auswahl an köstlichen Weihnachtsprodukten an, die auf spezielle Ernährungsbedürfnisse (z.B. bei Zöliakie oder Laktoseintoleranz) abgestimmt sind.
Mit den glutenfreien Apfel-Zimt-Flakes erweitert 3 PAULY sein beliebtes Weihnachtssortiment in diesem Jahr um eine köstlich knusprige Neuheit. Die glutenfreien Cornflakes und Apfelchips sind mit feinster weißer Schokolade überzogen – eine aromatische Zimt-Note rundet das Geschmackserlebnis perfekt ab. Genau das Richtige, um an einem gemütlichen Adventsnachmittag in weihnachtliche Stimmung zu kommen.
Die leckeren Apfel-Zimt-Flakes enthalten weder glutenhaltiges Getreide noch Ei. Bei der Herstellung wurde bewusst auf die Verwendung von Nüssen, Erdnüssen, Sesam und Lupine verzichtet. Daher eignen sich die neuen Apfel-Zimt-Flakes von 3 PAULY besonders für Personen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit und ermöglichen auch in der Weihnachtszeit glutenfreien Genuss.
3 PAULY Apfel-Zimt-Flakes, Glutenfrei (150 g): 2,99 € (UVP)
mehr Infos gibt es unter www.3pauly.de
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Buchtipp: Richtig einkaufen – Kalorien & Energiedichte

„Nur mit einer langfristigen Veränderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten können Sie erfolgreich und dauerhaft abnehmen“, erklären die Oecotrophologinnen Prof. Ursel Wahrburg und Dr. Sarah Egert. Mit ihrem kleinen Ratgeber „Richtig einkaufen: Kalorien & Energiedichte“ wollen sie bei der Auswahl der richtigen Lebensmittel helfen.
Herausgekommen ist ein kleiner, übersichtlicher Ratgeber, den Fachkräfte in der Ernährungstherapie und -beratung ihren Klienten guten Gewissens empfehlen können. Die Ernährungswissenschaftlerinnen Wahrburg (Fachhochschule Münster) und Egert (Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften – Universität Bonn) empfehlen darin, Lebensmittel nach den persönlichen Vorlieben zu wählen, die satt machen, aber dabei nicht zu sehr auf dem Kalorienkonto zu Buche schlagen.
Ihr neuer Einkaufsführer bietet einen Überblick über rund 1.300 Lebensmittel und Gerichte – von Obst, Gemüse, Milchprodukten und Getreide über Brotaufstriche und Snacks bis hin zu selbst zubereiteten Rezeptklassikern und Fertiggerichten. Kalorien und Energiedichte werden jeweils pro Verzehrsportion angegeben, also zum Beispiel für einen Apfel,  eine Scheibe Putenbrust oder einen Riegel Vollmilchschokolade. Für den schnelleren Überblick haben die Autorinnen die Energiedichte jedes Lebensmittels zusätzlich mit einem Ampelsystem bewertet. „So erkennen Sie geeignete Sattmacher ebenso wie »Kalorienbomben« auf einen Blick,“ erläutern die Autorinnen.
 

Tipp von Doc Food:

Praktisches Büchlein, das beim Einkaufen sogar in die Hosentasche passt – somit zum schnellen Nachschlagen vorm Supermarktregal geeignet.
Ursel Wahrburg, Sarah Egert, Richtig einkaufen: Kalorien & Energiedichte, TRIAS Verlag, Stuttgart. 2013, 128 Seiten
ISBN 978383046729
9,99 EUR
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Abnehmen: Was hilft besser – „low carb“ oder „low fat“?

„Low carb“ oder „low fat“ – letztlich ist es egal, welche von beiden Kostformen in Diäten angewendet wird, um Gewicht abzunehmen – Hauptsache, die Strategie passt zu der Person, die sie anwenden will. Und die passende energiereduzierte Kostform ist immer diejenige, mit der ‚Sie‘ oder ‚Er‘ langfristig am besten zurechtkommt. Denn das erhöht die Chancen auf einen Langzeiterfolg.“ Das ist das wichtigste Ergebnisse einer Studie mit 170 übergewichtigem Personen (alle mit einem BMI über 27), die der Ernährungsmediziner Dr. Stefan Engeli an der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführt hat.
Die Teilnehmer der Studie wurden dabei nach dem Zufallsprinzip zu einer von zwei verschiedenen Diäten mit unterschiedlichem Fett- und Kohlenhydratgehalt zugeteilt. Durch die Diät konnten die Teilnehmer nicht nur überschüssige Pfunde abbauen – auch Taillenumfang und Fettmasse im Bauchraum verminderten Blutdruck, Blutzucker, Herzgröße und leberverfettung verbesserten sich ebenfalls – unabhängig von der Art der der Diät. sich Ob Zucker- und kohlenhydratarm gegessen wird ( „low carb“) oder ob durch fettarme Kost („low fat“) abgenommen wurde, spielte für das Ausmaß des Diäterfolges keine Rolle.
 

Blut- und Leberwerte profitieren langfristig

Sechs Monate nach Abschluss der Diät und nochmals etwa 2,5 Jahre später wurden die Teilnehmer umfangreich untersucht. Überraschenderweise zeigte sich auch in der Langzeitnachbeobachtung, dass Leberverfettung und Blutzuckerwerte noch deutlich unter den Ausgangswerten lagen, obwohl die Teilnehmer inzwischen etwas mehr als die Hälfte des ursprünglich reduzierten Körpergewichts wieder zugenommen hatten. Außerdem zeigten die Ergebnisse von Dr. Engelis Arbeitsgruppe, dass der Erfolg einer Gewichtsreduktionsmaßnahme nicht ausschließlich an der erreichten Gewichtsabnahme gemessen werden sollte, denn: „Blut- und Leberwerte profitieren nachhaltiger, als es die Waage anzeigt.“, so der Mediziner.

Zum Weiterlesen für Ernährungsprofis

Dr. Stefan Engeli, der auch Vorstandsmitglied der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) e.V. und Leiter eines Forschungsprojektes im Kompetenznetz Adipositas ist, erhielt für diese und weiter herausragende Arbeiten zum Metabolischen Syndrom den diesjährigen Gesundheitspreis der „Stiftung Rufzeichen Gesundheit!“ des Wort & Bild Verlages. „Engeli trägt mit seinen Forschungsergebnissen erheblich dazu bei, die Behandlung der Adipositas in Deutschland zu modernisieren und das metabolische Syndrom erfolgreicher zu verstehen und zu therapieren. Mit dieser Auszeichnung wird wiedereinmal ein Vorstandsmitglied der Deutschen Adipositas Gesellschaft mit einem der angesehenstendeutschen Gesundheitspreise prämiert!“, freut sich DAG-Präsident Prof. Dr. med. Martin Wabitsch. Prof. Dr. med. Manfred J. Müller, Sprecher des Kompetenznetzes Adipositas, sieht insbesondere den relativ langen Nachbeobachtungszeitraum der Studie erwähnenswert. Die Sammlung detaillierter Daten über den Verlauf der Körperzusammensetzung und verschiedener Stoffwechselparameter seien von zentraler Bedeutung.
Quelle: Komptenznetz Adipositas
 
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de
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Flammlachs: nach finnischer Art am Feuer gegart

Vielleicht haben Sie es schon einmal auf dem Weihnachtsmarkt gesehen, eventuell auch schon probiert: Ganze Lachsfilets, die auf Brettern fixiert und schräg an Grillschalen befestigt sind. So gart der Fisch über dem offenen Feuer und bekommt ein ganz besonderes Aroma. Zugegebenermaßen ist der Gaumenschmaus um einiges teurer als die Bratwurst am Nebenstand, dafür aber auch unvergleichlich lecker.
Diese Art der Fischzubereitung hat in Skandinavien eine lange Tradition. Man garte den Fisch in den so genannten Kotas, den Zelten der Samen, der Ureinwohner Lapplands. Die Samen zogen mit ihren Rentierherden durchs Land und trafen sich abends in den Kotas zum gemütlichen Zusammensein.
 

So wird Flammlachs gemacht

Für den Flammlachs oder Feuerlachs wird ein Lachsfilet mit Haut verwendet. Traditionell wird der Fisch folgendermaßen vorbereitet: Frische Wacholderzweige werden vorsichtig mit einem Holzknüppel bearbeitet, sodass die Nadeln zerdückt werden und ihren typischen Duft verbreiten. Die Zweige dienen nun als „Peitsche“, mit der eine Lake aus Wasser, Salz und grobem Pfeffer auf den Fisch geschlagen wird. Natürlich können Sie den Lachs auch mit Salz und Pfeffer einreiben und mit Zitronensaft besprenkeln. Nun werden die Lachsfilets auf speziellen Brettern fixiert, die eine Klemmvorrichtung für die Feuerschale haben. So gart der Fisch ungefähr eine Stunde über dem Feuer und bekommt ein dezent rauchiges Aroma. Meist kommt Buchenholz mit wenigen Stücken Erlenholz als Brennmaterial zum Einsatz, damit der Flammlachs seinen besonderen Geschmack entwickelt. Das Holz sollte recht trocken sein, damit es nicht zu sehr qualmt.
 

Flammlachs bei uns genießen

Ob zu Juhannus Juhla (Mittsommernacht) oder zu anderen Festen – in Finnland gehört der Loimulohi, wie der Flammlachs auf finnisch heißt, zum Feiern einfach dazu. In vielen deutschen Regionen gibt es mittlerweile auch Caterer, die einen geselligen Abend mit Flammlachs, zum Teil auch in einer finnischen Kota, anbieten. Eine tolle Idee für private Feiern oder Firmenevents. Oder probieren Sie es doch im eigenen Garten selbst einmal aus!
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Leistungssport: Richtige Ernährung macht Medaillen

„Top-Athleten, die sich nicht optimal ernähren, verschenken gerade in der Leistungsspitze ein enormes Potenzial. Das hat schon manchen die Medaille gekostet.“ Dr. Claudia Osterkamp-Baerens, Ernährungswissenschaftlerin am Olympiastützpunkt München, weiß, wovon sie spricht. Seit acht Jahren betreut sie Spitzensportler in der Vorbereitung auf große Wettkämpfe.
Für die körperliche Fitness stehen den Olympia-Anwärtern in vielen Sportarten hoch spezialisierte Trainingswissenschaftler zur Seite. Mit der fundierten ernährungswissenschaftlichen Beratung sieht es dagegen traurig aus. Spezialisten wie Claudias Osterkamp-Baerens sind Mangelware.

Ohne Ernährungsplan geht es nicht

Wer jedoch nach einer Medaille greift, braucht neben dem ausgetüftelten Trainingsplan den präzisen Ernährungsplan. Wie viel zusätzliche Leistung die optimale Einstellung der Ernährung wirklich bringt, ist schwer messbar und immer noch umstritten. Dr. Osterkamp-Baerens zieht zur Erklärung gerne den Vergleich mit der Formel eins heran: “Wer zum Sieg fahren will, muss Training, Rennstrategie und Treibstoff optimal auf Strecke und Straßenverhältnisse zuschneiden. Der Ferrari kommt mit Normalbenzin nicht vom Fleck. Doch auch, wenn die Qualität des Treibstoffs stimmt: Ein voller Tank rast nicht gern: Er macht den Boliden schwer und langsam. Erst die richtige Boxenstopp- und Tankstrategie bringt das Auto als Sieger über die Ziellinie.“
 

Ernährung – spezifisch für jede Sportart

Im Grunde muss die Frage nach dem Verhältnis von Training, Wettkampfstrategie und optimalem Treibstoff für jede Sportart und jeden Leistungssportler individuell beantwortet werden. Eine zierliche Kunstturnerin hat selbstverständlich völlig andere Ansprüche an die Ernährung als der Hammerwerfer oder der Boxer. Ringer und andere Gewichtsklassensportler müssen am Tag X ihr Zielgewicht erreichen. Das Trainingsgewicht liegt vorher fast immer über dem Wettkampfgewicht. Richtig Abnehmen ohne Leistungsverlust um für den Kampf fit zu sein – das funktioniert nur mit System. „Ist ein Stück Fleisch jetzt noch o.k. oder ist das schon zu viel? Die meisten Sportler haben keine Ahnung, was richtig ist. Wir brauchen deshalb sportartenspezifische Konzepte,“ fordert Dr. Osterkamp Baerens, „und die fehlen für die meisten Sportarten noch. Welche Versorgungsmöglichkeiten gibt es? Was kann der Athlet zum Wettkampf mitnehmen? Wie kann er sich auf der Strecke verpflegen? Erst, wenn ich das weiß, kann ich empfehlen, was nötig und richtig ist. Spitzensportler brauchen ein Ernährungskonzept, dass auf ihre ganz individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist.“

Tipp von Doc Food

Auf www.topathlEAT.de, der Seite der ehemaligen Leistungsschwimmerin und Ernährungswissenschaftlerin Dr. Claudia Osterkamp-Baerens, sind Sie mit all Ihren Fragen rund um die Sporternährung richtig und bekommen für die Gestaltung und Ausrichtung Ihrer Ernährung die Unterstützung, die Sie brauchen, um Ihre Ziele zu erreichen – egal ob Sie für die olympischen Spiele trainieren, am nächsten Stadtlauf teilnehmen wollen, nach Verletzung im Muskelaufbau stecken oder mit Sport etwas für Ihre Gesundheit oder Figur tun wollen.

Bildquelle: Dorothea Jacob / pixelio.de

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Fruktoseintoleranz: Unverträglichkeit von Fruchtzucker

Gemüse und Obst gehören zu einer ausgewogenen Ernährung einfach dazu. 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst (5 am Tag) sollen es laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich sein. Doch was tun, wenn nach Apfel, Birne oder Paprika der Bauch grummelt und schmerzt?
Der Grund könnte eine Unverträglichkeit von Fruchtzucker (Fruktose) sein, die Fruktoseintoleranz. Schätzungsweise 30 Prozent der Deutschen vertragen Fruchtzucker nur eingeschränkt.
 

Gestörte Aufnahme von Fruktose

Fruktose kommt vor allem in Obst und Gemüse vor, wird aber auch zunehmend bei der industriellen Herstellung von Nahrungsmitteln eingesetzt. Bei Fachleuten heißt die Unverträglichkeit zutreffender „Fruktosemalabsorption“ weil die Aufnahme der Fruktose aus dem Dünndarm ins Blut gestört ist. Daher gelangt der Fruchtzucker in den Dickdarm und wird dort von Bakterien abgebaut. Die Folgen: Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall. Da Betroffene unter ähnlichen Symptomen leiden wie bei einem Reizdarmsyndrom, bleibt die Fruktoseintoleranz häufig länger unerkannt. Aufschluss gibt ein Atemtest: Der Patient nimmt eine große Menge Fruchtzucker auf nüchternen Magen ein. Anhand der Wasserstoff-Konzentration, die in der Atemluft gemessen wird, kann der Arzt die eindeutige Diagnose stellen.
 

Fruktose: Die Menge macht’s

Auch gesunde Menschen vertragen Fruchtzucker nicht unbegrenzt: Die Aufnahmekapazität für Fruktose im Dünndarm liegt zwischen 35 und 50 Gramm. So bekommen auch Gesunde leicht Verdauungsprobleme, wenn sie zum Durstlöschen eine Flasche Apfelsaft trinken. Menschen mit einer Fruktoseintoleranz vertragen meist weniger als 25 Gramm Fruchtzucker, zum Teil nur 10 oder 5 Gramm. Dauerhaft auf Obst und Gemüse zu verzichten, ist aber meist nicht notwendig, und wäre auch wenig förderlich für die Gesundheit. Nach einem mehrwöchigem Verzicht auf fruktosehaltige Lebensmittel sollten Betroffene die Aufnahme von Fruchtzucker schrittweise steigern, um ihre individuell verträgliche Menge zu ermitteln.
 

Tipp von Doc Food

Wenn Sie fruktoseintolerant sind, achten Sie unbedingt auf die Zutatenliste von verarbeiteten Lebensmitteln. Neben Fruktose, Fruchtzucker und Fruchtsirup enthalten auch Zucker (Haushaltszucker = Saccharose) und Honig Fruktose. Und auch einige Süßstoffe sollten Sie meiden, wie Sorbit, Isomaltit, Mannit und Xylit. Sorbit beispielsweise wird im Körper in Fruktose umgewandelt, und blockiert die Fruktoseaufnahme im Dünndarm.
Auf www.lecker-ohne.de  finden Sie eine praktische Tabelle, in der die gängigsten Lebensmittel nach ihrem Fruktosegehalt eingeteilt werden.
Bildquelle: Aka /pixelio.de
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Hirschmedaillons an Hagebuttensauce

Zutaten für 4 Personen:
1 Packung frischer Kloßteig halb & halb, 4 Backpflaumen ohne Stein, 1 TL Zitronensaft, 250 ml Rotwein, trocken, 600 g Hirschfilet, 2 kleine Zwiebeln, 2 EL Butterschmalz, Salz& Pfeffer, 5 Wacholderbeeren, zerdrückt, 60 g Bacon, gewürfelt, 1 Glas Wildfond (400 ml), 3 EL Hagebuttenkonfitüre, 2 EL Crème fraîche, 1 Prise Zimt
 
Zubereitung:
1 Klöße nach Packungsanleitung zubereiten. Backpflaumen in Streifen schneiden, in Zitronensaft und zwei Esslöffeln Rotwein marinieren.
2 Hirschfilet waschen, trocken tupfen und in Medaillons schneiden. Zwiebeln abziehen und würfeln. Hirschmedaillons von beiden Seiten in erhitztem Butterschmalz braten, mit Salz, Pfeffer und Wacholderbeeren würzen, aus der Pfanne nehmen und abgedeckt warm stellen.
3 Bacon und die Zwiebelwürfel in verbliebenem Bratensatz anbraten. Mit Wildfond und restlichem Rotwein ablöschen. Backpflaumen mit der Marinade hinzufügen und alles aufkochen lassen.
4 Hagebuttenkonfitüre und Crème fraîche unterrühren und mit Zimt, Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Wunsch mit dunklem Saucenbinder andicken. Hirschmedaillons in die Sauce geben, mit den Klößen und nach Wunsch mit einem frischen Blattsalat servieren.
 
Bildquelle: HENGLEIN
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Lebensmittelklarheit: Produktbeschwerden helfen

Grasende Kühe auf der Milchpackung, Hinweise auf Produkteigenschaften, die eigentlich selbstverständlich sind oder missverständliche Angaben, die Liste der Verbraucherbeschwerden ist lang. In den zwei Jahren, die das Internetportal „lebensmittelklarheit.de“ der Verbraucherzentralen nun online ist, wurden über 360 Lebensmittel veröffentlicht, von denen sich Verbraucher getäuscht fühlten. Von den aus Sicht der Verbraucherzentralen zu Recht bemängelten Produkten wurden 30 Prozent durch die Hersteller geändert.
Dies bedeutet allerdings nicht, dass in punkto Kennzeichnung nicht noch weiterer Verbesserungsbedarf bestünde.
 

Ziele von „Lebenmittelklarheit“

Das Internetportal www.lebensmittelklarheit.de der Verbraucherzentralen bietet Informationen rund um die Kennzeichnung von Lebensmitteln. Es wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen der Initiative „Mehr Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln“ gefördert. Die Plattform soll Verbrauchern die Möglichkeit geben, sich zu Wort zu melden, wenn sie sich durch die Angaben oder die Aufmachung von Produkten getäuscht fühlen. Die Verbraucherschützer prüfen und beantworten jede Produktmeldung. Stellt sich heraus, dass die Beschwerde begründet ist, wird das Herstellerunternehmen benachrichtigt. So spiegeln die Produktmeldungen die Meinungen der Verbraucher an die Hersteller zurück. Ein Teil des Projektes ist zudem die begleitende Verbraucherforschung, die wichtige Entscheidungsgrundlagen zur Verbesserung der Lebensmittelkennzeichnung schaffen soll.
 

Erfolge von „Lebensmittelklarheit“

Seit der Onlinestellung vor zwei Jahren haben rund 7.300 Verbraucher der Redaktion von „Lebenmittelklarheit“ Produkte gemeldet, von denen sie sich getäuscht fühlten. Über 360 Lebensmittel wurden auf den Internetseiten veröffentlicht, entweder unter „Getäuscht?“, „Geändert“ oder „Erlaubt!“. An erster Stelle der Beschwerden standen Zutaten, die nicht in der angepriesenen Menge im Produkt steckten. Nicht zur Veröffentlichung geeignet waren zum Beispiel Meldungen, in denen es um falsche Gewichtsangaben oder um Hygienemängel ging, weil hier das Eichamt bzw. die amtliche Lebensmittelüberwachung zuständig sind. Rund ein Drittel der gemeldeten Produkte, für die die Verbraucherzentrale ein Täuschungspotenzial sah, wurden mittlerweile von den Anbietern geändert. Jedoch bedeutet eine verbraucherfreundlichere Kennzeichnung noch nicht in jedem Fall, dass diese optimal ist. Die Verbraucherzentrale aktualisiert und bewertet die Produktveränderungen.
 

Tipp von Doc Food

Wenn Sie sich von der Aufmachung oder der Kennzeichnung eines Lebensmittels getäuscht fühlen, dann zögern sie nicht, es der „Lebensmittelklarheit“-Redaktion zu melden. Sollte es tatsächlich Täuschungspotenzial besitzen, tragen Sie mit Ihrer Beschwerde zu mehr Verbraucherschutz bei!

Bildquelle: Gabi Schoenemann / pixelio.de

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