So finden Sie versteckten Zucker

Zu viel Zucker ist ungesund. Wer Zucker sparen will oder muss, der kann zunächst zum Beispiel den Zucker in Kaffee oder Tee durch Süßstoff ersetzen und sich bei Süßigkeiten und Schokolade zurückhalten. Allerdings: Etwa zwei Drittel des Zuckers nehmen wir als versteckten Zucker über verarbeitete Produkte auf, den größten Teil davon über Getränke. Aber auch pikante Lebensmittel enthalten oft große Mengen an Zucker. Bei vielen dieser Lebensmittel fällt es Verbrauchern schwer, den Gehalt an Zucker einzuschätzen. Denn auf den Zutatenlisten taucht er unter vielen verschiedenen Namen auf. docFood sagt Ihnen, wo sich Zucker überall versteckt.
 

Hier steckt viel Zucker drin

Dass Erfrischungsgetränke viel Zucker liefern, ist bekannt: Bereits mit zwei Gläsern Limonade hat man die täglich empfohlene Höchstmenge an Zucker erreicht. Doch auch Produkte wie Saucenbinder, Fleisch- und Krautsalat oder Kaffeegetränke aus dem Kühlregal entpuppen sich oft als unerwartet zuckerreich. Und fettreduzierte Milchprodukte können wahre Zuckerbomben sein. Das gehört zu den überraschenden Ergebnissen eines Marktchecks einiger Verbraucherzentralen, dessen Ziel es war, die Vielfalt der süßenden Zutaten in Lebensmitteln zu erfassen.
 

Zucker hat viele Namen

Insgesamt fanden die Verbraucherschützer für den Begriff „Zucker“ 70 Synonyme auf den Verpackungen. Während man bei Malzzucker oder Fruchtzucker noch leicht erkennen kann, worum es geht, ist dies in vielen anderen Fällen für Konsumenten schwierig: Auch hinter Dextrose, Dicksaft, Frucht- oder Malzextrakt, Glukosesirup, Inulin oder Gerstenmalz verbirgt sich Zucker, und Honig ist von seiner Zusammensetzung her nichts anderes. Der Marktcheck zeigte auch, dass es in der Lebensmittelindustrie üblich ist, mehrere süßende Zutaten gleichzeitig einzusetzen. So enthielt eine Leberwurst Glukosesirup, Maltodextrin, Dextrose, Vanillezucker und Zucker. Dass „Zucker“ am Schluss steht, suggeriert einen niedrigeren Gehalt, als es tatsächlich der Fall ist. Die Verbraucherzentralen fordern eindeutige Kennzeichnungsvorschriften, damit Verbraucher Zucker in Lebensmitteln eindeutig erkennen können. Bis dahin wird es noch dauern:  Erst ab 2016 wird es Pflicht, den Gesamtzuckergehalt auf der Verpackung anzugeben.
 

Tipp von docFood

Selber machen hilft Zucker sparen! Wer Saucen, Salate oder Früchtequark zu Hause selber macht und möglichst häufig frisch kocht, kann den Zusatz von Zucker jederzeit kontrollieren. So schlagen Sie dem versteckten Zucker – egal unter welchem Namen er daher kommt – ganz sicher ein Schnippchen.
Den Bericht zum Marktcheck finden Sie auf der Website der Verbraucherzentrale Bundesverband: Versteckte Süßmacher – eine bundesweite Markterhebung
 
Bildquelle: lichtkunst.73 / pixelio.de
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Adipositas: ungesunde Fettleibigkeit

Adipositas, auch Fettleibigkeit genannt, ist laut der Deutschen Adipositas Gesellschaft „definiert als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts“. Während es sich ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 um „normales“ Übergewicht handelt, liegt ab einem BMI von 30 eine Adipositas vor.
Adipositas selbst gilt in Deutschland nicht als Krankheit, sondern als chronische Gesundheitsstörung. Abhängig vom Schweregrad steigt das Risiko für die Entstehung von Folgeerkrankungen.
 

Adipositas-Typen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt die Adipositas in folgende Schweregrade ein: Ab einem Body-Mass-Index von 30 liegt eine Adipositas Grad I vor, ab einem BMI von 35 Adipositas Grad II und ab einem BMI von 40 eine Adipositas Grad III oder extreme Adipositas. Das Risiko für Begleiterkrankungen wie Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes sowie orthopädische und psychische Probleme steigt parallel zum Schweregrad der Adipositas von erhöht über hoch bis sehr hoch. Neben dem Ausmaß der Fettleibigkeit bestimmt aber besonders die Fettverteilung im Körper das persönliche Gesundheitsrisiko.
 

Die Fettverteilung ist entscheidend

Besonders gefährlich ist eine Ansammlung von Fett im Bauchraum, das so genannte viszerale oder intraabdominale Fettgewebe. Es umhüllt die inneren Organe, vor allem die des Verdauungssystems, und ist besonders stoffwechselaktiv. Um die Fettverteilung und damit das Erkrankungsrisiko zu ermitteln, genügt das einfache Messen des Bauchumfangs etwa zwei Finger breit über dem Beckenkamm. Frauen mit einem Bauchumfang über 80 cm und Männer über 94 cm haben ein erhöhtes Risiko. Ab 88 bzw. 102 cm gilt das Risiko als stark erhöht. Denn je mehr Fettgewebe im Bauchraum vorhanden ist, desto mehr Botenstoffe setzt es frei, zum Beispiel Hormone und entzündungsfördernde Substanzen. Werden Fettsäuren im Übermaß frei gesetzt, so können sie nicht mehr, wie vorgesehen, von der Leber in schnelle Energie umgewandelt werden. Die Leber verfettet und die Fettsäuren gelangen ins Blut. Dort bildet sich mehr „schlechtes“ LDL-Cholesterin als das „gute“ HDL-Cholesterin. Die Folgen reichen von Arteriosklerose bis Schlaganfall. Wenn gleichzeitig die Blutfettwerte, der Blutzuckerspiegel und der Blutdruck schlechter werden, spricht man auch vom Metabolischen Syndrom.
 

Tipp von docFood

Sind Sie übergewichtig oder adipös, so sollten Sie Ihren Bauchumfang im Blick behalten. Die gute Nachricht: Schon mit einer Gewichtsabnahme von 5 bis 10 Kilo können Sie Ihr Risiko senken. Denn das Bauchfett ist das erste, das abgebaut wird.

Melanie Kirk-Mechtel

Bildquelle: Etak  / pixelio.de
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Asiatischer Neujahrssalat

Zutaten für 4 Personen:
200 g chinesische Eiernudeln, 200 g Zuckerschoten, 2 rote Paprikaschoten, 1 kleine rote Chilischote, 1/2 kleiner Weißkohl, 4 EL Pflanzenöl, 8 EL Teriyaki-Sauce, 2-3 EL Weißweinessig, 2 EL geschnittener Koriander, frisch gemahlener Pfeffer, gemahlener Ingwer, 1-2 TL Honig
 
 
Zubereitung:
1 Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung „al-dente“ zubereiten.
2 Zuckerschoten waschen, putzen und in feine Streifen schneiden. Paprikaschoten und Chilischote halbieren und ebenfalls putzen und waschen. Die Paprikaschoten in Streifen und die Chilischote in kleine Würfel schneiden.
3 Weißkohl putzen und in sehr feine Streifen schneiden. Öl, Teriyaki-Sauce, Essig und Koriander verrühren und mit Pfeffer, Ingwer und Honig abschmecken.
4 Nudeln, Zuckerschoten, Paprika- und Chilischoten sowie Weißkohl mit dem Dressing vermischen, kurze Zeit durchziehen lassen und servieren.
 
Bildquelle: Kikkoman Trading Europe GmbH
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Bluthochdruck: Kann richtige Ernährung helfen? (Teil 2)

Doc Food Interview mit der Bonner Ernährungstherapeutin Dr. Claudia Laupert-Deick
Im ersten Teil des Interviews legte die Expertin dar, dass eine Lebensstiländerung bei milder Hypertonie bereits nach einigen Wochen bzw. wenigen Monaten den Blutdruck bei 40 bis 50 % der Patienten in den Normbereich zurückführen kann. Im Folgenden redet sie über Alternativen zu Beta-Blockern, die häufig zwar den Blutdruck senken, parallel dazu aber den Appetit steigern und zu Gewichtszunahme führen.
Doc Food:  Einige Medikamente gegen Bluthochdruck führen zu einer Gewichtszunahme – was wiederum den Blutdruck in die Höhe treibt und das metabolische Syndrom begünstigt. Kann Ernährungstherapie und -beratung dazu beitragen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen?
Laupert-Deick: In erster Linie sind es die Beta-Blocker, die zu einem Anstieg des Körpergewichtes führen. Beta Blocker sollten nach der aktuellen Leitlinie eigentlich nur bei manifester koronarer Herzkrankheit (KHK) eingesetzt werden. Für Patienten ohne KHK wäre neben einem geeigneten Medikament die Lebensstiländerung das Mittel der Wahl für eine erfolgreiche Behandlung. Sollte sich der Blutdruck dabei normalisieren, können die Medikamente reduziert oder sogar abgesetzt werden.

Doc Food: Welche Fähigkeiten brauchen Ernährungstherapeuten und -berater um Hypertoniker erfolgreich zu behandeln?

Laupert-Deick: Die Behandlung der Hypertonie gehört auf jeden Fall in den Bereich der Ernährungstherapie und nicht in den Bereich einer Beratung. Zu den Mindestvoraussetzungen für die optimale Betreuung der Patienten gehören die Analyse von Ernährungsprotokollen, die Durchführung von mindestens 5 bis 6 Therapiesitzungen, sowie gute Kenntnisse über die Zusammenhänge von Ernährungseinflüssen und Hochdruck bzw. von Medikamenten und ihrer Wirkung. Eine gute Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt ermöglicht die patientengerechte Abstimmung über die Kombination von Medikamenten und Lebensstiländerung.
Doc Food:  Wie Können Ernährungsfachkräfte die Zusammenarbeit mit den Ärzten beim Thema Bluthochdruck aktivieren / intensivieren?
Laupert-Deick: Eine geeignete Möglichkeit, die sich in meiner Praxis bewährt hat, ist das Verfassen von Up-Date Informationen, die dann an die Ärzte versendet werden, mit denen man kooperiert oder in der Zukunft zusammen arbeiten möchte. Natürlich können gut ausgebildete Ernährungsfachkräfte auch durch Ärztefortbildungen neue Patienten aquirieren.

Das Gespräch führte Dr. Friedhelm Mühleib

Dr. Claudia Laupert-Deick betreibt eine Praxis für Ernährungstherapie und -beratung in Bonn. Hypertonie und Fettstoffwechselstörungen gehören zu ihren Schwerpunktthemen. Sie ist Mitautorin des im TRIAS-Verlag erschienenen Ratgebers „Bluthochdruck senken ohne Medikamente“.

Bildquelle: Martin Berk  / pixelio.de

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Bluthochdruck: Kann richtige Ernährung helfen? (Teil 1)

Doc Food Interview mit der Bonner Ernährungstherapeutin Dr. Claudia Laupert-Deick
Wie behandelt man Bluthochdruck? Die meisten denken dabei sofort an Betablocker oder ähnliche Medikamente. Doch die verursachen nicht selten erhebliche Nebenwirkungen. Im Interview Doc Food beklagt die Bonner Ernährungstherapeutin Dr. Claudia Laupert-Deick den allzu unbekümmerten Einsatz von Medikamenten und die Vernachlässigung der Ernährungstherapie. Dabei könnte, so Laupert-Deick, allein durch eine Umstellung der Ernährung vielen Betroffenen mit milder Hypertonie ohne zusätzliche Medikamente geholfen werden.
Doc Food: Bluthochdruck ist nicht nur eine der verbreitetsten, sondern auch eine der gefährlichsten Zivilisationskrankheiten. Er gilt als einer der entscheidenden Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit. Wird das Problem von der Ernährungstherapie und -beratung ausreichend erkannt?
Laupert-Deick: Das Problem wird leider häufig nicht erkannt und viel zu selten in die Ernährungstherapie optimal integriert. Viele Ernährungstherapeuten ziehen den Fehlschluss, dass die Behandlung von Bluthochdruck nicht wesentlich mehr beinhaltet als die Therapie von Übergewicht oder Typ II Diabetes, die häufig mit der Krankheit einhergehen.
Doc Food: Viele Menschen mit Bluthochdruck leiden am metabolischen Syndrom. Braucht die Hypertonie über die ernährungstherapeutische Behandlung des metabolischen Syndroms hinaus noch spezielle Maßnahmen?
Laupert-Deick: Ja, wer Patienten mit Bluthochdruck behandelt, sollte unter anderem die Natriumzufuhr und das Natrium – Kaliumverhältnis genauer betrachten. Hierzu ist die Auswertung von Ernährungsprotokollen zweckmäßig, um zu überprüfen, ob man die Zielwerte erreicht hat. Auch der Alkoholkonsum muss bei Bluthochdruck sehr kritisch betrachtet werden. Auf den sollten Betroffene möglichst völlig verzichten.
Doc Food: Welche Erfolge lassen sich durch Ernährungstherapie und -beratung bei Hypertonikern erzielen?
Laupert-Deick: Der Gesamtnutzen einer professionellen Ernährungstherapie entspricht dem eines guten Antihypertonikums. Wird eine leichte Hypertonie für einige Wochen bzw. Monate mit einer Lebensstiländerung behandelt, so erreichen 40 bis 50 % der Patienten Normalwerte. Bei einem mittelschweren und schweren Bluthochdruck sollte eine Veränderung des Lebensstils immer eine Ergänzung der medikamentösen Behandlung sein.

Das Gespräch führte Dr. Friedhelm Mühleib

Dr. Claudia Laupert-Deick  betreibt eine Praxis für Ernährungstherapie und -beratung in Bonn. Hypertonie und Fettstoffwechselstörungen gehören zu ihren Schwerpunktthemen. Sie ist Mitautorin des im TRIAS-Verlag erschienenen Ratgebers „Bluthochdruck senken ohne Medikamente“.

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Geräucherte Forellenfilets: Oft ein Genuss mit Haken

Wie gut sind die preiswerten geräucherten Forellenfilets von Lidl und Aldi? Sie sind die Besten – zusammen mit den Filets von Globus! Zu diesem Urteil kommt zumindest die Stiftung Warentest, die in ihrem Januar-Heft 20 Produkte mit geräucherten Forellenfilets – darunter drei Bioprodukte – unter die Lupe genommen hat. Als Sieger gingen die Filets der Marke Vejle Seafood aus dem Angebot von Lidl (1,19 Euro / 100g) mit dem Qualitätsurteil GUT (1,9) aus dem Test hervor.
Die Produkte von Aldi-Nord und Aldi-Süd (ebenfalls für 1,19 Euro/100 g im Angebot) schwimmen dicht hinterher. Auch sie werden von den Testern mit dem Urteil GUT (2,2) bewertet. Nur drei weitere Anbieter (Globus, Ternäben und Krone Fisch) dürfen sich über ein GUT freuen. Bei den anderen Produkten haben „viele Filets unappetitliche Blutflecken, grobe Gräten oder fallen auseinander“, wie die Tester bemängeln und bieten gerade jetzt – z.B. als Appetithappen an den Feiertagen serviert serviert – nicht unbedingt einen festlichen Anblick. Wer nun glaubt, ein regionales Produkt aus deutschen Gewässern auf dem Tisch zu haben, wird beim Blick auf die Herkunft meist enttäuscht: Nur zwei von 20 Produkten enthalten deutsche Forellen, der Rest reist einmal quer durch Europa, bevor er in die Märkte kommt – der größte Teil davon kommt aus der Türkei, gefolgt von dänischen und polnischen Fischen.
 

Kühl lagern – temperiert verspeisen

Auch wenn er durch die Verpackung gut geschützt ist, will der empfindliche Fisch bis zum Verbrauch kühl gelagert werden, damit sich keine unerwünschten Keime bilden. Allerdings: Sein volles Aroma entfaltet der Räucherfisch erst, wenn er ein bisschen auf Temperatur kommt: Am besten also die Filets ca. eine Halbe Stunde vor dem Essen aus dem Kühlschrank nehmen. Dann entwickeln sie – falls vorhanden – ihre angenehmes Raucharoma, begleitet von einem zart-schmelzenden Mundgefühl. „Ein fischiger, säuerlicher oder erdiger Geschmack ist ein Mangel“, stellen die Tester fest.
 

Ökologisch, teuer und leider schlecht

„Mangelhaft“ gab es für die Filets von den Gräflich Castell’schen Delikatessen – beim Test am Datum der Mindesthaltbarkeit waren sie gar nicht mehr delikat, sondern „rochen faulig, die oberfläche war leicht schmierig“. Auch die Filets von Bio-Verde – eines der drei beteiligten Bio-Filets und mit 5,50 Euro / 100 g gleichzeitig teuerste Produkt konnte nicht überzeugen: “Riecht und schmeckt fischig und dumpf“ und erhielt nur „AUSREICHEND“ (4,0).
 

Tipp von docFood:

Mit ein paar Spritzern Zitronensaft und kaltgepresstem Olivenöl sind geräucherte Forellenfilets als Vorspeise optimal. Alternativ: Knäckebrot mit Creme fraîche bestreichen, hauchdünn geschnittene Fenchelstreifen darüber und ein Stückchen Filet obendrauf, mit einem Stückchen Orangenfilet garnieren. Köstlich!
Bildquelle: Rainer Sturm  / pixelio.de
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Wie Erdnusspaste hungernde Kinder retten kann

An der Theke einer dunklen Bar unterhält sich ein Mann – mit seinem Whiskey, einem Wasserglas und ein paar Erdnüssen. Die leicht absurde Szene, die  in einem UNICEF-Werbespot im Internet zu sehen ist, dient einem guten Zweck: Der 60-Sekunden-Spot ist Teil einer Kampagne, mit der UNICEF zu Spenden für mangelernährte Kinder aufruft, deren Leben mit einer nährstoffreichen Paste auf der Basis von Erdnüssen gerettet werden kann.
Statt hungernder Kinder zeigt der Spot mit dem Titel „Danke den Erdnüssen“ eine einfache Lösung dafür, wie Mangelernährung bekämpft werden kann.
 

So helfen die Erdnüsse mangelernährten Kindern

Aus Erdnüssen wird eine hoch wirksame Zusatznahrung hergestellt, die pro Portion 500 Kalorien liefert. Weitere Zutaten sind Milchpulver, Öl und Zucker sowie wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Um wieder zu Kräften zu kommen, reichen bereits drei Päckchen Erdnusspaste pro Kind am Tag. Ein Kind einen Monat lang mit dieser Menge Erdnusspaste zu versorgen, kostet 36 Euro – ein Betrag, den wir ohne großes Nachdenken im Restaurant bezahlen. Weitere Bausteine der UNICEF-Kampagne im Kampf gegen Mangelernährung sind die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, die Ausstattung von Gesundheitsstationen und die Aufklärung der Frauen in den Dörfern, dass Stillen die Babies am besten mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.
 

Danke den Erdnüssen

„Du dachtest, es gibt uns nur, damit wir die Menschen in Laos durstiger machen? Anfänger! Wir retten Kindern das Leben.“, sagt die Erdnuss. Der Spot endet mit dem Claim „Erdnusspaste kann Leben retten – Sie auch.“ und mit dem Aufruf, online auf www.unicef.de/erdnusspaste zu spenden. Dort erfährt man auch mehr über die Kampagne, und wie einfach es ist, ausgezehrte Kinder wieder auzupäppeln.
 

Tipp von docFood:

Spenden macht Sinn und hilft in diesem Fall doppelt – denn je mehr Geld zusammenkommt, desto mehr Kindern kann geholfen werden. Auch deswegen, weil bis Ende des Jahres die Spenden durch zwei langjährige UNICEF-Unterstützer verdoppelt werden. Den Web-Film und weitere Informationen zur Hilfsaktion finden Sie auf www.unicef.de/erdnuss.
 
Bildquelle: Erika Hartmann  / pixelio.de
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Slow Food – genussvoll und bewusst essen

Slow Food, der internationale Verein mit der Schnecke als Logo, setzt sich seit über 20 Jahren für eine nachhaltige Esskultur sowie für gute, saubere und faire Lebensmittel ein. Ursprünglich vom italienischen Journalisten Carlo Petrini als Gegenbewegung gegen Fast Food und den Verfall der traditionellen, lokalen Esskultur seiner Heimat gegründet, ist Slow Food heute ein wichtiger Dialogpartner für Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, wenn es um Themen der Agrar-, Fischerei-, Umwelt-, Ernährungs- und Verbraucherpolitik geht.
„Ich möchte die Geschichte einer Speise kennen. Ich möchte wissen, woher die Nahrung kommt. Ich stelle mir gerne die Hände derer vor, die das, was ich esse, angebaut, verarbeitet und gekocht haben.“, sagt Carlo Petrini, Gründer und internationaler Präsident von Slow Food.
 

Geschichte von Slow Food

Der Auslöser für die Gründung von Slow Food war 1986 die Planung einer McDonald’s-Filiale im Zentrum von Rom. Carlo Petrini protestierte mit einem öffentlichen Pasta-Essen auf der Piazza die Spagna dagegen. Die Eröffnung des Fastfood-Restaurants konnte er zwar nicht verhindern, die Aktion erregte aber große Aufmerksamkeit. 1989 wurde in Paris die internationale Non-Profit-Organisation Slow Food gegründet, die zuerst hauptsächlich für gute Lebensmittel, kulinarischen Genuss und ein „entschleunigtes“ Lebenstempo stand. Schnell wurde jedoch klar, dass die nachhaltige Landwirtschaft, die handwerkliche Herstellung von Lebensmitteln und Umweltfaktoren untrennbar mit einer guten Esskultur verbunden sind. 1992 wurde mit Slowfood Deutschland e.V. der erste nationale Verein gegründet. Mittlerweile gibt es weltweit 100.000 Mitglieder, die sich in 1.500 lokalen Gruppen, den so genannten Convivien, organisieren. Gemeinsam engagieren sie sich für einen Wandel unseres derzeitigen Lebensmittelsystems. Hinzu kommen 2.000 Erzeugergemeinschaften, die Lebensmittel nachhaltig produzieren und das Terra Madre-Netzwerk bilden, unterstützt von Köchen und Wissenschaftlern.
 

Ziele und Inhalte von Slow Food

Das Ziel von Slow Food, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten, schließt den politischen, sozialen und ökologischen Kontext ein. Die Lebensmittel sollen gut, sauber und fair sein. Und vielfältig: Ein wichtiges Anliegen für den Verein ist es auch, die Biodiversität zu fördern. Zur Rettung von alten Pflanzenarten und Tierrassen vor dem Aussterben wurde im Jahr 2000 die „Arche des Geschmacks“ ins Leben gerufen, deren Passagiere beispielsweise „Augsburger Huhn“, „Höri Bülle“ oder „Würchwitzer Milbenkäse“ heißen. Die Sinnes- und Geschmacksbildung, vor allem bei Kindern, Messe-Auftritte, die Kampagne „Teller statt Tonne“ gegen Lebensmittelverschwendung und Projekte der solidarischen Landwirtschaft sind weitere Beispiele für Aktivitäten von Slow Food.
 

Tipp von Doc Food

Wenn Sie sich für die Arbeit von Slow Food interessieren oder als Gast an einer Veranstaltung, zum Beispiel einer „Tafelrunde“, teilnehmen möchten, schauen Sie doch mal auf www.slowfood.de unter „Slow Food vor Ort“, ob es in Ihrer Nähe schon ein Convivium gibt.
 
Bildquelle: Peter A / pixelio.de
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Entenkeulen mit Sellerie-Kartoffel-Püree und glasierten Möhren

Zutaten für 4 Personen:
4 Entenkeulen, Salz & Pfeffer, 3 EL Öl, 1 Zweig Rosmarin, einige Zweige Thymian, 200 ml Rotwein, 200 ml Entenfond oder Hühnerbrühe
Für die Beilagen:
500 g vorwiegend festkochende Kartoffeln, 700 g Sellerie, Salz, 200 ml Milch, Muskat, 700 g Möhren, 70 g Butter, 2 TL Zucker, 2 TL Aceto Balsamico, 2 EL gehackte glatte Petersilie, Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
1 Entenkeulen waschen und gut trocken tupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen und in einem Bräter im heißen Öl mit den Kräuterzweigen von allen Seiten anbraten. Keulen und Kräuter herausnehmen, überschüssiges Fett abgießen. Bratensatz im Bräter mit Rotwein ablöschen. Fond oder Brühe zugeben, aufkochen und die Keulen und Kräuter in die Flüssigkeit legen. Zugedeckt bei geringer Hitze ca. 1 Stunde schmoren.
2 Kartoffeln und Sellerie schälen und grob würfeln. Kartoffeln in Salzwasser, Sellerie in Milch jeweils ca. 15 Minuten weich kochen. Sellerie in der Milch fein pürieren, Kartoffeln abgießen, mit 50 g Butter fein zerstampfen. Selleriepüree unterrühren. Mit Salz und Muskat abschmecken.
3 Möhren schälen, längs halbieren, dann schräg in Stücke schneiden. Restliche 20 g Butter in einem Topf aufschäumen, Möhren darin 2 bis 3 Minuten anbraten, mit Zucker bestreuen, salzen und unter Rühren etwas karamellisieren lassen. 8-10 Minuten zugedeckt garen. Mit Aceto Balsamico ablöschen, kurz einkochen lassen. Petersilie untermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4 Entenkeulen aus der Sauce nehmen und unter dem Grill des Backofens 5 bis 10 Minuten knusprig braten. Sauce abschmecken, nach Wunsch mit etwas Speisestärke leicht binden.
 
Bildquelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse
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Seit wann gibt es Fast Food?

Fast Food wird meist gleich gesetzt mit Burgern, Currywurst und Pommes. Weil diese Speisen nicht besonders wertvoll für unsere Ernährung sind, hat das schnelle Essen ein schlechtes Image. docFood zeigt Ihnen, dass Fast Food auch ausgewogen sein kann und dass es keine moderne Erfindung ist, die aus den USA zu uns herübergeschwappt ist.
Entstanden ist der Begriff „Fast Food“ in den 1950er Jahren in den USA, und hat sich bis heute über die ganze Welt verbreitet. Doch bereits in der Antike waren Vorläufer der Schnellrestaurants in größeren Städten weit verbreitet.
 

Fast Food früher

Schon im Altertum war schnelles Essen überall dort etabliert, wo Arbeiter oder Reisende sich weit entfernt von zu Hause schnell und günstig verpflegen mussten. Zum Beispiel lagen an den beiden Handelsstraßen von Athen nach Eleusis und nach Piräus zwar viele Gasthäuser, jedoch wurden den Reisenden auch schnelle Imbisse angeboten. Der schlechte Ruf der Gasthäuser und Schankwirtschaften führte im Mittelalter dazu, dass wohlhabende Reisegesellschaften lieber mit Gefolge und eigener Ausrüstung zur Essenszubereitung unterwegs waren. Für Imbisse sorgten auch die Klöster am Wegesrand. Die Mönche stellten allerdings nur die Lebensmittel und eine Feuerstelle zur Verfügung, an der sich die Reisenden ihr Essen selber kochen konnten. Im Jahr 1135 wurde in Regensburg eine „Wurstküche“ errichtet, die den Bauarbeitern der Steinernen Brücke und des Regensburger Doms sowie Touristen als Verpflegungsstelle diente. Diese auch heute noch existierende Wurstküche gilt als die älteste Imbissbude Deutschlands.
 

Fast Food heute

Mit der Beschleunigung des öffentlichen Lebens in den letzten Jahrzehnten ist Fast Food zum Massenphänomen geworden. Ob am Bahnhof, in der Fußgängerzone oder am Straßenrand – überall gibt es Lokale, die kleine Speisen für unterwegs anbieten. Dabei wird meist bewusst auf die traditionelle Esskultur verzichtet und die Mahlzeiten werden meist ohne Besteck im Stehen oder Gehen verzehrt. Dadurch gerät Essen zu etwas Nebensächlichem. Fast Food ist heute in allen Bevölkerungsschichten verbreitet. Genau so vielfältig wie die Menschen ist auch die Palette der angebotenen Lebensmittel. Neben Burgern, Bratwurst, Pommes oder Döner gehören auch Sushi und im Stehen geschlürfte Austern zum Fast Food. Daher kann man auch die ernährungsphysiologische Qualität von Fast Food nicht pauschal beurteilen. Nachteilig ist auf jeden Fall das hastige, unbewusste Essen, das auch die Regulierung der Sättigung außer Kraft setzt.
 

Tipp von docFood

Auch der Apfel in der Handtasche oder eine Laugenbrezel vom Bäcker gehören zum Fast Food und sind eine gute Alternative, wenn unterwegs der Hunger kommt. Aber auch das Menü aus dem Schnellrestaurant ist ab und zu in Ordnung.

Bildquelle: Thommy Weiss / pixelio.de

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