Warum wir essen: Energie zum Leben

Warum essen wir eigentlich? Ganz einfach: Weil wir ohne Nahrung nicht existieren könnten. Die Nahrung ist der Treibstoff, der unserem Körper die Energie zum Leben liefert. Jeder Lebensprozess braucht Energie. Bei der Verdauung setzt unser Stoffwechsel diese Energie aus den Lebensmitteln frei.
Wie ist es möglich, dass in unserer Nahrung Energie steckt? Betrachten wir unsere Nahrungspflanzen: Die nutzen die Sonnenenergie auf dem Weg der Photosynthese für ihr Wachstum und zum Aufbau ihrer Substanz. Sie binden die Sonnenenergie, indem sie aus anorganischen Verbindungen, toter Materie, organische, energiereiche Verbindungen wie Kohlenhydrate, Fett und Eiweißstoffe herstellen.
 

Pflanzen liefern alle wichtigen Nährstoffe

Durch die Umwandlung der Sonnenenergie enthalten die Nahrungspflanzen in idealer Weise alles, was wir zum Leben brauchen: Energie liefernde Nährstoffe, Wirkstoffe, die den Energiestoffwechsel aufrecht erhalten und wichtige Begleitstoffe, die für unseren Stoffwechsel und unsere Gesundheit anregende Wirkung haben können. Das gilt aber nicht nur für die pflanzlichen Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Getreide, sondern auch für tierische Produkte wie Fleisch, weil Tiere die Nährstoffe durch ihr Futter aufnehmen.

Unser Körper ist ein Nährstoffspeicher

Letztlich ist unser Körper nichts anderes als ein Speicher der genannten Stoffe. Er besteht aus 15 bis 20 % Eiweiß, 4 bis 6 % Fett, 1 % Kohlenhydraten und 4 bis 5 % Mineralstoffen. Der Rest, also 65 bis 70 %, ist Wasser. Genau so, wie der Mensch mehr ist als eine Anhäufung chemischer Substanzen, sind auch Lebensmittel „Ganzheiten“, deren Wirkung auf unseren Organismus oft gerade in der Kombination der verschiedenen Inhaltsstoffe begründet ist.
 
Bildquelle: samossi / pixelio.de
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Zucker – Ein vielfältiger Energielieferant

Dass Traubenzucker „verbrauchte Energie sofort zurückbringt“, ist für den Körper nur dann eine gute Sache, wenn der Brennstoff wirklich akut gebraucht wird. Vor einer sportlichen Höchstleistung, einem 1000-Meter-Lauf beispielsweise, kann ein Traubenzuckertäfelchen also durchaus einmal sinnvoll sein. Wer „nur so zwischendurch“ den Zucker nascht, der schadet nicht nur seinen Zähnen, sondern auch seiner Verdauung. Die ist über den unnötigen Energieschub eher sauer, weil sie den Nachschub oft dann bekommt, wenn sie ihn eigentlich gar nicht braucht.
Ein gesunder Erwachsener sollte in der Normalkost täglich etwa 300 Gramm Kohlenhydrate aufnehmen, mindestens aber 30 bis 50 Gramm. Diese Menge ist bereits in zwei Scheiben Vollkornbrot enthalten. Dabei ist es nicht gleichgültig, in welcher Form und in welchen Lebensmitteln die Kohlenhydrate aufgenommen werden.
 

Einfach, Mehrfach- und Vielfachzucker

Lebensmittel, die viele Einfachzucker enthalten, liefern bei kleiner Menge viel Energie. Lebensmittel, in denen die Kohlenhydrate in längeren Zuckerketten vorkommen, sind schon deswegen günstiger für unsere Gesundheit, weil sie neben den Kohlenhydraten meist auch noch andere Wirkstoffe mit sich bringen.
Mehrfachzucker kommen zum Beispiel in Obst, Gemüse und Getreide vor. Sie „fließen“ ins Blut. Vor der Aufnahme müssen sie in Einfachzucker gespalten werden.
Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Getreide enthalten viel Stärke. Aus ihr heraus „tröpfelt“ der Einfachzucker ins Blut. Denn es dauert seine Zeit, bis der Vielfachzucker in seine Einzelbestandteile zerlegt ist.
Zellulose ist unverdaulich und kann daher nicht für die Energiegewinnung genutzt werden. Sie gehört aber zu den Ballaststoffen und erfüllt daher sehr wichtige Funktionen.
Traubenzucker braucht als Einfachzucker nicht erst umständlich abgebaut zu werden. Man sagt: Die Einfachzucker „strömen“ ins Blut. Dort stehen sie sofort als Energiereserve zur Verfügung.
 

Tipp von docFood:

Unser Haushaltszucker, die Sacchharose, ist ein Zweifachzucker, der aus Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker) besteht. Auch er wird leicht aufgespalten und gelangt rasch ins Blut. Daher sollten Sie sparsam mit Haushaltszucker und mit zuckerhaltigen Lebensmitteln umgehen. Günstiger sind komplexe Kohlenhydrate, Vielfachzucker aus Vollkorngetreide, Obst und Gemüse, die den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen und länger satt machen. Vorsicht: Zucker versteckt sich häufig unter anderen Namen in vielen Produkten.
 
Bildquelle: C. Monitzer www.spirit4motion.at / pixelio.de
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Vielfalt deutscher Biersorten

Kritiker sagen zwar, dass aufgrund des Reinheitsgebots alle deutschen Biere gleich schmecken. Tatsächlich werden in Deutschland aber aus Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser etwa 5.000 verschiedene Biere gebraut. docFood sagt Ihnen, welche Biersorten es gibt.
Grundsätzlich werden Biersorten nach Art der eingesetzten Hefe in unter- oder obergärige eingeteilt, außerdem auch nach Gehalt der so genannten Stammwürze.
 

Obergärige und untergärige Biersorten

Die Hefen sind in der Brauerei unabkömmlich, denn sie vergären den Zucker aus dem Malz zu Alkohol und haben einen großen Einfluss auf den Geschmack. Obergärige Hefen heißen so, weil sie eine große Oberfläche haben und daher im Verlauf der Gärung durch den Auftrieb nach oben steigen. Sie werden bereits seit langer Zeit zum Bierbrauen eingesetzt, weil sie bei Temperaturen zwischen 15 und 20 °C aktiv sind. Obergärige Biere sind zum Beispiel Kölsch, Alt oder Weizen. Der Name „Alt“ leitet sich von der alten Braumethode ab. Die untergärigen Hefen lieben es kälter als die obergärigen. Sie sinken bis zum Ende des Gärprozesses auf den Boden. Da Temperaturen zwischen 6 und 9 °C früher nur im Winter herrschten, hat die Herstellung von untergärigen Bieren erst mit Erfindung der Kältemaschine im Jahr 1873 seinen Siegeszug angetreten. Heute sind 85 Prozent der deutschen Biere untergärige Sorten wie Pils, Export oder Lager.

Biersorten nach Stammwürze

Würze heißt die Bier-Vorstufe vor der alkoholischen Gärung. Als Stammwürze werden alle darin gelösten Stoffe aus Malz und Hopfen bezeichnet. Je höher der Anteil an Stammwürze ist, desto mehr Alkohol entsteht bei der Gärung. Trotzdem werden Biersorten nicht, wie häufig vermutet, nach ihrem Alkoholgehalt eingeteilt, sondern nach dem Gehalt an Stammwürze: Schankbier enthält 7 bis 11 Gewichtsprozent Stammwürze, Vollbier 11 bis unter 16 und Starkbier über 16 Gewichtsprozent. Ungefähr 98 Prozent der in Deutschland gebrauten Biere fallen in die Kategorie Vollbier, mit einem Alkoholgehalt zwischen 4,5 und unter 5,5 Volumenprozent. Zu den alkoholärmeren Schankbieren sind die Biere zu zählen, die häufig unter Bezeichnungen wie „light“ oder „leicht“ verkauft werden. Starkbiere sind alle Bock- und Doppelbockbiere.

Tipp von Doc Food

Ausführliche Porträts verschiedener Biere finden Sie auf den Internetseiten des DBB (Deutscher Brauer-Bund e.V.): Deutschlands beliebteste Biersorten
Bildquelle: Deutscher Brauer-Bund e.V.
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Bier: das deutsche Reinheitsgebot

Die erste Version des deutschen Reinheitsgebots stammt aus dem Jahr 1516. Der Bayernherzog Wilhelm IV. schrieb damals vor, aus welchen Zutaten Bier hergestellt werden durfte: „Ganz besonders wollen wir, daß forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.“ Damit erließ er das erste Lebensmittelgesetz der Welt, das heute immer noch gültig ist.
Allerdings haben die gesetzlichen Vorgaben für die Bierbrauerei in den letzten Jahrhunderten einige Anpassungen erfahren.

Anpassungen für das deutsche Reinheitsgebot

Die Angabe „gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516“, mit der Brauereien gerne werben, stimmt heute eigentlich nicht mehr so ganz. Denn der ursprüngliche Gesetzestext wurde kontinuierlich fortgeschrieben und ergänzt. Die Vorgaben, nach denen deutsche Bierbrauer heute ihr Bier brauen, beziehen sich auf das Reinheitsgebot von 1906. Dort ist auch die Hefe erwähnt, die zu Zeiten von Wilhelm IV. noch völlig unbekannt war. Außerdem wurde näher bestimmt, dass nicht Gerste, sondern Gerstenmalz eingesetzt werden muss. Um dieses herzustellen, wird das Getreide zuerst künstlich zum Keimen gebracht und dann getrocknet. Auch dieses Gesetz wurde entsprechend der technischen Neuerungen bei der Bierherstellung ständig aktualisiert. Die neueste Vorschrift ist das „vorläufige Biergesetz“ aus dem Jahr 1993. Hierin wird das Reinheitsgebot erneut fixiert. Darüber hinaus ist festgelegt, dass ein Getränk nur als „Bier“ vermarktet werden darf, wenn es keine anderen Zutaten zu seiner Herstellung verwendet wurde. Davon abweichend ist es aber zum Beispiel erlaubt, obergärigem Bier Zucker zuzusetzen. Auch der Hopfen darf als Hopfenextrakt zum Einsatz kommen.

Zusatzstoffe im Bier

Laut der europäischen Zusatzstoff-Zulassungsverordnung sind seit 1998 auch bestimmte Zusatzstoffe in Bier erlaubt. Diese müssen jedoch auf dem Etikett ersichtlich sein. Und natürlich darf hier nicht mit „nach deutschem Reinheitsgebot gebraut“ geworben werden. In der Praxis hat dies in Deutschland aber keine Bedeutung, weil deutsche Bierbrauer ausschließlich nach dem deutschen Reinheitsgebot brauen. Zwar gibt es hierzulande einige ausländische Biere zu kaufen, die aus anderen Zutaten hergestellt wurden als Wasser, Hopfen, Malz und Hefe. Ihre wirtschaftliche Bedeutung ist momentan noch gering, weil Biertrinker in Deutschland meist auf dem Reinheitsgebot bestehen. Kritiker prognostizieren aber eine wachsende Bedeutung der Bier-Varianten aus dem Ausland, weil sie eine vielfach größere Auswahl an Geschmacksnuancen bieten.
 
Bildquelle: Matthias Mittenentzwei / pixelio.de
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Hilft Wasser wirklich beim Abnehmen?

Wer viel Wasser trinkt, nimmt ab – ob dieses weit verbreitete Ernährungsgerücht stimmt, wollte ein Forscherteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin wissen und wertete die verschiedensten wissenschaftlichen Studien aus, die den Zusammenhang zwischen Wasser und Gewichtsreduktion untersuchen. Das Ergebnis ist recht ernüchternd: Wassertrinken kann nicht schaden, vorausgesetzt man leidet nicht an einer Herzschwäche oder an Problemen bei der Flüssigkeitsausscheidung. Wer Wasser statt Saftschorlen oder Limonade trinkt, kann viele Kalorien sparen. Ob ein erhöhter Wasserkonsum darüber hinaus jedoch auch schlanker macht, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.
Zahlreiche Diätprogramme empfehlen, zur Unterstützung ihrer Diät viel Wasser zu trinken. Dabei stehen folgende Überlegungen im Vordergrund: 1. Wasser unterdrückt das Hungergefühl: Wer viel Wasser trinkt, hat weniger Hunger. 2. Wasser macht satt: Wird vor einer Mahlzeit Wasser getrunken, so stellt sich das Sättigungsgefühl schneller ein, und es wird weniger gegessen. 3. Wasser-Trinken steigert den Energieverbrauch.
 

Kein Beweis dafür, dass Wasser schlank macht

Für keine dieser drei Behauptungen fanden die Wissenschaftler einen durchschlagenden Beweis. So kommt Dr. Rebecca Muckelbauer, Ernährungswissenschaftlerin an der Berlin School of Public Health der Charité und Mitautorin der Studie. „Obwohl in Diäten oft empfohlen wird, viel Wasser zu trinken, gibt es bisher dafür keine wissenschaftlich fundierte Empfehlung. Aufgrund der enormen Präsenz dieser Thematik ist es erstaunlich, dass bisher nur relativ wenige Studien den Zusammenhang  zwischen Körpergewicht und Wassertrinken untersucht haben“. Tatsächlich fanden die Forscher letztendlich nur 13 Studien, die sich für ihre detaillierte Analyse eigneten. Nur drei davon zeigten, dass sich ein hoher Wasserkonsum bei älteren Menschen positiv auf den Erfolg einer Diät auswirkte. Teilnehmer, die während einer Diät ca. einen Liter Wasser täglich zusätzlich tranken, nahmen  etwa ein bis zwei Kilogramm mehr ab als solche, die kein zusätzliches Wasser tranken. Bei gesunden Erwachsenen, die sich nicht in einer Diät befanden, zeigte sich kein Zusammenhang zwischen überdurchschnittlichem Wasserverbrauch und Körpergewicht. Weitere sechs der 13 ausgewerteten Studien führten zu widersprüchlichen Resultaten.
 

Tipp von Doc Food:

Solche Untersuchungen sind vielleicht interessant, aber nicht besonders hilfreich. Hilfreich ist vielleicht folgendes: Wer viel Wasser trinkt, trinkt normalerweise automatisch weniger gesüßte Getränke. Auf diesem Weg lassen sich erhebliche Kalorienmengen einsparen. Unser Rat: Wer sein Gewicht halten oder abnehmen will, sollte gesüßte Getränke generell vermeiden und stattdessen auf Wasser und Tee umsteigen. Im übrigen gilt: Völlig unabhängig von der Wirkung aufs Abnehmen sollte jeder, der Diäten mit extrem niedrigem Kaloriengehalt durchführt, mehr Wasser trinken als normal. Von Extremdiäten ist zwar grundsätzlich abzuraten – sie werden leider trotzdem gemacht. Wenn, dann ist eine erhöhte Wasserzufuhr ratsam, um die belastenden Stoffwechselprodukte, die der Körper in Energiemangel produziert, ausreichend über die Niere auszuschwemmen.
 
Quelle: Charité – Universitätsmedizin Berlin
Bildquelle: Dieter Schütz  / pixelio.de
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Kaffee und Koffein: Genuss in Maßen ist unbedenklich

Koffein ist der bekannteste Inhaltsstoff des Kaffees. Gleichzeitig ist es einer der Lebensmittelinhaltsstoffe, die heute wissenschaftlich am besten erforscht sind. Das Fazit aus hunderten von Studien und Untersuchungen: Koffein, in normalen Mengen genossen, ist für den gesunden Menschen völlig unbedenklich.
Was bedeutet das für den Kaffeetrinker? Eine Tasse Filterkaffee enthält im Durchschnitt 80 mg Koffein. Wer vier bis fünf Tassen Kaffee täglich trinkt, braucht sich um eventuelle schädliche Folgen des Koffeins nicht zu sorgen. Im Gegenteil, denn in dieser Menge zeigt sich das Koffein in der Regel von seiner positiven Seite: Es regt an, vertreibt Müdigkeit und steigert unsere Leistungsfähigkeit.
 

Das sagt die Medizin zu Koffein

Aus medizinischer Sicht ist Koffein ein mildes Anregungsmittel für das zentrale Nervensystem. Es aktiviert Hormone, die wiederum Herztätigkeit, Stoffwechsel und Atmung anregen und die Blutgefäße im Gehirn erweitern. Aufgrund seiner Eigenschaften wird das Koffein als Hilfs- und Wirkstoff in vielen Medikamenten eingesetzt, zum Beispiel in der Behandlung von Asthma, in Schmerzmitteln oder Appetitzüglern. Natürlich gilt auch für Koffein, dass zu viel des Guten schaden kann. Einen festen Wert für die Grenze, an der Koffein das Wohlbefinden beeinträchtigt, gibt es nicht. Die Reaktion auf den Wirkstoff unterliegt starken Schwankungen: Es gibt Menschen, die große Mengen Koffein ohne jede Beeinträchtigung vertragen. Andere reagieren bereits auf eine relativ geringe Dosis empfindlich.

Jeder Mensch reagiert anders auf Koffein

Einen Grund dafür, dass Menschen auf den Genuss von koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee ganz unterschiedlich reagieren sehen Mediziner in der genetischen Veranlagung. Einige Menschen setzen das Koffein im Körper schneller um und scheiden es schneller aus als andere. Auch das Körpergewicht spielt eine Rolle. Bei großen und schweren Menschen lässt eine Tasse Kaffee den Koffeinspiegel allein schon aufgrund der größeren Körpermasse sehr viel schwächer ansteigen als bei einem Leichtgewicht.
 

Tipp von Doc Food:

Wenn Sie Kaffeetrinker sind, beobachten Sie am besten selbst, wie viel Kaffee Ihnen gut tut. So können Sie am zuverlässigsten Ihre ganz persönliche Grenze der Bekömmlichkeit ermitteln.
 
Bildquelle: Lupo / pixelio.de
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Wasserarten in der Übersicht

Mindestens 1,5 Liter sollen wir täglich trinken, um den Verlust über den Atem, den Schweiß, Nieren und Darm auszugleichen. Der beste Durstlöscher ist Wasser, denn es ist kalorienfrei und trägt zur Versorgung mit Mineralstoffen bei. docFood sagt Ihnen, welche Wasserarten es gibt.
Alle Wasserarten, die uns als Lebensmittel zur Verfügung stehen, enthalten Mineralstoffe, jedoch in unterschiedlichen Mengen. Grundsätzlich hat die Mineralstoffversorgung über Wasser aber nur eine ergänzende Funktion. Denn die überwiegende Menge an Calcium, Magnesium und Co. nehmen wir über die Nahrung auf. In erster Linie dient Wasser also dazu, den Flüssigkeitsbedarf unseres Körpers zu decken.
 

Diese Wasserarten gibt es:

  • Mineralwasser stammt aus einem unterirdischen Quellen und muss direkt vor Ort abgefüllt werden. Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das amtlich anerkannt werden muss. Erst nach über 200 Untersuchungen, die die Mineral- und Tafelwasserverordnung vorgibt, darf es als „Natürliches Mineralwasser“ auf den Markt kommen. Außer Kohlensäure darf es keine Zusätze enthalten.
  • Heilwasser unterliegt zusätzlich dem Arzneimittelgesetz. Seine vorbeugenden oder lindernden Wirkungen aufgrund der besonderen Mineralstoffzusammensetzung muss durch wissenschaftliche Studien belegt sein.
  • Quellwasser entspringt wie natürliches Mineralwasser unterirdischen Quellen und wird ebenfalls direkt abgefüllt. Es unterliegt zwar den Vorgaben der Trinkwasserverordnung, muss aber nicht amtlich anerkannt werden.
  • Tafelwasser ist ein Industrieprodukt, bei dem Trinkwasser, Mineralwasser, und Meerwasser gemischt werden und mit Mineralstoffen und Kohlensäure angereichert werden dürfen.
  • Leitungswasser (Trinkwasser): Das Wasser, das bei uns aus dem Hahn kommt, wird zum Duschen, Waschen und Kochen verwendet, aber auch zum Trinken. Es besteht zu zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser, das zum Beispiel aus Talsperren kommt. Gemäß der Trinkwasserverordnung wird es von den örtlichen Wasserversorgern aufbereitet und kontrolliert. Trinkwasser ist das am besten überwachte Lebensmittel in Deutschland.

 

Tipp von docFood

Welches Wasser Sie trinken, ist vor allem eine Geschmacksfrage. In einigen Fällen kann es aber günstig sein, auf den Mineralstoffgehalt zu achten. So ist ein calciumreiches Wasser gut für Menschen, die keine Milchprodukte essen, und ein natrium- und chloridarmes Mineralwasser ist empfehlenswert bei Bluthochdruck oder Nierenkrankheiten. Das für Sie passende Mineralwasser können Sie mit dem Trinktypentest der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser herausfinden.
 
Bildquelle: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)
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Der Glykämische Index und die Glykämische Last

Der Glykämische Index (GI) und die Glykämische Last (GL) zeigen an, in welchem Maße Kohlenhydrate aus Nahrungsmitteln unsere Blutzuckerwerte erhöhen. Ein chronisch hoher Blutzuckerspiegel lässt beispielsweise das Risiko für Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansteigen. Daher sind GI und GL wichtige Instrumente, wenn Sie Lebensmittel so auswählen möchten oder müssen, dass sie den Zuckergehalt im Blut möglichst wenig erhöhen.
Die Blutzuckerwirksamkeit verschiedener Lebensmittel bildet auch die Basis für Ernährungskonzepte wie die LOGI-Methode oder die Glyx-Diät. Hierbei werden Zucker und Stärke in der Kost reduziert, um Übergewicht und die oben genannten Risikofaktoren abzubauen.
 

Der Glykämische Index

Kohlenhydrate gehen, abhängig von ihrer chemischen Einbindung in unseren Lebensmitteln, unterschiedlich schnell ins Blut über. Dementsprechend erhöhen sie den Blutzuckerspiegel unterschiedlich stark. Der Glykämische Index bildet die Blutzuckerreaktion von Lebensmitteln ab. Als Standard wird 50 Gramm reine Glucose verwendet, mit einem GI-Wert von 100. Für die Bestimmung des GI eines Nahrungsmittels wird die Blutzuckerreaktion auf die Einnahme von 50 g Kohlenhydraten aus diesem Nahrungsmittel bestimmt und in Relation zum Standard gesetzt. Ein Glykämischer Index über 70 gilt als „hoch“, von 55 bis 70 als „mittel“ und unter 55 als „niedrig“.
 

Die Glykämische Last

Da die Umrechnung des GI auf eine bestimmte Menge eines Lebensmittels einigermaßen kompliziert ist, hat sich im Alltag die Glykämische Last durchgesetzt. Hier wird auch die tatsächlich zugeführte Menge an Kohlenhydraten mit eingerechnet: Der Glykämische Index wird durch 100 geteilt und mit der Kohlenhydratmenge in Gramm multipliziert. So haben zum Beispiel gekochte Möhren, die einen relativ hohen GI haben, bei einer üblichen Portion von 150 Gramm eine niedrige Glykämische Last. Auch die Wassermelone mit einem durchschnittlichen GI von 80, liefert mit einer Portion von 125 g eine Glykämische Last von lediglich 8, und erhöht daher den Blutzucker nur geringfügig. Eine GL von unter 10 wird als „niedrig“ eingestuft, von 10 bis 20 als „mittel“ und über 20 als „hoch“.
 

Tipp von Doc Food

Eine Standard-Tabelle mit Angaben zu GI und GL von Lebensmitteln gibt es leider nicht, dafür jedoch viele verschiedene Tabellen, in denen die Werte zum Teil stark variieren. Nichtsdestotrotz geben sie alle eine gute Orientierung, welche Lebensmittel den Blutzucker rasch und stark ansteigen lassen und welche nicht. Einen guten Überblick in Ampel-Farben bietet zum Beispiel die Glyx-Tabelle, in der neben dem GI auch die GL berücksichtigt wird.
 
Bildquelle: berwis / pixelio.de
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Resteverwertung für Nudelgerichte

Haben Sie mal wieder Nudeln und Tomatensauce für eine ganze Fußballmannschaft gekocht, und es hatte doch niemand so richtig Hunger? Damit die Essensreste nicht im Müll landen, gibt Doc Food Ihnen ein paar Tipps für Lagerung und Resteverwertung von Pastagerichten.
Natürlich können Sie übriggebliebene Nudeln und Sauce auch einfrieren und so einige Monate lagern. Weil Nudeln aber immer schmecken und vielfältig einsetzbar sind, freuen sich alle, wenn Sie sie ein bis zwei Tage später wieder auftischen.
 

Nudeln und Sauce aufbewahren

Bevor Sie übrig gebliebene Nudeln in den Kühlschrank stellen, sollten sie, möglichst abgedeckt, komplett auskühlen. So bildet sich kein Schwitzwasser im Restebehälter, in dem die Nudeln aufweichen könnten. Im oberen Bereich des Kühlschranks können Sie die gekochte Pasta so zwei Tage aufbewahren. Saucenreste sollten Sie am besten in ein separates Gefäß geben. Ob selbstgekochte Tomatensauce, Sauce aus dem Tetrapack oder aus dem Glas – auch die Sauce können Sie noch mindestens zwei Tage verwenden. Pesto hält sich sogar noch einige Tage länger.
 

Nudeln und Sauce weiterverwerten

Wenn Sie noch genug Sauce übrig haben, erhitzen Sie diese am besten zuerst und wärmen die Nudeln darin auf. So werden sie nicht zu weich. Unkompliziert und schnell geht das Aufwärmen in der Mikrowelle. Gesund und lecker ist auch ein Nudel-Gemüse-Auflauf: Einfach Gemüse mit Zwiebeln und Knoblauch dünsten und würzen, dann mit den Nudelresten mischen und in eine Auflaufform geben. Entweder eine Eier-Sahne- oder Eier-Milch-Mischung mit Reibekäse oder einen Guß aus Eiern, Joghurt und Schafskäse über die Nudel-Gemüse-Mischung gießen und im Ofen backen, bis die Masse gestockt ist. Oder kochen Sie eine leckere Suppe und geben die gekochten Nudeln ganz am Schluss zum Aufwärmen hinein.
 

Tipp von Doc Food

Und was ist mit dem Käse? Geriebener Parmesan schimmelt schnell. Besser ist, wenn Sie den Hartkäse am Stück kaufen und jeweils frisch über die Nudeln reiben. Der Käse hält sich in Papier oder ein Küchentuch gewickelt oder in einer Frischhaltebox mehrere Wochen. Wenn sich doch etwas weißlicher Schimmel bildet, dürfen Sie ihn bei Hartkäse ruhig großzügig wegschneiden und können den Rest bedenkenlos genießen.
 
Bildquelle: Klaus Steves / pixelio.de
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Buchtipp: Menschenstopfleber

Die zentrale These des Buches: Bei ca. 70 % der Übergewichtigen und zudem bei ca. 15 % der Schlanken ist die Leber „gestopft“ wie bei einer Gans. Sie leiden an einer nichtalkoholischen Fettleber, die in vielen Fällen nicht erkannt, verharmlost, nicht behandelt und dadurch zu einer der wesentlichen Ursachen für Diabetes, Herz- und Hirninfarkt wird.
‚Menschenstopfleber‘ – ich gestehe: der leicht martialische Titel des neuen Buches von Nicolai Worm hat bei mir zunächst ein gewisses Stirnrunzeln ausgelöst. Von der Lektüre hat mich das dann doch nicht abgehalten – zum Glück. Denn die Argumentation des Autors ist plausibel – sowohl, wenn Worm einen zu hohen Kohlenhydrat-Konsum für die Verfettung der Leber verantwortlich macht, als auch wenn es um die mögliche Therapie geht.
Demnach gibt es gegen die Fettleber ein einfaches Rezept: Abnehmen, am besten Fasten. Eine kurze Fastenperiode mit knapper Kalorienzufuhr, so Worm, führt in der Leber zu einem schnellen Fettabbau. Dabei normalisiert sich der Zuckerstoffwechsel binnen weniger Wochen. Hierzu entwickelt Worm ein „Leberfasten“-Konzept mit dem sich in vielen Fällen ließe sich damit, so der Ernährungswissenschaftler Worm, auch ein bestehender Diabetes therapieren. Wenn Worm Recht hat, wäre das der Ansatz für eine Revolution in der Diabetestherapie. Die Chancen dafür stehen leider schlecht, denn beim Fasten gibt es für Ärzte kaum und für die Pharmaindustrie so gut wie gar nichts zu verdienen.
 

Tipp von Doc Food:

Worms neues Buch zeigt, dass in jedem eine Fettleber stecken kann – auch in schlanken Menschen – und das häufig über Jahre hinweg unbemerkt. Unbedingt lesen und das Gelesene mit dem eigenen Ernährungsverhalten vergleichen – und im Zweifelsfall mal zum Arzt gehen.
Nicolai Worm, Menschenstopfleber: Die verharmloste Volkskrankheit Fettleber, Systemed Verlag, Lünen 2013, 187 Seiten ISBN/EAN: 978-3927372788
19,99 Euro
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