Süße Pfannkuchenpäckchen

Zutaten für 4 Personen:
Teig: 250 g Mehl, 4 Eier (Größe L), 1 Prise Salz, 400 ml Milch, 125 ml Mineralwasser

Füllung:
2 Eier (Größe L), 120 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe), 1 EL Vanillepuddingpulver (20 g), Schale und Saft einer halben unbehandelten Zitrone, 150 g Kirschen aus dem Glas
Soße: 300 g tiefgekühlte Himbeeren, 5 EL Zucker
Außerdem: 4 EL Butterschmalz zum Ausbacken, 4 Stängel Zitronenmelisse, 1 EL Puderzucker
 
Zubereitung:
1 Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben, mit dem Handrührgerät (Rührbesen) verquirlen und 10 Minuten ruhen lassen. Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Nach und nach 8 dicke Pfannkuchen ausbacken.
2 Für die Füllung die Eier trennen. Eigelbe mit Zucker und Vanillezucker verquirlen. Eiweiß steif schlagen. Frischkäse mit der Eigelbmischung, Puddingpulver, Zitronenschale und -saft verrühren, zuletzt den Eischnee unterziehen.
3 Je 2-3 EL Füllmasse und 1 EL Kirschen in die Mitte der Pfannkuchen setzen. Ränder zur Mitte umklappen, die Pfannkuchenpäckchen wie Rouladen aufrollen und mit Küchengarn umwickeln. Mit der Öffnung nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa 20 Minuten backen.
4 Himbeeren mit dem Zucker pürieren. Päckchen nach dem Backen nach Belieben mit Zitronenmelisse und Puderzucker garnieren und mit der Himbeersoße servieren.
 
Bildquelle: Aurora
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Dorsch-Pastete mit Senfsoße

Zutaten für 4 Personen:
50 g Butter, 2 Lauchstangen, geschnitten, 140 g Champignons, 2 große Kartoffeln, Salz und schwarzer Pfeffer, 8 Eier, 300 ml Milch, 6 EL frischer Dill, 600 g Dorschfilet, 100 g herzhafter irischer Cheddar-Käse, einige Dill-Zweige zum Garnieren

Senfsoße:
250 ml Crème Fraîche, 3–4 EL Senf, Salz, Schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
1 Backofen auf 220°C vorheizen.Lauch waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Champignons putze, Kartoffeln schälen und beides ebenfalls in Scheiben schneiden. Den Fisch in 4 cm große Stücke schneiden. Cheddar reiben.
2 Die Butter in einem großen Topf erhitzen und die Lauch-Scheiben kurz darin anbraten, bis sie fast weich sind. Danach die Champignons zugeben und mitbraten. Alles in eine Auflaufform geben. Die Kartoffelscheiben in der Zwischenzeit in Salzwasser etwa 8 Minuten kochen lassen. Dann ebenfalls in die Auflaufform geben.
3 Milch und Eier miteinander verquirlen. 2–3 EL Dill, Salz und Pfeffer zugeben. Die Fischstücke auf die Kartoffelscheiben in die Auflaufform geben, alles salzen und pfeffern und mit der Soße übergießen. Für 10 Minuten in den Backofen geben.
4 Dann mit dem geriebenen Cheddar bestreuen und nochmals ca. 5 Minuten weiterbacken. Zum Schluss den Backofen auf höchste Stufe stellen und die Auflaufform auf unterster Schiene backen, bis der Käse goldbraun ist.
5 Die Crème Fraîche in einen Kochtopf geben und bei mittlerer Hitze einreduzieren. Topf von der Kochstelle nehmen. Senf und Dill einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
6 Die Pastete auf vier warme Teller verteilen, die Senfsoße darüber geben und mit Dill-Zweigen garnieren.
 
Bildquelle: Kerrygold
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Erdäpfel-Cordon bleu

Zutaten für 4 Personen (12 Stück):
Teig: 1 kg gekochte Kartoffeln (mehligkochend), 150-200 g Mehl Type 405, 2 Eier, Salz, Pfeffer und Muskat
Füllung: 6 Scheiben gekochter Schinken, 6 Scheiben Emmentaler oder Allgäuer Bergkäse
Außerdem: Mehl für die Arbeitsfläche, 2 Eier, Semmelbrösel, Pflanzenfett zum Ausbacken
 
Zubereitung:
1 Die gekochten Kartoffeln pellen und noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit einer Reibe fein reiben. Mit 150-200 g Mehl, Eiern, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und frisch geriebenem Muskat zu einem Teig kneten.
2 Jede Kartoffelsorte nimmt unterschiedlich viel Mehl auf, dadurch variiert die benötigte Mehlmenge. Ist der Teig noch zu weich, geben Sie so viel Mehl dazu, dass Sie einen Teig erhalten, der sich gut ausrollen lässt.
3 Für die Füllung Schinken und Käse in kleine Würfel schneiden und vermischen.
4 Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf ca. 48 x 40 cm ausrollen und in 12 gleich große Rechtecke schneiden. Die Käse-Schinken-Mischung gleichmäßig auf den Rechtecken verteilen.
5 Teigstücke zuklappen, gut andrücken und zuerst in verquirltem Ei, dann in Semmelbrösel wenden. Pflanzenfett auf ca. 170 °C erwärmen und die Erdäpfel-Cordon bleu darin gleichmäßig goldgelb ausbacken.
6 Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm mit gemischtem Salat servieren.
 
Bildquelle: Aurora
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Pizza deliziosa

Zutaten für 4 Personen:
 
Teig: 400 g Weizen-Mehl Type 550, 1 Würfel Hefe, 200 ml lauwarme Milch, 6 EL (50 ml) Öl, 1 TL Salz, 20 g Butter
Belag: 300 ml Tomatensoße (Glas), 125 g Mozzarella, 100 g Gouda, 150 g Parmaschinken, 50 g Rucola, 100 g dünn gehobelter Parmesan, 2 EL Pesto (Glas), 4 EL Olivenöl
 
Zubereitung:
1 Für den Teig das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken und die Hefe hineinbröckeln. Die restlichen Teigzutaten zufügen und mit dem des Handrührgerätes zunächst auf niedrigster, dann auf höchster Stufe ca. 4 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten.
2 Den Teig ca. 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Nochmals kurz durchkneten.
3 Den Teig zu einem Rechteck von etwa 30 x 40 cm ausrollen, ein gefettetes Backblech damit auslegen und zugedeckt weitere 20 bis 30 Minuten gehen lassen.
4 Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Gouda und Mozzarella klein würfeln. Die Tomatensoße auf dem Boden verteilen und den Käse darüberstreuen. Auf der mittleren Schiene des Backofens etwa 20 Minuten backen.
5 Die Pizza nach dem Backen sofort mit zerrupftem Parmaschinken, Rucola und Parmesanhobeln belegen. Pesto mit Olivenöl glatt rühren und darüber träufeln.
 
Bildquelle: Aurora
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Möhrenpuffer mit Joghurtdip

Zutaten für 4 Personen:
Für den Dip:
200 g Joghurt, 100 g Frischkäse, 1 EL frische Schnittlauchröllchen, Meersalz, 1 Spritzer Zitronensaft, Cayennepfeffer
Für die Puffer:
250 g festkochende Kartoffeln, 400 g Möhren, 250 g Zucchini, 1 Hand voll frische Petersilie, 2 Eier, 100 g Mehl, 2 EL Kartoffelstärke, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 1/2 TL Muskat, 3-4 EL Pflanzenöl

Zubereitung:
1 Für den Dip den Joghurt mit dem Frischkäse cremig rühren. Den Schnittlauch unterrühren und mit Salz, Zitronensaft sowie Cayennepfeffer abschmecken und in Schälchen füllen.
2 Die Kartoffeln und Möhren waschen, schälen und grob raspeln. Zum Abtropfen in ein Sieb geben und gut ausdrücken.
3 Die Zucchini waschen, halbieren, mit einem Teelöffel die Kerne herauskratzen und ebenfalls grob raspeln. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Zucchini mit der ausgedrückten Kartoffel-Karotten-Masse, den Eiern, dem Mehl, der Stärke und der Petersilie vermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
4 In einer Pfanne das Öl heiß werden lassen, mit einem Esslöffel kleine Haufen der Puffer-Masse hineingeben und flach drücken. Die Puffer 3 bis 5 Minuten goldbraun anbraten, wenden und weitere 3 bis 5 Minuten von der anderen Seite braten.
5 Die Puffer herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Anschließend auf Tellern angerichtet mit dem Joghurtdip servieren.
 
Bildquelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse
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Fastenzeit – 60 Prozent der Deutschen üben Verzicht

Knapp 60 Prozent der Deutschen haben schon mindestens einmal in der Fastenzeit gezielt für mehrere Wochen auf bestimmte Genussmittel oder Konsumgüter verzichtet – darunter vor allem Jüngere. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Besonders beliebt ist der Verzicht auf Alkohol und Süßigkeiten. Fast jeder dritte Befragte würde eher sein Handy oder Internet für längere Zeit abschalten.
Laut DAK-Studie haben 42 Prozent der Befragten schon öfter für mehrere Wochen gefastet. Bei der gleichen Umfrage im Jahr 2012 gaben dies nur 34 Prozent an. Weitere 17 Prozent verzichteten bereits einmal gezielt auf bestimmte Genussmittel oder Konsummittel. Jeder Zehnte hat dies noch nie getan, könnte sich aber gut eine Fastenzeit vorstellen.
 

Beliebt: Verzicht auf Alkohol

Nur für 29 Prozent der Deutschen kommt derzeit der bewusste Verzicht überhaupt nicht in Frage. Während bei den 18- bis 29-Jährigen nur 18 Prozent das Fasten ablehnen, sind es in der Altersgruppe über 60 Jahre doppelt so viele. Favorit beim Fasten bleibt Alkohol – hierauf würden 69 Prozent der Befragten am ehesten verzichten. Es folgen Süßigkeiten mit 63 Prozent. Der gezielte Verzicht auf Fleisch wird mit 47 Prozent in diesem Jahr häufiger genannt als das Rauchen (43 Prozent). 31 Prozent würden am ehesten auf Unterhaltungselektronik wie Handy, Smartphone, Computer und Internet verzichten. Jeder Fünfte würde sogar sein Auto stehen lassen.
 

Fastenzeit 2014: Hierauf würden die Deutschen am ehesten verzichten*

1.) Alkohol                            (69 Prozent)
2.) Süßigkeiten                    (63 Prozent)
3.) Fleisch                             (47 Prozent)
4.) Rauchen                         (43 Prozent)
5.) Fernsehen                      (33 Prozent)
6.) Handy, Computer      (31 Prozent)
7.) Auto                                 (19 Prozent)
* Repräsentative Bevölkerungsbefragung durch Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit, 25. bis 27. Februar 2014, 1.000 Befragte
 

Größere Bereitschaft zum Fasten bei Frauen

Beim Fasten unterscheiden sich die Geschlechter. Während 54 Prozent der Frauen bewusst auf Fleisch verzichten würden, sind es bei den Männern nur 40 Prozent. Auch den Verzicht auf Handy und Internet nennen Frauen mit 36 Prozent häufiger als Männer mit 26 Prozent.  „Frauen achten in der Regel mehr auf ihren Körper und ihre Psyche“, erklärt Expertin Silke Willms von der DAK-Gesundheit. „Sie gehen häufiger als Männer zur Vorsorge und nutzen auch das Fasten bewusst für einen gesunden Lebensstil. Wenn Familie und Beruf zu sehr stressen, kann gerade der gezielte Verzicht auf Smartphone und Computer Entspannung und neue Kraft bringen. Wer länger abschaltet, kann seine eigene Batterie besser aufladen.“
 

Tipp von docFood:

Wie wär’s als Alternative zum Verzicht auf Alkohol, Fleisch, Rauchen & Co. mit Strichcodefasten? Was das ist, erfahren Sie hier>>
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Fasten und Alltag – lässt sich das verbinden?

Für viele, die jetzt fasten wollen, stellt sich die Frage: Kann ich das Fasten in meinen beruflichen und privaten Alltag integrieren? Mit einer gewissen Voraussicht und Planung ist das kein Problem. Allerdings gilt: Wer zum ersten Mal fastet, tut dies am besten mit reduzierter Alltagsbelastung und unter fachkundiger Anleitung – allein schon um die individuellen Reaktionen von Körper und Seele auf den Nahrungsverzicht kennenzulernen, denn die sind schließlich bei jedem verschieden.
Empfehlenswert für Anfänger sind Fastenkurse in kleinen Gruppen mit erfahrenen Kursleitern. So wird man mit dem „System“ des Fastens am besten und schnellsten vertraut. Inzwischen werden Fastenkurse von vielen Volkshochschulen, naturheilkundlichen Praxen und ausgebildeten privaten Fastentrainer/innen angeboten.
 

Fasten zu hause – gute Vorbereitung hilft

Gefastet wird dann zu hause – den Rückhalt gibt das tägliche Treffen im Fastenkurs. Wer dabei bleibt, dem stehen später viele Wege offen: Fasten kann man allein, mit dem Partner, in Gruppen, ohne Anleitung, mit Anleitung, im Urlaub, zu hause oder sonst wo. Wichtig ist immer nur, sich eine Situation zu suchen, in der man sich wohl fühlt und eine Zeitnischen hat, um seine Ruhe zu finden. Der ideale „Fastenrhytmus“ dürfte übrigens bei ein bis zwei Fastenwochen pro Jahr liegen. Jeder sollte letztlich selbst für sich herausfinden, wann, wie oft und wo er fastet. Beim Fasten zu hause sollte man vor allem an folgende Punkte denken:

  • Beginnen Sie an einem Wochende und nehmen Sie sich zum Fastenanfang eine echte Auszeit. Die ersten zwei bis drei Tage im Fasten sind die schwierigsten. Danach verschwinden normalerweise anfängliche Hungergefühle und der Körper schaltet auf den so genannten „Hungerstoffwechsel“ um: Der Organismus greift auf seine Energiereserven zurück und beginnt, Fettdepots und – in weit geringerem Ausmaß – Muskeleiweiß zu mobilisieren, um seinen Energiebedarf zu decken.
  • Planen Sie für die Fastenwoche täglich wenigstens zwei bis drei Stunden für den persönlichen Rückzug ein. Halten Sie sich die Zeit von außergewöhnlichen Belastungen und verschiebbaren Terminen frei.

 

Es muss kein strenges Fasten sein

Entscheidend für die persönliche Verfassung während des Fastens ist auch die Fastenform. Für das Fasten zuhause sind die strengen Fastenformen (Wasserfasten, Teefasten) weniger geeignet. Stattdessen sollte eine Form des modifizierten Fastens bevorzugt werden. Beim modifizierten Fasten sind geringe Mengen Nahrungsenergie (ca. 200 bis 300 Kalorien täglich) vorgesehen:
 

  • „Buchinger-Fasten“ mit heißen Kräutertees, heißer Gemüsebrühe sowie Obst- und Gemüse-Säften.
  • Molke-Fasten mit täglich ca. 2 Litern Molke, die durch ihren Eiweißgehalt einem Eiweißmangel im Fasten vorbeugt.
  • Schleimfasten. Es ist besonders geeignet für Magen- und Darmempfindliche.

Beim selbständigen Fasten sind diese modifizierten Fastenformen, sicherlich die bewährtesten. Da sie eine „Illusion“ von Nahrung lassen, fällt das Fasten mit ihnen in der Regel leichter als mit den absoluten Null-Diäten.
 

Tipp von docFood:

Wer es nicht schafft, sich für das Fasten eine echte Auszeit zu nehmen und im Alltag fastet, sollte bedenken: Alles braucht mehr Zeit. Der Kreislauf kann labiler sein. Schnellstarts und Spurts in jeder Hinsicht wirken belastend. Fastende sind in der Regel psychisch empfindlicher und sensibler. Beim Autofahren kann die Reaktionsfähigkeit herabgesetzt sein.
 
Bildquelle: DAK / Kohlbecher
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Fasten – neue Energie für Körper und Geist

Sie überlegen noch, ob Sie das mit dem Fasten nicht doch mal probieren sollen? Dann ist das neue UGBforum spezial „Fasten – neue Energie für Körper und Geist“ mit Sicherheit eine gute Entscheidungshilfe – und bietet Ihnen darüber hinaus eine gute Anleitung: Erfahrene Fastenärzte und Dozenten des Verbandes für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB) geben in dem neuen Heft, viele Tipps und Ratschläge für die persönliche Fastenpraxis. Die Autoren des Heftes gehen auf knapp fünfzig Seiten informativ und praxisorientiert auf die verschiedensten Facetten des Fastens ein. Dabei geht es um sowohl um allgemeine Aspekte des Fastens alsauch um die Darstellung spezieller Details.
 

Einstieg in einen neuen Lebensstil

So wird Fasten in seiner ganzheitlichen Dimension als „Einstieg in einen neuen Lebensstil“ beschrieben und erklärt, wie man die „volle Energie im Fasten“ behält. Darüber hinaus wird das große therapeutische Potenzial des Fastens dargestellt – spezielle Beiträge gehen auf die Möglichkeiten des Fastens bei Rheuma, Abnehmen und Stressabbau ein. Auch die Rückkehr zum normalen‘ Essen nach dem Fasten wird nicht vergessen. Diesem Thema widmet sich der Beitrag „Nach dem Fasten: Mehr Achtsamkeit fürs Essen.“
 

Fasten kann Dein Leben ändern

Spannend liest sich vor allem der Artikel zum Therapeutischen Fasten: Demnach wirkt sich der freiwillige Nahrungsverzicht positiv auf entscheidende gesundheitliche Risikofaktoren aus. So lassen sich in der Fastentherapie Übergewicht und Insulinresistenz abbauen, außerdem sinken der Blutdruck ebenso wie erhöhte Blutfettwerte. Vor allem auf das Entzündungsgeschehen wirkt Fasten sich günstig aus. Daher ist dem Heft zufolge ärztlich begleitetes Fasten besonders für Rheumakranke empfehlenswert. Der UGB empfiehlt: Wer therapeutisch motiviert fastet, ist in einer Fastenklinik gut aufgehoben. Gesunde machen ihre erste Fastenerfahrung am besten mit der Begleitung eines qualifizierten Fastenleiters vor Ort oder – noch besser – abseits vom Alltag. Grundsätzlich bringt das Fasten nach Ansicht der Experten des UGB also nicht nur neue Erkenntnisse, sondern kann sogar die innere Einstellung gegenüber dem eigenen Lebensstil verändern: „Fastende berichten über ein neues, bewussteres Körpergefühl und ein intensiveres Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse. Das motiviert viele, eingefahrene Gewohnheiten zu verändern.“
 

Tipp von docFood:

Ausprobieren lohnt sich daher in jedem Fall! Das UGBforum spezial ist für 8,90 Euro (zzgl. Versand) im Internet erhältlich unter www.ugb-verlag.de oder direkt beim Herausgeber: UGB-Verlag, Sandusweg 3, D-35435 Wettenberg, Tel. 0641-808960.
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Artischocke – zartbitterer Frühlingsgruß

In Palermo, Sevilla und Lissabon kommen jetzt ganze Wagenladungen junger, frisch geernteter Artischocken auf die Gemüsemärkte – zu Spottpreisen, für 20 oder 30 Cent das Stück. Wir kommen leider weder so leicht noch so preiswert an die Delikatesse aus dem Süden ran. Frische Artischocken sind hierzulande im Frühjahr nach wie vor noch eine Seltenheit – und wenn, dann zahlt man für mittelgroße, feste Qualitäten das Drei- bis Vierfache. Trotzdem: Die Investition lohnt. docFood erzählt Ihnen, warum.
Artischocken schmecken – richtig zubereitet – nicht nur exquisit, sondern sind zudem noch ausgesprochen gesund.
 

Cynarin – Liebling der Leber

Ihre medizinische Wirkung verdanken Artischocken in erster Linie dem Bitterstoff Cynarin, der auch den Geschmack des Gemüses aus der Familie der Disteln prägt. Das Cynarin macht die Artischocke zum Liebling der Leber. Es regt die Bildung der Gallenflüssigfkeit an, fördern die Ausschüttung des Gallensafts in den Dünndarm (besonders wichtig für den Fettstoffwechsel) und hilft der Leber darüber hinaus bei der Regeneration ihrer Zellen und ihrer entgiftenden Arbeit. Artischocken senken die Blutfettwerte, vor allem die Triglyzeride, und fördern durch ihre galletreibende Wirkung die vermehrte Ausscheidung von Cholesterin. Bei vielen Stoffwechselerkrankungen, wie Rheuma, Gicht, Fettsucht, Drüsenschwäche, aber auch bei chronischen Durchfällen, Magenübersäuerung, Blasen- und Nierenschwäche, ist die Artischocke beste Naturmedizin, da ihre Enzyme Schleimhäute und innere Drüsen stimulieren.
 

Kleine Warenkunde

Es gibt kleinere, violette, zlindrische Artischocken (meist aus italien) und dicke, runde, grüne Artischocken (meist aus Spanien oder Frankreich). Die rundköpfigen Arten haben gegenüber den zylindrischen Arten einen größeren Blütenboden und somit mehr Fleisch. Achten Sie darauf, dass die Stängel nicht zu kurz abgeschnitten wurde, denn sie versorgen die Blätter mit Feuchtigkeit . Die Frucht sollte sich fest und dicht anfühlen, die Knospen geschlossen und frischgrün sein, d. h. die Blätter glatt und eng um das Herz anliegen. Sind die Blätter bereits geöffnet, so kann es sein, dass die Artischocke überreif und innen bereits ausgetrocknet ist. Bräunliche und strohige Blätter weisen auf eine eingetrocknete Frucht hin, sie schmecken nicht mehr gut und werden durch das Kochen nicht weich.
 

Tipp von docFood:

Die Zubereitung ist kinderleicht nach diesem Basisrezept: Stängel ca. 10 cm unter der Knospe abschneiden, mit dem Stielrest nach unten in kochendes Salzwasser legen, Zitronensaft beigeben (um eine Bräunung zu verhindern) und zugedeckt ca. 30 Minuten garen. Danach sollten sich die Blättchen von außen nach innen leicht abzupfen lassen. In Dressing, Remoulade, Mayonnaise oder selbstgemachten Dip tunken und zwischen den Zähnen abziehen bzw. auslutschen. Das butterzarte Bodenherz ganz auslöffeln und mit der Soße genießen. Junge Artischocken passen auch gut in ein gemischtes Pfannengemüse, zum Beispiel zu gefüllter Hähnchenbrust.
 
Bildquelle: muehleib
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Fasten – Hält Körper und Seele jung

Über die klassischen medizinischen Aspekte des Fastens hinaus rücken in jüngster Zeit vor allem zwei weitere gesundheitliche Vorteile ins Blickfeld der Betrachtung: Die positive Wirkung auf die Psyche sowie sein Anti-Aging-Potential.
Dass Fasten die Stimmung hebt und sich nach einigen Fastentagen eine heitere, entspannte Stimmung einstellt, die manchmal fast euphorische Ausmaße annimmt, weiß man aus zahllosen Erfahrungsberichten von Fastenden. Der Göttinger Neurobiologe und Stressforscher Prof. Dr. Gerald Hüther hat die biochemischen Mechanismen erforscht, die dafür verantwortlich sind: Zum einen fallen beim Fasten die Blutfettwerte des Stresshormons Kortisol bis zur Hälfte ab – was bei gestressten Zeitgenossen schon zu enormer Beruhigung führt. Zum andren greift das Fasten in unser „serotogenes System“ ein. Fasten stimuliert bereits nach kurzer Zeit die Ausschüttung des „Glückshormons“ Serotonin. Gleichzeitig blockiert es dessen Wiederaufnahme in die Zellen. So bewirkt das Fasten durch die immer höhere Konzentration des Serotonins auf natürlichem Weg ähnliches wie bestimmte synthetisch-chemische Rauschmittel und Psychopharmaka: Eine euphorisch-gehobene Stimmung, gesteigerte Sensibilität, und intensives Traumerleben werden massiv stimuliert.
 

Fasten verstärkt die Gefühle

Dieser neurobiologische Effekt des Fastens dürfte auch einer der Gründe dafür sein, dass das Fasten in vielen Kulturen im Rahmen religiöser oder spiritueller Traditionen – z.B. zur Erlangung transzendentaler Bewusstseinszustände – einen wichtigen Platz hat. Andererseits ist durchaus auch eine gewisse Vorsicht geboten: So weist Hüther auch auf die Gefahren dieses Phänomens hin: „Fastende können in einen Zustand geraten, in dem sie sich plötzlich befreit von Ängsten und Spannungen fühlen. Das kann durchaus zu seelischer Abhängigkeit führen. Ich rate deshalb psychisch labilen Menschen vom Fasten ab. Bei Mädchen oder jungen Frauen, die wenig gefestigt sind, kann Fasten sogar in einer Magersucht enden.“ Gleichzeitig haben die Fastenforscher festgestellt, dass die Wirkung des Heilfastens stark abhängig von der Haltung des Fastenden ist. Hüther: „Der wohltuende Effekt des Fastens stellt sich nur ein, wenn man bereits zu Beginn des Fastens positiv gestimmt ist.“ Wer zum Fasten gezwungen wird oder zu Beginn des Fasten in Krisenstimmung ist, läuft ebenfalls Gefahr, schon bald in eine „Fastenkrise“ mit Erschöpfung, Schlafstörungen und Schwindelanfällen zu fallen, die zum Abbruch zwingen kann.
 

Fasten beugt dem Altern vor

Was den Anti-Aging-Effekt des Fastens betrifft, so behaupten die großen Fastenlehrer wie z.B. Buchinger und Lützner schon seit langem, Fasten halte die Alterungsprozesse im Körper auf bzw. verlangsamen sie. So gilt Fasten als ideale Prävention zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, besonders in den Wechseljahren der Frau und beim Leistungsknick des Mannes um das 50. Lebensjahr. Aktuelle Forschungsergebnisse weisen ebenfalls in diese Richtung. So konnte Dr. Ryoya Takahashi von der Toho Universität / Japan nachweisen, dass sich im Fasten der Gehalt hitzelabiler, geschädigter Enzyme in den Zellen drastisch vermindert: „Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass dieser Anhäufung geschädigter Enzyme – und damit vermutlich auch dem Alterungsprozess – durch Einschränkung der Nahrungszufuhr entgegengewirkt werden kann.“
 
Bildquelle: Gisela Peter / pixelio.de
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