Gegrillte Jakobsmuscheln mit Tandoori-Schaum

Zutaten für 10 Personen:
10 Jakobsmuscheln
2 Zimtstangen
2 Schalotten
2 kleine Äpfel
4 Stangen Sellerie mit Grün
2 EL Butter
Salz, Pfeffer
100 ml Geflügelbrühe
2 EL Rapsöl
200 ml Buttermilch
1 g Lecithin
1 TL Tandooripulver
 
Zubereitung:
1 Jakobsmuscheln putzen. Zimtstangen mit einem großen Messer längs in dünne Streifen spalten. Durch jede Jakobsmuschel einen Zimtstreifen stecken, kalt stellen.
2 Schalotten schälen und fein würfeln. Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in dünne Streifen schneiden. Sellerieblättchen abzupfen und beiseite legen. Selleriestangen quer in dünne Scheiben schneiden. Sellerie und Schalotten 5 Minuten dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Geflügelbrühe aufgießen. Bei großer Hitze fast vollständig einkochen lassen. Anschließend vom Herd nehmen, die Apfelstreifen untermischen.
3 Jakobsmuscheln mit Öl bepinseln und bei großer Hitze auf jeder Seite 1-2 Minuten grillen oder mit dem Öl in einer Grillpfanne braten. Buttermilch mit Lecithin, Tandooripulver und Salz verrühren, abschmecken. Mit einem Pürierstab schaumig mixen. Gemüse mit den Jakobsmuscheln anrichten. Zwischendurch die Tandoori-Buttermilch erneut schaumig mixen. Mit Sellerieblättchen garnieren.
Tipp:
Lecithin ist unter verschiedenen Produktnahmen im Gastronomiefachhandel erhältlich. Es stabilisiert den Tandoorischaum, ist aber nicht zwingend notwendig, denn Buttermilch schäumt ohnehin recht gut.
 
Bildquelle: Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft
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Eintopf mit Schinken, Äpfeln und Gemüse

Zutaten für 4 Personen:
250 g Schalotten
, 2 Knoblauchzehen
, 4 Möhren
, 2 EL Pflanzenöl
, 200 ml trockener Weißwein
, ca. 400 ml Fleischbrühe
, 4 Äpfel
, 200 g Saubohnen
, 500 g Kartoffeln
, 500 g Kassler oder Schinken, 150 g Backpflaumen
, 1 Lorbeerblatt
, 1 Zweig Rosmarin
, Salz
, Pfeffer
, 2 EL frisch gehackte Petersilie
 
Zubereitung:
1 Die Schalotten, den Knoblauch und die Möhren schälen. Den Knoblauch und die Möhren halbieren. Alles zusammen in einem Topf im heißen Öl 3-4 Minuten farblos anschwitzen. Den Wein und etwas Brühe angießen und aufkochen lassen.
2 Die Äpfel waschen und das Kernhaus ausstechen. Die Bohnen abbrausen und abtropfen lassen. Die Kartoffeln waschen und falls nötig brüsten. Das Fleisch mundgerecht würfeln.
3 Die Äpfel mit den Bohnen, den Kartoffeln, dem Fleisch, den Pflaumen, dem Lorbeerblatt und dem Rosmarin in den Topf geben. Salzen, pfeffern und Brühe angießen, bis alle Zutaten noch nicht ganz bedeckt sind. Zugedeckt bei milder Hitze ca. 1,5 Stunden leise schmoren lassen. Nach Bedarf Brühe nachgießen. Vor der Servieren die Petersilie untermischen und abschmecken.
 
Bildquelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse
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Frohe Weihnachten wünscht docFood

docFood wünscht Frohe Weihnachten!

Liebe docFood-Leser,
kurz vor dem Heiligen Abend verabschieden wir uns in die Weihnachtspause.
Für die kommenden Tage wünschen wir Ihnen entspannte Genuss-Momente mit Wohlfühlfaktor, einen unvergesslichen Festtags-Schmaus und ausgedehnte Winter-Spaziergänge zur Erholung.
 
Kommen Sie gut ins neue Jahr! Ab dem 2. Januar 2015 sind wir wieder für Sie da.
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünscht Ihnen
Ihr docFood-Team

Sieben Gründe für's Selber Kochen

Sieben Gründe für's selber Kochen

Selbst kochen ist schon lange nicht mehr nur notwendiges Übel zur Versorgung mit Nahrungsenergie. Ganz im Gegenteil: Selber Kochen ist ein wesentlicher Schlüssel zu Genuss, Gesundheit und Wohlbefinden. Wer sich die Vorteile des selber Kochens bewusst macht, kommt guten Gewissens um den eigenen Kochtopf gar nicht mehr herum.
Man könnte fragen: Warum noch selber kochen, wo doch Fertiggerichte, Fast Food und Essen außer Haus die bequeme Lösung der täglichen Nahrungsfrage versprechen? – Weil das Essen auf die Schnelle nicht selten mir Einbußen bei Geschmack und Qualität verbunden ist. Dabei liegen die vielen Vorteile des Selber-Kochens auf der Hand:
– Man weiß, was im Essen drin ist
Wo Zutaten wie Obst, Gemüse und Kartoffeln im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt oder beim Erzeuger eingekauft werden, bleiben Konservierungs- und Zusatzstoffe weitgehend aus dem Spiel. Selbst Gekochtes bürgt für eine weitgehend natürliche Kost mit einem Minimum an unerwünschten Fremd- oder Hilfsstoffen. Wer unter Lebensmittelallergie, Lactoseintoleranz, Zöliakie oder anderen Unverträglichkeiten und Beschwerden in Zusammenhang mit der Ernährung leidet, hat beim Selber-Kochen mit frischen Zutaten die beste Kontrolle über das, was er zu sich nimmt.
– Optimale Verbindung von Gesundheit und Genuss
Eigentlich möchte jeder nach den Regeln einer vollwertigen, abwechslungsreichen und gesunden Ernährung leben, dabei aber trotzdem nicht auf den Genuss verzichten. Gesundheit und Geschmack lassen sich am leichtesten verbinden, wenn man selber kocht. So hat man sein „Ernährungsschicksal“ ganz in der eigenen Hand. Schließlich ist gesunde Kost, die schmeckt, weniger eine Frage der Zutaten als der Zubereitung. Ob z.B. „Grünzeug“ langweilig oder köstlich schmeckt, hängt nicht so sehr vom Gemüse oder Salat als Lebensmittel ab als von der Kunst, ein würziges Dressing oder eine schmackhafte Soße zu bereiten.
– Gewicht: alles unter Kontrolle
Bewusstes Kochen macht Crash-Kuren und Extremdiäten überflüssig. Denn selbst zubereiten heißt immer auch, die Kontrolle über die Kalorien zu behalten. Wer fettarm zubereitet und den Gehalt der Mahlzeiten an Zucker und Stärke beschränkt, spart automatisch Kalorien und behält dadurch gleichzeitig sein Gewicht im Blick. Auf den letzten Schuss Sahne oder den Stich Butter kann ich beim Selber-Kochen gut verzichten. Am Fettgehalt des Fertiggerichts ändere ich dagegen nichts. So gehört bewusstes, bedarfsgerechtes Kochen zu den effektivsten Strategien gegen das Übergewicht.
– Selbstbestimmung über Qualität und Frische
Wer regelmäßig kocht, kauft automatisch öfter ein. Dabei wird er in der Regel schon bald einen Blick für die Frische und Qualität der Lebensmittel entwickeln. Wer seine Sinne beim Einkauf benutzt, lernt schnell, Frisches und Knackiges von Welkem und Weichem zu unterscheiden. So kommen Qualität und Frische auf den Tisch. Er lernt auch, die Mengen richtig einzuschätzen, die er für eine Mahlzeit braucht. Konserven, Tiefkühlkost und Fertiggerichte werden allenfalls zum Notbehelf.
– Essen mit mehr Nachhaltigkeit
Für viele Menschen spielt es eine immer wichtigere Rolle, nachhaltig zu leben. Beim Essen und Trinken ist dabei die Nutzung saisonaler und regionaler Angebote ein wichtiger Aspekt. Inzwischen binden sogar die großen Discounter gerade bei Obst und Gemüse saisonale und regionale Produkte verstärkt in ihr Angebot ein. Vitaminreiche Kohlsorten im Winter, frische Salate im Sommer und Kürbisse im Herbst genügen nicht nur den Ansprüchen der Nachhaltigkeit, sondern bringen zudem willkommene Abwechslung im Speiseplan.
– Selbst kochen spart Geld
Selbstversorger leben nach wie vor besonders günstig. Für Sparfüchse gibt es viele Wege, die Kosten für’s Essen und Trinken in Grenzen zu halten, angefangen von der Nutzung von Sonderangeboten bis zum kreativen Einsatz von Grundnahrungsmitteln und anderen preiswerten Nahrungsmitteln (Reis, Kartoffeln, Möhren, Kohlgemüse etc.). Wer selbst kocht, lernt, nur so viel einzukaufen, wie er wirklich braucht. Ein bedarfsgerechter Einkauf sorgt zum einen dafür, dass nichts mehr weggeworfen wird oder im Kühlschrank vergammelt. Zum anderen spart er bares Geld. Apropos Reste: Die schmecken oft besonders gut! Wenn doch einmal zu viel gekauft oder gekocht wird, findet sich für den, der kochen kann, garantiert ein leckeres Rezept der kreativen Resteküche.
– Last not least: Selbst kochen macht Spaß und schmeckt am besten
Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wer hätte sie nicht schon erlebt, die teuren Besuche in mittelmäßigen Restaurants, von denen man unbefriedigt nach Hause zurückfährt. Da kommt die eigene Kochkunst oft mit viel weniger Geld viel näher an das perfekte Dinner heran. Wer selbst Herr seiner Zutaten ist, kann nach Belieben das verwenden, was ihm selbst und seinen Lieben schmeckt. Was man nicht mag, wird einfach weggelassen. Ganz abgesehen davon, dass selbst kochen zu Hause kreativ ist und Spaß macht – vor allem, wenn man es z.B. am Wochenende zusammen mit Freunden praktiziert.
Tipp von docFood:
Selber-Kochen im Sinne einer abwechslungsreichen Ernährung ist keine Zauberei, sondern funktioniert nach einer einfachen Gleichung:
Ernährungswissen x Kochkenntnis = Kontrolle über Gewicht und Gesundheit.
Genauso wichtig wie der gesundheitliche Aspekt ist allerdings der Genuss. Dass der – mit frischen Zutaten und nach eigenem Geschmack zubereitet – zu Hause am größten ist, weiß jeder, der ein bisschen kochen kann.

Dr. Friedhelm Mühleib

Bild: Fotolia © Igor Mojzes

 

Lauch-Ziegenkäse-Quiche

Zutaten für 4 Personen:
Für den Quicheteig:
150 g Butter, 300 g Mehl, 1 Ei, 4 EL Wasser, 2 EL Öl, 5 g Salz, Linsen zum Beschweren
Für die Füllung:
500 g Lauch, 50 g Butter, 100 g Ziegenkäse, 50 g Kapstachelbeeren, 1 Ei, 50 ml Sahne, Meersalz, 1/5 Bd Schnittlauch
 
Zubereitung:
1 Für den Quicheteig alle Zutaten bis auf die Linsen vermengen und eine Stunde ruhen lassen. Anschließend den Teig etwa 3 cm dick ausrollen und blindbacken: Den Teig ausrollen, in eine Tartelette-Form legen, den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier auslegen und mit Linsen oder anderen Hülsenfrüchten beschweren. Bei 160 °C Heißluft etwa 8 min backen. Die Linsen nach dem Backen wieder entfernen.
2 Für die Füllung den Lauch in feine Streifen schneiden und gut waschen.Trocken legen. Den Lauch in etwas Butter und Salz andünsten. Auf ein Sieb geben und die überschüssige Flüssigkeit abtropfen lassen. Den Ziegenkäse klein zupfen, die Kapstachelbeeren von ihrer Hülle befreien und vierteln.
3 Das Ei und die Sahne mixen und mit Salz abschmecken. Den abgetropften Lauch, Kapstachelbeeren und den Ziegenkäse in eine Schüssel geben und mit der Ei-Sahne-Mischung vermengen. Nochmals mit Salz abschmecken.
4 In den vorgebackenen Teig füllen und ca. 15-20 min im vorgeheizten Ofen bei 160 °C Heißluft backen. Anschließend die Tarte herausnehmen und servieren.
 
Bildquelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse
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Weihnachten im Kreise der Familie - Tradion und moderne Küche vereinen

An Weihnachten entschlacken – wie kann das gehen?

Weihnachten ist für viele der Inbegriff des Genießens. Andere haben schon vor dem Fest ein schlechtes Gewissen angesichts der geplanten Völlerei. Oder sie lassen sich durch die hohe Erwartungshaltung von Freunden und Verwandten die besinnliche Laune verderben. Allerdings: Man kann auch Alternativen auf den Tisch bringen, die zwar festlich und lecker, aber keine Kalorienbomben sind.
Lebensmittelproduzenten und Einzelhandel sorgen schon seit Jahren dafür, dass Weihnachten immer längere Schatten vorauswirft. Und spätestens im Dezember quellen die Briefkästen mit Werbung für besondere Leckereien nur so über. Auch Frauen- und Kochzeitschriften, Fernsehmagazine und das Internet machen fleißig dabei mit, uns zum Kaufen und Schlemmen zu verführen. Kein Problem für diejenigen, die eine gesunde Lebensweise verinnerlicht haben. Die verkraftet es sehr gut, wenn wir hin und wieder über die Stränge schlagen, z. B. beim Gänsebraten mit Soße und Knödeln.
 

Leichte Alternativen für das Weihnachtsessen suchen

Besser ist es, von vorneherein mit leichten Alternativen fürs Festmenü zu planen: Wie wär’s mit Rehrücken, Wildschwein-Gulasch, Karpfen blau oder Forelle aus dem Backofen: Wild oder Fisch lassen sich einfach zubereiten und sind vergleichsweise leicht und bekömmlich. Dazu schöpfen Sie nach Herzenslust aus dem grünen Angebot der Saison und versorgen sich so nebenbei mit Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Neben vielen Kohlsorten bietet das Winterhalbjahr zum Beispiel Chicorée, Feldsalat und Lauch. Oder sie bereiten ein vegetarisches Hauptgericht zu mit feinem Gemüse aus der Region als Highlight. Damit das Gemüse nicht zur Fettfalle mutiert, können Sahne, Butter und Mehlschwitzen bei der Zubereitung oft durch saure Sahne, Milch, Brühe oder fettarmen Schmelzkäse ersetzt werden. Abgerundet wird das gesunde Festessen am besten durch einen fruchtigen Nachtisch aus exotischem Obst oder Zitrusfrüchten, die jetzt Hochsaison haben.
 

Traditionen hinterfragen

Gibt es an Weihnachten bei Ihnen, was es schon bei Muttern gab? Hinterfragen Sie eingefahrene familiäre Traditionen. Denn Abwechslung und neue Kreationen bringen Fröhlichkeit. Vielleicht sind alle die Verwandtschaftsbesuche mit Weihnachtsmenüs am Mittag, Kuchen am Nachmittag und Fischplatte am Abend ja schon lange leid. Nur traut sich keiner, dies zu sagen. Das wäre schade, denn so wird die Chance ver­passt, etwas Neues zu probieren. Statt der klassischen Mahlzeitenfolge gibt es ein zwangloses, buntes Buffet. So ist keiner gezwungen, „aus Anstand“ auch noch die leckere Torte der Schwägerin zu würdigen, wo er doch eigentlich noch satt vom Entenbraten ist.
 

Tipp von docFood:

Neben der Zeit für gutes Essen und Trinken sollte auch noch Zeit für viel frische Luft und Bewegung bleiben. Denn ausgedehnte Winterspaziergänge oder ein bisschen sportliche Betätigung auf der Schlittschuhbahn machen gute Laune, sorgen für einen freien Kopf und machen Platz für den guten Appetit auf die nächste Mahlzeit.

Gabriela Freitag-Ziegler

Bildquelle: Fotolia © Kzenon

Fischsalat mit Fenchel, Orange und Spinat

Zutaten für 4 Personen:
300 g Seezungen- oder Schollenfilets
Salz, Pfeffer
2 Orangen
250 g Fenchel
100 g Spinatsalat
30 g Walnusskerne
20 g Sultaninen
3 EL Olivenöl extra vergine
 
Zubereitung:
1 Fischfilets leicht salzen und in eine große, beschichtete Pfanne legen. So viel heißes Wasser angießen, dass der Fisch zur Hälfte bedeckt ist. Bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 2 Minuten gar ziehen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
2 Orangen mit einem scharfen Messer so schälen, dass die weiße Haut vollständig entfernt ist. Die Fruchtfilets in Segmenten herauslösen. Fenchel waschen und mit dem Gemüsehobel in feine Scheiben schneiden. Spinat verlesen, waschen und trockenschleudern. Salatzutaten in eine Schüssel geben. Walnüsse und Sultaninen zufügen und alles mischen.
3 Olivenöl, Salz und Pfeffer verrühren und über die Salatzutaten geben. Sorgfältig mischen und den Fisch darauf anrichten.
 
Bildquelle: Bertolli
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Wild: Tipps für Einkauf und Zubereitung

Wild auf Wild: Tipps für Einkauf und Zubereitung

Haben Sie sich schon Gedanken über den Festtagsbraten gemacht? Wenn es Wild sein soll, dann sollten Sie unsere Tipps für den erfolgreichen Einkauf und die unkomplizierte Zubereitung lesen. Wer vor Wild zurückschreckt, weil ihm das Abziehen, Ausnehmen und Rupfen, das Entbeinen und Zerlegen ein Greuel oder ein Buch mit sieben Siegeln ist, der sollte in einem modernen Wildgeschäft kaufen. Hier gibt’s von der bratfertig ausgelösten Keule über Hirschgulasch bis hin zur Fasanenbrust alles pfannenfertig.
Was ist Qualität beim Wild? Achten Sie beim Einkauf immer auf die Farbe des Fleisches: Frisches, junges Wildbret ist rot- bis schwarzbraun. Außerdem ist es fest, hat eine zarte Faser und wird umso dunkler, je länger es abgehangen ist. Nur Kaninchen haben weißes bis grau-rötliches Fleisch.
Gutes Wildbret erkennen
Wildfleisch sollte frei von grünen oder roten Flecken sein, weder einen unangenehm ins Faulige gehenden Geruch (vom zu langen Abhängen!) haben noch einen Harn- oder Geschlechtsgeruch — was bei Tieren vorkommt, die in der Brunftzeit erlegt wurden. Haar- und Federwild schmeckt am besten, wenn es im zarten Alter von einem Jahr bzw. in seinem ersten Herbst in die ewigen Kochgründe wandert. Wer scharf auf junges Wild ist, muss sich allerdings darauf verlassen, dass der Wildhändler korrekt ist, da das Alter eines Tieres für den Laien kaum erkennbar ist.
Wenn die Qualität stimmt, ist die Zubereitung ein Kinderspiel
Grundsätzlich lässt sich Wildfilet kurzbraten wie ein Rindersteak. Machen Sie die Garprobe: Drücken Sie das Fleisch mit dem Finger ein – durchgegartes Wildfleisch gibt nicht mehr nach. Der austretende Saft sollte nicht mehr rosa, sondern klar sein. Gutes Wildfleisch wird gewürzt, gebraten oder geschmort, und dann liegt die Kunst in der Zubereitung einer guten Sauce.
Zur traditionellen Wildküche gehören Sahne, Wein und Spirituosen. Damit lassen sich aus dem Wildfond wunderbare Saucen zubereiten. Kaninchen, in Sahne und Senf gegart, gehört in Frankreich ebenso zu den klassischen Wildgerichten wie der Rehrücken in Sahnesauce mit Kirschwasser in den italienischen Alpen. Wildarten mit einem besonders feinen Aroma sollte man ohne großes Drumherum zubereiten, damit der Eigengeschmack voll zur Geltung kommt. Gedünstetes Rebhuhn zum Beispiel sollten Sie nur mit einer leichten Rotweinsauce servieren. Passende Gewürze für Wild sind Pfeffer, Majoran, Thymian, Rosmarin, Lorbeer, Muskat oder Wacholderbeeren.Als Beilagen eignen sich Maronen, Topinambur, Kartoffeln, Klöße, Prinzessbohnen, Rotkohl, Rosenkohl, Wirsing, Steckrüben, Blattsalat, Sauerkraut, Pfifferlinge oder Champignons.
Tipp von docFood: Wilde Variationen wagen
Auf den ersten Blick ungewöhnlich – aber im Geschmack köstlich ist auch die Kombination von Wild mit Früchten. Dabei wird der leicht strenge Geschmack des Fleisches durch das säuerlich frische Aroma der Früchte harmonisiert. Wer einmal Rebhuhn gefüllt mit Weintrauben gegessen hat, wird diesen exquisiten Genuss wohl nicht mehr vergessen. Auch Preiselbeeren, Kirschen, Äpfel, Birnen, Orangen oder Feigen passen gut zum Wild. Fehlt nur noch ein passender Wein: Mit reifen Roten aus Bordeaux oder Burgunder liegt man immer richtig. Zu leichten Wildgerichten, etwa Kaninchen, passt auch schon mal ein schöner, aromatischer Weißer — ein Gewürztraminer wäre da fein.
Sie sind wild auf Wild? Lesen Sie hier, warum Sie ihr Wildbret beim Förster Ihres Vertrauens kaufen sollten. Erfahren Sie außerdem, welche Inhaltsstoffe Wildfleisch besonders wertvoll machen. Unsere leckeren Wild-Rezepte finden Sie hier.

Julia Hintzen

Bild: Fotolia © Floydine

Krosser Gänsebraten mit Cranberries-Maronen-Füllung

Zutaten für 6 Personen:
1 küchenfertige Gans (3,5 – 4 kg), Salz und Pfeffer, 3 TL getrockneter Thymian, 3 Äpfel, 3 Zwiebeln, 100 g Cranberries (frisch oder tiefgekühlt), 100 g küchenfertige Maronen, 750 ml Hühner Kraftbouillon, 125 ml Rotwein, evtl. Saucenbinder zum Andicken von dunklen Saucen
 
 
Zubereitung:
1 Gans innen mit Salz, Pfeffer und Thymian einreiben, außen nur pfeffern und salzen. Äpfel und Zwiebeln schälen und in Stücke schneiden. Die Hälfte davon mit Cranberries und Maronen mischen und in die Gans füllen.
2 1/2 (500 ml) Hühner-Kraftbouillon in einen Bräter gießen. Gans mit der Brustseite nach unten hineinlegen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft 175 °C) auf der untersten Schiene 1 1/2 – 2 Stunden braten. Gans wenden, restliche Apfel- und Zwiebelstücke zufügen und weitere 1/2 – 1 Stunde garen.
3 Gans aus dem Bräter nehmen und warm stellen. Bratensatz entfetten, restliche Hühner Kraftbouillon und Rotwein dazugießen. Saucepürieren, evtl. mit Soßenbinder binden und mit Salz abschmecken.
 
Bildquelle: Knorr
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Selber Kochen - mit allen Sinnen

Selber Kochen – mit allen Sinnen

Sie würden zu Weihnachten gerne selber kochen, aber trauen sich irgendwie nicht? Dann helfen Ihnen unsere Tipps ein bisschen weiter – und machen Ihnen hoffentlich doch noch Mut. Denn selber kochen ist eigentlich ganz – es muss ja nicht gleich ein Rezept vom 3-Sterne-Koch sein. Selber Kochen ist der Schlüssel zu Genuss, Wohlbefinden und gesunder Ernährung. Dazu braucht es nicht mehr als eine Handvoll grundlegender Kochkenntnisse, die man in immer neuen Varianten anwenden und kombinieren kann.
Probieren geht über studieren: Wer gut selbst kochen will, muss keine Kochlehre absolvieren. Es genügt, wenn er seine Sinne gebraucht und schult. Dazu hier die Tipps von docFood:
● Wer gut kochen will, muss sehen. Immer alles im Blick behalten – so lautet die Devise. Missgeschicke beim Kochen kündigen sich immer an. Sie fallen selten aus heiterem Himmel. Wer Augen hat, zu sehen, was auf dem Herd passiert, der kann jede Pfanne, jeden Topf noch schnell zur Seite ziehen.
● Wer gut kochen will, muss riechen: Vertrauen Sie Ihrer Nase: Was schon im Topf gut riecht, schmeckt meist auch auf dem Teller gut. Wird es zu heiß in Topf oder Pfanne, dann riecht man das – lange bevor Kartoffeln, Fleisch oder anderes Gargut anbrennen. Wer schnell reagiert, kann damit jeden Topfinhalt noch vor dem Anbrennen retten.
● Wer gut kochen will, muss hören. Auch Ihren Ohren dürfen Sie vertrauen: Wenn es in Topf oder Pfanne gleichmäßig köchelt und bruzzelt, ist alles auf einem guten Weg. Wird es zu laut, ist meist zu viel Hitze im Spiel.
● Wer gut kochen will, muss fühlen. Ein Fingerdruck auf das Steak, ein Gabelstich in die Kartoffel oder das Gemüse zeigen untrüglich an, wieweit der Garprozess schon fortgeschritten ist.
● Wer gut kochen will, muss schmecken. Abschmecken und Probieren macht nicht nur Spaß, sondern garantiert zudem, dass die Mahlzeit lecker wird. So ist der eigene Geschmack der sicherste Wegweiser zum erfolgreichen Selber-Kochen.
Ach – eine Frage wäre da noch: Wie genau muss man sich eigentlich an Rezepte halten? Unser Rat:
Mehr Gefühl – weniger Rezept
Wer sich auf seine Sinne verlässt, braucht Rezepte bestenfalls als Ideengeber und sicher nicht mehr als Vorlage, an die man sich sklavisch halten muss. So ist das genaue Abmessen der Zutaten in den seltensten Fällen entscheidend. Etwas mehr oder weniger von einem Gewürz oder einer Zutat verändern bei Rezepten der Alltagsküche vielleicht die Richtung des Geschmacks, doch selten den Charakter des Gerichtes. Für den Alltagskoch, der mit seinem Selbst-Gekochten Spaß und Freude haben will, gilt allerdings auch: Erkenne Deine Grenzen. Wer das beherzigt, kann mit einem Minimum an Grundzutaten und Ausstattung zu größten Geschmackserlebnissen kommen. Er wird aber wohlweislich darauf verzichten, im Alltag Soufflés, Pasteten oder Infusionen zu produzieren. Stattdessen bringt es mehr Lob (von der Familie) und Selbstbestätigung, die Kunst der Resteküche zu optimieren und den Reis, die Nudeln und das Fleisch von gestern z.B. in einen herzhaften Salat zu verwandeln.
Wer so aufmerksam dabei ist und gute Zutaten hat, für den ist das Kochen kein Problem. Also: Trauen Sie sich – wir von docFood wünschen viel Spaß mit dem Weihnachtsmenü.

Dr. Friedhelm Mühleib

 
Bild: Fotolia © jillchen