Das Fairtrade-Siegel für fairen Handel

Produkte, die mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet sind, stehen für faire Arbeits- und Lebensbedingungen bei den Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika. Vergeben wird das Siegel vom gemeinnützigen Verein TransFair e.V., dem 34 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Kirche, Sozialarbeit, Verbraucherschutz, Genossenschaftswesen, Bildung, Politik und Umwelt angehören, auf Grundlage von Lizenzverträgen.
In Deutschland gibt es aktuell 250 Unternehmen, die rund 2.000 Fairtrade-zertifizierte Produkte anbieten. Um die Zertifizierung zu erhalten, müssen zahlreiche Fairtrade-Standards erfüllt werden, die alle wichtigen Akteure des Fairtrade-Systems gemeinsam entwickeln.
 

Das Fairtrade-Siegel von TransFair

TransFair setzt sich dafür ein, weitere Partner und Unterstützer für den fairen Handel durch Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu gewinnen. Dabei wird der Verein durch seine Mitgliedsorganisationen unterstützt, die mit eigenen Aktionen und Kampagnen den fairen Handel und das Fairtrade-Siegel bekannter machen. TransFair sieht seine Aufgaben außerdem darin, Personen in der Politik, in Wirtschaftsverbänden, Nichtregierungsorganisationen und Umweltvereinigungen über Fairtrade zu informieren und miteinander zu vernetzen. 2012 feierte TransFair sein 20-jähriges Bestehen und ein zweistelliges Wachstum der Fairtrade-Produkte, mit einem Umsatz von über 500 Millionen Euro.
 

Zertifizierung für das Fairtrade-Siegel

TransFair vergibt zwar die Lizenz für die Nutzung des Fairtrade-Siegels, die Voraussetzungen prüft jedoch die Zertfizierungsgesellschaft der Fairtrade International (FLO), die FLO-CERT. Sie kontrolliert vor Ort, ob bei Produzenten und Händlern die Fairtrade-Standards eingehalten werden und ob die Produzentenorganisationen den festgelegten Mindestpreis und die Fairtrade-Prämie ausgezahlt bekommen. Weil in Produzenten-Kooperativen häufig hunderte oder tausende Bauern zusammengeschlossen sind, kann FLO-CERT nicht jeden einzelnen Bauer besuchen, sondern überprüft anhand von „Gruppen-Zertifizierungen“ die gesamte Kooperative und macht Stichproben bei einigen Bauernfamilien. Durch die unabhängigen und transparenten Kontrollen der FLO-CERT nach den internationalen Fairtrade-Standards soll die Glaubwürdigkeit des Fairtrade-Siegels sichergestellt werden.
 

Tipp von docFood:

Neben dem Fairtrade-Siegel gibt es noch zahlreiche weitere Siegel für Produkte aus fairem Handel, zum Beispiel das Gepa-Logo des gleichnamigen Fair-Handelsunternehmens, Fair for Life, das FAIRbindet-Siegel von tegut und viele weitere mehr. Je nach Produkt und Siegel lohnt sich ein genauerer Blick und ein bisschen Recherche, um wirklich ein fair gehandeltes Produkt zu kaufen und nicht auf einen Marketing-Trick hereinzufallen.
Anerkannte Siegel finden Sie beim „Forum Freier Handel“ im Internet, in dem sich Organisationen und Akteure des fairen Handels zusammen geschlossen haben: www.forum-freier-handel.de

Melanie Kirk-Mechtel

Bildquelle: TransFair e.V / M. Ersch
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Fairtrade – Hilfe für Kleinbauern

Fast jeder kennt fair gehandelte Produkte, aber was steckt eigentlich genau dahinter? Die Fairtrade-Standards haben das Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbauern und Plantagenarbeitern in Afrika, Asien und Lateinamerika nachhaltig zu verbessern. Heute profitieren bereits rund 1,2 Millionen Beschäftigte vom fairen Handel, insgesamt sogar über 7 Millionen Menschen.
Vor 30 Jahren konnten Verbraucher fair gehandelten Kaffee nur auf dem Kirchenbasar oder im Weltladen kaufen. Inzwischen gibt es ihn in jedem Supermarkt und sogar im Discounter. Und nicht nur das: In Deutschland bieten mittlerweile 250 Partnerfirmen rund 2.000 verschiedene Produkte mit Fairtrade-Siegel an. Damit werden ausschließlich Produkte ausgezeichnet, bei deren Produktion die 3 Säulen des Fairtrade-Standards, Ökonomie, Ökologie und Soziales, berücksichtigt wurden.
 

Die Gründe für Fairtrade

Bauernfamilien und Plantagenangestellte in den so genannten Entwicklungsländern leben unter dem Druck des Weltmarktes und schwankender Preise. Durch ausbeuterische Methoden der lokalen Zwischenhändler landen sie nicht selten in der Verschuldung. Häufig finden Sie keinen Ausweg aus ihrer Situation, als durch Drogenanbau, Prostitution oder Kinderarbeit Geld zu verdienen oder in die Elendsviertel der Großstädte zu ziehen. Durch Fairtrade sind die Bauern in der Lage, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und ein selbstbestimmtes Leben ohne Armut zu führen. Denn der faire Handel ermöglicht ihnen den Zugang zum Markt und ein stabiles Einkommen durch langfristige, möglichst direkte Handelsbeziehungen.
 

Die Fairtrade-Standards

Um Teil des Fairtrade-Systems zu werden, müssen Kleinbauern sich zu Organisationen zusammenschließen, in denen sie demokratisch entscheiden und möglichst aktiv mitwirken. Nur so wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sie ihre Produkte am Weltmarkt verkaufen können. Vorgaben für die Organisationen sind Transparenz und das Verbot jeglicher Art von Diskriminierung. Auf Plantagen sollen die Standards soziale Rechte und Sicherheit der Arbeiter fördern. So müssen bei Arbeitsbedingungen und Lohn gesetzliche Mindestanforderungen erfüllt sein sowie Tarifverhandlungen, Versammlungsfreiheit und Möglichkeiten zur Weiterbildung garantiert werden. Zusätzlich zum Mindestpreis für die Produkte gibt es eine Fairtrade-Prämie. Diese ermöglicht es den Produzentenorganisationen, gemeinsame Projekte wie den Bau von Schulen oder Trinkwasserbrunnen umzusetzen. Fairtrade gibt auch Umweltstandards vor. Der bioloische Anbau ist zwar nicht Bedingung, wird aber gefördert.
Die Fairtrade-Standards werden von den Fairtrade Labelling Organizations International (FLO; heute Fairtrade International) nach anerkannten internationalen Richtlinien entwickelt. In der Praxis sind alle wichtigen Akteure des Fairtrade-Systems mitbeteiligt, unter anderem Produzenten, Händler, Siegelorganisationen wie TransFair und unabhängige Experten.
 

Tipp von docFood:

Einen Überblick über den fairen Handel und die Arbeitsbedingungen der Bauern und Angestellten in Afrika, Asien und Lateinamerika bekommen Sie im 5-minütigen Film von FairTrade Deutschland, den Sie sich hier anschauen können: Global.Fair – Fairtrade verbindet Menschen

 Melanie Kirk-Mechtel

Bildquelle: TransFair e. V. / Hartmut Fiebig
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Was bedeutet eigentlich „regional“?

Heimat und Regionalität – das sind derzeit Stichworte, die Verbraucher beim Kauf von Lebensmitteln besonders interessieren. Konsumenten legen zunehmend Wert auf regionale Produkte, wie aktuelle Studien zeigen. Mehr als 70 Prozent der Verbraucher kaufen gleich mehrmals im Monat regionale Lebensmittel – und das ganz bewusst.
So hat der Trend zu regional erzeugten Lebensmitteln das Einkaufsverhalten der Deutschen nach Ansicht bereits verändert: „Wir erleben derzeit eine beispiellose Renaissance des Regionalen“, kommentierte zuletzt noch Ilse Aigner, die vor wenigen Tagen ihr Amt als Bundeslandwirtschaftsministerin abgab und in die bayerische Landespolitik gewechselt ist. Der Handel hat darauf reagiert und seine Sortimente angepasst, wohl auch um die Kunden nicht an die zunehmend beliebten Wochenmärkte und Hofläden zu verlieren.
 

Klare Definition von Regionalität fehlt noch

Allerdings herrscht bei Verbrauchern noch beträchtliche Unsicherheit, was eigentlich genau ein „regionales“ lebensmittel ist. In einer von Aigners Minsiterium initiierten Befragung Anfang 2012 gab nur jeder Fünfte an, dass er sich über die Herkunft regionaler Lebensmittel gut informiert fühle. Eine klare Definition von Regionalität, beispielsweise durch Gütesiegel, fehlt. Diesbezüglich will das Bundeslandwirtschaftsministerium künftig Abhilfe schaffen. Mit der neuen Auszeichnung „Regionalfenster“ versucht die Berliner Behörde bei der Regionalkennzeichnung Transparenz zu schaffen. Das Logo, das im ersten Halbjahr 2013 in bundesweit fünf Testregionen bei 150 Produkten in 20 Märkten ausprobiert wurde, soll Kunden auf einen Blick zeigen, wo die jeweiligen Nahrungsmittel verarbeitet wurden, um welche Region es sich handelt und dass die Hauptzutat komplett von dort stammt. Ab Anfang 2014 kann das Label auf breiter Ebene eingesetzt werden, erste Lizenznehmer sind laut Ministerium die Handelsketten Edeka, Rewe und Tegut.
 

Regionalität schafft Vertrauen und Vertrautheit

Ganz oben auf der regional geprägten Einkaufsliste stehen Umfragen zufolge Eier, Gemüse und Obst, aber auch Fleisch und Milchprodukte. „Regionalität schafft Identität“, heißt es dazu beim Deutschen Bauernverband. „Man verbindet das Produkt im Kopf mit dem Bild einer Landschaft. Und dann entsteht eine wohlige Vertrautheit zwischen Erzeuger und Verbraucher.“ Damit sei der Einkauf dann auch gut für die Seele. Ohnehin sind Lebensmittelkäufe auch immer etwas sehr Emotionales, sagen Verbraucherschützer. „Die Leute wollen beim Essen nicht nur guten Geschmack, sondern auch ein gutes Gefühl.“
 
Bildquelle: www.oekolandbau.de / Copyright BLE / Dominic Menzler
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Gebratener Zander mit Kohlrabi

Zutaten für 4 Personen:
1 Kohlrabi, 1 EL Butter, 100 ml Gemüsebrühe, 320 g Zanderfilet (küchenfertig, mit Haut), 2 EL Pflanzenöl, 2 Knoblauchzehen, 80 ml trockener Weißwein, 80 ml Sahne, 2 EL Schnittlauchröllchen, Salz und Pfeffer aus der Mühle, Zitronensaft, Mehl
 
 
Zubereitung:
Den Kohlrabi schälen und grob raspeln. In einer Pfanne die Butter zerlassen, den Kohlrabi zugeben, kurz anschwitzen und die Brühe angießen. Bei mittlerer Hitze 5 Minuten köcheln lassen, salzen und pfeffern.
Den Fisch waschen, trocken tupfen, in 4 gleich große Stücke schneiden. Die Haut mehrfach einschneiden, salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und leicht mehlieren. In einer heißen Pfanne mit Öl die Zanderstücken auf der Hautseite goldbraun braten, wenden und bei kleiner Hitze glasig ziehen lassen.
Den Knoblauch abziehen, andrücken und dazugeben. Den Weißwein mit der Sahne in einem Topf erhitzen, salzen, pfeffern und mit dem Pürierstab aufschäumen.
Das Kohlrabigemüse noch einmal abschmecken und auf Teller anrichten. Je ein Stück Zanderfilet darauf setzen und mit dem Weißweinschaum beträufeln. Mit Schnittlauchröllchen bestreut servieren.
 
Bildquelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse
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Gemüseeintopf mit Hackbällchen und Makkaroni

Für die Hackbällchen
30 g Ingwer, 1 Schalotte, 4 EL Sonnenblumenöl, 300 g gemischtes Hackfleisch, 1 Ei, 2 EL Semmelbrösel, 1 EL Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
Für den Gemüseeintopf
1 rote Paprika, 2 Karotten, 1 Kohlrabi, 100 g Zuckerschoten, 150 g Staudensellerie, 100 g kleine Champignons, 1,5 l Gemüsebrühe, 160 g Dinkel-Makkaroni
 
Zubereitung:
1 Den Ingwer und die Schalotten in feine Würfel schneiden und in 2 EL heißem Sonnenblumenöl farblos anschwitzen. Das Ganze etwas abkühlen lassen und mit Hackfleisch, Ei, Semmelbrösel sowie Tomatenmark zu einem Teig verkneten. Nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Anschließend kleinen Kugeln formen und in 3 EL heißem Naturata Sonnenblumenöl scharf anbraten.
2 Die Paprika halbieren, entkernen und in 1 cm große Würfel schneiden. Die Karotten und den Kohlrabi schälen und ebenfalls in 1 cm große Würfel schneiden. Die Zuckerschoten dritteln, den Staudensellerie der Länge nach halbieren und in 1 cm lange Stücke schneiden. Die Champignons putzen und halbieren.
3 Die Gemüsebrühe nach Packungsanweisung zubereiten und einmal kurz aufkochen lassen. Die Hitze etwas reduzieren und das Gemüse für ca. 15 Minuten darin garen. Anschließend die Hackbällchen hinzufügen und noch etwas ziehen lassen.
Währenddessen die Nudeln in Salzwasser al dente garen und zum Schluss in den Eintopf geben.
 
Bildquelle: Naturata
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Linsen-Curry-Creme-Suppe

Zutaten für 4 Personen:
2 Zwiebeln, 2 EL Öl, Bund Thymian, 2-3 TL Curry, 150 g rote Linsen, 1 l Gemüsebrühe (Instant), 1 Zucchini, 50 g Walnüsse, 100 g Räucheraalfilet, 50 g Crème fraîche
 
 
 
Zubereitung:
1 Zwiebeln pellen und würfeln. 1 Esslöffel Öl erhitzen. Zwiebeln darin mit einigen Stielen
Thymian goldgelb anbraten. Curry darüber stäuben und anschwitzen. Linsen zugeben
und mit Brühe auffüllen. Zugedeckt 15 Minuten köcheln lassen.
2 Zucchini abspülen, putzen und klein schneiden. Übriges Öl erhitzen und die
Zucchinistückchen darin mit den übrigen Thymianstielen anbraten. Walnüsse grob
hacken und in einer Pfanne kurz rösten. Räucheraal in Stücke schneiden.
3 Die Thymianzweige aus der Suppe entfernen und Crème fraîche zufügen und erhitzen.
Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Mixstab aufschlagen.
4 Zucchini und Räucheraal in tiefe Teller geben, Suppe einfüllen und mit Thymian und
Walnüssen bestreut anrichten.
 
Dieses und viele weitere Rezepte mit Walnüssen finden Sie unter www.walnuss.de
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Abfälle bei Brot vermeiden

In Deutschland landet etwa jedes achte gekaufte Brot im Mülleimer. Das sind pro Person und Jahr rund zwölf Kilo. Noch nicht mit eingerechnet sind die Mengen an Backwaren, die von Bäckereien und Supermärkten entsorgt werden. Häufig schmeißen Verbraucher Brot weg, weil sie zu viel kaufen oder es falsch lagern. docFood sagt Ihnen, wie Sie Abfälle bei Brot vermeiden können.
Wenn Sie keinen Nachbarn haben, der Ihnen altbackenes Brot und Brötchen für seine Pferde, Schafe oder Schweine abnimmt, können Sie die Backwaren weiter verarbeiten. Besser ist natürlich, wenn das Brot erst gar nicht hart wird.
 

Tipps zu Einkauf und Lagerung von Brot

 

  • Kaufen Sie Sauerteigbrote, Brote mit einem hohen Anteil an Roggen oder Vollkorn. Sie bleiben am längsten frisch.
  • Kaufen Sie Brot am besten am Stück. Geschnittene Scheiben schimmeln schneller.
  • Wenn Sie beim Einkauf zu Brot vom Vortag greifen, vermeiden Sie Lebensmittelabfälle im Handel und zahlen gleichzeitig weniger.
  • Lagern Sie Brot und Brötchen bei Raumtemperatur, am besten in einem Behälter aus Ton oder Steingut oder in einem Brotkasten, in dem die Luft zirkulieren kann.
  • Stellen Sie angeschnittenes Brot mit der Schnittfläche nach unten, damit es langsamer austrocknet.
  • Wenn Sie Ihren Brotbehälter regelmäßig mit Essig auswischen, hilft das gegen Schimmelbildung.
  • Auch wenn viele etwas anderes gelernt haben: Lagern Sie Brot bloß nicht im Kühlschrank. Denn bei Temperaturen zwischen 0 und +7 °C verliert das Gebäck an meisten Feuchtigkeit und wird besonders schnell altbacken.
  • Wenn Sie zu viel eingekauft haben, können Sie frisches Brot und Brötchen einfrieren und etwa 3 Monate lang lagern. Brot benötigt bei Zimmertemperatur etwa fünf Stunden zum Auftauen. Gefrorene Brötchen können sie im Backofen in wenigen Minuten knusprig backen. Wenn Sie Brot in Scheiben einfrieren, lassen sich diese ganz einfach im Toaster auftauen.
  • Auch älteres Brot schmeckt wieder fast so gut wie frisches, wenn Sie es im Ofen kurz aufbacken (evtl. vorher mit etwas Wasser benetzen).

 

Tipp von docFood

Wenn Brot oder Brötchen schon richtig trocken sind, machen Sie doch einfach Croutons oder Semmelbrösel daraus. Tolle Rezepte finden Sie in der App der Initiative „Zu gut für die Tonne“ des BMELV (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz). Von süßem Brotpudding und Brotsalat über Semmelknödel bis Brotauflauf sind dort viele leckere Ideen für jeden Geschmack dabei.
Mehr Informationen zur Initiative unter www.zugutfuerdietonne.de
 
Bildquelle: www.oekolandbau.de / Copyright BLE / Thomas Stephan
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Fast eine Milliarde Menschen hungern

Auf der Welt sterben etwa 3,1 Millionen Kinder jedes Jahr vor ihrem fünften Geburtstag, weil ihnen nicht ausreichend Nahrung zur Verfügung steht. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hungern aktuell weltweit 842 Millionen Menschen. Hunger ist das größte Gesundheits-
risiko weltweit, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilt. Gleichzeitig sind 1,4 Milliarden Menschen, also ein Fünftel der Weltbevölkerung, übergewichtig.

 

Was ist eigentlich „Hunger“?

Im jährlich erscheinenden „Welthunger-Index“, herausgegeben von der Deutschen Welthungerhilfe, wird Hunger folgendermaßen definiert: „Der Begriff Hunger wird nicht einheitlich verwendet, was zu Unklarheiten führen kann. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet Hunger ein Unbehagen, das von einem Mangel an Nahrung erzeugt wird. Die FAO definiert Hunger als eine Kalorienaufnahme von weniger als etwa 1.800 Kilokalorien am Tag; das ist das Minimum, das die meisten Menschen für ein gesundes und aktives Leben benötigen. Der Begriff „Unterernährung“ geht über die reine Kalorienzahl hinaus und bezeichnet eine unzureichende Versorgung mit Energie, Proteinen oder wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Unterernährung ist das Ergebnis einer unzureichenden Nahrungsmittelaufnahme – entweder hinsichtlich der Menge oder der Qualität – oder einer mangelhaften Nährstoffverwertung aufgrund von Infektionen oder anderen Krankheiten, beziehungsweise einer Kombination dieser Faktoren.
 

Wie es zur Fehlernährung kommt

Die unzureichende Nahrungsaufnahme oder -verwertung wird ihrerseits durch mangelnde Verfügbarkeit oder mangelnden Zugang zu Nahrung, durch unzulängliche Gesundheitsfürsorge für Mütter und Kinder sowie durch einen nicht ausreichenden Zugang zu Gesundheitsdiensten, zu sauberem Wasser und zu Abwasserentsorgung verursacht. Der breiter angelegte Begriff „Fehlernährung“ bezieht sich sowohl auf Unterernährung (Probleme des Mangels) als auch auf Überernährung (unausgewogene Ernährung, etwa durch die Aufnahme zu vieler Kalorien im Vergleich zum Bedarf, mit oder ohne eine zu geringe Aufnahme vitamin- und mineralstoffreicher Nahrungsmittel).“ So weit die Ausführungen im Welthunger-Index.
 

Was ist der Welthunger-Index?

Der Welthunger-Index (WHI) ist ein Instrument, mit dem die weltweite Hungersituation umfassend berechnet und dargestellt wird. Er wird jährlich vom Internationalen Forschungsinstitut für Ernährungs- und Entwicklungspolitik (IFPRI) berechnet, zeigt Erfolge und Misserfolge bei der Hungerbekämpfung auf und bietet Erklärungen für die Ursachen von Hunger und Ernährungsunsicherheit. Das Ziel des WHI ist es, die Öffentlichkeit für das Hungerproblem zu sensibilisieren und das Verständnis für regionale und nationale Unterschiede von Hunger zu steigern, um Initiativen zur Hungerbekämpfung anzustoßen.
 
Bildquelle: Deutsche Welthungerhilfe
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Brokkolicremesuppe mit Garnelen und Mandelblättchen

Zutaten für 4 Personen:
400 g Brokkoli, 100 g mehlig kochende Kartoffeln, 100 g Knollensellerie, 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, 3-4 EL Olivenöl, ca, 800 ml Gemüsebrühe, 2 EL Mandelblättchen, 250 g Riesengarnelen – küchenfertig, Salz und Pfeffer – aus der Mühle, 150 g Crème fraîche, 1 Handvoll Basilikum, Zitronensaft
 
 
Zubereitung:
1 Den Brokkoli waschen, putzen und klein schneiden. Die Kartoffeln und den Sellerie schälen und würfeln. Die Schalotte und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Beides in heißem Öl anschwitzen, Kartoffeln, Sellerie und Brokkoli zugeben und mit der Brühe ablöschen. Etwa 15 Minuten leise weich köcheln lassen. Anschließend fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Ist die Suppe zu flüssig oder zu dick, einfach noch ein wenig köcheln lassen oder Brühe zufügen.
2 Die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl goldbraun anrösten und aus der Pfanne nehmen. Die Garnelen abbrausen, trocken tupfen und im restlichen Öl 2 bis 3 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
3 Die Suppe vom Feuer nehmen, die Crème fraîche und fein gehacktes Basilikum zufügen. Die Suppe nochmal schaumig aufmixen und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Teller verteilen und mit den Mandelblättchen und den Garnelen garniert servieren.
 
Bildquelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse
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Wok-Gemüse mit Putenstreifen

Zutaten für 4 Personen:
4 Putenschnitzel, 8 EL Sojasoße, 4 TL Speisestärke, 2 EL geschälter Sesam, 1/2 Chinakohl, 3 Stangen Staudensellerie, 400 g Möhren, 20 g Ingwer, 6 EL Öl, Salz, 100 ml trockener Sherry, 350 ml Hühnerbrühe, Sambal Oelek (Chilipaste) nach Geschmack
 
 
Zubereitung:
1 Putenschnitzel waschen, trocken tupfen und in Streifen schneiden. In einer Schüssel mit 4 EL Sojasoße, 2 TL Speisestärke und Sesam vermischen.
2 Chinakohl putzen und in breite Streifen schneiden. Staudensellerie waschen, falls nötig entfädeln und schräg in dünne Scheiben schneiden. Möhren schälen und in Streifen hobeln. Ingwer schälen und fein würfeln.
3 In einem Wok oder einer großen Pfanne 2 EL Öl erhitzen. Möhren, Sellerie und Ingwer darin 2 bis 3 Minuten unter Rühren anbraten, leicht salzen und herausnehmen. Weitere 2 EL Öl erhitzen. Chinakohl unter Rühren 2 bis 3 Minuten anbraten, herausnehmen.
4 Restliche 2 EL Öl erhitzen. Mariniertes Putenfleisch darin 2 bis 3 Minuten anbraten. Mit Sherry ablöschen, etwas einkochen lassen, restliche 4 EL Sojasoße und die Brühe zufügen und aufkochen. Restliche 2 TL Speisestärke in etwas kaltem Wasser anrühren unter Rühren in die Flüssigkeit geben, aufkochen. Das Gemüse untermischen und alles ca. 2 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Mit Sambal Oelek abschmecken. Dazu passt Reis.
 
Bildquelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse
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