Vegan – Die pure Kochlust

Die vegane Ernährung liegt im Trend. Dass es sich dabei nicht um eine asketische Lebensweise handelt, bei der man auf Vieles verzichten muss, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Wie lecker rein pflanzliche Kost sein kann und wie einfach sie sich zubereiten lässt, zeigt Philip Hochuli, Shootingstar der veganen Kochszene in der Schweiz, in seinem neuen Kochbuch „Vegan – Die pure Kochlust“.
Der Untertitel des Buches bringt es auf den Punkt: „Junge vegane Küche – genial unkompliziert“. Dabei bedeutet „jung“ keineswegs, dass ältere Semester ausgeschlossen werden – es beschreibt lediglich das Konzept des Kochbuchs. „Jung“ meint dabei unkompliziert, einfach und schnell bei maximalem Genuss. Die Rezepte kommen zudem ohne ausgefallene Ersatzprodukte aus. Stattdessen werden Zutaten verwendet, die man in jedem Supermarkt bekommt. Denn laut Hochuli endet der Spaß am Kochen dort, wo die Zutaten mühsam in mehreren Läden oder sogar übers Internet beschafft werden müssen.
 

Viel Genuss mit wenig Aufwand

Zutaten wie weißes Mandelmus oder reine Edelhefe sind zwar nicht überall zu finden, halten sich dafür fast unbegrenzt, auch ungekühlt. Gerade diese beiden Produkte gehören zu den „Must-haves“ für Hochuli, denn sie sind essentiell für viele Rezepte in seinem Buch, bei denen in der konventionellen Küche Käse, Sahne & Co. zum Einsatz kommen. So gibt es Grundrezepte für Cashew- oder Mandel-„Parmesan“, „Käse“ aus Edelhefe, Sour Cream und Mayonnaise, die mit wenigen (pflanzlichen) Zutaten ganz einfach selbst hergestellt werden können. Gerade die Käse-Alternativen für Pizza, Auflauf & Co. dürften all jenen gefallen, die bisher nicht auf Käse verzichten wollten.
Neben vielen neuen Kreationen, die die kulinarische Qualität der neuen veganen Küche auch für Nicht-Veganer interessant machen, gibt es einige beliebte Klassiker aus der Schweiz und aus aller Welt. So sind unter den 100 neuen Rezepten von pikant bis süß auch eine Spinatwähe, „Schinkengipfeli“, Club-Sandwich, Pizza und Szechuan Stir-Fry vertreten. Damit ist die „Junge vegane Küche“ ein idealer Einstieg für Neulinge und alle, die wenigstens ab und zu vegan essen wollen – mit möglichst wenig Aufwand und ohne Verzicht auf Genuss.
Philip Hochuli, geboren 1991, studiert Ökonomie in Zürich und lebt seit drei Jahren vegan. Er gibt Kochkurse, macht Kochshows und berät Restaurants.
www.philiphochuli.com
 
Philip Hochuli, „Vegan – Die pure Kochlust“, AT Verlag
Februar 2014, 168 Seiten
ISBN: 978-3-03800-799-9
19,90 EUR
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Fasten – Kopf und Bauch klar!

Ob als spirituelle Selbsterfahrung, körperliches Fitnessprogramm oder Entspannung für die Seele – immer mehr Menschen nehmen im Frühjahr eine Auszeit, um beim Fasten Gesundheit und Wohlbefinden zu stärken. Dabei legen inzwischen alle seriösen Fastenexperten Wert auf die Feststellung, dass der wirkliche Nutzen des Fastens nicht im Abnehmen bzw. im Gewichtsverlust liegt, sondern im Gewinn an Lebendigkeit, an geistiger und seelischer Klarheit. Tatsächlich zeigen jüngste Forschungsergebnisse zum Fasten vor allem zwei Dinge: (Regelmäßiges) Fasten macht zum einen froh und hebt die Stimmung. Zum anderen scheint die zeitweise Enthaltsamkeit die Gesundheit zu fördern und zur Verlängerung des Lebens beizutragen.
„Fasten heißt lernen, zu verzichten – aber nicht mit böser Miene, sondern entdecken, dass ich unendlich vieles überhaupt nicht brauche. Das bringt eine ungeheure Ruhe und große Ausgeglichenheit. Mit jedem Fastentag kann ich besser spüren, sensibler sein, kann ungeheuren Spaß haben an mir selbst und am Leben. Ich sehe alles intensiver, alle Sinne sind schärfer,“ so umschreibt der „Fastenpapst“ Dr. Hellmut Lützner die wichtigsten Effekte einer Fastenkur. Für die Naturheilkunde ist das Fasten eine ganzheitliche Regenerationskur mit positivem Einfluss auf viele wichtige physische und psychische Parameter. Nicht umsonst bezeichnet der berühmte Fastenarzt Buchinger das Fasten als den „königlichen Heilweg“.
 

Fasten – Fitnesskur für den Stoffwechsel

Bei ernährungsabhängigen Stoffwechselerkrankungen gibt es wohl kaum eine wirkungsvollere und ungefährlichere Heilmethode:

  • Fasten senkt in der Regel erhöhten Blutdruck und reguliert erhöhte Blutfettwerte. Wer zu viel Cholesterin im Blut hat, dem hilft das Fasten in vielen Fällen besser als jede Pille.
  • Fasten unterstützt die Regeneration und Heilung der Leber bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. Fettleber).
  • Studien aus Schweden zeigen, dass das Fasten, kombiniert mit einer anschließenden Vollwert-Ernährung, Menschen mit Rheuma und Arthritis helfen kann.
  • Auch bei allergischen Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute wirkt Fasten manchmal Wunder. Gleichzeitig ist das Fasten idealer Einstieg in eine „Suchdiät“, wenn es um die Identifizierung einer Nahrungsmittelallergie geht.
  • Manche scheinbar unheilbare oder unbeeinflussbare Krankheit kann durch Fasten und eine naturgemäße Zusatzbehandlung zu Heilung oder Stillstand kommen, so z.B. Migräne, chronischer Kopfschmerz, Glaukom (grüner Star) im Anfangsstadium, Pilzerkrankungen oder Porphyrie. Bei diesen Erkrankungen gibt es natürlich keine Erfolgsgarantie – ein Versuch wert ist es allemal.

 

Tipp von Doc Food:

Wer das Fasten als eine mögliche Begleittherapie der genannten Erkrankungen ausprobieren will, sollte sich vorher z.B. bei einem ausgebildeten Fastenberater informieren, die man u.a. auf den Internetseiten des Fördervereins fair beraten e.V. findet.
 
Bildquelle: twinlili / pixelio.de
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Fenchel – Knolle statt Pille

Appetit auf knackig-frisches Gemüse und keine Lust mehr auf schlappen und teuren Treibhaus Salat? Dann ist Fenchel genau das richtige. Die aromatische Knolle gilt bei uns inzwischen als leckeres Wintergemüse – bis zum Frühling wird Fenchel vorwiegend als Importware aus Südeuropa angeboten. Guter Fenchel hat eine feste Knolle und frisches, kräftiges Grün, ist leuchtend weiß bis hellgrün und duftet leicht nach Anis. Er lässt sich wunderbar als Rohkost zubereiten lässt und ist damit eine köstliche Grundlage für Wintersalate. Zudem ist er eines der ältesten Heilmittel aus der Natur.
Fenchel ist Hausmedizin für Magen, Darm, Leber, Galle und Nerven und hilft u. a. gegen Koliken, Husten und Erkältung.
 

Highlight aus der Pflanzenapotheke

Ihr Reichtum an Ballaststoffen macht die Fenchelknolle zum idealen Heilgemüse für alle Menschen, die unter Verdauungsstörungen wie Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung usw. leiden. Zudem binden die Faserstoffe Gift- und Fettstoffe im Darm und wirken somit sowohl entgiftend als auch cholesterin- und blutfettspiegelsenkend. Fenchel ist reich an Kalium (wichtig für Wasserhaushalt und Zellfunktion) und Vitamin C. Die ätherischen Öle Athenol und Fenchem entblähen den Darm und lassen bei Schnupfen und Husten die Schleimhäute schneller abschwellen – so erleichert Fenchel bei Erkältung und Bronchitis die Atmung. Der hohe Vitamin-C-Gehalt der gesunden Knolle träft dazu bei, das Immunsystem wieder auf Schwung zu bringen. So ist Fenchel die ideale Vorbeugemedizin aus der Gemüseküche.
 

Zubereitung: kinderleicht

Fenchel waschen, das Grün entfernen, aber nicht wegwerfen. Kleingehackt kann es als würzendes Kraut und zur Garnierung verwendet werden, die man Salaten oder Gemüse beigibt. Die Stängel abtrennen. Fenchel kann roh als Salat oder Rohkost gegessen werden, aber auch gekocht oder gedünstet / angebraten als Gemüse. Für Rohkost wird er sehr dünn aufgeschnitten (am besten in Ringe). Zum Kochen wird die Knolle längs aufgeschnitten und geviertelt, eventuell auch in kleinere Stücke geschnitten. In wenig Salzwasser etwa 15 Minuten lang garen. Italiener lieben ihn kurz gedünstet und noch mit »Biß«, einfach mit ein paar Tropfen mildem Olivenöl und Parmesan serviert.
 

Tipp von docFood:

Damit sich die wertvollen Carotinoide des Fenchel in unserem Körper in Vitamin A verwandeln, sollte Fenchel immer mit etwas gutem Öl oder einem Stich Butter zubereitet werden.
 
Bildquelle: docFood
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Schweinemedaillons mit Fenchel-Apfel-Gemüse

Zutaten für 4 Personen:
2 Fenchelknollen, 1 Stange Lauch, 20 g Butter, Salz & Pfeffer aus der Mühle, 150 ml Weißwein, 150 ml Brühe, 1 Apfel, 100 ml Sahne, 1 TL rosa Pfefferbeeren, 600 g Schweinefilet, 3 EL Öl, 50 g geraspelter Käse (z.B. Gouda), 30 g gehobelte Haselnusskerne
 
 
Zubereitung:
1 Fenchel putzen und waschen, das Grün beiseitelegen. Fenchel längs vierteln, den Strunk entfernen. Fenchel längs in Spalten oder quer in Scheiben schneiden. Lauch putzen, waschen. 100 g Lauch beiseitelegen, den Rest in Ringe schneiden.
2 In einem breiten Topf die Butter erhitzen und den Fenchel darin 5-10 Minuten unter Wenden anbraten. Lauch zugeben, kurz mit anbraten, salzen und pfeffern. Wein zugießen, etwas einkochen lassen. Brühe zugeben, zugedeckt ca. 10 Minuten dünsten.
3 Apfel waschen und trocken reiben. Vierteln, Stielansätze und Kerngehäuse herausschneiden. Apfel in Spalten schneiden. Zum Fenchel geben, ohne Deckel weiter 5 Minuten köcheln lassen. Rosa Pfefferbeeren leicht zerdrücken, darüber geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4 Backofengrill vorheizen. Restlichen Lauch in feine Streifen schneiden. In 1 EL heißem Öl ca. 3 Minuten andünsten, Salzen und pfeffern, herausnehmen. Schweinefilet in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und pfeffern. In restlichen 2 EL Öl von jeder Seite ca. 3 Minuten braten. Auf ein Backblech oder in eine feuerfeste Form setzen.
5 Lauch, Käse und Nüsse mischen, auf dem Schweinefilet verteilen und unter dem Grill goldbraun überbacken. Mit dem Fenchel-Apfel-Gemüse anrichten. Fenchelgrün hacken und darüber streuen. Dazu passt Kartoffelpüree.
 
Bildquelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse
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Strichcodefasten – eine tolle Idee

Schon ist Aschermittwoch – damit beginnt heute die Fastenzeit. Sie haben keine Lust auf Wasser und Brot? Dann könnte das Strichcodefasten eine tolle Alternative für Sie sein. Erfunden hat’s Sophia Dersch und wir von docFood finden die Idee phantastisch. In Ihrem Strichcode-Fasten-Blog erklärt sie: „Während der Fastenzeit 2014 (05. März bis 20. April) werde ich auf sämtliche Lebensmittel verzichten, die einen Strichcode besitzen. Das bedeutet: Ich werde kaum Lebensmittel aus dem Supermarkt essen, da dort fast alle Artikel einen Strichcode auf der Verpackung haben.“
 

Fasten als Konsumverzicht

Die Idee dahinter ist ein Konsumverzicht der besonderen Art. Inzwischen sind fast alle industriell be- oder verarbeiteten Lebensmittel in unseren Supermärkten mit einem Strichcode versehen. Fast immer handelt es sich dabei also um standardisierte Produkte, die in Masse produziert werden. So sind sie in immer gleicher Qualität und in großer Menge überall in Deutschland quasi immer verfügbar. „Auf genau diese immer und überall verfügbaren Lebensmittel werde ich während der Fastenzeit verzichten.“ Hat Sophia Dersch beschlossen. Dabei geht es ihr auch darum, die Selbstverständlichkeit dieses Lebensmittelangebotes in unserer Wohlstandsgesellschaft zu reflektieren: „Wissen wir die Dauerverfügbarkeit der meisten Lebensmittel überhaupt wertzuschätzen? Ist es uns eigentlich bewusst, dass wir hier immer ein Überangebot an sicheren Lebensmitteln haben? Und ist es nicht auch im Sinne des christlichen Fastenbrauchs, auf den Luxus des Alltags zu verzichten?“
 

Warum gibt es den Strichcode?

Die Strichcodes sind im Warenwirtschafts- bzw. Kassensystem des Supermarkts hinterlegt. Wird der Artikel mit dem Strichcode über die Scannerkasse gezogen, wird er auf dem Kassenzettel gebont und der registrierte Lagerstand des Artikels sinkt. Der Strichcode ist also wichtig für den reibungslosen und schnellen Ablauf im Supermarkt. Artikel, die über den Supermarkt verkauft werden sollen, müssen also mit einem Strichcode versehen sein.
 

Tipp von docFood:

Probieren Sie’s doch auch mal – und teilen Sie uns in den Kommentaren auf dieser Seite Ihre Erfahrungen mit!
 
Bildquelle: www.strichcode-fasten.de
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Spaghetti mit Möhrenpesto und Mandeln

Zutaten für 4 Personen:
500 g Möhren
1 Zwiebel
1 rote Chilischote
8 EL Olivenöl
5 EL Ahornsirup
Salz, Pfeffer
120 g Mandeln
Thymian
150 g Parmesan gerieben
500 g Dinkel-Vollkorn-Spaghetti
 
Zubereitung:
1 Die Möhren schälen und in feine Würfel schneiden. Zwiebel und Chilischote ebenfalls fein würfeln und alles zusammen in 2 EL Olivenöl in einer Pfanne anschwitzen.
2 Den Ahornsirup hinzufügen und karamellisieren lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten und den Thymian dazugeben.
3 Die angeschwitzten Möhren mit den Mandeln, dem geriebenen Parmesan und dem restlichen Olivenöl vermengen und pürieren.
4 Spaghetti al dente garen und zusammen mit dem Pesto servieren.
 
Bildquelle: Naturata
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