Warum Ballaststoffe für die Darmflora so wichtig sind

Ballaststoffarme Ernährung kann unserer Darmflora nachhaltig schaden – und die Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen vermutlich von Generation zu Generation verstärken. Amerikanische Forscher konnten im Tierversuch zeigen, dass eine  Ernährung mit geringem Ballaststoffanteil über nur vier Generationen hinweg bei Mäusen zum unwiederbringlichen Verschwinden von drei Vierteln der ursprünglichen Bakterienarten führt. Die Wissenschaftler vermuten, dass beim Menschen die intestinale Mikrobiota – so der Fachbegriff für das, was wir früher Darmflora nannten – bei einer Ernährung mit zu wenigen Ballaststoffen stark leidet. Das könnte mit gravierenden Folgen für die Darmgesundheit verbunden sein.
 
Viele Erkrankungen im menschlichen Verdauungstrakt werden inzwischen mit Störungen der Mikrobiota in Verbindung gebracht – auch wenn in den meisten Fällen die  Zusammenhänge im Detail noch nicht genau erforscht sind. Auch das Reizdarm-Syndrom mit Blähbauch und diffusen Bauchschmerzen geht häufig mit Veränderungen der Darm-Mikrobiota einher, wie eine Reihe aktueller Forschungsergebnissen zeigen. Darüber hinaus nehmen Experten an, dass etliche Zivilisationskrankheiten wie Allergien oder Nahrungsunverträglichkeiten mit einem gestörten Mikrobiom im Darm zusammenhängen.
 

Vielfalt der Darmflora gefährdet

Wie kommt es zu solchen Veränderungen der Darmflora? Der westliche Ernährungsstil mit vielen hochverarbeiteten und ballaststoffarmen Lebensmitteln könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen. Wie unsere moderne Ernährung die Vielfalt der Bakterien im Darm beeinflusst, war Gegenstand der Studie an der Stanford University School of Medicine in Kalifornien. In Versuchen mit Mäusen zeigten die Forscher, dass Vielfalt und Zahl der Mikroben bei ballaststoffarmer Ernährung von Generation zu Generation abnehmen. Ballaststoffe sind unverdauliche Bestandteile der Nahrung und bestehen vor allem aus Kohlenhydraten. Sie werden von den Darmbakterien aufgeschlossen. Ein ausreichender Ballaststoffverzehr gilt aus Sicht der Ernährungsmedizin seit langem als wichtige Voraussetzung für einen gesunden Darm.
 

Weniger Ballaststoffe – weniger Bakterien

Die Wissenschaftler fütterten Mäuse mit ballaststoffarmer Kost. Innerhalb weniger Wochen nahm die Vielfalt der Bakterien bei den Tieren erheblich ab. Auch die Anzahl von Bakterien einzelner Arten sank. Stellten die Forscher die Ernährung der Mäuse anschließend auf eine ballaststoffreiche Kost um, normalisierte sich das Mikrobiom wieder, wenn auch nicht vollständig: Bei einem Drittel der ursprünglichen Bakterienarten blieben die Populationen deutlich kleiner, wie die US-Forscher im Fachblatt „Nature“ berichten. Die eigentliche Überraschung kam aber, als die Mäuse beider Gruppen Nachwuchs hatten: Von Generation zu Generation verkümmerte das Mikrobiom im Darm der ballaststoffarm ernährten Tiere immer mehr – und diese Veränderung war mit einer Rückkehr zu ballaststoffreicher Ernährung nicht rückgängig zu machen. Mehr als zwei Drittel der ursprünglichen Bakterien blieben jeweils verschwunden.
 

Gefahr für die Enkel

Fazit der Studie: Die Ernährungsgewohnheiten in den modernen Industrienationen könnten eine irreversible Auslöschung zahlreicher nützlicher Darmbakterien bei kommenden Generationen mit sich bringen. Offensichtlich erholt sich der Darm von ungesunder Ernährung nicht so schnell. Wer heute zu wenig Ballaststoffe zu sich nimmt, könnte die damit einhergehenden Probleme sogar an die Enkel vererben. Welche Folgen dies für die menschliche Gesundheit haben wird, lässt sich bislang allerdings nur schwer abschätzen. Experten gehen davon aus, dass Beschwerden wie ein Blähbauch oder dauernde Bauchschmerzen erste Anzeichen einer gestörten Darmflora sind. Auf lange Sicht werden die negativen Effekte über Generationen hinweg deutlich zunehmen, so die Vermutung der Forscher.
 

Tipp von docFood

Wie das Magazin Fokus berichtet, könnte die Einnahme probiotischer Produkte allerdings helfen:Die Entwicklung des Menschen sei eng gekoppelt an die seiner Bakterien, schreibt Eric Martens von der University of Michigan Medical School in Ann Arbor in einem Kommentar zur Studie. Diese mikrobiellen Partner übernähmen einen Großteil der Arbeit bei der Verdauung komplexer Kohlenhydrate.“ Es bleibt abzuwarten, ob ein Teil dieser Funktionalität in einigen Menschen schon verlorengegangen ist und wenn ja, in welchem Ausmaß, so der Wissenschaftler, der gleichzeitig die Hoffnung hegt, dass diese Funktionen künftig möglicherweise über die Einnahme probiotischer Zubereitungen wieder hergestellt werden könnten. Mehr Infos zu Fragen rund um die Darmgesundheit finden Sie hier.
 

 Dr. Friedhelm Mühleib

Möhrensuppe

Zutaten für 4 Personen:
250 g Möhren
1 Zwiebel
2 EL Rama Culinesse Pflanzencreme
125 ml Rama Cremefine zum Kochen 15%
750 ml Gemüsebrühe
Pfeffer
 
Zubereitung:
1 Möhren putzen, schälen und grob würfeln. Zwiebel schälen und fein hacken. Rama Culinesse erhitzen und das Gemüse darin andünsten. Rama Cremefine und Gemüsebrühe zufügen, kurz aufkochen und die Möhrensuppe bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten garen.
2 Möhrensuppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Mit Pfeffer und nach Belieben etwas Zucker
abschmecken. Möhrensuppe nach Belieben mit etwas Kresse bestreut servieren.
Tipp: Für eine dekorative Einlage 2 Möhren schälen und längs mit einem Sparschäler in dünne Scheiben schneiden. Diese in kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten garen, auf einem Sieb abtropfen lassen und in die Möhrensuppe geben.
 
Quelle: Rama Cremefine

Vorsicht bei Eiern mit Sprung

Uups – hat der Hase wieder mal ein Osterei unsanft behandelt. Jetzt hat die Schale doch tatsächlich einen Sprung. Da freut sich das Innere des Eies gar nicht: Durch Sprünge, Risse oder Löcher in der Schale können Keime eindringen und schnell zum Verderb gekochter und bemalter Eier führen – darauf weist das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hin.
 
Da hilft nur noch eins – und mag die Bemalung noch so kunstvoll sein: unverzüglich essen!
 
Lose Ware: Haltbarkeit nicht erkennbar
Weil gefärbte und gekochte Eier inzwischen nicht nur zu Ostern Saison haben, sondern ganzjährig – z.B. für Picknicks – beliebt sind, empfiehlt das LAVES:  Nach dem Kauf sollten die bunten Eier im Kühlschrank aufbewahrt werden. Kartons mit solchen Eiern sind neben Informationen zu Herkunft, dem Mindesthaltbarkeitsdatum und verwendeten Farbstoffen häufig auch mit einem Kühlhinweis versehen. Allerdings fehlen bei lose verkauften Eiern in der Regel diese Angaben, da diese Ware nicht kennzeichnungspflichtig ist. Das bedeutet, dass der Verbraucher nicht erkennen kann, bis wann die Eier noch haltbar sind und woher sie stammen. Solche Eier sollten nach dem Kauf möglichst bald verzehrt werden und nicht lange gelagert werden.
 
Bunte Eier – mit Vorsicht genießen und bald verbrauchen
Dass die bunten Eiern mit Vorsicht zu genießen und schnell zu verbrauchen sind, legen auch die aktuellen Untersuchungen des LAVES nahe: Das Amt hat vor Ostern 39 Proben von eingefärbten Hühnereiern unter die Lupe genommen. Bei den Untersuchungen wurde die Genusstauglichkeit wie Aussehen, Geruch und Geschmack insbesondere bei Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums geprüft. Außerdem wurde die Verwendung von nicht deklarierten Farbstoffen untersucht. 25 Proben blieben ohne Beanstandung, elf Proben hatten am Ende des angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) deutliche Mängel: hefig-gärig, teilweise auch faulig im Geruch und verschimmelt. Ein weiteres Ei war bereits vor Ablauf des MHD nicht mehr in Ordnung: Es musste als verdorben beurteilt werden. Bei zwei Proben wurde ein nicht zugelassener Trägerstoff für die Lebensmittelfarbe verwendet. Die hohe Anzahl von Beanstandungen nimmt das LAVES zum Anlass, die Untersuchungen für 2016 auch nach Ostern fortzusetzen.
 
Tipp von docFood
Gelegentlich beschweren sich Verbraucher über blau-grün verfärbte Daotter bei gekochten Eiernm. Das ist nicht schädlich und führt auch geschmacklich zu keiner Beeinträchtigung. Bei zu langem Kochen (länger als 10 Minuten) kommt es zu einer Reaktion des im Eidotter vorhandenen Eisens mit Schwefelverbindungen aus dem Eiklar. Dabei entsteht Eisensulfid, das die Verfärbung verursacht. Auch wenn es nicht schön aussieht, ein Grund zur Besorgnis oder Beanstandung besteht bei solchen Verfärbungen nicht.

 Redaktion docFood

Quelle: LAVES

Nuss-Nougat-Creme: Ein Oscar für Nutella

Ein Leben ohne Nuss-Nougat-Creme wäre möglich, aber deutlich spaßreduziert. Das hat sich wohl auch die Stiftung Warentest gedacht und in Ihrem Aprilheft noch rechtzeitig vor dem Osterbrunch Nuss-Nougat-Cremes unter die Lupe genommen. And the winner is: Nutella. Deutschlands beliebtestes Nuss-Nougat-Produkt schneidet im Qualitätsurteil am besten ab – wer hätte das gedacht.  Die Diva unter den Nu-Nu-Cremes bekommt also den Warentest-Oscar.
 

Testurteil ‚Gut‘ für sechs aus 21

Fast jeder fünfte Deutsche isst mehr­mals pro Woche Nutella oder eine andere Nuss-Nougat-Creme. Schmeckt das Original wirk­lich am besten? Der Schokocreme-Markt umfasst mittlerweile viele Produkte, so dass im aktuellen Test neben Markenprodukten auch Handelsmarken vom Discounter und Biocremes untersucht wurden. Von 21 Produkten im Test schneiden sechs gut ab. Sieben aber sind deutlich mit Schad­stoffen belastet, zwei kassieren ein Mangelhaft. Die Nuss-Nougat-Cremes wurden dabei auf geschmackliche Qualität, Schadstoffe, ernährungsphysiologische Qualität, Verpackung, Deklaration und weitere ausgewählte Merkmale untersucht.  
 

Nutella: Spitze trotz hohem Fett- und Zuckergehalt

Das Testergebnis zeigt, dass „Nutella“ in Aussehen, Geruch und Geschmack die Note „sehr gut“ ereicht und insgesamt „gut“ (1,9) abschneidet. Abzüge gibt es etwa aufgrund des hohen Gehalts an Fett und Zucker sowie ungesättigten Fettsäuren, die nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu hoch ausfallen. Geschmacklich am besten (Note 1,5) schneidet die Schokocreme des Biosupermarkts „Alnatura“ ab. Aufgrund enthaltener Aflatoxine schaffte dieses Produkt ebenso wie sechs weitere aber nur ein „ausreichend“ im Bewertungskriterium Schadstoffe.
 

Schimmelpilze und andere Schadstoffe

Krebserregende und erbgutverändernde Aflatoxine sind bei Produkten mit Nüssen nicht ausgeschlossen. Hierbei handelt es sich um Mykotoxine, die von den Schimmelpilzarten der Gattung Aspergillus gebildet werden. Warmes und feuchtes Klima begünstigen den Pilzbefall von Nüssen. Im Testergebnis konnten bei 16 von 21 Nuss-Nougat-Cremes Aflatoxine nachgewiesen werden, allerdings halten alle Produkte die gesetzlichen Grenzwerte ein. Sieben Produkte hätten jedoch noch vor wenigen Jahren nicht verkauft werden dürfen. Der Grenzwert wurde zwischenzeitlich EU-weit von vier Mikrogramm Aflatoxine pro Kilo Haselnüsse auf zehn Mikrogramm erhöht. Zwei Bioprodukte schnitten im Test nur „mangelhaft“ ab, darunter die teuerste Schokocreme „Nocciolata“. Bei ihr fanden die Tester die kritischen Schadstoffe 3-Monochlorpropandiol-Ester (3-MCPD-Ester) und Glycidyl-Ester, die beim Raffinieren von Speiseöl entstehen können. Ein Stoff gilt als möglicherweise, der andere als wahrscheinlich krebserregend. Kinder mit einem Körpergewicht von 30 Kilogramm hätten, so der Bericht, bereits mit der Aufnahme von vier Gramm dieser Schokocreme die tägliche Höchstmenge an 3-MCPD ausgeschöpft.

 Redaktion docFood

Quellen: Stiftung Warentest Meldung und Test „Nuss-Nougat-Cremes“ (Aprilheft 2016).
 

Huhn und Eier – Ton in Ton?

Braune Hühner legen braune Eier und weiße Hühner weiße? Vergessen Sie’s! Sollten Sie doch mal ein braunes Ei mit einer braunen Mutter finden, dann ist das keine Notwendigkeit, sondern Zufall. Denn die Farbe des Gefieders hat mit der Eierfarbe rein gar nichts zu tun. docFood erklärt, wovon die Farbe der Eier abhängt und auf welchen Farb-Typ die Deutschen bei Eiern besonders stehen.
 

Braun ist ‚in‘

Vor Ostern sind weiße Eier im Supermarkt Mangelware. Weil sie sich besser bemalen lassen,  werden sie in Mengen gekauft. Von Ostern mal abgesehen, sind weiße Eier schon seit Jahren ‚out‘ – auch deshalb findet man sie immer seltener in den Regalen. Früher, als die Welt noch in Ordnung war, liebten die Verbraucher reinweiße Eier. Das hat sich gewandelt. Die braune Farbe wird heute mit einer natürlicheren, artgerechteren Haltung verbunden – entsprechend werden braune Eier deutlich lieber gekauft: 70 Prozent der deutschen Verbraucher bevorzugen braune Hühnereier. In den 1970er-Jahren war es noch umgekehrt: Damals wurden weißlegende Rassen sogar gezielt gezüchtet. Dabei ist die Farbe der einzige Unterschied. Geschmacks- oder Qualitätsunterschiede zwischen braunen und weißen Eiern gibt es bei gleicher Fütterung nicht. Auch über das Leben des Huhns – ob es nun bio und artgerecht lebt oder nicht – verrät die Farbe nichts.
 

Blick aufs Ohr

Verantwortlich für die Farbe ist  eine kleine Drüse im Legedarm des Huhns, die deswegen auch Schalendrüse heißt. In ihr wird aus dem Blutfarbstoff Hämoglobin und Farbstoffen aus der Galle die braune Farbe gebildet und unter den Kalk gemischt – fertig ist die braune Schale. Bei Hühnern, die weiße Eier legen, wird kein Farbstoff gebildet. Verantwortlich dafür ist ein Gen, das die Farbbildung unterdrückt. Ob braun oder weiß ist also genetisch bedingt.  Wer nun Aufschluss über die Farbe der Eier haben will, muss  seiner Henne nur tief in die Augen schauen, und wird dabei zwangsläufig ein kleines Accessoire  am Hühnerohr entdecken: Ein kleines Hautläppchen, von Experten Ohrscheibe genannt. Womit wir beim Kern der Sache wären: Weiße Ohrscheiben – weißes Ei; rote Ohrläppchen, braunes Ei. So einfach ist das.
 

Die Ausnahme von der Regel: grüne Eier

Sie sind selten, aber es gibt sie: Grüne Eier, gelegt von einer speziellen Rasse, dem südamerikanischen Araucana-Huhn. Trotz roter Ohrscheiben sind ihre Eier grün. Auch hier ist das Hämoglobin für die Färbung der Schale verantwortlich. Normalerweise wird der Blutfarbstoff beim Abbau erst bläulich, dann grün und schließlich gelb-braun, wie bei einem blauen Fleck. Bei den Araucanas wird der Abbau des Blutfarbstoffs in der Schalendrüse jedoch bereits nach der ersten Stufe gestoppt – und so gibt es grüne Farbe für grüne Eier.
 

Tipp von docFood

Bunte Eier gehören zum Osterfest einfach dazu. Wer nun noch weiße Eier ergattert hat und die jetzt noch kunstvoll bemalen möchte, kann dies problemlos  mit natürlichen Farbstoffen aus Lebensmitteln, die sich in jeder Küche finden.  docFood zeigt Ihnen hier, wie man mit Tee, Kaffee, Gewürzen oder Rotkohl und Zwiebeln Ostereier leuchtend bunt färben kann.

  Redaktion docFood

 
Foto: Auch bei Osterhasen gibt es keinen Zusammenhang zwischen Farbe des Fells und Farbe der Eier –  wie das Foto von unserem Redaktionshasen Gregor Green  liefert den beweist..

Eier – Schreck lass nach

Eierlei zu Ostern: Im Oster-Spezial berichtet docFood allerlei über Eier. Wir klären, was Sie schon immer über Eier wissen wollten, aber nie zu fragen wagten. Stimmt es tatsächlich, dass sich abgeschreckte Eier leichter pellen lassen? Braucht ein Drei-Minuten-Ei tatsächlich drei Minuten? Lesen Sie in der Osterwoche  die Antworten zu diesen und anderen Fragen, die für ein gelungenes Osterfest von entscheidender  Bedeutung sind.
 
Hier kommt die ganze Wahrheit über Eier, und wir starten mit einer von Großmutters Weisheiten: Liebe Oma, wir bewundern Dich noch immer für all das, was Du über Kochen und Essen weißt. Aber manchmal liegst Du mit Deinen Weisheiten eben doch auch daneben. Zum Beispiel mit der Ansicht, dass man gekochte Eier abschrecken muss, damit sie sich besser abpellen lassen.
 
Abschrecken: Kann man sich schenken!
Die Mär von den gekochten Eiern, die sich nach Abschrecken mit kaltem Wasser viel besser pellen lassen, wird sich wohl nie ganz ausrotten lassen. Trotzdem ist an diesem Gerücht aber auch gar nichts dran: Das Abschrecken der Eier lässt die Schale völlig kalt. Woran liegt es dann, dass manchmal beim Pellen das halbe Ei an der Schale dranbleibt – und bei anderen Eiern löst sich die Schale fast wie von selbst   Es liegt vor allem am Alter der Eier.  Ältere Eier geben die Schale fast freiwillig her, ganz frische wehren sich gewaltig. Der Grund: Bei frischen Eiern klebt das Schalenhäutchen, das zwischen Kalkschale und Eikörper sitzt, am Eiweiß. Je älter das Ei wird, desto leichter löst sich die Haut vom Eiweiß.
 
Eier – nicht ganz dicht!
Eier sind nicht ganz dicht: Je länger ein Ei lagert, desto mehr Wasser verdunstet aus seinem Inneren. Dadurch wird die Luftblase des Eies größer und man findet sie leichter. Das hilft beim Schälen, weil sich die Schale an der Stelle der Luftblase besonders leicht ablösen lässt. Zum anderen steigt mit steigendem Alter des Eies der ph-Wert des Eiweißes an, weil Kohlendioxid durch die Schale entweicht. Auch das erleichtert das Schälen, weil die Verbindung zwischen Eiweiß und der Schalenhaut bei höherem ph-Wert schwächer wird. Das optimale Frühstücksei ist zwischen sieben und zehn Tage alt und wird direkt ins heiße Kochwasser gegeben.  Bei hartgekochten Eiern hingegen kann das Abschrecken sogar schädlich sein. Denn durch das Wasser dringen Bakterien in das Ei, wodurch sich die Haltbarkeit stark verkürzt. Gekochte Eier halten sich im Kühlschrank ohne Abschrecken mehrere Wochen, Abgeschreckte Eier dagegen sollten vorsichtshalber innerhalb von zwei Tagen verzehrt werden.
 
Tipp von docFood
Das Abschrecken macht lediglich Sinn, wenn man frisch gekochte Eier unmittelbar pellen will, um die Finger vorm Verbrennen zu schützen. Ein weiterer Grund wäre zu erwähnen: Wer ein perfekt wachsweiches Frühstücksei zubereiten will und die nötige Kochzeit genau einhält, dem kann das Abschrecken ebenfalls nutzen: Das kalte Wasser kühlt das Ei bis ins Zentrum und verhindert so, dass das Eigelb nachgart und doch noch hart wird.

  Redaktion docFood

Gemüsekuchen vom Blech

Zutaten für 4 Personen:
Für den Teig:
375 g Mehl, 1 Päckchen Trockenhefe, 4 EL Olivenöl extra vergine, Salz
Für den Belag:
200 g durchwachsener Speck, 500 g Möhren, 500 g Brokkoli, 2 Fenchelknollen, 1 Stange Lauch (Porree), 150 g Kohlrabi, 500 ml Milch, 1 EL grünes Pesto (z.B. Pesto Verde von BERTOLLI), 6 Eier, Pfeffer, Muskat, 100 g geriebener Gouda
 
Zubereitung:
1 Mehl und Hefe in einer Schüssel mischen. 200 ml lauwarmes Wasser, Olivenöl und 1 1/2 TL Salz zufügen. Mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.
2 Speck fein würfeln, in einer beschichteten Pfanne ohne Fettzugabe braten und beiseite stellen. Gemüse
putzen und waschen. Möhren in Scheiben schneiden, Brokkoli in Röschen teilen. Fenchel in Spalten, Lauch in Ringe schneiden. Kohlrabi in Scheiben schneiden und anschließend vierteln.
3 Gemüse knapp in kochendem Wasser ca. 3 Minuten kochen, abgießen, kalt abspülen und gut abtropfen
lassen. Milch, Pesto, Speck und Eier verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
4 Hefeteig kräftig durchkneten. Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen. Teig auf Blechgröße
ausrollen, darauf legen und mit den Händen einen Rand hochdrücken. Gemüse auf dem Teig verteilen und die Eiermilch darüber gießen. Mit Käse bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft: 175 °C) ca. 45 Minuten goldbraun backen.
 
Quelle: Bertolli

Loup de Mer auf gebratener Roter Bete

Zutaten für 4 Personen:
500 g Rote Bete, 2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 1 Prise gemahlener Kümmel, 1 unbehandelte Limette, 1 Zwiebel, 15 g Ingwer, 1 EL Butter, 100 ml trockener Weißwein, 100 ml Sahne, 2-3 EL Wasabipaste, 150 g Crème fraîche, 300 g Knollensellerie, 4 EL Pflanzenöl, 500 g Wolfsbarschfilet (küchenfertig, mit Haut), Rotkohlsprossen zum Garnieren
 
Zubereitung:
1 Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Roten Beten schälen und in schmale Spalten schneiden. Mit dem Öl in eine Schüssel geben, salzen und pfeffern, mit Kümmel würzen und vermengen. Spalten auf dem Backblech auslegen und im Ofen ca. 40 Minuten weich backen, dabei ein- bis zweimal Mal wenden.
2 Limette heiß waschen, abtrocknen und einige Zesten der Limettenschale mit dem Zestenreißer abziehen. Die Limette auspressen. Die Zwiebel und den Ingwer schälen, fein hacken und in heißer Butter in einem kleinen Topf anschwitzen. Mit dem Wein ablöschen und ein wenig einkochen lassen. Die Sahne zugießen, Wasabi einrühren und ca. 10 Minuten leise köcheln lassen. Anschließend die Crème fraîche einrühren, fein pürieren und je nach gewünschter Konsistenz noch etwas reduzieren lassen oder Flüssigkeit zugeben. Mit Salz und Limettensaft abschmecken.
3 Den Sellerie schälen und ca. 1 cm groß würfeln. 2 EL Öl in eine Pfanne geben und den Sellerie ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze von allen Seiten kross und hellbraun braten.
4 Den Fisch abbrausen, trocken tupfen, in 4 Stücke schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Auf der Hautseite in einer beschichteten Pfanne in übrigem Öl 3-4 Minuten langsam goldbraun braten. Wenden und bei milder Hitze gar ziehen lassen.
5 Die Rote-Bete-Spalten auf Tellern auslegen und den Fisch aufsetzen. Die Sauce darüber träufeln, mit Sellerie-Croutons bestreuen und mit Limettenzesten und Sprossen garniert servieren.
 
Quelle: Pressebüro deutsches Obst und Gemüse

Spinatlasagne mit Austernpilzen

Zutaten für 4 Personen:
500 g Austernpilze
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe
3 EL Pflanzencreme (z.B. Rama Culinesse)
450 g tiefgekühlter Blattspinat
Salz, Pfeffer, Muskat
250 ml Rama Cremefine zum Kochen 15%
150 ml Delikatess Brühe
6 Lasagneblätter
100 g geraspelter Käse
 
Zubereitung:
1 Pilze putzen und grob zerteilen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.
2 1 EL Pflanzencreme in einem Topf erhitzen, die Hälfte Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten, Blattspinat dazugeben und zugedeckt bei geringer Hitze ca. 10 Minuten garen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
3 Restliche Pflanzencreme in einer Pfanne erhitzen, Austernpilze anbraten, restliche Zwiebel und
Knoblauch dazugeben und ca. 5 Minuten weiterbraten. Cremefine und Brühe dazugießen und mit Salz,
Pfeffer und Muskat abschmecken.
4 Den Boden einer Auflaufform mit 3 Lasagneblättern auslegen und den Spinat darauf verteilen. Die
restlichen Lasagneblätter auf den Spinat legen und die Pilze daraufgeben. Mit Käse bestreuen. Im
vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft: 180 °C) ca. 30 Minuten backen. Die Spinatlasagne mit
Austernpilzen ein wenig abkühlen lassen und servieren.
 
Quelle: Rama Cremefine

Sellerieschnitzel mit Pilzragout

Zutaten für 4 Personen:
500 g Sellerie, 1 kg gemischte Pilze, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 2 EL Paniermehl, 2 EL gemahlene Haselnüsse, 2 EL Mehl, 1 Ei, 4 EL Rama Culinesse Pflanzencreme, 100 ml Rotwein, 200 g RAMA Cremefine wie Crème fraîche zu verwenden, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 1 TL getrockneter Majoran
 
Zubereitung:
1 Sellerie schälen, putzen und in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden. Pilze putzen und gegebenenfalls in Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Haselnüsse und Paniermehl mischen. Selleriescheiben erst in Mehl, dann in verquirltem Ei und zuletzt in Paniermehl-Haselnuss-Mischung wenden.
2 2 EL Pflanzencreme in einer Pfanne erhitzen und die Sellerieschnitzel bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten von jeder Seite braten.
3
Restliche Pflanzencreme in einem großen Topf erhitzen, Pilze darin ca. 5 Minuten braten, Zwiebel und Knoblauch dazugeben und ca. 2 Minuten mitbraten. Rotwein (oder Traubensaft) und Rama Cremefine zufügen, aufkochen und mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen.
4 Sellerieschnitzel mit Pilzragout servieren.
 
Quelle: Rama Cremefine